Angst - Überstürzter Umzug
Jul. 9th, 2019 10:07 pmTeam: Schwarz (Eisberg)
Challenge: Angst - Überstürzter Umzug (für mich)
Fandom: Nocturne Whispers - Harepocalypse Now-AU (Masterpost)
Charaktere: Chikara, Cory, Michael, Chloe, Aidan
Lose Fortsetzung hiervon
Es waren nur drei Kaninchen und eines wirkte so, als würde es nicht mehr lange leben. Die beiden Kaninchenfänger machten nicht den Eindruck, als fänden sie das besonders tragisch. “Viel Spaß damit. Meinetwegen können Sie alle Langohren einfach ausrotten mit… was auch immer Sie da rauskriegen”, verkündete Chloe, als sie ihren Käfig abstellte. Der andere Werwolf, Aidan, tat es ihr gleich und Chikara fragte sich, wo der dritte Wolf abgeblieben war. Sie war sich jedenfalls sicher, dass es drei Werwölfe gewesen waren… Es war angeblich auch ein Vampir mitgekommen, aber der war auch nicht zu sehen. Das lag aber wohl nur daran, dass es heller Tag war. Hoffentlich. Er war einer der netteren Vampire gewesen. Jedenfalls insofern, dass Chikara sich keine Sorgen darüber machen musste, ob sie am nächsten Tag wirklich aufwachen würde. Oder… lebendig aufwachen würde. Falls jemand wie Michael überhaupt Nachwuchs erschuf. Hoffentlich nicht. Am Ende war sein Wahnsinn ansteckend.
“Das ist alles?”, fragte Dr. Turner unbeeindruckt und sogar ein wenig verstimmt. Chloe verschränkte die Arme und tauschte einen kurzen Blick mit Cory. “Jup. Können ja gerne selbst nochmal raus und Nachschub holen. Wir haben einen aus dem Team verloren. Das reicht erstmal.”
“Es geht hier im das Schicksal dieser… Zivilisation.” Dr. Turner klang dabei, als wäre er sich nicht sicher, was dieses Wort anging. Wieder einmal lief es Chikara kalt den Rücken runter.
“Dann sollten Sie besser sorgfältig arbeiten, meinen Sie nicht? Es gibt da einige, die langsam die Geduld verlieren. Und wenn Sie weiter Wert darauf legen, dass Ihre kleinen Hobbys übersehen werden, wären Ergebnisse ratsam. Achja, und die Kleine kommt mit uns.” Chloe deutete auf Chikara, die erstmal ein paar Sekunden brauchte, um das zu verarbeiten. “Was?”, entwischte es ihr dann und sie hoffte, dass es nicht so kleinlaut klang, wie es gerade in ihren Augen wirkte. Oder leise genug, dass keiner sie hören konnte. Naja, außer Cory, die bei ihr stand und bisher eher von den Kaninchen abgelenkt zu sein schien. “Alles okay. Bei den Wächtern bist du definitiv sicherer als hier.”
Das stimmte vermutlich. Aber was war mit Cory? Die war ohne sie aber vermutlich auch besser dran. Ein Druckmittel weniger. Trotzdem. Wieder woanders hin. Wieder der Schritt in das Unbekannte, wenn nur einer in die falsche Richtung sie umbringen könnte. Aber vielleicht brachte es sie auch wieder näher an Yann heran? Solange Cory und sie für Dr. Turner gearbeitet hatten, hatte sie meistens hier festgesessen. Bis auf den einen oder anderen Ausflug, um zu schauen, ob Kaninchen in die ausgelegten Fallen gegangen waren. Zu denen war sie aber wohl nur deswegen mitgenommen worden, weil jeder es für eine schlechte Idee gehalten hatte, sie alleine zurückzulassen. Und sie sich zum Glück gegen die meisten selbst verteidigen können. Oder jedenfalls lange genug um das Überraschungsmoment für sich nutzen zu können, und sich davonzumachen.
