H/C - bewusstlos - fürs Team
Jul. 9th, 2019 10:30 pmTeam: Schwarz
Challenge: Hurt/Comfort – bewusstlos – fürs Team
Fandom: The Exorcist (ich bräuchte ein Tag!)
Titel: Schlaflied
Inhalt: Der Nachhauseweg nach einem Exorzismus für Marcus und Tomás.
Anmerkung: Ich hab ein neues Fandom, es tut mir so leid, aber sie sind frigging babies und ich liebe diese zwei Priester-Idioten, ohmghgajkdfh.
Schlaflied
Tomás stank nach Blut und geplatzten roten Tausendfüßlern, die der Dämon in Harriet Cole ihm im letzten Moment noch ins Gesicht gespuckt hatte, bevor er sie endlich freigab.
Marcus war zwar sofort bei ihm, wischte ihm Geifer und Ungeziefer aus den Haaren, aber für mehr als den gröbsten Dreck blieb keine Zeit, denn Miss Coles Nachbarn hatten die Polizei gerufen (eventuell, weil Miss Cole ein paar Mal sehr laut direkt in Tomás‘ Ohr geschrien hatte, während sie kopfüber von der Decke baumelte).
„Katzenwäsche“, hatte Marcus geflüstert und schüttete Tomás zur Sicherheit noch ein bisschen Weihwasser über den Kopf (die Tausendfüßler zischten und verdampften ohne jegliche Hitze. Es war vorbei.).
Tomás hätte gern gelacht, aber ihm taten die Zähne zu sehr weh. Marcus warf ihm seinen eigenen Parka über, und bugsierte ihn dann aus dem Zimmer, vorbei an Miss Coles Freundin oder Frau, Tomás konnte sich nicht erinnern, sie schien jedenfalls nicht sehr glücklich zu sein, als Tomás, noch immer halbblind von den schwarzen Fluten im Hirn, gegen ihre Glasvitrine stolperte und zwei Pflanzen zu Boden riss.
Marcus fluchte, packte ihn an den Schultern und ließ ihn auf dem ganzen Weg bis zur U-Bahn-Station nicht mehr los.
„Bleib wach“, murmelte Marcus ihm zu. „Ich kann dich nicht tragen.“
„Streng dich an“, murmelte Tomás zurück. "Ich bin kleiner als du."
Statt einer Antwort bekam Tomás nur Marcus' Hut auf den Kopf gesetzt. Das Monster verschluckte ihn fast bis zum Mund, was vermutlich der Plan war, denn das Gedränge auf dem Bahnsteig erreichte langsam ihre halbdunkle Ecke hinter den Mülltonnen und die misstrauischen Blicke häuften sich mit jedem neuen Menschenpulk, der aus einer Bahn gespuckt wurde und zusammen mit ihnen auf den Anschlusszug in die Vorstadt wartete.
"Exorzismus um vier Uhr nachmittags", raunte Marcus, "machen wir in Zukunft nicht mehr, verstanden?"
"Ich muss heute Abend auf Luis aufpassen", sagte Tomás. Das war keine Erklärung für ihr Nachmittagsprogramm, schließlich gaben die Dämonen und Besessenen den Takt vor, aber er wusste, dass er Marcus damit zum Lachen bringen konnte.
Oder wenigstens zu einem ungläubigen Schnauben.
"Du machst dir Pläne nach einem Exorzismus? Hörst du überhaupt zu, wenn ich dir sage, dass es lebensgefährlich werden könnte?"
"Hm", machte Tomás und lächelte so unschuldig wie möglich mit blutverschmierten Zähnen.
Marcus verdrehte Augen, doch bevor er seine Predigt wieder aufnehmen konnte, hielt ein weiterer Zug am Gleis. Hektische, wütende Pendler strömten hinaus, die Tomás erschrocken oder angeekelt betrachteten und dann einen weiten Bogen um sie machten. Niemand wollte neben einem übel riechenden Geisteskranken mit Hautausschlag stehen, der keuchend nach Atem rang, obwohl er auf der Stelle stand.
Es war kein besonders mächtiger Dämon gewesen, aber die Scham der alten Frau hatte Tomás mehrmals aus ihrem Seelenheim vertrieben und er wollte ihr nicht über Gebühr wehtun. Sie hatte lange gebraucht, um zu begreifen, dass er ihr helfen wollte, und sein "sentimentales Gewäsch von Vergebung und Güte" nicht nur für alle anderen galt, sondern auch ganz persönlich für sie, für Harriet Cole aus Chicago, eine warme liebe traurige Seele, die sich über Jahre hinweg völlig verausgabt hatte.
Tomás' wackeliges Gehirn zog Parallelen zwischen ihr und Marcus, noch bevor er die letzten Litaneien gesprochen hatte, und unterstrich diesen Fakt noch mit ein paar zusätzlichen Kopfschmerzen, und Tomás wusste, dass sie darüber reden mussten.
