Titel: Regentage
Fandom: Naruto
Wörter: 761
Pairing: Kabuto x Itachi (wenn man sich viel Mühe mit dem Interpretieren gibt XD)
Challenge: Nummer 10 (das Bild)
Zusatz-Challenge: Ein Klischee, das ich hasse (der ältere und größere ist immer der dominante in einer Beziehung, und Kabuto ist tatsächlich einen Zentimeter größer als Itachi und ich glaube auch älter XD)
Vortsetzung zu: http://ptasie-mleczko.livejournal.com/566.html#cutid1
Regentage –
An manchen Regentagen schien es, als sei alles in der Welt grau, mit Ausnahme von nur wenigen Farbtupfern, die so absichtlich gesetzt schienen, wie es nur ein Künstler vermocht hätte: Das Zartrosa der im Sturme herabgefallenen Kirschblüten, die den Boden wie Schnee bedeckten. Das Dunkelrot des im Kampfe verschütteten Bluts, das in die Erde sickerte wie der Regen selbst.
Noch schien das Dorf von einer eigenartigen ‚Stille nach dem Sturm’ ganz erfasst zu sein und nur der Regen plätscherte vor sich hin, als hätte er eine unendliche Geschichte zu erzählen. Die Welt der lebenden Menschen schien wie in einen Schlaf gefallen, aus dem sie nur ungern erwachte, denn der Traum, den sie träumte, der war so schön. Nur noch die Toten wagten den schlafenden Boden zu betreten, die Luft war angefüllt mit dem Lachen der Geister. Einzig die eben noch lebendigen lagen schlaftrunken in einer Lache eigenen Blutes, wie Ungeborene im Fruchtwasser.
Nur ein einziges Wesen, von dem sich die Welt einen Moment lang nicht sicher war, ob es eher bei den Geisterwesen oder doch bei den lebendigen Menschen einzuordnen war, durchbrach beinahe schlafwandlerisch die ewige Stille dieses kunstvoll arrangierten Bildes. Es war der grauhaarige Ureinwohner der ach so grauen Regenwelt, auf der Suche nach den ausgewaschenen Resten der Aquarellfarbe hinter dem Regen: Das verblasste Rot auf den Wangen der Toten, das verlorene Unschuldsweiß der mit Füßen getretenen Kirschblüten, der schwarze Schatten Clanmörders, dessen Identität er bereits kannte.
Dieser flüchtete zu dieser Stunde, gejagt von der Wahrheit der Welt, immer mit einer halben Schrittlänge Vorsprung, ins Ganz-weit-weg-hinter-dem-Regen, wo er bereits in Kürze den Traum des Uchiha Madara zur Erfüllung bringen wollte.
Die Menschheit der Welt wird sich – sobald sie denn erwacht ist – empören über das plötzlich erwachte Böse in ihrer Mitte, nur der Regen schaut teilnahmslos zu und wäscht fleißig weiter alle Farben aus der Welt.
Und der Botschafter des Regens in dieser armseligen Menschenwelt, der der keine Meinung hatte, von den Dingen und für alles und jeden zu arbeiten imstande war, wie der Regen der das Leben bringt und den Tod, der war ihm auf den Fersen und das so leise, ganz leise, Der-der-den-Tod-brachte merkte es nicht. Bis er auf einer Lichtung im Wald, wo das Wasser von den Bäumen tropfte und das grün der Blätter sogleich mit fort nahm, fern vom Dorf seiner Heimat den Weg verlor. Da vernahm er doch die Stimme des Regens, die angenehm klang und vornehm, wie ein lieblich plätschernder Fluss!
„Du willst zur Akatsuki? So leicht, wie du denkst, wollen wir uns nicht finden lassen.“
Erschauderte Itachi ob der Stimme, die er erst vor wenigen Tagen zuletzt vernommen und für einfältig und ungebildet gehalten hatte oder ließen ihn tausend auf seiner Schulter zerstobene Wassertropfen vor Kälte frösteln?
