h/c - Betrug/Täuschung
Aug. 14th, 2019 10:10 pmTeam: Schwarz (Eisberg)
Challenge: Betrug/Täuschung (für mich und: WELTHERRSCHAFT!)
Fandom: Sailor Moon
Charaktere: Makoto, Minako
Widmung: Für
nyx_chan ♥
“Mi-na-ko!” Makoto wusste genau, dass sie ihre Wut gerade gegen die Falsche richtete, aber… naja, vielleicht auch nicht. Oder? Minakos blauen Augen jedenfalls richteten sich erst fragend auf sie, dann auf die eigentlich sehr hübsche schwarze Tasche. Man konnte regelrecht sehen, wie die Verwirrung wuchs. Klar. Makoto und eine Markenhandtasche? Oder eher: Mit einer Fake-Handtasche? Das passte in keiner Welt zusammen und Makoto wusste das genau. Sie hätte es auch nicht verstanden.
“Was ist los?”, stellte Minako die vollkommen berechtigte Frage.
“Du hast mir nicht gesagt, dass Fakes sind!” Dabei wedelte Makoto mit der Handtasche des Anstoßes so heftig vor Minakos Gesicht herum, dass die einen kleinen, wohlbemessenen Schritt zurückmachte. Instinkte ließen sich nicht abschalten. Schon gar nicht diese. Sofort senkte Makoto den Arm und murmelte etwas, das als Entschuldigung durchgehen konnte.
“Woher hätte ich denn wissen sollen, dass du dort bestellen willst?”
Ja. Woher? Das war eine hervorragende Frage und vor allem eine, auf die Makoto keine Antwort hatte. Weil es keine gab. Die einzigen, denen zuzutrauen war, dass sie so etwas wussten, waren Michiru und Rei.
Aber Minako schaltete gerade in Liebesdingen ziemlich schnell und die Verwirrung wich etwas anderem. Es wirkte beinahe wie Mitleid, was das letzte war, was Makoto wollte. “Sie sollte für Setsuna sein, oder?”
“JA! Aber ich kann ihr doch keinen Fake schenken!” Sie wurde wieder zu laut und Minako zuckte vollkommen unbeeindruckt mit den Schultern. “Warum nicht? Hast du ne Ahnung, wie teuer Originale sind?”
“Äh… nein?”
“Viel zu viel. Also… mindestens einen Monat Doppelschichten in der Bäckerei zu viel. Denkst du, Setsuna fänd es so gut, wenn du dir das für sie antust?”
Nein. Vermutlich nicht. Makoto wollte gerade auch lieber darüber nachdenken, wie Minako, die eigentlich keine Leuchte in Mathe war, so etwas so schnell im Kopf überschlagen konnte. Das war angenehmer als die Alternative. Sich Minakos Einwand bildlich vorzustellen. Vor allem den Teil mit Setsuna.
“Aber es sollte ein Geburtstagsgeschenk werden”, wandte sie matt ein.
“Ein Grund mehr. Also ehrlich, muss ich ausgerechnet dir erklären, was bei einem Geschenk wichtig ist? Komm, gehen wir ein Eis essen.” Ohne auf Widerspruch (oder gar auf Zustimmung) zu warten, hakte sie sich bei Makoto unter und schleifte sie die Straße entlang.
Am Ende wurde es kein Eis, Makoto war bei einem Crêpe-Stand hängen geblieben und jetzt beschwerte Minako sich, dass ihre letzte - unnötige - Diät vollkommen sinnlos gewesen war, während sie einen Crêpe mit Erdbeeren und Bananen herunterschlang. Dass dabei Sahne an ihrem Mund kleben blieb, schien sie erstmal nicht zu interessieren. Aber Makoto sagte lieber nichts dazu, sie war selbst nichts besser. Als sie die Kalorien verputzt und die Spuren beseitigt hatten, fragte Minako: “Warum denkst du, dass ein Original so wichtig ist?”
“Weil… ich wusste nicht, dass es Fakes sind! Und ich wollte ja nicht so viel Geld ausgeben…” Darum hatte sie ja bei diesem Shop bestellt. Irgendwie war ihr ja auch klar, dass sie kein Recht hatte, sich aufzuregen. Wenn Markensachen so teuer waren, musste da doch ein Haken sein. Aber wenn man so ein Angebot sah, setzte das Hirn einfach aus. Bisher hatte sie solche Leute immer belächelt. Und jetzt gehörte sie selbst dazu. Schöne Ironie.
“Das ist keine Antwort.”
Minako knüllte die Pappe zusammen, in der der Crêpe gesteckt hatte und sah sich nach einem Mülleimer um. Als sie keinen in der Nähe entdeckte, steckte sie den Müll in ihre Handtasche. Ebenfalls ein Fake, wie Makoto jetzt wusste, aber ziemlich hübsch. “Sie mag Chanel”, erklärte Makoto und merkte gerade selbst, wie lahm das war. “Kennst du ihr schwarzes Kleid? Mit den goldenen Kettchen?”
“Klar. Das hatte sie doch bei der Verlobung von Usagi und Mamoru an.”
“Genau.”
“Die Tasche passt da gut zu.” Minakos Augen leuchteten begeistert. Dann, etwas zu spät, wie Makoto fand, fiel ihr das Dilemma wieder ein. “Und darum ist es vollkommen egal ist, ob sie echt ist oder nicht. Dir ist etwas aufgefallen, was sie mag. Und du hast dir Gedanken gemacht. Und wir verraten keinem, dass du eigentlich ein Original haben wolltest, das wird nämlich noch auf dich zurückfallen, wenn du alt und grau bist.”
Ja. Vermutlich.
Challenge: Betrug/Täuschung (für mich und: WELTHERRSCHAFT!)
