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[identity profile] nyx-chan.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Schwarz
Challenge: Genre+Kartoffel – Kink (für mich)
Fandom: Heroes of Olympus (die gleiche AU wie hier, durchaus mit gewissen Bezug auf diese Szene)
Charaktere: Annabeth, Piper, andere in Erwähnung
Anmerkung: nichts Explizites, nur Gerede und Kartoffeln, die es ausbaden müssen. Ich fürchte, es ist nicht kinky genug... ;_;



„Wann kommen die anderen?“, fragte Annabeth und zog ihre Schuhe aus.

„In frühstens einer halben Stunde. Genug Zeit, um Essen vorzubereiten.“ Piper wartete einen Moment im Flur, ehe sie zusammen mit Annabeth in die Küche ging. „Jason hat zwar gesagt, dass er vor Mitternacht wieder heim kommt, aber ich gehe davon aus, dass er bei Percy pennt.“

Was bedeutete, dass Annabeth zwar nicht hinterher zu Percy gehen konnte, um sich mit ihm zu betrinken und irgendwelche Castingsshows oder Wiederholungen von einer der tausend Krimiserien an zu gucken. Sie könnte bei Piper bleiben. Aber irgendwas flüsterte Annabeth zu, dass Piper nicht die richtige Person war, sie auf andere Dinge zu bringen. Nicht auf Dauer, nicht bei diesem Problem.

„Hazel bringt noch etwas mit und ich habe schon wieder vergessen, was es genau war. Nichts warmes, aber Auflaufartiges? Oder doch ein Dipp? Salat? Ich weiß es nicht, aber ich bin für dieses kulinarische Abenteuer sowas von bereit. Hauptsache, Rachel beginnt nicht später damit meine Wände zu bemalen, falls sie wieder bekifft hier ankommt“, erzählte Piper, während sie einige Utensilien und Lebensmittel zusammenräumte.

„Reyna ist diesmal dabei“, versuchte Annabeth die Gastgeberin zu beruhigen. „Sie wird sie schon an der kurzen Leine halten.“ Oh. Verdammt. Annabeth biss sich auf die Unterlippe und versuchte sich nichts weiter anzumerken. Es war schließlich eine gängige Phrase, nichts besonderes.

Piper lachte schallend. „Oh ja, Reyna wird der designierte Wachhund sein, finde ich gut.“ Mit einem nachdenklichen Gesichtsausdruck, begutachtete Piper die Sammlung auf der Anrichte und nickte knapp als ihr alles ordnungsgemäß erschien. Sie drehte sich halb zu Annabeth als sie fortfuhr: „Ich habe gedacht, wir machen Kartoffelspalten. Das kommt immer gut an und ist einfach.“
„OK“, antwortete Annabeth knapp und bemerkte nicht Pipers aufmerksamen Blick.

„Kannst du die Kartoffeln waschen und schneiden?“

„OK.“ Ohne weitere Rückfragen zu stellen nahm Annabeth den Sack Kartoffeln zur Spüle herüber. Eine klare Aufgabe, Brett und Messer lagen auch schon da, was sollte schon schief gehen? Als sie den Wasserhahn aufdrehte, mischte sich in den Hintergrund Musik und es entstand eine Klangkulisse, die Annabeth an einen anderen Ort versetzte. Die raue Oberfläche der Kartoffeln, die glatter und glatter zu werden schien, erinnerte sie an Leder. Als sie den Ärmel berührt hatte, schien es rau gewesen zu sein, aber mit der richtigen Streichrichtung wurde es samtig und warm, und ehe sie sich versah, strich sie über den glatten, warmen Puls und in die raue Handfläche, die ganz entspannt unter ihren Fingern geblieben war. Etwas entrückt und fasziniert vom Gefühl strich Annabeth ein Mal mehr als nötig mit dem Daumen über eins der Kartoffelnaugen, die gleichzeitig Widerstand bot, aber auch nachgab. Sie schweifte von den Erinnerungen aus der Kneipe zu den Gedankenschleifen von letzter Nacht, die sie nicht richtig schlafen ließen. Als sie sich selbst dabei ertappte, wie die Fantasien sich in den Vordergrund rücken wollten, ließ die die Kartoffel mit mehr Schwung als nötig in die Spüle fallen. Es fehlte nur wenig und sie hätte sie am liebsten quer durch die Küche geworfen.

„Oookaaaay.“

Annabeth sah von der Spüle auf und sah in Pipers völlig verwirrtes Gesicht.

„Ich hab so viele Fragen, ehrlich. Erst denke ich, dass du die Kartoffel befummelst, als würdest du sie mit Streicheleinheiten zum Kochen bringen wollen, und dann lässt du sie einfach so fallen? Hart, Annabeth, echt hart.“ Zwar hatte Piper es mit einer humoristischen Note versucht, aber ihr Blick blieb ernst, besonders weil Annabeths Gesicht wie versteinert wirkte. Sie stellte sich neben sie und fragte halblaut: „Hast du Redebedarf?“

Annabeths Ausdruck änderte sich nicht, außer dass ihr Gesicht langsam immer röter wurde.

