Team: Schwarz (Eisberg)
Challenge: Romantik/Intimität - Signifikante Größenunterschiede
Fandom: Voltron
Charaktere: Keith, Pidge, Hunk
Fortsetzung der schiefgelaufenen Bergtour
Ich hab vom Bergsteigen btw immer noch keine Ahnung.
“Wie lange kann das Gewitter dauern?”, fragte Hunk leise in das schummrige Licht. So leise, dass seine Stimme beinahe unter dem Heulen des Windes untergegangen wäre. Aber inzwischen war es so kalt geworden, dass sie sich einfach eng zusammengekuschelt hatten. Naja, so weit es eben ging, wenn ein Gruppenmitglied ein gebrochenes Bein hatte und deswegen bei jeder noch so kleinen Bewegung oder Berührung auch nur in der Nähe dessen den Eindruck machte, als würde sie anfangen zu kotzen und in Tränen ausbrechen. Gleichzeitig.
“Kommt drauf an… wenn wir Glück haben, zieht es schnell vorbei. Wenn wir Pech haben, staut das Unwetter sich auf dieser Seite und…” Keith zuckte mit den Schultern. Er hatte Angst, aber wollte es sich auf keinen Fall anmerken lassen. Er hatte getan, was möglich war. Alles, was metallisch war, lag ein gutes Stück entfernt und würde hoffentlich noch dort sein, wenn sie rauskonnten, ohne Gefahr zu laufen, draufzugehen. Sie waren hier so geschützt wie… es halt ging und wenn das hier überstanden war, holte man sie hier hoffentlich endlich runter. Von diesem Berg hatte Keith die Nase jedenafalls gestrichen voll. Es wäre ja auch okay für ihn, wenn man nur Pidge abholte. Hunk und er würden auch zu Fuß runterkommen. Aber Pidge eben nicht. Oder sie gingen das Risiko ein, sie zu tragen, aber es gab ein paar schwierige Stellen, wo das nicht gerade ratsam war.
Er merkte selbst, dass seine Gedanken gerade in die falsche Richtung davongallopieren wollten.
“Unser Vorteil ist, dass wir noch nicht so wahnsinnig weit oben sind. Und die Felswand schützt uns halbwegs.” Blitze waren natürlich trotzdem eine Gefahr und Steinschläge… aber das mussten die beiden nicht unbedingt wissen. Hunk hatte sich vermutlich ohnehin schon lange über die möglichen Gefahren informiert und Keith wollte keine Horrorszenarien herraufbeschwören. Gerade wirkte er recht… entspannt. Pidge hatte sich an ihn gelehnt und er strich ihr über die dicke Mütze, die ihre kurzen Haare versteckte. Vermutlich spürte sie darunter nichts, aber die Geste war es wohl, was zählte.
Ein gleißender Blitz, dicht gefolgt von einem ohrenbetäubenden Krachen ließ sie alle zusammenfahren.
“Wir werden sterben, wir werden sterben, wir werden sterben…”, murmelte Hunk vor sich hin, bis Pidge ihm einen ziemlich sicher eher schwachen Knuff gab. “Werden wir nicht. Du musst Shae noch sagen, dass du über beide Ohren in sie verknallt bist.”
“Wenn wir das überleben, schwöre ich dir, dass ich es tun werde.”
“Gut. Keith, du bist Zeuge.” Ihre Stimme klang schwach, zu müde für seinen Geschmack. Aber er traute sich nicht zu fragen, wie es ihr ging. Wie es ihr wirklich ging. Er kannte sie inzwischen lange genug um zu wissen, dass sie ihren Zustand herunterspielen würde. Das tat sie immer. Darum antwortete er nur: “Von mir aus…”
“W-was? Alter, fällst du mir gerade in den Rücken?” Hunks Entsetzen war nur halb gespielt.
“Warum? Du hast doch selbst gesagt, dass du es ihr sagen willst.” Keith sah da nun wirklich kein Problem. Er fand es eher faszinierend, dass Hunk es allen Ernstes schaffte, über ein Jahr um Shae herumzutanzen ohne mit ihr zusammen zu sein. Sollte das bei Heteros nicht einfacher gehen? Jedenfalls hörte man das immer wieder.
