"Ich habe heute von dir geträumt"
Feb. 10th, 2008 05:10 pmTitel: Warum?
Fandom: Original (gleiches wie "Kitten Trust")
Charactere: Shisei, Konkon, Brune (und Anya)
Warning: Chara death, femmeslash
genre: Angst
Er war völlig, absolut, total verwirrt. Nicht geschockt, das war nicht seine Art und hätte auch ncith zur Situation gepasst. Aber verwirrt.
Noch niemals hatte er Brune aufgelöst erlebt. Aufgeregt, ja. Wütend, ja. Hasserfüllt, leidenschaftlich, bis ans äußerste gespannt, ja. Aber nicht so... so... Er hatte sie noch nie, niemals weinen gesehen. Noch niemals zusammen gekauert, abgeschlossen gegen den Rest der Welt, von jedem Schluchzer erschüttert. Und er hätte auch niemals gedacht, dass er es jemals sehen könnte.
Sollte er sie stören? Oder lieber alleine lassen? Alleine lassen wäre die einzige sinnvolle Variante gewesen. Sicherlich wollte die junge Frau nicht beobachtet werden bei ihrem Zusammenbruch. Sie würde ihn hassen für den einfachen Umstand, dass er sie so gesehen hatte. Und doch... Unschlüssig stand er unter der Tür.
Und dann wurde ihm die Entscheidung abgenommen, abgenommen von jemandem, der sich solche Gedanken gar nicht erst machte. Jemand, der selten über Konsequenzen nachdachte, der immer noch nicht wirklich begriffen zu haben schien wie die Welt war, dass sie einen in die Eier trat, wenn man sie nicht vorher an ihren eigenen packte. Oder, wie Shisei in letzter Zeit manchmal zu glauben begann, diese Realität einfach ausblendete. Die nicht wissen wollte. Sie hasste. Sie leugnete. Der wusste, dass er sie nicht an sich heran lassen durfte, nicht wenn er bleiben wollte, wie er war. Der sich verzweifelt an etwas klammerte, dass die Menschen “Kindheit” nannten und das doch mehr Illusion als alles andere war. Der nur in dieser Unschuld seinen Frieden finden konnte. Seinen Nutzen.
Ohne sich um irgend welche Formalitäten oder Sicherheitsbedenken zu scheren, drückte sich Konkon an seinem Bruder vorbei in den Raum und lief zu der Kriegerin hinüber. Auf eine kindlich mitfühlende Art und Weise kauerte es sich neben sie.
Blieb dort einfach sitzen, wartete, versuchte ihr Trost zu spenden durch seine bloße Anwesenheit. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis sie sprach.
Sie hob nicht den Kopf, sprach zu ihren vor der Brust eingeklemmten Händen hin.
Sie sprach nicht zu einem der beiden Anwesenden.
Sie schien die beiden nicht einmal wirklich wahrzunehmen.
“Warum nur bist du nicht zu mir gekommen... Warum nur... Ich wollte dich doch nie verletzen... Niemals...
Du weisst, ich wollte das nicht...
Du weisst, ich wollte dich hier haben...
Du weisst, ich möchte dich vergessen...
Du weisst, ich kann es nicht...
Du weisst, ich hasse es von dir zu träumen... hasse es, all das zu sehen... “
Sie hob den Kopf, starrte direkt zu Shisei. Sah ihn nicht. Sah jemand anderen dort stehen, jemanden, der nicht mehr war. Eine Tote, die dunkelhaarige, mondbleiche Söldnerin, die sie vor bald hundert Sonnenläufen im Zweikampf getötet und damit den blutigen Partisanenkrieg zu einem vorläufigen Ende gebracht hatte.
Die Frau, die sie geliebt hatte.
Ein Mensch, der nicht mehr war. Nie wieder sein würde.
“Warum dann... warum dann kommst du und tust mir das an?” Ihr Gesicht war bar jedes Ausdrucks, die Stimme tonlos, nichtssagend, als wäre sie selber bereits tot. Und vielleicht war sie das. Er hatte seit jenem Tag manchmal, nur ahnungsweise, den Eindruck, dass ihre Kameradin zumindest teilweise mit ihrer früheren Geliebten gestorben war. Nicht, dass er es hätte irgendwie belegen können. Die lebendige, aufbrausende, rationale Oberfläche, die einst auch das Wesen der jungen Frau gewesen war, hatte weiter bestanden. Aber ob er da nicht irrte? Vielleicht hatte er sie schon so kennen gelernt... Vielleicht war sie schon so geworden, als sie damals gefangen genommen worden war... Damals, noch bevor er sie kannte... Damals, als sie Anya das erste Mal hatte verlassen müssen.
“Warum kommst du immer wieder?”
Ihre starren, blicklosen Augen richteten sich auf einen fernen Punkt.
“Warum bist du nicht bei mir?”
Diese Frage die so leicht zu beantworten war und doch keine Antwort kannte.
“Warum?”
