Angst - Joker
Jul. 24th, 2019 12:06 amTeam: Schwarz
Challenge: Angst – Joker (inspiriert von
theskew's Original)
Fandom: psychO (Original)
Anmerkung: Mit der freundlichen Erlaubnis etwas spielen zu dürfen – für
theskew bei gefallen <3 und
alea, weil wir beide Team Franziska sind
Es wurde langsam kühl und auch wenn sie zum großen Teil in Alufolie gewickelt war, blieben ihre Füße kalt. Die verkrampfte Haltung, gefesselt an eine Wäschespinne, unterstützte nur das leichte Zittern, das ihren Körper regelmäßig schüttelte. Dann raschelte und knisterte sie wie ein kleiner futuristischer Busch. Für einen Moment sorgte sie sich, ob es das Projekt, die Mission gefährden könnte.
Franziska versuchte nicht darüber nachzudenken, was in ihrem Leben schief gelaufen war, dass sie nun nachts, in einem Innenhof in einer fremden Stadt, gefesselt mit Alufolie an einer Wäschespinne dastand und absurde Laute von sich geben sollte.
Langsam verlor sie jegliches Zeitgefühl und glaubte bald im Stehen einschlafen zu müssen. Sie setzte zu einer erneuten Jaulrunde an als plötzlich die Tür zum Innenhof aufging. Perplex starrte sie die junge Frau an, die mit etwas zerzausten Haaren und Pumps in den Händen hereintapste, scheinbar frisch aus dem Taxi gefallen, das sie von einer Party weggekarrt hatte. Ähnlich perplex sah die Frau Franziska an und Franziska konnte es ihr nicht verübeln. Sie versuchte es mit einem verschmitzten Lächeln zu kaschieren.
„Hi“, flüsterte sie der Fremden laut zu.
Nachdem die sich von ihrem ersten Schock langsam erholte, trat sie vorsichtig zu Franziska herüber und begutachtete das Konstrukt. „Alles ok?“, fragte sie verwirrt und leise.
„Oh, etwas kühl, aber äh- halb so schlimm. Mein Freund-“, begann Franziska zu erklären und unterbrach sich als sie das Schnauben der Fremden hörte.
„Rollenspielchen? Und dann so komische? Was soll das sein?“, fragte sie und ließ ihren Blick skeptisch noch mal über das ganze Wunder der Technik gleiten.
Franziska spürte, wie ihr das Gesicht glühte vor Scham und ihr Mund ganz trocken wurde. „Ei- eine Antenne ist das!“
„Und was empfängst du? Gute Schwingungen? - Mal ehrlich, lohnt sich der Sex wenigstens dafür, oder wieso machst du das mit? Oh man, ich hoffe, es ist nicht dieser Spinner von oben!“
Es rauschte in ihren Ohren vor lauter Aufregung und sie wusste nicht, wie sie am geschicktesten aus der Konversation kommen sollte. Sie sollte eigentlich Christoph verteidigen, schließlich war er ihr Freund und eigentlich total toll – jeder hatte irgendeine Macke!
„Nein, nein, er ist sonst echt in Ordnung“, sagte sie schließlich hastig und kicherte nervös.
Die Fremde schaute sie einen Moment aufmerksam an, verzog den Mund und zuckte schließlich mit einer Schulter. „Wenn du meinst… Pass auf dich auf, hol dir keine Lungenentzündung beim Empfangen. Gute Nacht!“ Ihr Blick war bemitleidend als sie sich wegdrehte und Richtung Treppe des Hinterhauses ging. Da, wo sie seit mindestens drei Stunden schon erwartete, dass Christoph endlich auftauchte und sie losmachte.
„Nacht“, fiepste Franziska mit dünner Stimme hinterher und seufzte schwer.
Einige Stunden später würde sie es bereuen die Fremde nicht um Hilfe gebeten zu haben. Wenn er wieder das Messer ansetzte, wenn er ihr zuckersüße und zugleich beängstigende Dinge zuseuselte. Wenn er die Hand ihr auf den Mund legte, wenn sie versuchte sich zu wehren, ihn zu beißen, die Fesseln zu lockern, ihn fernzuhalten, wenn ihr nur noch die Kraft zum Wimmern blieb und er ihr selbst das nahm, als er ihr etwas in den Mund stopfte. Es blieben ihr nur noch der Schmerz, die Tränen und die grenzenlose Angst. Zwischendurch fühlte Franziska wie in rauschender Watte, in der alles etwas leichter und sehr viel ferner wurde, bis sie wieder ganz da war, wieder bluten musste.
