der_jemand: (Default)
[personal profile] der_jemand posting in [community profile] 120_minuten
Team: Schwarz
Challenge: Genre: Film Noir (Kartoffel) [fürs Team]
Fandom: Heroes of Olympus
Charaktere: Piper “Beauty Queen” McLean, Jason Grace, Leo “Flaming Valdez”, Film Noir-New York
Wörter: 556
A/N: Oh, das hat so viel Spaß gemacht! <3 - Keine Handlung, eine Smartass-Interpretation der Kartoffel und ALLE Klischees. =D
(Und da es effektiv nur Klischees sind, keine Kenntnis der Charaktere nötig.)



Es war ein kühler Abend. Ungewöhnlich kühl für Juli. Aber vielleicht war der Schauer, der mir über den Rücken lief, auch nur eine Vorahnung auf die Dinge, die da kommen würden. Hätte ich diese Vorahnung richtig interpretiert, hätte ich New York noch an diesem lauen Juliabend verlassen, ohne zurückzublicken. Stattdessen schloss ich das Fenster und goss mir einen fingerbreit Whiskey ein, straight. Draußen flackerte die Leuchtreklame des Hotels und warf unstete Schatten auf die Tür meines Büros.

Die Tür, durch die nur Minuten später ein Mann trat. Groß, blond, breite Schultern. Er wirkte aufgewühlt, aber versteckte es gut hinter einem ausdruckslosen Gesicht.

“Sind Sie Piper McLean, P.I.?”, erkundigte er sich mit einer Stimme, die warm wie guter Bourbon war, und ich schenkte ihm ein schwaches Lächeln über den Rand meines Glases hinweg.

“Das kommt darauf an.”

Er erwiderte das Lächeln und irgendwo in den eisblauen Augen blitzte ein Funke Humor auf. “Ein Freund hat Sie empfohlen. Mein Name ist Jason Grace.”

Ich bedeutete ihm, sich zu setzen. “Nun, Mr. Grace, was kann ich für Sie tun?”, fragte ich, mein Tonfall professionell gelangweilt. Aber er hatte schon meine Neugier geweckt, irgendetwas stimmte nicht mit diesem Kerl und seinem maßgeschneiderten Anzug. - Wenn ich auch nur die geringste Ahnung gehabt hätte, in welche Geschichte mich der gutaussehende Mr. Grace hineinziehen würde… Nun, vermutlich hätte ich mich ziehen lassen. Ich hatte noch nie einem Paar funkelnd blauer Augen widerstehen können.

“Sagt Ihnen der Name Nachtschatten etwas?”



“Nachtschatten, hm?” Valdez Akzent war breit, Brooklyn durch und durch. “Wie die Kartoffel?”

An jedem anderen Abend hätte ich so getan, als würde mich eine Botanik-Lehrstunde interessieren, aber zwei Tage nachdem Jason Grace und seine fabelhaften Wangenknochen in mein Büro stolziert waren, hatten meine Nachforschungen nur ergeben, dass alle Spuren, die auf den Nachtschatten hindeuteten, in Sackgassen und Leichen endeten. Zu allem Überfluss hatte sich New Yorks schwüle Sommerhitze endlich eingefunden. Der dumpfe, leicht süßliche Gestank von Brackwasser und drohendem Unheil driftete vom Hudson bis in Valdez Lagerhallen und ich hatte das Gefühl, beobachtet zu werden. Und in New York wurde man praktisch immer beobachtet. Hier hatten die Schatten Augen.

Was mich zurück zu meinem Freund, dem Nachtschatten, brachte.

Ich räusperte mich und Valdez wiegelte gespielt verletzt ab. “Klar, klar. Keine dummen Witze, aber ich wüsst schon gern, wieso ein Killer nach Kartoffeln und Tomaten benannt wird...”

“Vielleicht ist er Ire,” schlug ich vor, nur um ihn zu unterbrechen. “Also ist es wahr? Der Nachtschatten ist nicht nur ein Gerücht?”

Valdez Lächeln war das eines kleinen, mexikanischen Kobolds. “Oh, der Nachtschatten ist nicht einmal ein Gerücht. Eine Gruselgeschichte, vielleicht. Vom Nachtschatten erzählst du deinen Kindern, damit sie sich benehmen.”

“Das ist nicht, was mein Auftraggeber gesagt hat.”

Für einen Augenblick verharrte Valdez, selbst seine dünnen Finger, die sonst immer nervös an etwas mechanischem spielten, erstarrten. Er musterte mein Gesicht, als müsste er sich meine Züge einprägen.

“Wo hast du dich da nur reinziehen lassen, Beauty Queen?”

Spätestens in diesem Moment, als Leo “Flaming Valdez” sich Sorgen um mich machte, hätte ich meine sieben Sachen packen und aus New York verschwinden sollen. Wer weiß, vielleicht hätte ich noch Zeit genug gehabt. Vermutlich nicht. Ich hatte eine Zielscheibe auf meinem Nacken, seit Jason Grace mein Büro betreten hatte.

Ich zündete ich mir eine Zigarette an und zog eine Augenbraue hoch. “Erzähl mir vom Nachtschatten, Valdez.”

Date: 2019-07-22 04:22 pm (UTC)
servena: (Default)
From: [personal profile] servena
Ich bin stark beeindruckt, dass du tatsächlich die Kartoffel-Sache durchziehst. Mich reizt es ja mit Blut... mit Blut kann man so schön viel anfangen. Aber mit Kartoffeln anscheinend auch, Respekt! (Und ich musste beim 'Nachtschatten' zuerst an Drachen denken. :D)

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