Aber ohne die einzige Freundin, die ihr im Moment geblieben war, zu vollkommen Fremden? Okay, Chloe hatte sie schon ein paar Mal gesehen und auch mal gesprochen, aber sie fanden keine gemeinsame Basis. Aidan war okay, aber schien nicht zu den Wächtern zu gehören. Konnte sie wirklich darauf vertrauen, dass sie dort sicher war? Aber war man es im Moment überhaupt irgendwo?
“Okay…”, murmelte sie mit einiger Verspätung und war sich sicher, dass sie dabei ziemlich kläglich klang. Jedenfalls sah Chloe sie beinahe… mitfühlend an. “Hast du Sachen, die du mitnehmen möchtest?”
Hatte sie das? Nicht sehr viel. Sie hatte nur mitgenommen, was in einen Rucksack passte, als sie das letzte Mal in den Bunker gegangen war. Weil Yann es so gewollt hatte. “Ein paar.”
“Ich komm mit”, verkündete Aidan und schob Chikara kurzerhand aus dem Raum. Draußen erklärte er: “Besser, ich mache nicht zu deutlich, dass ich Dr. Frankenstein zum Kotzen finde. Und je länger ich mit ihm in einem Raum bin, desto schwerer wird das.”
Chikara erwog für einen kurzen Moment, ob sie eine diplomatische Antwort darauf geben sollte, aber das wäre selbst für die berüchtigte asiatische Höflichkeit zu viel des Guten. “Er macht mir Angst”, gestand sie darum.
“Gut so. Umso besser, dass du jetzt hier wegkommst. Dein Freund sucht übrigens nach dir.” Als Chikara überrascht aufsah, bemerkte sie, dass Aidan sie eher aus dem Augenwinkel musterte. Etwas zu auffällig unauffällig, so als könnte er eigentlich auch ganz anders. Ein Mensch (wenn auch einer mit merkwürdigen Gewohnheiten zu Vollmond) für den es überlebenswichtig war, dass er genau darüber Bescheid wusste, was in seiner Umgebung passierte. Wie andere tickten. Chikara konnte es verstehen. Aber das Spiel konnte sie inzwischen auch ganz gut. “Wen meinst du?”, fragte sie und ließ ihren sorgsam geübten japanischen Akzent etwas deutlicher hervortreten. Vermutlich funktierte es bei Aidan nicht, aber sie hielt es für besser, noch nicht mit offenen Karten zu spielen. Nicht, solange sie nicht wusste, wem sie trauen konnte.
“Er nennt sich im Moment Yannis, hab ich gehört. Wir können es sicher arrangieren, dass er dich findet. Oder du ihn. Eigentlich versteckt er sich auch nicht, daher ist es nicht besonders schwierig, ihn zu finden. Wenn man weiß, wonach man suchen muss.”
Yannis also. Er blieb seinem richtigen Namen also immer noch gewissermaßen treu. Chikaras Mundwinkel zuckten kurz und sie versuchte nicht einmal, es zu verbergen. Sie hoffte, dass sie ihn bald wiedersah.
In ihrem Zimmer brauchte sie nicht lange, um ihre Sachen zusammenzupacken. Im Grunde war es nur der alte Rucksack, der wieder mit den paar Sachen befüllt wurde, die sie gewagt hatte, rauszuholen. Sie hatte sich zu sehr daran gewöhnt, auf dem Sprung zu sein. Das machte es ihr jetzt natürlich leichter. Nur zehn Minuten später waren sie wieder aus dem Weg zum Labor, wo ihnen Chloe entgegenkam. “Schon fertig?”
“Ich hab nicht viel hier…”
“Stimmt. Du warst ja in diesem Bunker. Die Ecke, wo du vorher wohntest ist nicht mehr sicher… aber vielleicht können wir ein paar deiner Sachen von dort retten.” Chloe sah kurz zurück den Flur entlang. “Wenn du dich von Cory verabschieden willst, solltest du dich beeilen. Dr. Frankenstein will direkt an die Arbeit gehen.”
