Was für eine Bescherung!
Feb. 2nd, 2008 02:41 pmFandom: House, M.D.
Charaktere: Wilson, House
Warnings: UST, ein paar schlimme Wörter und ein offenes Ende
Altersfreigabe: ab 16
Challenge: # 1 Das habe ich nicht kommen sehen + Genderswap
A/N: Vorgegeben von darkcloe – und OMG, ich liebe dich für diesen Prompt. Sexy! XD
Was für eine Bescherung!
An diesem Morgen geschah etwas Wundervolles. Der Morgen war wie der vorige: die Autos allesamt zugeeist, der Schnee noch frisch auf den Straßen, und Weihnachtsmusik drang aus allen Lautsprechern. Doch im Gegensatz zum Vortag war dieser Morgen der, an dem die Bescherung stattfand.
Gregory interessierte sich nicht besonders für Weihnachten, und als ihn an diesem Tag um fünf Uhr sein Radiowecker mit den Backstreet Boys und „Christmas Time“ weckte, grummelte er, ohne sich nur einen Zentimeter zu rühren. Als der Gesang immer unerträglicher wurde und er fürchtete, dass gleich ein Schwall Zuckerschleim aus den Boxen quellen würde, streckte er die Hand aus, tastete nach dem Wecker, und schaltete ihn aus. Schmatzend setzte er sich auf. Es war stockduster im Zimmer. Der Schnee draußen blendete, deswegen hatte er die Fensterläden geschlossen. Außerdem konnte er sich blind in seiner Wohnung zurechtfinden, wozu also künstliches Licht – Strom, Geld! – vergeuden?
Schwungvoll setzte er sich auf, schob sich bis zur Bettkante und ließ die Beine von ihr herunterbaumeln. Er gähnte herzhaft, stieß sich von der Matratze ab und blieb wie vom Donner gerührt stehen.
Er... stand. Schmerzfrei!
Mit drei lockeren Schritten war er im Bad. Er machte das Licht an, setzte sich auf den Badewannenrand und sah sein Bein an. Es war fülliger geworden und die Haare waren ihm irgendwie ausgefallen. Doch nicht nur sein schlechtes Bein hatte sich verändert, auch sein gutes war glatt und rund wie ein Babypopo. Was ihn aber wirklich aus der Fassung brachte (er rutschte vor Schreck in die Wanne hinein), waren die zwei Erhebungen, die an seiner Brust angebracht waren. „Au, verflucht!“ Seine Stimme kam ihm höher vor als sonst. Vielleicht hatte er sich erkältet und war im Fieberwahn?
Gregory zog die Beine ebenfalls in die Wanne. Anstatt aufzustehen, wieder ins Bett zu gehen, und zu hoffen, dass er bald wieder aufwachte, strich er zuerst über den Stoff seines Schlafhemds; ein Werbegeschenk einer Telefonfirma, XXL. Es war zwar immer weit gewesen, aber jetzt reichte es ihm bis zu den Oberschenkeln.
Was auch immer an ihn angebracht worden war, es fühlte sich weich an. Mit beiden Händen fuhr er unter sein Hemd und griff nach den Hügeln. „BRÜSTE!“
Mit einer wenig eleganten Bewegung hatte er sich das Hemd über den Kopf gezogen und auf den Boden geschmissen. Er stand auf, langsam, bis er sich im Spiegel an der Wand direkt gegenüber sehen konnte.
Sein Haar war etwas länger geworden. Es erinnerte ihn an Stacys Frisur, nur dass er keine schwarzen Haare hatte, sondern dunkelbraune, wie vor zwanzig Jahren noch. Seine Augenbrauen waren schmaler, er hatte weniger Falten im Gesicht, und ja: er hatte Brüste.
Ohne den Blick vom Spiegel abwenden zu können, griff seine linke Hand in seine Boxershorts und suchte nach... etwas, das offensichtlich nicht mehr vorhanden war. Zwischen den kräuseligen Haaren hing nichts mehr, aber auch ohne Spezialausbildung zum Gynäkologen konnte er feststellen, dass er wirklich, tatsächlich, unumstößlicher Weise... weiblich war!
