H/C - Scherben
Sep. 30th, 2018 09:40 pmTeam: Mond
Challenge: Hurt/Comfort – Scherben (für mich – Weltherrschaft!)
Fandom: Puella Magi Madoka Magica
Charaktere: Sayaka, Kyoko
Wörter: ~810
Anmerkung: Fortsetzung hierzu
„Hey, schau mal her“, sagte Sayaka unvermittelt und Kyoko drehte überrascht den Kopf in ihre Richtung. Was folgte war ein Blitz, ein Klicken und ein schadenfreudiges Kichern.
Kyoko verschlang den Rest ihres Kekses und blaffte Sayaka entsetzter an als nötig: „Hast du ein Foto von mir gemacht?!“
„Entspann dich – es ist witzig!“ Mit einem breiten Grinsen drehte Sayaka dem anderen Mädchen den Bildschirm ihres Handys hin. Kyoko gab einen ungehaltenen Ton von sich und wollte nach dem kleinen Gerät greifen, das Sayaka gekonnt beschützte. „Das wird jetzt immer angezeigt, wenn du mich anrufst.“
„Verdammt, was? Mach ein gutes Foto von mir, los, ein Gutes!“
„Nein, nein, das ist schon so super! Verstimmt und am Essen – es ist perfekt!“ Sayaka lachte und tänzelte ein paar Schritte vor Kyoko die Straße herunter. „Jetzt brauche ich nur noch einen passenden Klingelton.“
„Klingelton?“ Kyoko hasste es sich doof zu fühlen und schon überhaupt ausgelacht. Sie setzte Sayaka nach und versuchte sie wieder zu greifen, um zu sehen, was das Mädchen weiter auf ihrem Handy veranstaltete. Aber auch wenn ihr Stolz gerade einiges einstecken musste, war sie doch erleichtert, dass Sayaka nach etwas Tee, Kuchen und Reden schon um einiges besser zu drauf sein schien.
„Ja, etwas hektisches und quietschendes!“
„Was, wieso?“
„Einfach so! Weil das nach dir klingen würde.“
„Ich bin weder hektisch noch quietschend!“
„Stimmt, du bist laut und verfressen. Aber trotzdem wäre es wiedererkennbar.“ Sayaka sah von ihrem Display mit einem fröhlichen Lächeln auf als ihr Handy etwas abspielte, dass ihr zu gefallen schien. „Dein Klingelton“, erklärte sie feierlich und drückte auf 'Speichern'.
Kyoko blieb für einen Moment stehen und starrte Sayaka verblüfft an. „Meiner?“
„Nur für dich“, bestätigte sie und nickte emphatisch und setzte kichernd nach: „So weiß ich immer, wann ich nicht rangehen muss!“
„Hey!“, protestierte Kyoko, holte auf und boxte ihr leicht gegen die Schulter. „Ich ruf dich nur an, wenn es wichtig ist!“
„Ja, ja, alles klar!“, lachte Sayaka weiter und rieb sich die Schulter. „Krieg ich noch einen Keks?“
Misstrauisch beäufte Kyoko Sayaka und mit gerümpfter Nase hielt sie ihr schließlich die kleine Tüte hin.
Mit einem übertrieben süßen Sing-sang zschirpte sie: „Dan-ke!“
„Pass auf, dass du nicht dran erstickst“, murrte Kyoko ähnlich überspitzt, wenn auch giftig, und streckte ihr die Zunge aus.
„Damit du den Keks dann doch für dich haben kannst?“, entgegente Sayaka und streckte ebenfalls die Zunge raus.
„Ganz genau!“
Plötzlich bleib Kyoko stehen. Sayaka bemerkte es erst einen Moment später und drehte sich zu ihr um, während sie auf einen Stück des Kekses herumkaute.
„Alles ok?“
Kyoko reagierte nicht auf die Frage und starrte weiter in die Seitengasse, an der Sayaka achtlos vorbeigegangen war. Als sie neben das andere Mädchen trat und hineinsah konnte sie im schwummerigen Licht des Abends nur Dreck und ein zerstörtes Ladengeschäft erkennen. Oder was vielleicht eins mal der Zugang zu einem war mit noch erkennbaren Resten einer Leuchtwerbung, die aus der Wand wie zersplitterte Knochen herausragten. Noch immer ohne Anhaltspunkt von Kyoko untersuchte Sayaka weiter die Gasse, bleib aber ratslos.