„Wenn du etwas wirklich willst, ist der Weg dorthin nicht weit. Lass mich dich führen, denn ich kenne den Weg, du wirst schon bei uns willkommen sein.“
Lockend streckte sich eine schmale Jungenhand aus, nach dem, der sich nicht führen lassen wollte, von niemandem, denn er war schon groß und konnte es alleine.
„Erzähl mir, wie es ist, wenn man es will. Ich bin da anders. Ich kann mich nicht entscheiden und es fällt mir schwer, das Wollen.“
Itachi antwortete nicht, denn was, wenn der Junge doch zu Konoha gehörte? Lieber lauschte er da der Regenstimme, die den Boden berührte und in Pfütze zu fallen drohte und alle Welt in falscheste Sicherheit hüllte, wie eine Mutter ihr Neugeborenes in frische Tücher und einer Wolke aus Mütterlichkeit.
„Und sage mir, wie schafftest du es, die Menschen so zu hassen, dass du sie alle töten konntest, es wirklich wolltest? Die Menschen sind doch nicht viel mehr, als vom Regen ausgewaschene Farben.
Und wie schafftest du es, einen besten Freund unter ihnen zu finden und ihn aus dem Leben zu werfen, wie die törichte Fliege, die es wagte, dich zu stören?
Ich bin sicher, du gaukeltest ihm das alles nur vor, genau wie deinem eigenen Bruder?“
Da erst ergriff Itachi, die führende Hand, die ins Verderben führte oder zum Ziel und selbst keine Absicht kannte, hielt sich fest an ihr und ließ sich treiben .
„Ich glaube, du lässt dich nicht von den Menschen täuschen, denn du bist schlau. Glaube mir, dich überfallen Freundschaft und Nähe nicht, denn du lässt sie nicht heran. Ein Weg, den wir alle gehen sollten.“
Diese Worte machten Itachi glücklich, denn Kabuto hatte, ganz wissentlich unwissentlich, ihrer beider Lebenslüge ausgesprochen.
Derweil fuhr Regen mit seinem Tagwerk fohrt, ganz behutsam wusch er die Farben davon, einzig und allein das Rot der Mangekyou Sharingan vorerst verschonend.
Fandom: Naruto
Wörter: 761
Pairing: Kabuto x Itachi (wenn man sich viel Mühe mit dem Interpretieren gibt XD)
Challenge: Nummer 10 (das Bild)
Zusatz-Challenge: Ein Klischee, das ich hasse (der ältere und größere ist immer der dominante in einer Beziehung, und Kabuto ist tatsächlich einen Zentimeter größer als Itachi und ich glaube auch älter XD)
Vortsetzung zu: http://ptasie-mleczko.livejournal.com/566.html#cutid1
Regentage –
An manchen Regentagen schien es, als sei alles in der Welt grau, mit Ausnahme von nur wenigen Farbtupfern, die so absichtlich gesetzt schienen, wie es nur ein Künstler vermocht hätte: Das Zartrosa der im Sturme herabgefallenen Kirschblüten, die den Boden wie Schnee bedeckten. Das Dunkelrot des im Kampfe verschütteten Bluts, das in die Erde sickerte wie der Regen selbst.
Noch schien das Dorf von einer eigenartigen ‚Stille nach dem Sturm’ ganz erfasst zu sein und nur der Regen plätscherte vor sich hin, als hätte er eine unendliche Geschichte zu erzählen. Die Welt der lebenden Menschen schien wie in einen Schlaf gefallen, aus dem sie nur ungern erwachte, denn der Traum, den sie träumte, der war so schön. Nur noch die Toten wagten den schlafenden Boden zu betreten, die Luft war angefüllt mit dem Lachen der Geister. Einzig die eben noch lebendigen lagen schlaftrunken in einer Lache eigenen Blutes, wie Ungeborene im Fruchtwasser.
Nur ein einziges Wesen, von dem sich die Welt einen Moment lang nicht sicher war, ob es eher bei den Geisterwesen oder doch bei den lebendigen Menschen einzuordnen war, durchbrach beinahe schlafwandlerisch die ewige Stille dieses kunstvoll arrangierten Bildes. Es war der grauhaarige Ureinwohner der ach so grauen Regenwelt, auf der Suche nach den ausgewaschenen Resten der Aquarellfarbe hinter dem Regen: Das verblasste Rot auf den Wangen der Toten, das verlorene Unschuldsweiß der mit Füßen getretenen Kirschblüten, der schwarze Schatten Clanmörders, dessen Identität er bereits kannte.