Gut, Shiro und er waren über Jahre befreundet gewesen, bevor sie es endlich fertiggebracht hatten, zusammenzukommen. Aber das war ja nun wirklich etwas ganz anderes gewesen. Hoffentlich würde er ihn bald wiedersehen. Wenigstens war sein Freund im Basislager in Sicherheit. Jedenfalls deutlich sicherer als hier. Genau wie Lance und Allura, falls… wenn sie es geschafft hatten. Was außer Frage stand. Weil etwas anderes inakzeptabel war.
“Ich hätte besser auf das Wetter achten sollen.” Aber nichts hatte darauf hingedeutet, dass es so krass umschlug. Trotzdem. Er hatte vielleicht etwas übersehen. Irgendeinen Hinweis… nein.
“Du hast doch gemerkt, was auf uns zukommt. Dass ich so blöd bin, abzurutschen, konntest du nicht wissen. Wir sitzen meinetwegen hier fest.” Einzelne Worte klangen undeutlich. Verdammte Scheiße.
Keith sah Hunk an, der es gar nicht bemerkte, sondern sich auf Pidge konzentrierte. “Versuch zu schlafen, ja?”
“Haha… wie denn?”
“Keine Ahnung.”
Eigentlich war Keith nicht der Kuscheltyp. Jedenfalls mit jemand anderem als seinem Freund. Aber er legte jetzt trotzdem einen Arm um Pidge. War sie schon immer so schmal gewesen? Klein, okay. Aber jetzt wirkte sie trotz der warmen Klamotten nahezu zerbrechlich. Sie war aber auch ziemlich gut darin, es zu kompensieren. Ein stures, etwas aufbrausendes Energiebündel, das auch mal die Nacht durcharbeitete, wenn es nötig war. Oder eben unnötig.
Sie so erschöpft und verängstigt zu sehen war einfach… falsch. Auf allen Ebenen falsch. Aber anscheinend war sie fertig genug, um wirklich irgendwann einzuschlafen. Etwas später hörte Keith auch Hunk schnarchen, auch wenn das immer wieder unterbrochen wurde, wenn es donnerte. Langsam immer weiter entfernt.
Als das Gewitter vorbei war und es draußen heller wurde, kam endlich der Hubschrauber.
Challenge: Romantik/Intimität - Signifikante Größenunterschiede
Fandom: Voltron
Charaktere: Keith, Pidge, Hunk
Fortsetzung der schiefgelaufenen Bergtour
Ich hab vom Bergsteigen btw immer noch keine Ahnung.
“Wie lange kann das Gewitter dauern?”, fragte Hunk leise in das schummrige Licht. So leise, dass seine Stimme beinahe unter dem Heulen des Windes untergegangen wäre. Aber inzwischen war es so kalt geworden, dass sie sich einfach eng zusammengekuschelt hatten. Naja, so weit es eben ging, wenn ein Gruppenmitglied ein gebrochenes Bein hatte und deswegen bei jeder noch so kleinen Bewegung oder Berührung auch nur in der Nähe dessen den Eindruck machte, als würde sie anfangen zu kotzen und in Tränen ausbrechen. Gleichzeitig.
“Kommt drauf an… wenn wir Glück haben, zieht es schnell vorbei. Wenn wir Pech haben, staut das Unwetter sich auf dieser Seite und…” Keith zuckte mit den Schultern. Er hatte Angst, aber wollte es sich auf keinen Fall anmerken lassen. Er hatte getan, was möglich war. Alles, was metallisch war, lag ein gutes Stück entfernt und würde hoffentlich noch dort sein, wenn sie rauskonnten, ohne Gefahr zu laufen, draufzugehen. Sie waren hier so geschützt wie… es halt ging und wenn das hier überstanden war, holte man sie hier hoffentlich endlich runter. Von diesem Berg hatte Keith die Nase jedenafalls gestrichen voll. Es wäre ja auch okay für ihn, wenn man nur Pidge abholte. Hunk und er würden auch zu Fuß runterkommen. Aber Pidge eben nicht. Oder sie gingen das Risiko ein, sie zu tragen, aber es gab ein paar schwierige Stellen, wo das nicht gerade ratsam war.
Er merkte selbst, dass seine Gedanken gerade in die falsche Richtung davongallopieren wollten.