Draußen schien schon sehr lange die Sonne oder zumindest glaubte Franziska es. Sie war sich langsam nicht mehr sicher, wie spät es überhaupt sein konnte. Christoph zog das dicke Stoffknäuel aus ihrem Mund und strich über ihre Wange. „Franziska, das machst du gut. Sie werden bald da sein, da bin ich mir sicher, dank unserer gemeinsamen Energie.“
Ihr Atem stockte und ihre Wange schmerzte bei dem Kontakt. Für einen Moment versuchte Franziska in seinem Blick etwas zu sehen, das sie brauchte: Zuversicht, Sicherheit, Hoffnung. Vielleicht würde es bald vorbei sein, wenn sein Spuk für ihn vorbei war. Sie schloss die Augen, um sich auf ihren Atem zu konzentrieren, als er einen Finger gegen das Loch in der Wange legte und drückte. Völlig herausgerissen aus dem Moment fand sie neue Kraft zum Schreien, von der sie nicht wusste, dass sie sie noch besaß. Sofort lag seine Hand wieder auf ihrem Mund. Mit aufgerissenen Augen sah sie auf, sah seinen fanatischen Blick, seine angespannte Gesichtsmuskulatur und es lief ihr kalt den Rücken hinab. „Entschuldige“, versuchte sie gegen seine Handfläche zu murmeln. Immer und immer wieder. „Entschuldige, entschuldige, Christoph, entschuldige!“
Es dauerte einen Moment, ehe er sich wohl wieder sicher sein konnte, dass Franziska gehorchen würde. Er strich wieder sanft über ihr Gesicht und nickte verständnisvoll. „Ich weiß.“ Mit mehr Ruhe in seiner Mimik stand Christoph auf und verließ das Schlafzimmer.
Franziska konnte im Nachgang nicht mehr sagen, wie lange es danach gedauert hatte, bis es an der Tür geklingelt hatte. Zunächst schien Christoph nicht zu reagieren, ehe einige Momente später es laut an der Tür klopfte und jemand rief. Polizei. Franziska hielt den Atem an und erstarrte. Würde er die an der Tür abwimmeln können oder würde er sie vorher töten?
Das Pochen wurde nur penetranter, bis Christoph schließlich doch nachgab. Die Stimmen klangen etwas dumpf aus der Entfernung und sie konnte nichts wirklich verstehen. Aber es war ihre Chance. Mit allem, was sie noch in sich hatte, schrie sie gegen den Knebel an und versuchte durch ruckartige Bewegungen weiteren Lärm zu erzeugen. Sie hörte nicht auf bis plötzlich jemand Fremdes über ihr stand, in Uniform, und Franziska konnte es kaum glauben.
Challenge: Angst – Joker (inspiriert von
Fandom: psychO (Original)
Anmerkung: Mit der freundlichen Erlaubnis etwas spielen zu dürfen – für
Es wurde langsam kühl und auch wenn sie zum großen Teil in Alufolie gewickelt war, blieben ihre Füße kalt. Die verkrampfte Haltung, gefesselt an eine Wäschespinne, unterstützte nur das leichte Zittern, das ihren Körper regelmäßig schüttelte. Dann raschelte und knisterte sie wie ein kleiner futuristischer Busch. Für einen Moment sorgte sie sich, ob es das Projekt, die Mission gefährden könnte.
Franziska versuchte nicht darüber nachzudenken, was in ihrem Leben schief gelaufen war, dass sie nun nachts, in einem Innenhof in einer fremden Stadt, gefesselt mit Alufolie an einer Wäschespinne dastand und absurde Laute von sich geben sollte.
Langsam verlor sie jegliches Zeitgefühl und glaubte bald im Stehen einschlafen zu müssen. Sie setzte zu einer erneuten Jaulrunde an als plötzlich die Tür zum Innenhof aufging. Perplex starrte sie die junge Frau an, die mit etwas zerzausten Haaren und Pumps in den Händen hereintapste, scheinbar frisch aus dem Taxi gefallen, das sie von einer Party weggekarrt hatte. Ähnlich perplex sah die Frau Franziska an und Franziska konnte es ihr nicht verübeln. Sie versuchte es mit einem verschmitzten Lächeln zu kaschieren.
„Hi“, flüsterte sie der Fremden laut zu.
Nachdem die sich von ihrem ersten Schock langsam erholte, trat sie vorsichtig zu Franziska herüber und begutachtete das Konstrukt. „Alles ok?“, fragte sie verwirrt und leise.
„Oh, etwas kühl, aber äh- halb so schlimm. Mein Freund-“, begann Franziska zu erklären und unterbrach sich als sie das Schnauben der Fremden hörte.
„Rollenspielchen? Und dann so komische? Was soll das sein?“, fragte sie und ließ ihren Blick skeptisch noch mal über das ganze Wunder der Technik gleiten.
