Team: Schwarz (Eisberg)
Challenge: Romantik/Intimität - Kleine Aufmerksamkeiten (für mich)
Fandom: Mortal Instruments
Charaktere: Alec Lightwood, Magnus Bane, Ragnor Fell
Fortsetzung hiervon: https://120-minuten.livejournal.com/1392876.html
Ob da noch mehr kommt... gute Frage. *hust*
Das Pandemonium war unter der Woche nicht so voll wie sonst, was wenigstens ein Pluspunkt war. Trotzdem waren überall zu viele Leute. Er mochte das nicht. Aber wenigstens wurde er neben seinen Geschwistern praktisch unsichtbar. Im Gegensatz zu Jace und Isabelle wurde er auch gerne übersehen, was die Sache einfacher machte. Was er nicht verstand war, warum Jace ihn trotzdem so gerne mitschleppte. Okay, er sagte immer, dass Alec mehr rausgehen sollte. Leute kennenlernen. Womit Jace vermutlich eher Mädchen meinte. Weil er keine Ahnung hatte und Alec nicht vorhatte, ihm die Wahrheit zu sagen. Im Moment kam er damit durch, dass er sich auf sein Studium konzentrieren wollte. Die Ausrede würde aber auch nicht mehr lange ziehen.
Jetzt saß er an der Bar, wo ausnahmsweise mal Plätze frei waren, und beobachtete teils, wie die Eiswürfel in seinem alkoholfreien Cocktail schmolzen und halb, wie Izzy Jace anscheinend einen Sport daraus machten, wer die meisten Telefonnummern bekam. Ihn hatten sie anscheinend schon längst vergessen. Was bei Jace vor allem an einem bestimmten Rotschopf lag, der vor einer halben Stunde aufgetaucht war. Was im Moment aber nur bedeutete, dass er seinen aktuellen Flirt sträflich vernachlässigte, indem er immer wieder zu Clary sah, die ihn nicht einmal zu bemerken schien. Und wenn Alec sich ihr Outfit so ansah, fühlte er sich nicht mehr ganz so fehl am Platz. Den knallbunten Spruch darauf konnte er hier nicht lesen, wusste aber auch so, was dort stand. Sie hatte es heute schon bei der Arbeit getragen. Jedem der genauer hinschaute würde “Unicorns are real” entgegenschillern. Aber im Gegensatz zu Alecs Sachen hatten ihre eher Farbflecken und keine Löcher.
Er sollte aufhören, sich mit ihr zu vergleichen. Die Zeiten, wo er in Jace verliebt gewesen war… wo er geglaubt hatte, dass er in Jace verliebt war… die waren vorbei. Trotzdem gefiel ihm der Gedanke nicht, dass sein Bruder, sein bester Freund irgendwann zwangsläufig nur noch Augen für sie haben würde. Isabelle würde auch jemanden finden und wo blieb er dann? Irgendwo auf der Strecke.
Etwas wurde neben sein vergessenes Glas geschoben. “Das kann man ja nicht mit ansehen.” Als Alec aufsah, bemerkte er den Barkeeper, der ihn halb amüsiert, halb interessiert ansah. Er war ihm schon vorher aufgefallen. Was eher daran lag, dass es schwer, vermutlich eher unmöglich war, ihn zu übersehen auch wenn er für die andere Hälfte der Bar verantwortlich war. Aber er glitzerte! Die Haare, die Fingernägel und der Lidschatten. Dass er überhaupt Lidschatten trug war schon verstörend genug, aber der schillerte in Blau und Grün. Beinahe ließ er die charakteristische Augenform in den Hintergrund rücken, die das asiatische Erbe verriet, aber eben nur fast. Alec fragte sich, ob das Absicht war, oder einfach nur ein Nebeneffekt. Auch hier in New York war nicht alles eitel Sonnenschein, er konnte da selbst ein Lied von singen.
“Weißt du, so schlecht sind Ragnors Cocktails nicht, dass du deinen so lange vernachlässigen musst, bis er verwässert ist.” Der Barkeeper lehnte sich weit genug über den Tresen, dass Alec seine Stimme deutlich hören konnte. Warm… irgendwie weich mit einem Einschlag, den er nicht zuordnen konnte. Dabei hatte er durch seinen Nebenjob darin inzwischen Erfahrung. Sein Gegenüber zwinkert. “Meine sind natürlich besser.”