Da ließ Chikara sich nicht zweimal bitten.
Challenge: Angst - Überstürzter Umzug (für mich)
Fandom: Nocturne Whispers - Harepocalypse Now-AU (Masterpost)
Charaktere: Chikara, Cory, Michael, Chloe, Aidan
Lose Fortsetzung hiervon
Es waren nur drei Kaninchen und eines wirkte so, als würde es nicht mehr lange leben. Die beiden Kaninchenfänger machten nicht den Eindruck, als fänden sie das besonders tragisch. “Viel Spaß damit. Meinetwegen können Sie alle Langohren einfach ausrotten mit… was auch immer Sie da rauskriegen”, verkündete Chloe, als sie ihren Käfig abstellte. Der andere Werwolf, Aidan, tat es ihr gleich und Chikara fragte sich, wo der dritte Wolf abgeblieben war. Sie war sich jedenfalls sicher, dass es drei Werwölfe gewesen waren… Es war angeblich auch ein Vampir mitgekommen, aber der war auch nicht zu sehen. Das lag aber wohl nur daran, dass es heller Tag war. Hoffentlich. Er war einer der netteren Vampire gewesen. Jedenfalls insofern, dass Chikara sich keine Sorgen darüber machen musste, ob sie am nächsten Tag wirklich aufwachen würde. Oder… lebendig aufwachen würde. Falls jemand wie Michael überhaupt Nachwuchs erschuf. Hoffentlich nicht. Am Ende war sein Wahnsinn ansteckend.
“Das ist alles?”, fragte Dr. Turner unbeeindruckt und sogar ein wenig verstimmt. Chloe verschränkte die Arme und tauschte einen kurzen Blick mit Cory. “Jup. Können ja gerne selbst nochmal raus und Nachschub holen. Wir haben einen aus dem Team verloren. Das reicht erstmal.”
“Es geht hier im das Schicksal dieser… Zivilisation.” Dr. Turner klang dabei, als wäre er sich nicht sicher, was dieses Wort anging. Wieder einmal lief es Chikara kalt den Rücken runter.
“Dann sollten Sie besser sorgfältig arbeiten, meinen Sie nicht? Es gibt da einige, die langsam die Geduld verlieren. Und wenn Sie weiter Wert darauf legen, dass Ihre kleinen Hobbys übersehen werden, wären Ergebnisse ratsam. Achja, und die Kleine kommt mit uns.” Chloe deutete auf Chikara, die erstmal ein paar Sekunden brauchte, um das zu verarbeiten. “Was?”, entwischte es ihr dann und sie hoffte, dass es nicht so kleinlaut klang, wie es gerade in ihren Augen wirkte. Oder leise genug, dass keiner sie hören konnte. Naja, außer Cory, die bei ihr stand und bisher eher von den Kaninchen abgelenkt zu sein schien. “Alles okay. Bei den Wächtern bist du definitiv sicherer als hier.”
Das stimmte vermutlich. Aber was war mit Cory? Die war ohne sie aber vermutlich auch besser dran. Ein Druckmittel weniger. Trotzdem. Wieder woanders hin. Wieder der Schritt in das Unbekannte, wenn nur einer in die falsche Richtung sie umbringen könnte. Aber vielleicht brachte es sie auch wieder näher an Yann heran? Solange Cory und sie für Dr. Turner gearbeitet hatten, hatte sie meistens hier festgesessen. Bis auf den einen oder anderen Ausflug, um zu schauen, ob Kaninchen in die ausgelegten Fallen gegangen waren. Zu denen war sie aber wohl nur deswegen mitgenommen worden, weil jeder es für eine schlechte Idee gehalten hatte, sie alleine zurückzulassen. Und sie sich zum Glück gegen die meisten selbst verteidigen können. Oder jedenfalls lange genug um das Überraschungsmoment für sich nutzen zu können, und sich davonzumachen.