Ebenso schnell wie er sein Hemd losgeworden war, riss er sich nun die Unterwäsche herunter und warf sie aus der Badewanne. Er konnte hinstarren, solange er wollte, das primäre weibliche Geschlechtsteil verschwand nicht.
Seine Knie wurden weich, und zum ersten Mal seit langer Zeit sank er nicht zu Boden, weil er Schmerzen im Bein hatte. Abwesend öffnete er den Hahn und ließ heißes Wasser in die Wanne laufen.
Er zitterte, bekam eine Gänsehaut; seine Brustwarzen wurden hart und stellten sich auf. „Ich hätte doch mit dem Vicodin aufhören sollen.“
*
Zwar hatte er sich nicht getraut, einen BH zu kaufen, aber als er das Krankenhaus betrat, war er weiblich genug gekleidet, um nicht als verkappter Dr. House aufzufallen, sondern wie eine normale Frau auszusehen. Jetzt musste er es nur noch irgendwie schaffen, zu Wilson zu gelangen. Der hatte sich, „nett“ wie er war, ja freiwillig dazu gemeldet, an Weihnachten zu schuften. Was Gregory jetzt sehr gelegen kam, auch wenn er ihn ein paar Tage zuvor deswegen noch getriezt hatte.
Klackernd führten ihn seine neuen roten Stöckelschuhe (oh, man musste es ausnutzen, wenn man wieder zwei gute Beine hatte!) vor die Tür des Büros seines besten Freundes. Er hob eine Hand, um anzuklopfen. Die schlanken Frauenfinger waren wirklich etwas anderes als seine faltigen Taktstöcke!
„Herein?“, rief Wilson von drinnen. Als Gregory die Tür öffnete, pfiff er. Dann räusperte er sich. „Was führt so eine schöne Frau an einem Tag wie diesem zu mir?“
Gregory schob die Brauen zusammen. Na hervorragend, er war auf Wilsons Sexradar. Er knallte die Tür zu und verschränkte die Arme vor der Brust. Das ging nicht so einfach mit einem Vorbau: er rutschte ein paar Zentimeter ab. „Ich brauche deine Hilfe.“
„Wie kann ich Ihnen helfen?“ Wilson stand auf und bot den Stuhl auf der anderen Seite seines Schreibtischs an.
Gregory verdrehte die Augen. Aber auf Stöckelschuhen zu laufen und zu stehen war anstrengend, selbst mit zwei guten Beinen. Er ließ sich auf den Stuhl sinken und seufzte erleichtert, als die Last seines Körpers von den Absätzen genommen wurde. „Ich bin eine Frau!“
Wilson prustete leise. „Oh ja!“
„Mein Name ist Gregory House und ich bin eine gottverdammte Frau!“
Wilsons Prusten erstarb. Dafür lächelte er dieses mitleidige Lächeln, das Gregory ihm schon öfters aus dem Gesicht hatte waschen wollen. „Ich befürchte, dann sind Sie im falschen Krankenhaus. Aber wenn Sie möchten, rufe ich Ihnen jemanden, der Sie zur Psychiatrie bringt.“
„Wilson, ich mein das vollkommen...“
„Ganz ruhig, meine Liebe.“ Wilson griff nach dem Telefon.
Gregory sprang auf und bohrte seine ebenfalls länger gewordenen Fingernägel in Wilsons Hand. „Das wirst du nicht tun, du kleiner Bastard!“
Wilson verzog das Gesicht. „Au, ist ja schon gut! Dann beweisen Sie mir, dass Sie House sind.“
Als Gregory seine Hand losließ, saugte Wilson die Stellen, die er mit den Nägeln besonders böse erwischt hatte. „Sind wir hier in einem Kinderfilm? Soll ich anfangen zu singen?!“
„Zumindest sehen Sie schon mal aus wie eine Disneyprinzessin.“
Gregory beschlich das Gefühl, dass Wilson ihn gerade mit den Augen auszog. Er spürte, wie sich unter der horizontal verlaufenden Naht seines neu gekauften Schlüpfers etwas... bewegte? Eine andere Umschreibung fiel ihm nicht ein. „Du solltest etwas netter sein. Immerhin hab ich dir die Sache mit Tritter vergeben. Mehr oder weniger.“
Wilsons Adamsapfel bewegte sich auf und ab. Das hatte er wohl erst mal schlucken müssen. Ha! Gregory hatte ihn gleich soweit.