Selbst Alec war klar, dass er etwas antworten sollte. Die Frage war nur, was. Er hatte gerade mehr als genug damit zu tun, die Situation irgendwie einzuordnen. Es war der andere Barkeeper, Ragnor, der ihm unbewusst zur Hilfe kam und Mr. Glitzer einen Schlag auf den Hinterkopf gab. “Bleib gefälligst in deinem Revier.”
“Deins ist aber gerade viel interessanter.”
Auch wenn Alec die Worte gut genug verstand, war er sich trotzdem sicher, dass er sich gerade verhört hatte. Dann beugte sich Mr. Glitzer wieder zu ihm erklärte: “Ich meine übrigens dich.”
Das war auf so vielen Ebenen unglaubwürdig, Alec wusste nicht einmal, wo er anfangen sollte. Er bekam auch keine Gelegenheit, das zu verarbeiten, der Barkeeper fragte schon: “Kommst du mit rüber?”
Ragnor verdrehte die Augen. “Tu ihm den Gefallen, sonst werde ich ihn hier nicht mehr los. Und ich teil mein Trinkgeld nicht.”
“Du und der schnöde Mammon…”
“Sagst ausgerechnet du.” Ragnor gab seinem Kollegen einen nicht ernstgemeinten Stoß. “Hau ab.”
Das war eigentlich die perfekte Gelegenheit, um die Flucht zu ergreifen, aber Alec war irgendwo zwischen Schockstarre und Faszination gefangen. Wollte der mit ihm flirten? Warum? An ihm war rein gar nichts interessantes und allein die Tatsache, dass jemand, der eine lebende Discokugel sein könnte, ihn überhaupt bemerkte war… verdächtig. War das am Ende einfach nur ein schlechter Scherz? War so offensichtlich, dass er schwul war? Oder…
“Alles okay?”Mr. Glitzer hatte ziemlich schöne Augen. Aus der Nähe war es leichter, zu erkennen, dass sie heller waren, als man es sonst von Leuten mit asiatischem Erbe erwartete. In dem Licht hier, wirkten sie stellenweise fast golden. Und der Mann wirkte ernsthaft besorgt. Anders jedenfalls konnte Alec den Gesichtsausdruck nicht benennen.
“J-ja…” Er war schon immer ein mieserabler Lügner gewesen, aber vielleicht kam er diesmal damit durch. Immerhin kannte sein Gegenüber ihn nicht und vielleicht tat ihm das schlechte und wechselhafte Licht hier ihm den Gefallen und verschleierte seine Mimik etwas.
Nein. Er kam mit der Lüge nicht durch, das sah Alec sofort. Trotzdem, oder gerade deswegen, stand Alec auf und warf einen kurzen Blick zu den beiden Gläsern. Sollte er beide mitnehmen? Nur war der erste Cocktail inzwischen wohl wirklich ziemlich verwässert. Und der andere… “Was ist da eigentlich drin?”, fragte er und deutete auf das zweite Glas, dessen Inhalt farblich von blau-violett unten zu orange oben wechselte.
“Keine Drogen, falls du das meinst. Auch wenn es dumm wäre, das zuzugeben, wenn es der Fall wäre…”, antwortete Mr. Glitzer halb amüsiert, halb ernst. Alec sah ihn verwirrt an. Daran hatte er nicht einmal gedacht, aber klar… vermutlich sollte man sich eher deswegen Sorgen machen. “Das meinte ich nicht”, sah er sich aber verpflichtet, klarzustellen und aus irgendeinem Grund wirkte der Barkeeper zufrieden. “Weder Ananas, noch Alkohol. Beim Rest solltest du dich überraschen lassen.”
Jetzt konnte Alec erstmal nur verblüfft blinzeln. “Oh… okay…” Damit hatte er nun wirklich nicht gerechnet. Nicht nur, dass er bemerkt hatte, dass Alec keinen Alkohol trank sondern auch, dass er alles mit Ananas vorhin kategorisch ausgeschlossen hatte, weil er eine Allergie hatte. Entweder hatte er ihn ziemlich genau beobachtet oder sich bei Ragnor erkundigt. Das sorgte am Ende jedenfalls dafür, dass Alec das Glas nahm und zur anderen Seite der Bar ging. Hoffentlich bereute er das nicht.