Mit einem schweren Seufzen verschränkte Piper ihre Arme vor der Brust und sah ihre Freundin eindringlich an. „Nur um es zu klären: nein, nach 5 Minuten merkt man, dass mit dir heute irgendwas nicht stimmt. Also versuch dir nicht einzureden, dass es heute Abend schon keiner merken wird, wenn du lang genug den Arsch zusammenkneifst, weil, was auch immer das ist, dein Kopf ist da ganz tief drin.“

„Kannst du neuerdings Gedankenlesen?“, zischte Annabeth mit giftigem Blick.

Piper lächelte milde und war beruhigt endlich eine Reaktion aus ihr herausgelockt zu haben. „Nee, du bist nur auffällig neben der Kappe. Was ist los?“

„Nichts! Ich hab einfach viel zu tun. Arbeit, neues Projekt, es beschäftigt mich.“

„Und du brauchst Ablenkung.“

„Gott, JA! Bitte!“, brach es aus Annabeth raus.

„Na dann, gut, dass Hazel beschlossen hat ein, zwei Bildungslücken der Sparte Chick Flick zu schließen“, eröffnete ihr Piper mit einem etwas verwegenen Lächeln. „Du weißt schon, mit dem ganzen Liebesdrama, wo beide sich schicksalhaft treffen und vermutlich nicht leiden können, aber da ist was und irgendwie wirft das Leben sie immer zusammen, bis es klick macht und es gibt nach 80 Minuten überzogener, sexueller Spannung endlich ein bisschen Knutschen zu kitschiger Musik. Das wird dich bestimmt richtig gut von der Arbeit ablenken, oder?“ Übertrieben wackelte Piper mit den Augenbrauen, während es ihr vielleicht nicht nur heimlich Freude bereitete Annabeth in die emotionale Ecke zu treiben. All die Stichwörter schienen von Mal zu Mal einen wunden Punkt zu treffen. Es war das eine, wenn Percy sich darüber beschwerte, dass Annabeth besessen war einen komischen Rivalen in der Nachbarschaft ständig nachzujagen, der sich als eine vage, unsympathische Bekannte von Percy herausstellte. Es war etwas anderes, wenn Piper es nicht fassen konnte, wie einfach es sein konnte, auf den emotionalen Knöpfchen von Leuten zu spielen, besonders denen, die sich den emotionalen Spielchen so gerne verwehrten
.
Als würde Annabeths Gehirn verzweifelt kleine Befehle in den Körper schießen, hob sie mechanisch ihre Mundwinkel und versuchte ihre Augenbrauen zu entkrampfen. Ihre Schultern schob sie Stück für Stück herunter. „Klingt gut“, kommentierte sie mit einem völlig falschen Tonfall. Spätestens jetzt ging ihr auf, wie sie völlig falsch gespielt hatte. Annabeth schloss ihre Augen und gab sich geschlagen. „Ich hasse dich. Ich weiß nicht, wie du das immer machst.“

„Jeder braucht eine Gabe, meine Liebe. Du bist zu schlau für diese Welt, aber es ist wie ein seltenes Naturereignis zu sehen, dass es jemand geschafft hat unter deinen Logikpanzer zu kriechen“, erklärte Piper mit genug Sanftmut und strich tröstend über ihren Oberarm.

„Es klingt wie ein Parasitenbefall und jetzt, wo ich es ausspreche, fühlt es sich auch so an.“

Piper lachte schallend los und fragte schließlich: „Warum?“

„Weil du tun und lassen kannst, was du willst, es ist immer da, wie ein lästiges Jucken.“

„Wow. Dich hat‘s erwischt, oder?“

„Ich weiß es nicht, ehrlich. Es ist eher… Neugierde?“ Annabeth traute sich endlich die Augen zu öffnen und Piper mit dem kleinen Hauch Verzweiflung anzusehen, den sie sich eingestand. „So richtig neugierig darauf.“

In Pipers Augen funkelte etwas und sie fragte leise und verschwörerisch: „Worauf?“

Es dauerte einen Moment ehe Annabeth in einem ähnlich leisen Tonfall fragte: „Hast du schon Mal jemanden an die Leine genommen und auf die Knie gezwungen, von dem du wusstest, dass die Person deinen Kopf mit ihren Schenkeln zerquetschen kann?“

Piper bemühte sich ihre ersten Reaktionen nicht durchschlagen zu lassen. Stattdessen blinzelte sie kurz und nickte langsam nachdenklich. „Ich glaube, ich weiß, was du meinst, und jetzt, wo du es sagst: ich glaub, ich muss das mal mit Jason machen.“

Date: 2019-08-20 06:57 am (UTC)
der_jemand: (green)
From: [personal profile] der_jemand
Piper! =D
Oh die arme Annabeth, und ooooh die arme Kartoffel. X'D Das ist... nicht in Ordnung. Aber es passt. XD

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