„Hast du etwas gesehen?“, fragte Sayaka mit einer Note von Sorge. Etwas in ihr schaltete bereits zur Möglichkeit eines anstehenden Kampfes. Aber es verdampfte von selbst, als sie schließlich Kyokos schweres Seufzen hörte.
„Nein, nichts“, begann sie schließlich zu erklären und ihre Stimme klang verdächtig dünn. „Ich- ich war hier früher als Kind öfters, als mein Vater noch- Hier war einer seiner letzten Freunde. Er hatte immer so wunderschöne Äpfel Momo und mir geschenkt.“
Es haben die wenigen Schlagworte gereicht, um Sayaka wieder ins Gedächtnis zu rufen, was Kyoko ihr erzählt hatte. Es war damals ähnlich dämmrig wie jetzt, durch die Fenster mit und ohne farbigen Glas hatte sich ein Kaleidoskop gebildet. Und damals wie jetzt sah Sayaka sie auf unterschiedlichen Spektren der Magie stehen. Trotzdem fühlte sie mit ihr. Die Scherben in der eingeschlagenen Tür und der Leuchtreklame reichten bei weitem nicht ran an die wunderschöne Zerstörung der Kirche. Sayaka spürte die Beklemmung in ihrem Brustkorb und griff instinktiv nach Kyokos Hand, die schlaff an ihr herabhing.
„Tut mir leid, dass ich damals den Apfel hingeworfen habe“, flüsterte Sayaka.
Kyoko drückte ihre Hand und antwortete ähnlich leise: „Isst du immer alles fleißig auf?“
Mit einem unerwarteten Kichern antwortete Sayaka ehrlich: „Ja. Selbst wenn ich Angst habe dick zu werden.“
Endlich konnte Kyoko ihren Blick von der Gasse reißen und sah zu Sayaka rüber. Der Ausdruck in ihrem Gesicht zerriss Sayaka fast das Herz, weil eigentlich niemand so traurig lächeln können sollte. Ehe sie wirklich darüber nachdenken konnte, schlang sie ihre Arme um Kyoko und hielt sie einfach fest. Was konnte sie schon jetzt sagen? Aber das, was sie zum Ausdruck bringen wollte, schien angekommen zu sein, als Kyoko die Umarmung mit einem leisen, erleichtertem Seufzer erwiderte.
Challenge: Hurt/Comfort – Scherben (für mich – Weltherrschaft!)
Fandom: Puella Magi Madoka Magica
Charaktere: Sayaka, Kyoko
Wörter: ~810
Anmerkung: Fortsetzung hierzu
„Hey, schau mal her“, sagte Sayaka unvermittelt und Kyoko drehte überrascht den Kopf in ihre Richtung. Was folgte war ein Blitz, ein Klicken und ein schadenfreudiges Kichern.
Kyoko verschlang den Rest ihres Kekses und blaffte Sayaka entsetzter an als nötig: „Hast du ein Foto von mir gemacht?!“
„Entspann dich – es ist witzig!“ Mit einem breiten Grinsen drehte Sayaka dem anderen Mädchen den Bildschirm ihres Handys hin. Kyoko gab einen ungehaltenen Ton von sich und wollte nach dem kleinen Gerät greifen, das Sayaka gekonnt beschützte. „Das wird jetzt immer angezeigt, wenn du mich anrufst.“
„Verdammt, was? Mach ein gutes Foto von mir, los, ein Gutes!“
„Nein, nein, das ist schon so super! Verstimmt und am Essen – es ist perfekt!“ Sayaka lachte und tänzelte ein paar Schritte vor Kyoko die Straße herunter. „Jetzt brauche ich nur noch einen passenden Klingelton.“
„Klingelton?“ Kyoko hasste es sich doof zu fühlen und schon überhaupt ausgelacht. Sie setzte Sayaka nach und versuchte sie wieder zu greifen, um zu sehen, was das Mädchen weiter auf ihrem Handy veranstaltete. Aber auch wenn ihr Stolz gerade einiges einstecken musste, war sie doch erleichtert, dass Sayaka nach etwas Tee, Kuchen und Reden schon um einiges besser zu drauf sein schien.
„Ja, etwas hektisches und quietschendes!“
„Was, wieso?“
„Einfach so! Weil das nach dir klingen würde.“
„Ich bin weder hektisch noch quietschend!“
„Stimmt, du bist laut und verfressen. Aber trotzdem wäre es wiedererkennbar.“ Sayaka sah von ihrem Display mit einem fröhlichen Lächeln auf als ihr Handy etwas abspielte, dass ihr zu gefallen schien. „Dein Klingelton“, erklärte sie feierlich und drückte auf 'Speichern'.
