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[identity profile] nyx-chan.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Schwarz
Challenge: Crack/Humor – Joker (mögliche Fortsetzung an Nebenschauplätzen zu dieser Geschichte der lieben [livejournal.com profile] luinaldawen <3)
Fandom: Sailor Moon
Anmerkung: für [livejournal.com profile] luinaldawen <3


Minako schleuderte mit einem bösartigen Lachen Usagi aus einer Kurve des Regenbogen-Boulevards als ihr Handy klingelte. Da sie klare Prioritäten hatte, ignorierte sie es zunächst. Als aber der Anrufer gleich wieder durchklingelte fürchtete sie, es könnte vielleicht wichtig sein. Als sie dann noch auf dem Display den Namen des Anrufers sah, schmiss sie die Konsole hin und nahm sofort den Anruf an, sonst könnte das Konsequenzen haben. „Rei? Ich bin da! Ich bin total da und aufmerksam und - Hi! Wie geht‘s?“

Es kam zunächst nur ein geradezu verächtliches Schnauben, ehe Rei sprach: „Ich hab eben Makoto besucht und rate Mal, wer auf die gleiche Idee gekommen ist.“

Minako sah ratlos auf den Fernseher, wo die angeblich besten Szenen des Mario Cart-Rennens abliefen. „Keine Ahnung?“ Nachdenklich drehte sie sich zu Usagi und gab die Frage weiter: „Wer könnte Mako besuchen?“

„Ami?“, fragte Usagi und war bereit das nächste Spiel auszuwählen.

„Ami?“, gab Minako die Antwort weiter und hoffte gleich beglückwünscht zu werden für ihre Cleverness.

„Nein. Setsuna.“

„Setsuna?“, wiederholte Minako ungläubig und sah Usagi an als könne sie ihr zur Ausnahme die Auflösung erklären. „Ich wusste gar nicht, dass die beiden so dicke sind.“

„Mako mag auch Pflanzen“, kommentierte Usagi ohne aufzuschauen. „Und kocht lecker!“ Als würde das wirklich alles erklären. Minako verdrehte die Augen.

„Ok. Und weiter? Ist doch nett, wenn Makoto sich mit Setsuna versteht. Sie ist irgendwie so- nicht gruselig, aber du weißt schon-“

„Mysteriös?“, schlug Rei vor und klang dabei selber ganz mysteriös.

„Ja, genau das.“

„Aber dann hättest du Makotos Reaktion sehen müssen.“

„‘Willst du Tee? Ich mach dir essen, du musst essen!‘“, äffte Minako die mütterliche Fürsorge ihrer Freundin nach.

Rei lachte. „Das auch!“

„Um was geht‘s?“, fragte Usagi verwirrt, weil sie aus den einzelnen Fetzen keinen Sinn für sich zusammenbauen konnte.

„Mako hat wohl irgendwie auf Setsuna reagiert.“

„‘Oh, er klingt wie mein Ex! Sempai, schau mich an!‘“, gab Usagi sofort ihre beste übertriebene Makoto-Reaktion zum Besten und seufzte herzzerreißend. Beide Mädchen lachten sofort schallend, bis Rei Minakos Lachen jäh erstickt.

„Du wirst es nicht glauben.“

Minako japste, riss die Augen auf, ließ die Kinnlade herunterklappen und brauchte einen Moment. „Nicht im Ernst!“

„Jupp“, bestätigte Rei.

„Oh mein Gott!“, rief Minako.

„Was hat Rei gesagt?“, fragte Usagi.

„Ist etwas passiert?“, fragte Ami als sie das Zimmer betrat.

Usagi und Minako starrten sie überrascht an. Mit dünner Stimme fiepste Minako ins Handy: „Ami ist für Nachhilfe da. Bye!“, und legte prompt auf. Ehe Ami überhaupt richtig ins Zimmer treten konnte, begann Minako ihr Kreuzverhör: „Was weißt du über Setsuna und Makoto?“

Ami blinzelte überrascht und wirkte völlig überrumpelt. „Was soll ich wissen?“

„Sind sie-“, begann Minako und sah sie mit ganz viel Nachdruck an, das sie mit einer Handgeste versuchte zu unterstreichen.

Irgendwas an der Situation gefiel Ami nicht und sie blickte zwischen ihren beiden Freundinnen hin und her. Schließlich setzte sie sich zu ihnen hin ehe sie versuchte die ominöse Wissenslücke zu füllen. „Befreundet? Ich denke schon.“

„Seit wann?“, fragte Usagi und hatte Mario Cart endlich völlig vergessen. Sie hängte sich halb über Minakos Schulter, die gespannt wie ein Flitzebogen an jedem Wort von Amis Lippen hing und der es nicht schnell genug ging.

„Seit ein paar Monaten, glaub ich. Sie treffen sich gelegentlich. Makoto bringt mir und Setsuna gelegentlich Bentos in die Uni.“

„Bentos!“

„Da ist bestimmt mehr! Rei meinte, da wäre mehr! Was ist da mehr?“

„Ich weiß nicht, was du meinst“, sagte Ami reserviert und mochte nicht, in welche Richtung das Gespräch ging. „Du könntest sie selber fragen, das weißt du, oder? Außerdem sollten wir mit dem Lernen anfangen, damit ihr beide heute zeitig in Bett kommt.“

Usagi und Minako stöhnten melodramatisch.

„Außerdem schickt es sich nicht zu tratschen“, setzte Luna hinzu und bekam ein geradezu gequältes Stöhnen der beiden Mädchen zurück, in die sich zusammenklappten.






„Mir scheint es eigentlich wie eine sehr nette Sache, dass Pluto und Jupiter sich anfreunden“, gestand Luna und putze sich die Pfote.