Keine Geheimnisse voreinander, das wiederholte Marcus wie ein Mantra und hielt sich doch nie selbst an diese Regel.
Kein Wunder, dass Exorzieren kein Mannschaftssport war.
"Bleib wach", hörte er Marcus wieder sagen. "Es dauert nicht mehr lang." Seine Hand schob den Hut und den Parka auseinander und streichelte sanft über Tomás' Nacken.
Tomás seufzte und in dem Moment hauchte auch das letzte bisschen Adrenalin in ihm sein Leben aus und er sackte tonnenschwer nach vorne und nach unten, in Richtung Betonfußboden, dann war Marcus im Weg und er fiel gegen seine Wärme, seine Brust, seinen Geruch und beschloss, dort zu bleiben, genau über seinem Herzen.
"Tu einmal, was ich dir sage", seufzte Marcus, bevor er ihn an sich zog, so dicht es ging, seine Arme um Tomás Schultern, und seine Taille, aufrecht stehend nur durch ihn.
Beim nächsten Mal, dachte Tomás, bevor er endgültig einschlief – und entgegen aller Ansagen trug Marcus ihn doch bis nach Hause.
Challenge: Hurt/Comfort – bewusstlos – fürs Team
Fandom: The Exorcist (ich bräuchte ein Tag!)
Titel: Schlaflied
Inhalt: Der Nachhauseweg nach einem Exorzismus für Marcus und Tomás.
Anmerkung: Ich hab ein neues Fandom, es tut mir so leid, aber sie sind frigging babies und ich liebe diese zwei Priester-Idioten, ohmghgajkdfh.
Schlaflied
Tomás stank nach Blut und geplatzten roten Tausendfüßlern, die der Dämon in Harriet Cole ihm im letzten Moment noch ins Gesicht gespuckt hatte, bevor er sie endlich freigab.
Marcus war zwar sofort bei ihm, wischte ihm Geifer und Ungeziefer aus den Haaren, aber für mehr als den gröbsten Dreck blieb keine Zeit, denn Miss Coles Nachbarn hatten die Polizei gerufen (eventuell, weil Miss Cole ein paar Mal sehr laut direkt in Tomás‘ Ohr geschrien hatte, während sie kopfüber von der Decke baumelte).
„Katzenwäsche“, hatte Marcus geflüstert und schüttete Tomás zur Sicherheit noch ein bisschen Weihwasser über den Kopf (die Tausendfüßler zischten und verdampften ohne jegliche Hitze. Es war vorbei.).
Tomás hätte gern gelacht, aber ihm taten die Zähne zu sehr weh. Marcus warf ihm seinen eigenen Parka über, und bugsierte ihn dann aus dem Zimmer, vorbei an Miss Coles Freundin oder Frau, Tomás konnte sich nicht erinnern, sie schien jedenfalls nicht sehr glücklich zu sein, als Tomás, noch immer halbblind von den schwarzen Fluten im Hirn, gegen ihre Glasvitrine stolperte und zwei Pflanzen zu Boden riss.
Marcus fluchte, packte ihn an den Schultern und ließ ihn auf dem ganzen Weg bis zur U-Bahn-Station nicht mehr los.
„Bleib wach“, murmelte Marcus ihm zu. „Ich kann dich nicht tragen.“
„Streng dich an“, murmelte Tomás zurück. "Ich bin kleiner als du."
Statt einer Antwort bekam Tomás nur Marcus' Hut auf den Kopf gesetzt. Das Monster verschluckte ihn fast bis zum Mund, was vermutlich der Plan war, denn das Gedränge auf dem Bahnsteig erreichte langsam ihre halbdunkle Ecke hinter den Mülltonnen und die misstrauischen Blicke häuften sich mit jedem neuen Menschenpulk, der aus einer Bahn gespuckt wurde und zusammen mit ihnen auf den Anschlusszug in die Vorstadt wartete.
"Exorzismus um vier Uhr nachmittags", raunte Marcus, "machen wir in Zukunft nicht mehr, verstanden?"
"Ich muss heute Abend auf Luis aufpassen", sagte Tomás. Das war keine Erklärung für ihr Nachmittagsprogramm, schließlich gaben die Dämonen und Besessenen den Takt vor, aber er wusste, dass er Marcus damit zum Lachen bringen konnte.
Oder wenigstens zu einem ungläubigen Schnauben.
"Du machst dir Pläne nach einem Exorzismus? Hörst du überhaupt zu, wenn ich dir sage, dass es lebensgefährlich werden könnte?"
"Hm", machte Tomás und lächelte so unschuldig wie möglich mit blutverschmierten Zähnen.