„N-na ja, das weiß jeder hier.“ Wilson griff nach einem Kugelschreiber und rollte ihn zwischen seinen Fingern. „Das ist kein besonders gutes Argument.“
„Und wie es das ist, du mieses kleines...!“
Wilson stand auf, ging um seinen Schreibtisch herum und baute sich vor Gregory auf. „Jetzt halten Sie sich aber mal zurück!“
Kleiner zu sein war wirklich beschissen. Gregory schnaubte und trat einen Schritt zurück.
Wilson griff nach seiner Hand. „Ich bringe Sie jetzt zu jemandem, der Ihnen helfen wird. Keine Widerrede.“
„Ich bin doch nicht zu meinem besten Freund gegangen, damit der mich wieder verrät!“ Wahnsinn, wie kreischig man als Frau klingen kann, dachte Gregory.
„Bester Freund, als ob House das jemals sagen würde. Damit haben Sie sich leider als Geisteskranke verraten.“
„Dafür, dass du mich für geisteskrank hältst, ist dein Ständer aber ganz schön gewaltig. Oder findest du das heiß, arme Verwirrte flachzulegen?“
Als ob er sich an Gregorys Hand verbrannt hätte, ließ Wilson ihn los. „Natürlich nicht!“
„Du hast aber einen.“ Die Situation amüsierte ihn. Er hätte gelacht, wenn seine brandneue Unterwäsche nicht feucht gewesen wäre und er sich deswegen am liebsten vom Krankenhausdach gestürzt hätte – nun, eigentlich auf Wilson, aber beides war gleichermaßen furchtbar. „Ich hatte selbst oft genug Ständer, ich weiß, wie einer aussieht.“
„Wenn Sie so daherreden, kann es mit Ihrer Geisteskrankheit ja nicht so besonders schlimm sein. Wer weiß, vielleicht versuchen Sie mich ja mit diesem Trick zu verführen!?“
„Das wäre ein ziemlich schlechter Trick. Wer will mit einer Irren schlafen, die sich für den besten Freund hält, von dem man augenscheinlich nicht besonders viel hält?“
„Ich sagte ja, Sie sind geisteskrank. Da macht man so was.“
Gregory hatte das Bedürfnis laut zu schreien. Stattdessen gab er nur ein verärgertes „rrrr“ von sich. Wie konnte er Wilson davon überzeugen, dass er a) wirklich Gregory House war, und b) dass er tatsächlich ein ernsthaftes Problem hatte?
Gregory kaute auf seiner Unterlippe. Sollte Wilson doch den nächsten Schritt machen. Und in der Tat, Wilson machte einen Schritt auf ihn zu. Gregory widerstand dem Drang, ihm auszuweichen und starrte mit zusammengebissenen Lippen zu ihm hinauf.
„Was für ein Schmollmund“, sagte Wilson.
Gregorys Mund klappte auf und aller Ärger wich aus seinem Körper. „Schmollmund.“
Wilsons Hände waren warm, das spürte er durch den Mantel, den er sich gekauft hatte. Gregory schlug sie nicht weg. Er ließ Wilsons Hände auf seinen Hüften ruhen. Auch als Wilson ihn an sich zog und er die Erektion gegen seinen Bauch drücken spürte, rührte er sich nicht. In seinem Kopf ging ein Karussell an, das bei jeder Umdrehung rief: „Nicht gut! Überhaupt nicht gut! Gar nicht gut! Kein bisschen gut!“
Aber er war schon lange aus dem Alter rausgewachsen, in dem man Karussellen Beachtung schenkte. Wie aus Reflex leckte er sich über die Lippen, legte den Kopf zurück, sodass sein Hals freigelegt wurde; er atmete schnappend ein, als Wilson ihn küsste, worunter seine Aorta pulsierte.
