Titel: Die Sache mit dem ‚Du‘
Team: Weiß (Titanic)
Challenge: Hurt/Comfort: Jemandem bewusstlos in die Arme fallen – Für mich
Fandom: Tatort Münster
Rating: PG
Genre: Preslash, h/c,
Warnungen: None
Zusammenfassung: Thiel hatte einen beschissenen Tag. Bis er auf Boerne trifft...
Wörter: ~850
Anmerkungen: Völlig ungebeta'ed, weil das mit drei kleinen Kindern auf dem Schoss einfach nicht geht. Immerhin, es ist fertig geworden...
Die Sache mit dem ‚Du‘
Der Tag heute war mal so richtig für den Arsch gewesen. Die halbe Abteilung war krank, inklusive Nadeshda, und Boerne war auch nicht dagewesen. Vortrag oder sowas. Alles hatte er alleine machen müssen. Keinen Schritt war er weitergekommen. Dabei war er den ganzen Tag nur rumgerannt. Alle Knochen taten ihm weh und die Gelenke erst. Überhaupt alles tat ihm weh. Sein Kopf hämmerte. Und kalt war es, so verdammt kalt. Den ganzen Tag hatte er gefroren. War er froh, wenn er zu Hause in seinem schönen, warmen Bett war. Selbst hier im Treppenhaus war es eisig. Der Schlüssel klapperte laut in seiner Hand, so sehr zitterte er. War die Heizung schon wieder kaputt? Oder wollte Boerne mal wieder Energie sparen? Es war auch so finster hier. Wie in einem dunklen Tunnel. Er konnte ja kaum die Treppenstufen erkennen. Waren die immer schon so hoch gewesen? Wie sollte er denn da hochkommen? Er packt das Geländer, zog sich hoch, Schritt um Schritt. Warum war ihm noch nie aufgefallen, wie steil diese Treppe war. Das war ja gemeingefährlich. Gott sei Dank, nur noch eine Stufe, dann hatte er es endlich geschafft.
Er hob den Fuß, wollte ihn auf die nächste Stufe setzen, blieb hängen, kam ins Straucheln. Mit aller Kraft krallte er sich am Geländer fest. Es half nichts. Seine Finger waren so feucht, er rutschte einfach ab. Der Boden kam näher. Gott, das Fliesenmuster war so hässlich – und ausgetreten. Warum hatte Boerne das noch nie renoviert. Dann konnte er auch gleich die Heizung reparieren. Es war so kalt und der Boden war schon so nah. Er musste sich abfangen. Die Hände. Er braucht seine Hände. Wo waren seine Hände?
Das Fliesenmuster wechselte. Schwarzweiß war es plötzlich. Hatte Boerne also doch renoviert. Da waren Hände vor ihm. Seine Hände? Etwas weiches bremste seinen Fall. Warm und weich. Das war gut. Er packte zu. Das weiche Etwas schnaufte. Da war Gemurmel in seinem Ohr. Irgendwie Boerne, nur leiser. Dann nichts mehr. Nur Schwärze.
* * *
Thiel schlug die Augen auf, kniff sie sofort wieder zu. Grelles Licht blendet ihm. Sein Kopf hämmerte, ihm war schummrig. Alles schwankte irgendwie. Immerhin lag er weich. Weich und bequem. Und warm. Ganz warm, zu warm. Irgendwie heiß. Er klebte. Schweiß trat ihm aus allen Poren. Es war viel zu heiß. Etwas packte ihn bei der Hüfte. Zerrte an seiner Hose, versuchte sie runterzureißen. Das war falsch. Das durfte nicht… das sollte nicht… er musste …
„Mein Gott Thiel, jetzt seien Sie doch nicht so störrisch.“
Boerne. Das war Boerne. Wo kam Boerne plötzlich her? Warum schimpfte Boerne mit ihm. Warum … Wieder zerrte etwas an seiner Hose.
„Thiel! Jetzt helfen sie doch mal mit.“
Das war Boerne. Boerne zerrte an seiner Hose. Boerne wollte ihm die Hose ausziehen. Wieso…? Warum…?
„Boerne…“ Seine Stimme war nur ein heiseres Krächzen. Der Hals tat weh. „Was… warum … Hose ausziehen?“
„Hose ausziehen, ja, auffallend richtig, Herr Thiel.“ Boerne zerrte weiterhin an ihm herum. „Wie soll ich Ihnen den sonst Wadenwicken machen?“
„Wadenwickel?“ Was redete Boerne da? Wadenwickel machte man bei Kindern, wenn sie Fieber …
„Ja, Wadenwickel, Thiel. Sie haben über vierzig Fieber.“ Boerne zerrte immer noch. Und schnaufte. „Jetzt helfen sie doch endlich mit.“
Thiel stemmte die Hüfte hoch. Versuchte es jedenfalls irgendwie. Boerne schnaufte und zerrte weiter. Es gab einen heftigen Ruck. Dann war die Hose weg. Und die Socken auch. Es war kalt. Eisige Schauer rannen durch seinen Körper. Er zitterte. Eine dicke Decke landete auf ihm. Bedeckte ihn bis zur Nasenspitze. Er fror noch immer.