Aber ohne die einzige Freundin, die ihr im Moment geblieben war, zu vollkommen Fremden? Okay, Chloe hatte sie schon ein paar Mal gesehen und auch mal gesprochen, aber sie fanden keine gemeinsame Basis. Aidan war okay, aber schien nicht zu den Wächtern zu gehören. Konnte sie wirklich darauf vertrauen, dass sie dort sicher war? Aber war man es im Moment überhaupt irgendwo?
“Okay…”, murmelte sie mit einiger Verspätung und war sich sicher, dass sie dabei ziemlich kläglich klang. Jedenfalls sah Chloe sie beinahe… mitfühlend an. “Hast du Sachen, die du mitnehmen möchtest?”
Hatte sie das? Nicht sehr viel. Sie hatte nur mitgenommen, was in einen Rucksack passte, als sie das letzte Mal in den Bunker gegangen war. Weil Yann es so gewollt hatte. “Ein paar.”
“Ich komm mit”, verkündete Aidan und schob Chikara kurzerhand aus dem Raum. Draußen erklärte er: “Besser, ich mache nicht zu deutlich, dass ich Dr. Frankenstein zum Kotzen finde. Und je länger ich mit ihm in einem Raum bin, desto schwerer wird das.”
Chikara erwog für einen kurzen Moment, ob sie eine diplomatische Antwort darauf geben sollte, aber das wäre selbst für die berüchtigte asiatische Höflichkeit zu viel des Guten. “Er macht mir Angst”, gestand sie darum.
“Gut so. Umso besser, dass du jetzt hier wegkommst. Dein Freund sucht übrigens nach dir.” Als Chikara überrascht aufsah, bemerkte sie, dass Aidan sie eher aus dem Augenwinkel musterte. Etwas zu auffällig unauffällig, so als könnte er eigentlich auch ganz anders. Ein Mensch (wenn auch einer mit merkwürdigen Gewohnheiten zu Vollmond) für den es überlebenswichtig war, dass er genau darüber Bescheid wusste, was in seiner Umgebung passierte. Wie andere tickten. Chikara konnte es verstehen. Aber das Spiel konnte sie inzwischen auch ganz gut. “Wen meinst du?”, fragte sie und ließ ihren sorgsam geübten japanischen Akzent etwas deutlicher hervortreten. Vermutlich funktierte es bei Aidan nicht, aber sie hielt es für besser, noch nicht mit offenen Karten zu spielen. Nicht, solange sie nicht wusste, wem sie trauen konnte.
“Er nennt sich im Moment Yannis, hab ich gehört. Wir können es sicher arrangieren, dass er dich findet. Oder du ihn. Eigentlich versteckt er sich auch nicht, daher ist es nicht besonders schwierig, ihn zu finden. Wenn man weiß, wonach man suchen muss.”
Yannis also. Er blieb seinem richtigen Namen also immer noch gewissermaßen treu. Chikaras Mundwinkel zuckten kurz und sie versuchte nicht einmal, es zu verbergen. Sie hoffte, dass sie ihn bald wiedersah.
In ihrem Zimmer brauchte sie nicht lange, um ihre Sachen zusammenzupacken. Im Grunde war es nur der alte Rucksack, der wieder mit den paar Sachen befüllt wurde, die sie gewagt hatte, rauszuholen. Sie hatte sich zu sehr daran gewöhnt, auf dem Sprung zu sein. Das machte es ihr jetzt natürlich leichter. Nur zehn Minuten später waren sie wieder aus dem Weg zum Labor, wo ihnen Chloe entgegenkam. “Schon fertig?”
“Ich hab nicht viel hier…”
“Stimmt. Du warst ja in diesem Bunker. Die Ecke, wo du vorher wohntest ist nicht mehr sicher… aber vielleicht können wir ein paar deiner Sachen von dort retten.” Chloe sah kurz zurück den Flur entlang. “Wenn du dich von Cory verabschieden willst, solltest du dich beeilen. Dr. Frankenstein will direkt an die Arbeit gehen.”
Da ließ Chikara sich nicht zweimal bitten.
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Date: 2019-07-23 11:40 am (UTC)