Das Karussell drehte sich bedächtig weiter, doch die Rufe wurden leiser und die Lichter heller. „Das wird nicht gut gehen“, flüsterte er.
Wilson hatte ihn bestimmt verstanden. Man hörte ja sonst nichts, nur wie ihr Atem immer schneller ging und ihre Kleider raschelten. Er sagte aber nichts dazu.
Das letzte Mal, dass ihn jemand geküsst hatte war schon lange her. So wie Wilson ihn küsste war noch nie geschehen. Klar, er war ja auch normalerweise der Mann. Da wurde man nicht beinahe erstickt und gegen die Wand gedrückt, da verursachte man selbst angenehme Erstickungsgefühle und hielt jemanden gegen etwas.
Keine Wahl zu haben war furchtbar. Aber es war auch ziemlich sexy.
Wilsons Hände und Finger waren breiter und rauer als die, mit denen sich Gregory morgens „untersucht“ hatte, um den wahnwitzigen Verdacht zu bestätigen. Sie rieben über das Höschen und Gregory wünschte sich für einen Moment, er hätte nicht das mit dem Simpsonsdruck gekauft.
Seine Beine öffneten sich, als hätte man Geld in einen Getränkeautomaten gesteckt. Orte, von denen er nicht gewusst hatte, dass sie sich bewegen konnten, die er vor vierundzwanzig Stunden auch noch nicht besessen hatte, fingen an zu zucken.
„Wilson“, keuchte er, „ich bin jetzt vielleicht eine Frau, aber... ein bisschen schneller solltest du... schon vorankommen. Sonst bin ich vor dir fertig.“
„Sie imitieren House wirklich gut.“
Charaktere: Wilson, House
Warnings: UST, ein paar schlimme Wörter und ein offenes Ende
Altersfreigabe: ab 16
Challenge: # 1 Das habe ich nicht kommen sehen + Genderswap
A/N: Vorgegeben von darkcloe – und OMG, ich liebe dich für diesen Prompt. Sexy! XD
An diesem Morgen geschah etwas Wundervolles. Der Morgen war wie der vorige: die Autos allesamt zugeeist, der Schnee noch frisch auf den Straßen, und Weihnachtsmusik drang aus allen Lautsprechern. Doch im Gegensatz zum Vortag war dieser Morgen der, an dem die Bescherung stattfand.
Gregory interessierte sich nicht besonders für Weihnachten, und als ihn an diesem Tag um fünf Uhr sein Radiowecker mit den Backstreet Boys und „Christmas Time“ weckte, grummelte er, ohne sich nur einen Zentimeter zu rühren. Als der Gesang immer unerträglicher wurde und er fürchtete, dass gleich ein Schwall Zuckerschleim aus den Boxen quellen würde, streckte er die Hand aus, tastete nach dem Wecker, und schaltete ihn aus. Schmatzend setzte er sich auf. Es war stockduster im Zimmer. Der Schnee draußen blendete, deswegen hatte er die Fensterläden geschlossen. Außerdem konnte er sich blind in seiner Wohnung zurechtfinden, wozu also künstliches Licht – Strom, Geld! – vergeuden?
Schwungvoll setzte er sich auf, schob sich bis zur Bettkante und ließ die Beine von ihr herunterbaumeln. Er gähnte herzhaft, stieß sich von der Matratze ab und blieb wie vom Donner gerührt stehen.
Er... stand. Schmerzfrei!