„Es ist etwas ungewöhnlich, aber es wird sicherlich dem Teamgeist gut tun“, gab Artemis zu.

„Also ich finde sie ganz lustig zusammen“, ergänzte Diana und drängte sich zwischen ihre Eltern. „Pluto lächelt so viel, das hab ich ewig nicht mehr gesehen! Und Jupiter scheint auch Spaß zu haben und redet ganz oft witzige Dinge. Manchmal geht es zu viel um Blumen, da steige ich dann doch aus. Oder etwas anderes langweiliges. Dann gehe ich wieder mit der kleinen Lady weg.“

„Moment“, horcht Luna alamiert auf. „Habt ihr die beiden etwa belauscht?!“

„Diana!“, begann Artemis, bereit für eine Standpauke.

„Nein! Wir haben nur aufgepasst!“, verteidigte sich das Kätzchen sofort und machte sich ganz klein.

„Worauf aufgepasst?“, fragte Luna spitz.

„Na, weil- weil- Die kleine Lady meinte, dass wir auf Pluto aufpassen müssen, dass ihr keiner weh tut.“

Artemis und Luna tauschten über dem Köpfchen ihrer Tochter vielsagende, besorgte Blicke aus, ehe sie sich wieder an sie wandten. „Pluto und Jupiter sind beide alt genug das selber unter sich auszumachen.“

Mit einem unzufrieden Maunzen widersprach Diana: „Aber sind nicht Freunde dafür da? Um aufeinander aufzupassen?!“

„Diana! Sowohl du wie auch die kleine Lady sollen sich da raus halten!“

„Und Hotaru?“

„Hotaru auch!“






„Och meennoooo! Rück schon mit der Sprache raus!“, jammerte Usagi in ihr Handy. Das Gerät war auf laut gestellt und Minako saß eng an ihre Freundin gedrängt, um jedes Wort kristallklar zu hören. Ami versuchte so tun als würde sie konzentriert die Rechenaufgaben der anderen beiden kontrollieren, hörte aber mit einem halben Ohr bei der Unterhaltung mit.

Ein leises Seufzen und helles, verhaltenes Kichern klangen von der anderen Seite der Leitung.

„Vielleicht sollten wir es ihnen sagen.“ Die melodiöse Frauenstimme klang ganz verschwörerisch und wandte sich offenkundig nicht an die beiden neugierigen Mädchen.

„Was sollen wir da schon sagen?“, antwortete die andere Frau mit einer wesentlich tieferen Stimme.

„Du weißt schon“, deutete Michiru geheimnisvoll an.

Minako und Usagi kreischten wie aufs Stichwort los und verlangten nach Details und Mehr und Was und Wann mit einigen inkohärenten Geräuschen dazwischen.

„Also ich glaube wirklich, dass sie nur befreundet sind“, versuchte Ami dazwischen zu werfen und wurde komplett ignoriert.

„Hattet ihr ein Doppeldate?“

„Wieso wisst ihr schon Bescheid?“

„Wann haben sie es euch gesagt?“

„Habt ihr sie erwischt?“

„Beim Küssen?“

„Bei mehr?“

Erneutes Überschlagen von Kreischen und Kichern und viel zu vielen Schlagworten dazwischen.

„Ich hätte es ahnen müssen, dass sie auch Mädchen mag!“

„Ich dachte immer, dass sie mal was für Mamoru hatte. Was für eine Erleichterung!“

„Es dreht sich halt nicht immer alles um euch!“

„Hey!“

Ein Räuspern in der Leitung unterbrach den Schlagabtausch zwischen Usagi und Minako und ließ sie verstummen.

„Offiziell wissen wir gar nichts.“

Erneutes Kreischen.

„Was ist hier los?“, fragte Chibi-Usa. Ami, Usagi und Minako sahen überrascht zu ihr herüber. Sie starrte mit in die Hüfte gestemmten Händen geradezu zerstörerisch auf alle Anwesenden herab, soweit es ihre Körpergröße erlaubte.

„Komm nicht immer einfach so in mein Zimmer!“, maulte Usagi und holte mit einem Plüschtier aus, um es nach Chibi-Usa zu werfen.

„Warte!“, griff Minako geistesgegenwärtig dazwischen. Sie riss das Plüschtier an sich und durchbohrte Chibi-Usa mit ihrem Blick. „Was weißt du über Makoto und Setsuna?“

Überrumpelt von der Frage sah das Mädchen die anderen völlig überrascht an und spürte ihre Wangen glühen. „Nichts! Was soll ich über sie wissen?!“

„A-HA!!“, rief Minako, sprang auf und wedelte triumphierend mit dem Tierchen. „Ich wusste es!“

„Ich hab gesagt, dass ich nichts weiß, weil es da nichts zu wissen gibt!“, fauchte Chibi-Usa aufgebracht.

„Chibi-Usa!“ Usagi klang ganz empört. „Wenn du was weißt, sag es uns! Das ist wichtig für die Teamdynamik!“

„Ist es nicht!“, rief Ami dazwischen und wünschte sich, das Thema würde endlich absterben.

„Ami hat recht!“

„Hat sie nicht!“

„Hat sie doch!“

„Und selbst wenn, wir wollen es wissen!“

„Aber es geht euch nichts an, ob sie sich lieb haben!“

„HA!“

„Wieso weiß das eigentlich jeder außer mir?“, fragte Usagi weiterhin im empörten Ton und fühlte sich wieder völlig ausgeschlossen.

„Wir haben es auch eher durch Zufall mitbekommen, wenn es dich tröstet“, tschirpte Michiru aus dem Handy, dass Usagi fast wieder vergessen hatte.

„Wie?“

„Tja“, sagte Michiru knapp und behielt den Rest für sich, während Haruka im Hintergrund lachte.

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