„Ich hole die Wickel. Sie rühren sich nicht von der Stelle!“
Boerne hob sogar den Zeigefinger. Thiel nickte nur matt. Als ob er irgendwo hingehen könnte. Er schloss die Augen. Die Schwärze hatte ihn wieder.
* * *
Thiel driftete in einem See von Wärme. Er war matt, erschöpft, aber das war in Ordnung. Ein warmer Körper presste sich gegen seinen Rücken, ein Arm warm um ihn geschlungen, strich sanft über seinen Bauch. Warmer Atem streifte seinen Nacken. Jetzt noch ein Kuss, dann wäre alles perfekt. Er brummte leise. Sein Kopf grummelte, aber es war erträglich. Jemand lachte leise gegen sein Schulter.
„Wieder unter den Lebenden, Frank?“
Boerne. Das war schon wieder Boerne. Wieso war immer Boerne da, wenn er wach wurde. Das war … Halt! Stopp! Das war Boerne! Boerne lag da hinter ihm im Bett! Boerne hielt ihn im Arm. Boerne kraulte ihm den Bauch. Wie kam er …? Warum…? Und wieso…?
„Frank? Seit wann…“
„Du bist mit bewusstlos in die Arme gefallen und ich habe dir Wadenwickel gemacht. Ich denke, das rechtfertigt ein ‚Du‘.“
„Aha.“
Thiel wollte lieber nicht zu genau darüber nachdenken, was Boerne gerade gesagt hatte. Oder wo er war. Dann müsste er reagieren und das wollte er auf gar keinen Fall. Es fühlte sich gerade alles viel zu gut an.
„Wirklich, Frank, du solltest besser auf deine Gesundheit achten. Wenn ich jetzt nicht da gewesen–…“
„Du warst ja da.“
‚Du‘, das klang gut. Thiel schloss die Augen, kuschelte sich tiefer in die Umarmung. Boerne kraulte immer noch seinen Bauch und jetzt war da tatsächlich ein Kuss in seinem Nacken.
„Schlaf noch ein bisschen. Nachher koche ich dir Hühnersuppe.“
Ja, diese Sache mit dem ‚Du‘, die war wirklich gut.
Team: Weiß (Titanic)
Challenge: Hurt/Comfort: Jemandem bewusstlos in die Arme fallen – Für mich
Fandom: Tatort Münster
Rating: PG
Genre: Preslash, h/c,
Warnungen: None
Zusammenfassung: Thiel hatte einen beschissenen Tag. Bis er auf Boerne trifft...
Wörter: ~850
Anmerkungen: Völlig ungebeta'ed, weil das mit drei kleinen Kindern auf dem Schoss einfach nicht geht. Immerhin, es ist fertig geworden...
Die Sache mit dem ‚Du‘
Der Tag heute war mal so richtig für den Arsch gewesen. Die halbe Abteilung war krank, inklusive Nadeshda, und Boerne war auch nicht dagewesen. Vortrag oder sowas. Alles hatte er alleine machen müssen. Keinen Schritt war er weitergekommen. Dabei war er den ganzen Tag nur rumgerannt. Alle Knochen taten ihm weh und die Gelenke erst. Überhaupt alles tat ihm weh. Sein Kopf hämmerte. Und kalt war es, so verdammt kalt. Den ganzen Tag hatte er gefroren. War er froh, wenn er zu Hause in seinem schönen, warmen Bett war. Selbst hier im Treppenhaus war es eisig. Der Schlüssel klapperte laut in seiner Hand, so sehr zitterte er. War die Heizung schon wieder kaputt? Oder wollte Boerne mal wieder Energie sparen? Es war auch so finster hier. Wie in einem dunklen Tunnel. Er konnte ja kaum die Treppenstufen erkennen. Waren die immer schon so hoch gewesen? Wie sollte er denn da hochkommen? Er packt das Geländer, zog sich hoch, Schritt um Schritt. Warum war ihm noch nie aufgefallen, wie steil diese Treppe war. Das war ja gemeingefährlich. Gott sei Dank, nur noch eine Stufe, dann hatte er es endlich geschafft.
Er hob den Fuß, wollte ihn auf die nächste Stufe setzen, blieb hängen, kam ins Straucheln. Mit aller Kraft krallte er sich am Geländer fest. Es half nichts. Seine Finger waren so feucht, er rutschte einfach ab. Der Boden kam näher. Gott, das Fliesenmuster war so hässlich – und ausgetreten. Warum hatte Boerne das noch nie renoviert. Dann konnte er auch gleich die Heizung reparieren. Es war so kalt und der Boden war schon so nah. Er musste sich abfangen. Die Hände. Er braucht seine Hände. Wo waren seine Hände?