Kyoko blieb für einen Moment stehen und starrte Sayaka verblüfft an. „Meiner?“
„Nur für dich“, bestätigte sie und nickte emphatisch und setzte kichernd nach: „So weiß ich immer, wann ich nicht rangehen muss!“
„Hey!“, protestierte Kyoko, holte auf und boxte ihr leicht gegen die Schulter. „Ich ruf dich nur an, wenn es wichtig ist!“
„Ja, ja, alles klar!“, lachte Sayaka weiter und rieb sich die Schulter. „Krieg ich noch einen Keks?“
Misstrauisch beäufte Kyoko Sayaka und mit gerümpfter Nase hielt sie ihr schließlich die kleine Tüte hin.
Mit einem übertrieben süßen Sing-sang zschirpte sie: „Dan-ke!“
„Pass auf, dass du nicht dran erstickst“, murrte Kyoko ähnlich überspitzt, wenn auch giftig, und streckte ihr die Zunge aus.
„Damit du den Keks dann doch für dich haben kannst?“, entgegente Sayaka und streckte ebenfalls die Zunge raus.
„Ganz genau!“
Plötzlich bleib Kyoko stehen. Sayaka bemerkte es erst einen Moment später und drehte sich zu ihr um, während sie auf einen Stück des Kekses herumkaute.
„Alles ok?“
Kyoko reagierte nicht auf die Frage und starrte weiter in die Seitengasse, an der Sayaka achtlos vorbeigegangen war. Als sie neben das andere Mädchen trat und hineinsah konnte sie im schwummerigen Licht des Abends nur Dreck und ein zerstörtes Ladengeschäft erkennen. Oder was vielleicht eins mal der Zugang zu einem war mit noch erkennbaren Resten einer Leuchtwerbung, die aus der Wand wie zersplitterte Knochen herausragten. Noch immer ohne Anhaltspunkt von Kyoko untersuchte Sayaka weiter die Gasse, bleib aber ratslos.
„Hast du etwas gesehen?“, fragte Sayaka mit einer Note von Sorge. Etwas in ihr schaltete bereits zur Möglichkeit eines anstehenden Kampfes. Aber es verdampfte von selbst, als sie schließlich Kyokos schweres Seufzen hörte.
„Nein, nichts“, begann sie schließlich zu erklären und ihre Stimme klang verdächtig dünn. „Ich- ich war hier früher als Kind öfters, als mein Vater noch- Hier war einer seiner letzten Freunde. Er hatte immer so wunderschöne Äpfel Momo und mir geschenkt.“
Es haben die wenigen Schlagworte gereicht, um Sayaka wieder ins Gedächtnis zu rufen, was Kyoko ihr erzählt hatte. Es war damals ähnlich dämmrig wie jetzt, durch die Fenster mit und ohne farbigen Glas hatte sich ein Kaleidoskop gebildet. Und damals wie jetzt sah Sayaka sie auf unterschiedlichen Spektren der Magie stehen. Trotzdem fühlte sie mit ihr. Die Scherben in der eingeschlagenen Tür und der Leuchtreklame reichten bei weitem nicht ran an die wunderschöne Zerstörung der Kirche. Sayaka spürte die Beklemmung in ihrem Brustkorb und griff instinktiv nach Kyokos Hand, die schlaff an ihr herabhing.
„Tut mir leid, dass ich damals den Apfel hingeworfen habe“, flüsterte Sayaka.
Kyoko drückte ihre Hand und antwortete ähnlich leise: „Isst du immer alles fleißig auf?“
Mit einem unerwarteten Kichern antwortete Sayaka ehrlich: „Ja. Selbst wenn ich Angst habe dick zu werden.“
Endlich konnte Kyoko ihren Blick von der Gasse reißen und sah zu Sayaka rüber. Der Ausdruck in ihrem Gesicht zerriss Sayaka fast das Herz, weil eigentlich niemand so traurig lächeln können sollte. Ehe sie wirklich darüber nachdenken konnte, schlang sie ihre Arme um Kyoko und hielt sie einfach fest. Was konnte sie schon jetzt sagen? Aber das, was sie zum Ausdruck bringen wollte, schien angekommen zu sein, als Kyoko die Umarmung mit einem leisen, erleichtertem Seufzer erwiderte.
no subject
Date: 2018-10-05 11:16 am (UTC)(Und ich konnte das Foto von Kyoko förmlich vor mir sehen!)