Mit drei lockeren Schritten war er im Bad. Er machte das Licht an, setzte sich auf den Badewannenrand und sah sein Bein an. Es war fülliger geworden und die Haare waren ihm irgendwie ausgefallen. Doch nicht nur sein schlechtes Bein hatte sich verändert, auch sein gutes war glatt und rund wie ein Babypopo. Was ihn aber wirklich aus der Fassung brachte (er rutschte vor Schreck in die Wanne hinein), waren die zwei Erhebungen, die an seiner Brust angebracht waren. „Au, verflucht!“ Seine Stimme kam ihm höher vor als sonst. Vielleicht hatte er sich erkältet und war im Fieberwahn?
Gregory zog die Beine ebenfalls in die Wanne. Anstatt aufzustehen, wieder ins Bett zu gehen, und zu hoffen, dass er bald wieder aufwachte, strich er zuerst über den Stoff seines Schlafhemds; ein Werbegeschenk einer Telefonfirma, XXL. Es war zwar immer weit gewesen, aber jetzt reichte es ihm bis zu den Oberschenkeln.
Was auch immer an ihn angebracht worden war, es fühlte sich weich an. Mit beiden Händen fuhr er unter sein Hemd und griff nach den Hügeln. „BRÜSTE!“
Mit einer wenig eleganten Bewegung hatte er sich das Hemd über den Kopf gezogen und auf den Boden geschmissen. Er stand auf, langsam, bis er sich im Spiegel an der Wand direkt gegenüber sehen konnte.
Sein Haar war etwas länger geworden. Es erinnerte ihn an Stacys Frisur, nur dass er keine schwarzen Haare hatte, sondern dunkelbraune, wie vor zwanzig Jahren noch. Seine Augenbrauen waren schmaler, er hatte weniger Falten im Gesicht, und ja: er hatte Brüste.
Ohne den Blick vom Spiegel abwenden zu können, griff seine linke Hand in seine Boxershorts und suchte nach... etwas, das offensichtlich nicht mehr vorhanden war. Zwischen den kräuseligen Haaren hing nichts mehr, aber auch ohne Spezialausbildung zum Gynäkologen konnte er feststellen, dass er wirklich, tatsächlich, unumstößlicher Weise... weiblich war!
Ebenso schnell wie er sein Hemd losgeworden war, riss er sich nun die Unterwäsche herunter und warf sie aus der Badewanne. Er konnte hinstarren, solange er wollte, das primäre weibliche Geschlechtsteil verschwand nicht.
Seine Knie wurden weich, und zum ersten Mal seit langer Zeit sank er nicht zu Boden, weil er Schmerzen im Bein hatte. Abwesend öffnete er den Hahn und ließ heißes Wasser in die Wanne laufen.
Er zitterte, bekam eine Gänsehaut; seine Brustwarzen wurden hart und stellten sich auf. „Ich hätte doch mit dem Vicodin aufhören sollen.“
Zwar hatte er sich nicht getraut, einen BH zu kaufen, aber als er das Krankenhaus betrat, war er weiblich genug gekleidet, um nicht als verkappter Dr. House aufzufallen, sondern wie eine normale Frau auszusehen. Jetzt musste er es nur noch irgendwie schaffen, zu Wilson zu gelangen. Der hatte sich, „nett“ wie er war, ja freiwillig dazu gemeldet, an Weihnachten zu schuften. Was Gregory jetzt sehr gelegen kam, auch wenn er ihn ein paar Tage zuvor deswegen noch getriezt hatte.
Klackernd führten ihn seine neuen roten Stöckelschuhe (oh, man musste es ausnutzen, wenn man wieder zwei gute Beine hatte!) vor die Tür des Büros seines besten Freundes. Er hob eine Hand, um anzuklopfen. Die schlanken Frauenfinger waren wirklich etwas anderes als seine faltigen Taktstöcke!
„Herein?“, rief Wilson von drinnen. Als Gregory die Tür öffnete, pfiff er. Dann räusperte er sich. „Was führt so eine schöne Frau an einem Tag wie diesem zu mir?“
Gregory schob die Brauen zusammen. Na hervorragend, er war auf Wilsons Sexradar. Er knallte die Tür zu und verschränkte die Arme vor der Brust. Das ging nicht so einfach mit einem Vorbau: er rutschte ein paar Zentimeter ab. „Ich brauche deine Hilfe.“
„Wie kann ich Ihnen helfen?“ Wilson stand auf und bot den Stuhl auf der anderen Seite seines Schreibtischs an.
