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[identity profile] nyx-chan.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Schwarz
Challenge: Crack/Humor – Sammelleidenschaft (für mich)
Fandom: Heroes of Olympus (PokémonGo-AU)
Charaktere: pre-Annabeth/Clarisse
Wörter: ~650
Anmerkung: Dieser Moment, wenn du aus Versehen flirtest. / ich wollte die Challenge besser einarbeiten, aber irgendwie- meh.


Um sich etwas mehr gegen die aufkommende Abendfrische zu schützen, zog Annabeth ihre Knie an und setzte ihre Schuhe auf die Bankkante. Ihre Arme umschlossen ihre Beine und das Kinn stützte sie auf ihre Knie, um darüber hinweg auf ihr Smartphone zu gucken und zu tippen.

[20:31] Percy: Ich weiß nicht mehr, wieso ich diese Serie gucke. Warum gucke ich sie?
[20:31] Du: Weil du keinen Geschmack hast
[20:32] Du: Außerdem hast du dich daran gewöhnt
[20:33] Du: Es ist ein guter Grund, um dich jede Woche mit Jason zu streiten

Sie wechselte die App und wartete, dass ein neues Pokémon spawnte, bis einen Moment später ihr Telefon vibrierte, aber mit einer neuen Nachricht.

[20:35] Percy: DAS ist es! Du bist eben ein Genie!

Die Bank erschütterte heftig, als sich jemand mit keinerlei Rücksicht auf den Platz neben sie fallen ließ. Erschrocken sah Annabeth nach rechts. Ihr Hirn sagte, sie müsse Überraschung vortäuschen, aber etwas in ihr, ganz tief drin, hatte auf dieses Szenario gehofft.

Clarisse würdigte sie keines Blickes und tippte weiter schnell auf ihrem Smartphone herum.

„Dir auch einen guten Abend!“, sagte Annabeth schnippisch mit einer neuen Entschlossenheit für Anstand einzustehen.

„Hi Blondie“, antwortete Clarisse ohne aufzuschauen. Annabeth war sich sicher, dass die andere ein Grinsen unterdrückte, so wie ihre Wangen sich spannten und sie ihre Lippen gegeneinander presste.

[20:41] Percy: Oh Gott, natürlich ist er nicht tot!
[20:42] Percy: Jason hatte recht – ich hasse es!
[20:44] Percy: Hast du eigentlich die Einkäufe noch geschafft?

Die Ablenkung war eine willkommene, aber sie reichte nicht, um Annabeth gedanklich von Clarisse fernzuhalten. Es erübrigte sich zu fragen, weswegen sie ihr Smartphone so malträtierte. Sicherlich kämpfte sie gerade in der Arena, die Annabeth vor 10 Minuten eingenommen hatte. Clarisse konnte das unmöglich auf sich sitzen lassen und so schnell wie sie reagiert hatte, vermutete Annabeth fast, dass Clarisse in der Nähe wohnen musste. Sie wechselte von ihrem Messenger zurück ins Spiel.

„Was sollte dieses Dummisel?“, fragte Clarisse schließlich und sah endlich zu Annabeth rüber.

Kurz schürzte Annabeth die Lippen und sah Clarisse mit betonter Langeweile an. „Es ist cleverer als das Groink, das du mir dagelassen hast.“

„Ach, gleich und gleich gesellt sich nicht gern?“

„Genau mein Gedanke, als ich das Dummisel reinsetze!“

Clarisse schnaubte verächtlich, weil ihr offenbar kein Konter dazu einfiel. Im nächsten Moment jedoch drehte sie sich mit übertriebener Überraschung zu Annabeth und zeigte den Screen ihres Smartphones.
„Ach, du spielst jetzt doch für mein Team?“, fragte sie mit einem breiten, hämischen Grinsen.

Perplex sah Annabeth zuerst Clarisse an, dann auf ihr Telefon. In einer roten Arena tanzte ein Rossana hin und her.
Annabeth verdrehte die Augen so hart, dass es unangenehm war. „Oh, du bist JA so witzig!“

„Nicht wahr?“ Das hämische Grinsen wandelte sich langsam in eines des Triumphes. Clarisse drehte das Gerät und den ihren Blick wieder einander zu. „Rot steht dir. Aber an deinen Tanzmoves musst du arbeiten, auch wenn es niedlich ist, wie du mit deinen Händen und der Hüfte herumdrehst.“

Zwar lachte Clarisse, aber Annabeth war für einen Moment in ein ganzes Szenario geworfen. Sie wusste nicht, wann genau sie das letzte Mal getanzt hatte, aber sie war kein großer Fan davon. Allein der Gedanke für jemanden anderen zu tanzen – und dann noch für Clarisse! - schien ihr wie ein perfekter Horror. Gleich nach Spinnen. Als Clarisse wieder zu ihr rübersah nüchterte Annabeth wieder aus und drehte sich weg.

„Komisch“, sagte sie wie beiläufig und tippte und wischte über ihr Smartphone, das sie schließlich in Clarisse‘ Richtung drehte. Das Despotar schnaufte und machte gelegentlich halbgare Drohgebärden. Mit einem kleinen, fast schon mädchenhaft-süßen Lächeln führte sie fort: „Ich dachte die ganze Zeit, ich hätte dich an meiner blauen Leine.“

Clarisse legte ihren Kopf etwas zur Seite, beobachtete zuerst den Bildschirm, dann Annabeth. Unmerklich hatte sie sich etwas vorgebeugt und raunte halblaut. „So, so. An deiner Leine?“

Annabeth schluckte.

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