Challenge: Romantik/Intimität - Kleine Aufmerksamkeiten (für mich)
Fandom: Mortal Instruments
Charaktere: Alec Lightwood, Magnus Bane, Ragnor Fell
Fortsetzung hiervon: https://120-minuten.livejournal.com/1392876.html
Ob da noch mehr kommt... gute Frage. *hust*
Das Pandemonium war unter der Woche nicht so voll wie sonst, was wenigstens ein Pluspunkt war. Trotzdem waren überall zu viele Leute. Er mochte das nicht. Aber wenigstens wurde er neben seinen Geschwistern praktisch unsichtbar. Im Gegensatz zu Jace und Isabelle wurde er auch gerne übersehen, was die Sache einfacher machte. Was er nicht verstand war, warum Jace ihn trotzdem so gerne mitschleppte. Okay, er sagte immer, dass Alec mehr rausgehen sollte. Leute kennenlernen. Womit Jace vermutlich eher Mädchen meinte. Weil er keine Ahnung hatte und Alec nicht vorhatte, ihm die Wahrheit zu sagen. Im Moment kam er damit durch, dass er sich auf sein Studium konzentrieren wollte. Die Ausrede würde aber auch nicht mehr lange ziehen.
Jetzt saß er an der Bar, wo ausnahmsweise mal Plätze frei waren, und beobachtete teils, wie die Eiswürfel in seinem alkoholfreien Cocktail schmolzen und halb, wie Izzy Jace anscheinend einen Sport daraus machten, wer die meisten Telefonnummern bekam. Ihn hatten sie anscheinend schon längst vergessen. Was bei Jace vor allem an einem bestimmten Rotschopf lag, der vor einer halben Stunde aufgetaucht war. Was im Moment aber nur bedeutete, dass er seinen aktuellen Flirt sträflich vernachlässigte, indem er immer wieder zu Clary sah, die ihn nicht einmal zu bemerken schien. Und wenn Alec sich ihr Outfit so ansah, fühlte er sich nicht mehr ganz so fehl am Platz. Den knallbunten Spruch darauf konnte er hier nicht lesen, wusste aber auch so, was dort stand. Sie hatte es heute schon bei der Arbeit getragen. Jedem der genauer hinschaute würde “Unicorns are real” entgegenschillern. Aber im Gegensatz zu Alecs Sachen hatten ihre eher Farbflecken und keine Löcher.
Er sollte aufhören, sich mit ihr zu vergleichen. Die Zeiten, wo er in Jace verliebt gewesen war… wo er geglaubt hatte, dass er in Jace verliebt war… die waren vorbei. Trotzdem gefiel ihm der Gedanke nicht, dass sein Bruder, sein bester Freund irgendwann zwangsläufig nur noch Augen für sie haben würde. Isabelle würde auch jemanden finden und wo blieb er dann? Irgendwo auf der Strecke.
Etwas wurde neben sein vergessenes Glas geschoben. “Das kann man ja nicht mit ansehen.” Als Alec aufsah, bemerkte er den Barkeeper, der ihn halb amüsiert, halb interessiert ansah. Er war ihm schon vorher aufgefallen. Was eher daran lag, dass es schwer, vermutlich eher unmöglich war, ihn zu übersehen auch wenn er für die andere Hälfte der Bar verantwortlich war. Aber er glitzerte! Die Haare, die Fingernägel und der Lidschatten. Dass er überhaupt Lidschatten trug war schon verstörend genug, aber der schillerte in Blau und Grün. Beinahe ließ er die charakteristische Augenform in den Hintergrund rücken, die das asiatische Erbe verriet, aber eben nur fast. Alec fragte sich, ob das Absicht war, oder einfach nur ein Nebeneffekt. Auch hier in New York war nicht alles eitel Sonnenschein, er konnte da selbst ein Lied von singen.
“Weißt du, so schlecht sind Ragnors Cocktails nicht, dass du deinen so lange vernachlässigen musst, bis er verwässert ist.” Der Barkeeper lehnte sich weit genug über den Tresen, dass Alec seine Stimme deutlich hören konnte. Warm… irgendwie weich mit einem Einschlag, den er nicht zuordnen konnte. Dabei hatte er durch seinen Nebenjob darin inzwischen Erfahrung. Sein Gegenüber zwinkert. “Meine sind natürlich besser.”