Das Fliesenmuster wechselte. Schwarzweiß war es plötzlich. Hatte Boerne also doch renoviert. Da waren Hände vor ihm. Seine Hände? Etwas weiches bremste seinen Fall. Warm und weich. Das war gut. Er packte zu. Das weiche Etwas schnaufte. Da war Gemurmel in seinem Ohr. Irgendwie Boerne, nur leiser. Dann nichts mehr. Nur Schwärze.
* * *
Thiel schlug die Augen auf, kniff sie sofort wieder zu. Grelles Licht blendet ihm. Sein Kopf hämmerte, ihm war schummrig. Alles schwankte irgendwie. Immerhin lag er weich. Weich und bequem. Und warm. Ganz warm, zu warm. Irgendwie heiß. Er klebte. Schweiß trat ihm aus allen Poren. Es war viel zu heiß. Etwas packte ihn bei der Hüfte. Zerrte an seiner Hose, versuchte sie runterzureißen. Das war falsch. Das durfte nicht… das sollte nicht… er musste …
„Mein Gott Thiel, jetzt seien Sie doch nicht so störrisch.“
Boerne. Das war Boerne. Wo kam Boerne plötzlich her? Warum schimpfte Boerne mit ihm. Warum … Wieder zerrte etwas an seiner Hose.
„Thiel! Jetzt helfen sie doch mal mit.“
Das war Boerne. Boerne zerrte an seiner Hose. Boerne wollte ihm die Hose ausziehen. Wieso…? Warum…?
„Boerne…“ Seine Stimme war nur ein heiseres Krächzen. Der Hals tat weh. „Was… warum … Hose ausziehen?“
„Hose ausziehen, ja, auffallend richtig, Herr Thiel.“ Boerne zerrte weiterhin an ihm herum. „Wie soll ich Ihnen den sonst Wadenwicken machen?“
„Wadenwickel?“ Was redete Boerne da? Wadenwickel machte man bei Kindern, wenn sie Fieber …
„Ja, Wadenwickel, Thiel. Sie haben über vierzig Fieber.“ Boerne zerrte immer noch. Und schnaufte. „Jetzt helfen sie doch endlich mit.“
Thiel stemmte die Hüfte hoch. Versuchte es jedenfalls irgendwie. Boerne schnaufte und zerrte weiter. Es gab einen heftigen Ruck. Dann war die Hose weg. Und die Socken auch. Es war kalt. Eisige Schauer rannen durch seinen Körper. Er zitterte. Eine dicke Decke landete auf ihm. Bedeckte ihn bis zur Nasenspitze. Er fror noch immer.
„Ich hole die Wickel. Sie rühren sich nicht von der Stelle!“
Boerne hob sogar den Zeigefinger. Thiel nickte nur matt. Als ob er irgendwo hingehen könnte. Er schloss die Augen. Die Schwärze hatte ihn wieder.
* * *
Thiel driftete in einem See von Wärme. Er war matt, erschöpft, aber das war in Ordnung. Ein warmer Körper presste sich gegen seinen Rücken, ein Arm warm um ihn geschlungen, strich sanft über seinen Bauch. Warmer Atem streifte seinen Nacken. Jetzt noch ein Kuss, dann wäre alles perfekt. Er brummte leise. Sein Kopf grummelte, aber es war erträglich. Jemand lachte leise gegen sein Schulter.
„Wieder unter den Lebenden, Frank?“
Boerne. Das war schon wieder Boerne. Wieso war immer Boerne da, wenn er wach wurde. Das war … Halt! Stopp! Das war Boerne! Boerne lag da hinter ihm im Bett! Boerne hielt ihn im Arm. Boerne kraulte ihm den Bauch. Wie kam er …? Warum…? Und wieso…?
„Frank? Seit wann…“
„Du bist mit bewusstlos in die Arme gefallen und ich habe dir Wadenwickel gemacht. Ich denke, das rechtfertigt ein ‚Du‘.“
„Aha.“
Thiel wollte lieber nicht zu genau darüber nachdenken, was Boerne gerade gesagt hatte. Oder wo er war. Dann müsste er reagieren und das wollte er auf gar keinen Fall. Es fühlte sich gerade alles viel zu gut an.
„Wirklich, Frank, du solltest besser auf deine Gesundheit achten. Wenn ich jetzt nicht da gewesen–…“
„Du warst ja da.“
‚Du‘, das klang gut. Thiel schloss die Augen, kuschelte sich tiefer in die Umarmung. Boerne kraulte immer noch seinen Bauch und jetzt war da tatsächlich ein Kuss in seinem Nacken.
„Schlaf noch ein bisschen. Nachher koche ich dir Hühnersuppe.“
Ja, diese Sache mit dem ‚Du‘, die war wirklich gut.