Marcus verdrehte Augen, doch bevor er seine Predigt wieder aufnehmen konnte, hielt ein weiterer Zug am Gleis. Hektische, wütende Pendler strömten hinaus, die Tomás erschrocken oder angeekelt betrachteten und dann einen weiten Bogen um sie machten. Niemand wollte neben einem übel riechenden Geisteskranken mit Hautausschlag stehen, der keuchend nach Atem rang, obwohl er auf der Stelle stand.
Es war kein besonders mächtiger Dämon gewesen, aber die Scham der alten Frau hatte Tomás mehrmals aus ihrem Seelenheim vertrieben und er wollte ihr nicht über Gebühr wehtun. Sie hatte lange gebraucht, um zu begreifen, dass er ihr helfen wollte, und sein "sentimentales Gewäsch von Vergebung und Güte" nicht nur für alle anderen galt, sondern auch ganz persönlich für sie, für Harriet Cole aus Chicago, eine warme liebe traurige Seele, die sich über Jahre hinweg völlig verausgabt hatte.
Tomás' wackeliges Gehirn zog Parallelen zwischen ihr und Marcus, noch bevor er die letzten Litaneien gesprochen hatte, und unterstrich diesen Fakt noch mit ein paar zusätzlichen Kopfschmerzen, und Tomás wusste, dass sie darüber reden mussten.
Keine Geheimnisse voreinander, das wiederholte Marcus wie ein Mantra und hielt sich doch nie selbst an diese Regel.
Kein Wunder, dass Exorzieren kein Mannschaftssport war.
"Bleib wach", hörte er Marcus wieder sagen. "Es dauert nicht mehr lang." Seine Hand schob den Hut und den Parka auseinander und streichelte sanft über Tomás' Nacken.
Tomás seufzte und in dem Moment hauchte auch das letzte bisschen Adrenalin in ihm sein Leben aus und er sackte tonnenschwer nach vorne und nach unten, in Richtung Betonfußboden, dann war Marcus im Weg und er fiel gegen seine Wärme, seine Brust, seinen Geruch und beschloss, dort zu bleiben, genau über seinem Herzen.
"Tu einmal, was ich dir sage", seufzte Marcus, bevor er ihn an sich zog, so dicht es ging, seine Arme um Tomás Schultern, und seine Taille, aufrecht stehend nur durch ihn.
Beim nächsten Mal, dachte Tomás, bevor er endgültig einschlief – und entgegen aller Ansagen trug Marcus ihn doch bis nach Hause.
no subject
Date: 2019-07-11 06:56 am (UTC)Die beiden klingen echt hinreißend. (Und ich habe auch eine Schwäche für Priester - das sind vielleicht einfach nur die schwarzen Klamotten und die weißen Kragen, I DON'T KNOW!)
Auf jeden Fall - totaler Zucker!
Tomás seufzte und in dem Moment hauchte auch das letzte bisschen Adrenalin in ihm sein Leben aus und er sackte tonnenschwer nach vorne und nach unten, in Richtung Betonfußboden, dann war Marcus im Weg und er fiel gegen seine Wärme, seine Brust, seinen Geruch und beschloss, dort zu bleiben, genau über seinem Herzen.
GAH! ENTSCHULDIGE MAL, ABER HOW DARE YOU! *weint ein bisschen* Das ist eine wunderschöne, total süße Szene and I love it!
(No seriously, genau das habe ich mir erhofft als ich mir diese Challenge aus dem Ärmel gezogen haben! ♥)
no subject
Date: 2019-07-17 07:40 pm (UTC)UND AUSSERDEM MUSS MARCUS TOMÁS HALT AUCH AB UND ZU MAL DEN PRIESTERKRAGEN ANZIEHEN.
YOU KNOW.
AUS GRÜNDEN.
Die sind SO SÜSS und sie haben Character Development! ACTUAL FLUFFY CHARACTER DEVELOPMENT! UND ES IST SOOOOOOO SOOOOO SOOOOOOOOOO DRAMATISCH OHHH GOSHHHHHH.
Und außerdem weiß ich, dass du Sense8 geschaut hast und Tomás aka the tiniest cutest fluffiest Mexican priest of all!! wird gespielt von Alfonso Herrera, seines Zeichens der Boyfriend von Lito aus Sense8 (Hernando? Ich habe Sense8 außer in gif-sets nie gesehen und weiß nichts über ihre Beziehung außer uffff hot, also wenn Hernando ein schlimmes Disaster ist vergiss was ich sagte, aber sonst! TINY PRIEST!).
no subject
Date: 2019-07-18 06:37 am (UTC)Tschuldigung, falsches Fandom. XD
Die klingen echt süß und ich habe prime, also werde ich bestimmt mal reingucken. Ich mag Dämonen und Exorzismen und alles. Body Horror nicht so sehr, aber ich werde immer besser darin im passenden Moment die Augen zuzumachen. ;D