Fandom: Original (gleiches wie "Kitten Trust")
Charactere: Shisei, Konkon, Brune (und Anya)
Warning: Chara death, femmeslash
genre: Angst
Er war völlig, absolut, total verwirrt. Nicht geschockt, das war nicht seine Art und hätte auch ncith zur Situation gepasst. Aber verwirrt.
Noch niemals hatte er Brune aufgelöst erlebt. Aufgeregt, ja. Wütend, ja. Hasserfüllt, leidenschaftlich, bis ans äußerste gespannt, ja. Aber nicht so... so... Er hatte sie noch nie, niemals weinen gesehen. Noch niemals zusammen gekauert, abgeschlossen gegen den Rest der Welt, von jedem Schluchzer erschüttert. Und er hätte auch niemals gedacht, dass er es jemals sehen könnte.
Sollte er sie stören? Oder lieber alleine lassen? Alleine lassen wäre die einzige sinnvolle Variante gewesen. Sicherlich wollte die junge Frau nicht beobachtet werden bei ihrem Zusammenbruch. Sie würde ihn hassen für den einfachen Umstand, dass er sie so gesehen hatte. Und doch... Unschlüssig stand er unter der Tür.
Und dann wurde ihm die Entscheidung abgenommen, abgenommen von jemandem, der sich solche Gedanken gar nicht erst machte. Jemand, der selten über Konsequenzen nachdachte, der immer noch nicht wirklich begriffen zu haben schien wie die Welt war, dass sie einen in die Eier trat, wenn man sie nicht vorher an ihren eigenen packte. Oder, wie Shisei in letzter Zeit manchmal zu glauben begann, diese Realität einfach ausblendete. Die nicht wissen wollte. Sie hasste. Sie leugnete. Der wusste, dass er sie nicht an sich heran lassen durfte, nicht wenn er bleiben wollte, wie er war. Der sich verzweifelt an etwas klammerte, dass die Menschen “Kindheit” nannten und das doch mehr Illusion als alles andere war. Der nur in dieser Unschuld seinen Frieden finden konnte. Seinen Nutzen.
Ohne sich um irgend welche Formalitäten oder Sicherheitsbedenken zu scheren, drückte sich Konkon an seinem Bruder vorbei in den Raum und lief zu der Kriegerin hinüber. Auf eine kindlich mitfühlende Art und Weise kauerte es sich neben sie.
Blieb dort einfach sitzen, wartete, versuchte ihr Trost zu spenden durch seine bloße Anwesenheit. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis sie sprach.
Sie hob nicht den Kopf, sprach zu ihren vor der Brust eingeklemmten Händen hin.
Sie sprach nicht zu einem der beiden Anwesenden.
Sie schien die beiden nicht einmal wirklich wahrzunehmen.
“Warum nur bist du nicht zu mir gekommen... Warum nur... Ich wollte dich doch nie verletzen... Niemals...
Du weisst, ich wollte das nicht...
Du weisst, ich wollte dich hier haben...
Du weisst, ich möchte dich vergessen...
Du weisst, ich kann es nicht...
Du weisst, ich hasse es von dir zu träumen... hasse es, all das zu sehen... “
Sie hob den Kopf, starrte direkt zu Shisei. Sah ihn nicht. Sah jemand anderen dort stehen, jemanden, der nicht mehr war. Eine Tote, die dunkelhaarige, mondbleiche Söldnerin, die sie vor bald hundert Sonnenläufen im Zweikampf getötet und damit den blutigen Partisanenkrieg zu einem vorläufigen Ende gebracht hatte.
Die Frau, die sie geliebt hatte.
Ein Mensch, der nicht mehr war. Nie wieder sein würde.
“Warum dann... warum dann kommst du und tust mir das an?” Ihr Gesicht war bar jedes Ausdrucks, die Stimme tonlos, nichtssagend, als wäre sie selber bereits tot. Und vielleicht war sie das. Er hatte seit jenem Tag manchmal, nur ahnungsweise, den Eindruck, dass ihre Kameradin zumindest teilweise mit ihrer früheren Geliebten gestorben war. Nicht, dass er es hätte irgendwie belegen können. Die lebendige, aufbrausende, rationale Oberfläche, die einst auch das Wesen der jungen Frau gewesen war, hatte weiter bestanden. Aber ob er da nicht irrte? Vielleicht hatte er sie schon so kennen gelernt... Vielleicht war sie schon so geworden, als sie damals gefangen genommen worden war... Damals, noch bevor er sie kannte... Damals, als sie Anya das erste Mal hatte verlassen müssen.
“Warum kommst du immer wieder?”
Ihre starren, blicklosen Augen richteten sich auf einen fernen Punkt.
“Warum bist du nicht bei mir?”
Diese Frage die so leicht zu beantworten war und doch keine Antwort kannte.
“Warum?”
no subject
Date: 2008-02-10 06:22 pm (UTC)no subject
Date: 2008-02-11 11:14 am (UTC)Eigentlich hatte ich die Charas für einen Manga bzw Illustrationen entwickelt, aber ich habe immer Schwierigkeiten, einen Comic zuende zu bringen...
Darum dachte ich mir bei dem Prompt zu Kitten Trust, "warum nicht einfach ein ficlet damit schreiben"...