Dieser flüchtete zu dieser Stunde, gejagt von der Wahrheit der Welt, immer mit einer halben Schrittlänge Vorsprung, ins Ganz-weit-weg-hinter-dem-Regen, wo er bereits in Kürze den Traum des Uchiha Madara zur Erfüllung bringen wollte.
Die Menschheit der Welt wird sich – sobald sie denn erwacht ist – empören über das plötzlich erwachte Böse in ihrer Mitte, nur der Regen schaut teilnahmslos zu und wäscht fleißig weiter alle Farben aus der Welt.
Und der Botschafter des Regens in dieser armseligen Menschenwelt, der der keine Meinung hatte, von den Dingen und für alles und jeden zu arbeiten imstande war, wie der Regen der das Leben bringt und den Tod, der war ihm auf den Fersen und das so leise, ganz leise, Der-der-den-Tod-brachte merkte es nicht. Bis er auf einer Lichtung im Wald, wo das Wasser von den Bäumen tropfte und das grün der Blätter sogleich mit fort nahm, fern vom Dorf seiner Heimat den Weg verlor. Da vernahm er doch die Stimme des Regens, die angenehm klang und vornehm, wie ein lieblich plätschernder Fluss!
„Du willst zur Akatsuki? So leicht, wie du denkst, wollen wir uns nicht finden lassen.“
Erschauderte Itachi ob der Stimme, die er erst vor wenigen Tagen zuletzt vernommen und für einfältig und ungebildet gehalten hatte oder ließen ihn tausend auf seiner Schulter zerstobene Wassertropfen vor Kälte frösteln?
„Wenn du etwas wirklich willst, ist der Weg dorthin nicht weit. Lass mich dich führen, denn ich kenne den Weg, du wirst schon bei uns willkommen sein.“
Lockend streckte sich eine schmale Jungenhand aus, nach dem, der sich nicht führen lassen wollte, von niemandem, denn er war schon groß und konnte es alleine.
„Erzähl mir, wie es ist, wenn man es will. Ich bin da anders. Ich kann mich nicht entscheiden und es fällt mir schwer, das Wollen.“
Itachi antwortete nicht, denn was, wenn der Junge doch zu Konoha gehörte? Lieber lauschte er da der Regenstimme, die den Boden berührte und in Pfütze zu fallen drohte und alle Welt in falscheste Sicherheit hüllte, wie eine Mutter ihr Neugeborenes in frische Tücher und einer Wolke aus Mütterlichkeit.
„Und sage mir, wie schafftest du es, die Menschen so zu hassen, dass du sie alle töten konntest, es wirklich wolltest? Die Menschen sind doch nicht viel mehr, als vom Regen ausgewaschene Farben.
Und wie schafftest du es, einen besten Freund unter ihnen zu finden und ihn aus dem Leben zu werfen, wie die törichte Fliege, die es wagte, dich zu stören?
Ich bin sicher, du gaukeltest ihm das alles nur vor, genau wie deinem eigenen Bruder?“
Da erst ergriff Itachi, die führende Hand, die ins Verderben führte oder zum Ziel und selbst keine Absicht kannte, hielt sich fest an ihr und ließ sich treiben .
„Ich glaube, du lässt dich nicht von den Menschen täuschen, denn du bist schlau. Glaube mir, dich überfallen Freundschaft und Nähe nicht, denn du lässt sie nicht heran. Ein Weg, den wir alle gehen sollten.“
Diese Worte machten Itachi glücklich, denn Kabuto hatte, ganz wissentlich unwissentlich, ihrer beider Lebenslüge ausgesprochen.
Derweil fuhr Regen mit seinem Tagwerk fohrt, ganz behutsam wusch er die Farben davon, einzig und allein das Rot der Mangekyou Sharingan vorerst verschonend.