Selbst Alec war klar, dass er etwas antworten sollte. Die Frage war nur, was. Er hatte gerade mehr als genug damit zu tun, die Situation irgendwie einzuordnen. Es war der andere Barkeeper, Ragnor, der ihm unbewusst zur Hilfe kam und Mr. Glitzer einen Schlag auf den Hinterkopf gab. “Bleib gefälligst in deinem Revier.”
“Deins ist aber gerade viel interessanter.”
Auch wenn Alec die Worte gut genug verstand, war er sich trotzdem sicher, dass er sich gerade verhört hatte. Dann beugte sich Mr. Glitzer wieder zu ihm erklärte: “Ich meine übrigens dich.”
Das war auf so vielen Ebenen unglaubwürdig, Alec wusste nicht einmal, wo er anfangen sollte. Er bekam auch keine Gelegenheit, das zu verarbeiten, der Barkeeper fragte schon: “Kommst du mit rüber?”
Ragnor verdrehte die Augen. “Tu ihm den Gefallen, sonst werde ich ihn hier nicht mehr los. Und ich teil mein Trinkgeld nicht.”
“Du und der schnöde Mammon…”
“Sagst ausgerechnet du.” Ragnor gab seinem Kollegen einen nicht ernstgemeinten Stoß. “Hau ab.”
Das war eigentlich die perfekte Gelegenheit, um die Flucht zu ergreifen, aber Alec war irgendwo zwischen Schockstarre und Faszination gefangen. Wollte der mit ihm flirten? Warum? An ihm war rein gar nichts interessantes und allein die Tatsache, dass jemand, der eine lebende Discokugel sein könnte, ihn überhaupt bemerkte war… verdächtig. War das am Ende einfach nur ein schlechter Scherz? War so offensichtlich, dass er schwul war? Oder…
“Alles okay?”Mr. Glitzer hatte ziemlich schöne Augen. Aus der Nähe war es leichter, zu erkennen, dass sie heller waren, als man es sonst von Leuten mit asiatischem Erbe erwartete. In dem Licht hier, wirkten sie stellenweise fast golden. Und der Mann wirkte ernsthaft besorgt. Anders jedenfalls konnte Alec den Gesichtsausdruck nicht benennen.
“J-ja…” Er war schon immer ein mieserabler Lügner gewesen, aber vielleicht kam er diesmal damit durch. Immerhin kannte sein Gegenüber ihn nicht und vielleicht tat ihm das schlechte und wechselhafte Licht hier ihm den Gefallen und verschleierte seine Mimik etwas.
Nein. Er kam mit der Lüge nicht durch, das sah Alec sofort. Trotzdem, oder gerade deswegen, stand Alec auf und warf einen kurzen Blick zu den beiden Gläsern. Sollte er beide mitnehmen? Nur war der erste Cocktail inzwischen wohl wirklich ziemlich verwässert. Und der andere… “Was ist da eigentlich drin?”, fragte er und deutete auf das zweite Glas, dessen Inhalt farblich von blau-violett unten zu orange oben wechselte.
“Keine Drogen, falls du das meinst. Auch wenn es dumm wäre, das zuzugeben, wenn es der Fall wäre…”, antwortete Mr. Glitzer halb amüsiert, halb ernst. Alec sah ihn verwirrt an. Daran hatte er nicht einmal gedacht, aber klar… vermutlich sollte man sich eher deswegen Sorgen machen. “Das meinte ich nicht”, sah er sich aber verpflichtet, klarzustellen und aus irgendeinem Grund wirkte der Barkeeper zufrieden. “Weder Ananas, noch Alkohol. Beim Rest solltest du dich überraschen lassen.”
Jetzt konnte Alec erstmal nur verblüfft blinzeln. “Oh… okay…” Damit hatte er nun wirklich nicht gerechnet. Nicht nur, dass er bemerkt hatte, dass Alec keinen Alkohol trank sondern auch, dass er alles mit Ananas vorhin kategorisch ausgeschlossen hatte, weil er eine Allergie hatte. Entweder hatte er ihn ziemlich genau beobachtet oder sich bei Ragnor erkundigt. Das sorgte am Ende jedenfalls dafür, dass Alec das Glas nahm und zur anderen Seite der Bar ging. Hoffentlich bereute er das nicht.