Gregory verdrehte die Augen. Aber auf Stöckelschuhen zu laufen und zu stehen war anstrengend, selbst mit zwei guten Beinen. Er ließ sich auf den Stuhl sinken und seufzte erleichtert, als die Last seines Körpers von den Absätzen genommen wurde. „Ich bin eine Frau!“
Wilson prustete leise. „Oh ja!“
„Mein Name ist Gregory House und ich bin eine gottverdammte Frau!“
Wilsons Prusten erstarb. Dafür lächelte er dieses mitleidige Lächeln, das Gregory ihm schon öfters aus dem Gesicht hatte waschen wollen. „Ich befürchte, dann sind Sie im falschen Krankenhaus. Aber wenn Sie möchten, rufe ich Ihnen jemanden, der Sie zur Psychiatrie bringt.“
„Wilson, ich mein das vollkommen...“
„Ganz ruhig, meine Liebe.“ Wilson griff nach dem Telefon.
Gregory sprang auf und bohrte seine ebenfalls länger gewordenen Fingernägel in Wilsons Hand. „Das wirst du nicht tun, du kleiner Bastard!“
Wilson verzog das Gesicht. „Au, ist ja schon gut! Dann beweisen Sie mir, dass Sie House sind.“
Als Gregory seine Hand losließ, saugte Wilson die Stellen, die er mit den Nägeln besonders böse erwischt hatte. „Sind wir hier in einem Kinderfilm? Soll ich anfangen zu singen?!“
„Zumindest sehen Sie schon mal aus wie eine Disneyprinzessin.“
Gregory beschlich das Gefühl, dass Wilson ihn gerade mit den Augen auszog. Er spürte, wie sich unter der horizontal verlaufenden Naht seines neu gekauften Schlüpfers etwas... bewegte? Eine andere Umschreibung fiel ihm nicht ein. „Du solltest etwas netter sein. Immerhin hab ich dir die Sache mit Tritter vergeben. Mehr oder weniger.“
Wilsons Adamsapfel bewegte sich auf und ab. Das hatte er wohl erst mal schlucken müssen. Ha! Gregory hatte ihn gleich soweit.
„N-na ja, das weiß jeder hier.“ Wilson griff nach einem Kugelschreiber und rollte ihn zwischen seinen Fingern. „Das ist kein besonders gutes Argument.“
„Und wie es das ist, du mieses kleines...!“
Wilson stand auf, ging um seinen Schreibtisch herum und baute sich vor Gregory auf. „Jetzt halten Sie sich aber mal zurück!“
Kleiner zu sein war wirklich beschissen. Gregory schnaubte und trat einen Schritt zurück.
Wilson griff nach seiner Hand. „Ich bringe Sie jetzt zu jemandem, der Ihnen helfen wird. Keine Widerrede.“
„Ich bin doch nicht zu meinem besten Freund gegangen, damit der mich wieder verrät!“ Wahnsinn, wie kreischig man als Frau klingen kann, dachte Gregory.
„Bester Freund, als ob House das jemals sagen würde. Damit haben Sie sich leider als Geisteskranke verraten.“
„Dafür, dass du mich für geisteskrank hältst, ist dein Ständer aber ganz schön gewaltig. Oder findest du das heiß, arme Verwirrte flachzulegen?“
Als ob er sich an Gregorys Hand verbrannt hätte, ließ Wilson ihn los. „Natürlich nicht!“
„Du hast aber einen.“ Die Situation amüsierte ihn. Er hätte gelacht, wenn seine brandneue Unterwäsche nicht feucht gewesen wäre und er sich deswegen am liebsten vom Krankenhausdach gestürzt hätte – nun, eigentlich auf Wilson, aber beides war gleichermaßen furchtbar. „Ich hatte selbst oft genug Ständer, ich weiß, wie einer aussieht.“
„Wenn Sie so daherreden, kann es mit Ihrer Geisteskrankheit ja nicht so besonders schlimm sein. Wer weiß, vielleicht versuchen Sie mich ja mit diesem Trick zu verführen!?“
„Das wäre ein ziemlich schlechter Trick. Wer will mit einer Irren schlafen, die sich für den besten Freund hält, von dem man augenscheinlich nicht besonders viel hält?“
„Ich sagte ja, Sie sind geisteskrank. Da macht man so was.“
Gregory hatte das Bedürfnis laut zu schreien. Stattdessen gab er nur ein verärgertes „rrrr“ von sich. Wie konnte er Wilson davon überzeugen, dass er a) wirklich Gregory House war, und b) dass er tatsächlich ein ernsthaftes Problem hatte?