“Unser Vorteil ist, dass wir noch nicht so wahnsinnig weit oben sind. Und die Felswand schützt uns halbwegs.” Blitze waren natürlich trotzdem eine Gefahr und Steinschläge… aber das mussten die beiden nicht unbedingt wissen. Hunk hatte sich vermutlich ohnehin schon lange über die möglichen Gefahren informiert und Keith wollte keine Horrorszenarien herraufbeschwören. Gerade wirkte er recht… entspannt. Pidge hatte sich an ihn gelehnt und er strich ihr über die dicke Mütze, die ihre kurzen Haare versteckte. Vermutlich spürte sie darunter nichts, aber die Geste war es wohl, was zählte.
Ein gleißender Blitz, dicht gefolgt von einem ohrenbetäubenden Krachen ließ sie alle zusammenfahren.
“Wir werden sterben, wir werden sterben, wir werden sterben…”, murmelte Hunk vor sich hin, bis Pidge ihm einen ziemlich sicher eher schwachen Knuff gab. “Werden wir nicht. Du musst Shae noch sagen, dass du über beide Ohren in sie verknallt bist.”
“Wenn wir das überleben, schwöre ich dir, dass ich es tun werde.”
“Gut. Keith, du bist Zeuge.” Ihre Stimme klang schwach, zu müde für seinen Geschmack. Aber er traute sich nicht zu fragen, wie es ihr ging. Wie es ihr wirklich ging. Er kannte sie inzwischen lange genug um zu wissen, dass sie ihren Zustand herunterspielen würde. Das tat sie immer. Darum antwortete er nur: “Von mir aus…”
“W-was? Alter, fällst du mir gerade in den Rücken?” Hunks Entsetzen war nur halb gespielt.
“Warum? Du hast doch selbst gesagt, dass du es ihr sagen willst.” Keith sah da nun wirklich kein Problem. Er fand es eher faszinierend, dass Hunk es allen Ernstes schaffte, über ein Jahr um Shae herumzutanzen ohne mit ihr zusammen zu sein. Sollte das bei Heteros nicht einfacher gehen? Jedenfalls hörte man das immer wieder.
Gut, Shiro und er waren über Jahre befreundet gewesen, bevor sie es endlich fertiggebracht hatten, zusammenzukommen. Aber das war ja nun wirklich etwas ganz anderes gewesen. Hoffentlich würde er ihn bald wiedersehen. Wenigstens war sein Freund im Basislager in Sicherheit. Jedenfalls deutlich sicherer als hier. Genau wie Lance und Allura, falls… wenn sie es geschafft hatten. Was außer Frage stand. Weil etwas anderes inakzeptabel war.
“Ich hätte besser auf das Wetter achten sollen.” Aber nichts hatte darauf hingedeutet, dass es so krass umschlug. Trotzdem. Er hatte vielleicht etwas übersehen. Irgendeinen Hinweis… nein.
“Du hast doch gemerkt, was auf uns zukommt. Dass ich so blöd bin, abzurutschen, konntest du nicht wissen. Wir sitzen meinetwegen hier fest.” Einzelne Worte klangen undeutlich. Verdammte Scheiße.
Keith sah Hunk an, der es gar nicht bemerkte, sondern sich auf Pidge konzentrierte. “Versuch zu schlafen, ja?”
“Haha… wie denn?”
“Keine Ahnung.”
Eigentlich war Keith nicht der Kuscheltyp. Jedenfalls mit jemand anderem als seinem Freund. Aber er legte jetzt trotzdem einen Arm um Pidge. War sie schon immer so schmal gewesen? Klein, okay. Aber jetzt wirkte sie trotz der warmen Klamotten nahezu zerbrechlich. Sie war aber auch ziemlich gut darin, es zu kompensieren. Ein stures, etwas aufbrausendes Energiebündel, das auch mal die Nacht durcharbeitete, wenn es nötig war. Oder eben unnötig.
Sie so erschöpft und verängstigt zu sehen war einfach… falsch. Auf allen Ebenen falsch. Aber anscheinend war sie fertig genug, um wirklich irgendwann einzuschlafen. Etwas später hörte Keith auch Hunk schnarchen, auch wenn das immer wieder unterbrochen wurde, wenn es donnerte. Langsam immer weiter entfernt.
Als das Gewitter vorbei war und es draußen heller wurde, kam endlich der Hubschrauber.