Fandom: Sailor Moon
Charaktere: Makoto, Minako
Widmung: Für
“Mi-na-ko!” Makoto wusste genau, dass sie ihre Wut gerade gegen die Falsche richtete, aber… naja, vielleicht auch nicht. Oder? Minakos blauen Augen jedenfalls richteten sich erst fragend auf sie, dann auf die eigentlich sehr hübsche schwarze Tasche. Man konnte regelrecht sehen, wie die Verwirrung wuchs. Klar. Makoto und eine Markenhandtasche? Oder eher: Mit einer Fake-Handtasche? Das passte in keiner Welt zusammen und Makoto wusste das genau. Sie hätte es auch nicht verstanden.
“Was ist los?”, stellte Minako die vollkommen berechtigte Frage.
“Du hast mir nicht gesagt, dass Fakes sind!” Dabei wedelte Makoto mit der Handtasche des Anstoßes so heftig vor Minakos Gesicht herum, dass die einen kleinen, wohlbemessenen Schritt zurückmachte. Instinkte ließen sich nicht abschalten. Schon gar nicht diese. Sofort senkte Makoto den Arm und murmelte etwas, das als Entschuldigung durchgehen konnte.
“Woher hätte ich denn wissen sollen, dass du dort bestellen willst?”
Ja. Woher? Das war eine hervorragende Frage und vor allem eine, auf die Makoto keine Antwort hatte. Weil es keine gab. Die einzigen, denen zuzutrauen war, dass sie so etwas wussten, waren Michiru und Rei.
Aber Minako schaltete gerade in Liebesdingen ziemlich schnell und die Verwirrung wich etwas anderem. Es wirkte beinahe wie Mitleid, was das letzte war, was Makoto wollte. “Sie sollte für Setsuna sein, oder?”
“JA! Aber ich kann ihr doch keinen Fake schenken!” Sie wurde wieder zu laut und Minako zuckte vollkommen unbeeindruckt mit den Schultern. “Warum nicht? Hast du ne Ahnung, wie teuer Originale sind?”
“Äh… nein?”
“Viel zu viel. Also… mindestens einen Monat Doppelschichten in der Bäckerei zu viel. Denkst du, Setsuna fänd es so gut, wenn du dir das für sie antust?”
Nein. Vermutlich nicht. Makoto wollte gerade auch lieber darüber nachdenken, wie Minako, die eigentlich keine Leuchte in Mathe war, so etwas so schnell im Kopf überschlagen konnte. Das war angenehmer als die Alternative. Sich Minakos Einwand bildlich vorzustellen. Vor allem den Teil mit Setsuna.
“Aber es sollte ein Geburtstagsgeschenk werden”, wandte sie matt ein.
“Ein Grund mehr. Also ehrlich, muss ich ausgerechnet dir erklären, was bei einem Geschenk wichtig ist? Komm, gehen wir ein Eis essen.” Ohne auf Widerspruch (oder gar auf Zustimmung) zu warten, hakte sie sich bei Makoto unter und schleifte sie die Straße entlang.
Am Ende wurde es kein Eis, Makoto war bei einem Crêpe-Stand hängen geblieben und jetzt beschwerte Minako sich, dass ihre letzte - unnötige - Diät vollkommen sinnlos gewesen war, während sie einen Crêpe mit Erdbeeren und Bananen herunterschlang. Dass dabei Sahne an ihrem Mund kleben blieb, schien sie erstmal nicht zu interessieren. Aber Makoto sagte lieber nichts dazu, sie war selbst nichts besser. Als sie die Kalorien verputzt und die Spuren beseitigt hatten, fragte Minako: “Warum denkst du, dass ein Original so wichtig ist?”
“Weil… ich wusste nicht, dass es Fakes sind! Und ich wollte ja nicht so viel Geld ausgeben…” Darum hatte sie ja bei diesem Shop bestellt. Irgendwie war ihr ja auch klar, dass sie kein Recht hatte, sich aufzuregen. Wenn Markensachen so teuer waren, musste da doch ein Haken sein. Aber wenn man so ein Angebot sah, setzte das Hirn einfach aus. Bisher hatte sie solche Leute immer belächelt. Und jetzt gehörte sie selbst dazu. Schöne Ironie.
“Das ist keine Antwort.”
Minako knüllte die Pappe zusammen, in der der Crêpe gesteckt hatte und sah sich nach einem Mülleimer um. Als sie keinen in der Nähe entdeckte, steckte sie den Müll in ihre Handtasche. Ebenfalls ein Fake, wie Makoto jetzt wusste, aber ziemlich hübsch. “Sie mag Chanel”, erklärte Makoto und merkte gerade selbst, wie lahm das war. “Kennst du ihr schwarzes Kleid? Mit den goldenen Kettchen?”
“Klar. Das hatte sie doch bei der Verlobung von Usagi und Mamoru an.”
“Genau.”
“Die Tasche passt da gut zu.” Minakos Augen leuchteten begeistert. Dann, etwas zu spät, wie Makoto fand, fiel ihr das Dilemma wieder ein. “Und darum ist es vollkommen egal ist, ob sie echt ist oder nicht. Dir ist etwas aufgefallen, was sie mag. Und du hast dir Gedanken gemacht. Und wir verraten keinem, dass du eigentlich ein Original haben wolltest, das wird nämlich noch auf dich zurückfallen, wenn du alt und grau bist.”
Ja. Vermutlich.
no subject
Date: 2019-08-14 08:24 pm (UTC)DANKESCHÖN!
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Date: 2019-08-19 08:09 pm (UTC)Die einzigen, denen zuzutrauen war, dass sie so etwas wussten, waren Michiru und Rei. :D <3
no subject
Date: 2019-08-25 06:17 pm (UTC)