Gregory kaute auf seiner Unterlippe. Sollte Wilson doch den nächsten Schritt machen. Und in der Tat, Wilson machte einen Schritt auf ihn zu. Gregory widerstand dem Drang, ihm auszuweichen und starrte mit zusammengebissenen Lippen zu ihm hinauf.
„Was für ein Schmollmund“, sagte Wilson.
Gregorys Mund klappte auf und aller Ärger wich aus seinem Körper. „Schmollmund.“
Wilsons Hände waren warm, das spürte er durch den Mantel, den er sich gekauft hatte. Gregory schlug sie nicht weg. Er ließ Wilsons Hände auf seinen Hüften ruhen. Auch als Wilson ihn an sich zog und er die Erektion gegen seinen Bauch drücken spürte, rührte er sich nicht. In seinem Kopf ging ein Karussell an, das bei jeder Umdrehung rief: „Nicht gut! Überhaupt nicht gut! Gar nicht gut! Kein bisschen gut!“
Aber er war schon lange aus dem Alter rausgewachsen, in dem man Karussellen Beachtung schenkte. Wie aus Reflex leckte er sich über die Lippen, legte den Kopf zurück, sodass sein Hals freigelegt wurde; er atmete schnappend ein, als Wilson ihn küsste, worunter seine Aorta pulsierte.
Das Karussell drehte sich bedächtig weiter, doch die Rufe wurden leiser und die Lichter heller. „Das wird nicht gut gehen“, flüsterte er.
Wilson hatte ihn bestimmt verstanden. Man hörte ja sonst nichts, nur wie ihr Atem immer schneller ging und ihre Kleider raschelten. Er sagte aber nichts dazu.
Das letzte Mal, dass ihn jemand geküsst hatte war schon lange her. So wie Wilson ihn küsste war noch nie geschehen. Klar, er war ja auch normalerweise der Mann. Da wurde man nicht beinahe erstickt und gegen die Wand gedrückt, da verursachte man selbst angenehme Erstickungsgefühle und hielt jemanden gegen etwas.
Keine Wahl zu haben war furchtbar. Aber es war auch ziemlich sexy.
Wilsons Hände und Finger waren breiter und rauer als die, mit denen sich Gregory morgens „untersucht“ hatte, um den wahnwitzigen Verdacht zu bestätigen. Sie rieben über das Höschen und Gregory wünschte sich für einen Moment, er hätte nicht das mit dem Simpsonsdruck gekauft.
Seine Beine öffneten sich, als hätte man Geld in einen Getränkeautomaten gesteckt. Orte, von denen er nicht gewusst hatte, dass sie sich bewegen konnten, die er vor vierundzwanzig Stunden auch noch nicht besessen hatte, fingen an zu zucken.
„Wilson“, keuchte er, „ich bin jetzt vielleicht eine Frau, aber... ein bisschen schneller solltest du... schon vorankommen. Sonst bin ich vor dir fertig.“
„Sie imitieren House wirklich gut.“
no subject
Date: 2008-02-02 02:01 pm (UTC)Sexy ist genau das richtige Wort hierfür, einfach umwerfend! Ich liebe dich für das, was du aus dem Prompt gemacht hast x3
no subject
Date: 2008-02-02 02:06 pm (UTC)