Franziska spürte, wie ihr das Gesicht glühte vor Scham und ihr Mund ganz trocken wurde. „Ei- eine Antenne ist das!“
„Und was empfängst du? Gute Schwingungen? - Mal ehrlich, lohnt sich der Sex wenigstens dafür, oder wieso machst du das mit? Oh man, ich hoffe, es ist nicht dieser Spinner von oben!“
Es rauschte in ihren Ohren vor lauter Aufregung und sie wusste nicht, wie sie am geschicktesten aus der Konversation kommen sollte. Sie sollte eigentlich Christoph verteidigen, schließlich war er ihr Freund und eigentlich total toll – jeder hatte irgendeine Macke!
„Nein, nein, er ist sonst echt in Ordnung“, sagte sie schließlich hastig und kicherte nervös.
Die Fremde schaute sie einen Moment aufmerksam an, verzog den Mund und zuckte schließlich mit einer Schulter. „Wenn du meinst… Pass auf dich auf, hol dir keine Lungenentzündung beim Empfangen. Gute Nacht!“ Ihr Blick war bemitleidend als sie sich wegdrehte und Richtung Treppe des Hinterhauses ging. Da, wo sie seit mindestens drei Stunden schon erwartete, dass Christoph endlich auftauchte und sie losmachte.
„Nacht“, fiepste Franziska mit dünner Stimme hinterher und seufzte schwer.
Einige Stunden später würde sie es bereuen die Fremde nicht um Hilfe gebeten zu haben. Wenn er wieder das Messer ansetzte, wenn er ihr zuckersüße und zugleich beängstigende Dinge zuseuselte. Wenn er die Hand ihr auf den Mund legte, wenn sie versuchte sich zu wehren, ihn zu beißen, die Fesseln zu lockern, ihn fernzuhalten, wenn ihr nur noch die Kraft zum Wimmern blieb und er ihr selbst das nahm, als er ihr etwas in den Mund stopfte. Es blieben ihr nur noch der Schmerz, die Tränen und die grenzenlose Angst. Zwischendurch fühlte Franziska wie in rauschender Watte, in der alles etwas leichter und sehr viel ferner wurde, bis sie wieder ganz da war, wieder bluten musste.
Draußen schien schon sehr lange die Sonne oder zumindest glaubte Franziska es. Sie war sich langsam nicht mehr sicher, wie spät es überhaupt sein konnte. Christoph zog das dicke Stoffknäuel aus ihrem Mund und strich über ihre Wange. „Franziska, das machst du gut. Sie werden bald da sein, da bin ich mir sicher, dank unserer gemeinsamen Energie.“
Ihr Atem stockte und ihre Wange schmerzte bei dem Kontakt. Für einen Moment versuchte Franziska in seinem Blick etwas zu sehen, das sie brauchte: Zuversicht, Sicherheit, Hoffnung. Vielleicht würde es bald vorbei sein, wenn sein Spuk für ihn vorbei war. Sie schloss die Augen, um sich auf ihren Atem zu konzentrieren, als er einen Finger gegen das Loch in der Wange legte und drückte. Völlig herausgerissen aus dem Moment fand sie neue Kraft zum Schreien, von der sie nicht wusste, dass sie sie noch besaß. Sofort lag seine Hand wieder auf ihrem Mund. Mit aufgerissenen Augen sah sie auf, sah seinen fanatischen Blick, seine angespannte Gesichtsmuskulatur und es lief ihr kalt den Rücken hinab. „Entschuldige“, versuchte sie gegen seine Handfläche zu murmeln. Immer und immer wieder. „Entschuldige, entschuldige, Christoph, entschuldige!“
Es dauerte einen Moment, ehe er sich wohl wieder sicher sein konnte, dass Franziska gehorchen würde. Er strich wieder sanft über ihr Gesicht und nickte verständnisvoll. „Ich weiß.“ Mit mehr Ruhe in seiner Mimik stand Christoph auf und verließ das Schlafzimmer.
Franziska konnte im Nachgang nicht mehr sagen, wie lange es danach gedauert hatte, bis es an der Tür geklingelt hatte. Zunächst schien Christoph nicht zu reagieren, ehe einige Momente später es laut an der Tür klopfte und jemand rief. Polizei. Franziska hielt den Atem an und erstarrte. Würde er die an der Tür abwimmeln können oder würde er sie vorher töten?
Das Pochen wurde nur penetranter, bis Christoph schließlich doch nachgab. Die Stimmen klangen etwas dumpf aus der Entfernung und sie konnte nichts wirklich verstehen. Aber es war ihre Chance. Mit allem, was sie noch in sich hatte, schrie sie gegen den Knebel an und versuchte durch ruckartige Bewegungen weiteren Lärm zu erzeugen. Sie hörte nicht auf bis plötzlich jemand Fremdes über ihr stand, in Uniform, und Franziska konnte es kaum glauben.