Angst - "Wieso glaubst du mir nicht?"
Sep. 30th, 2018 07:53 pmTeam: Mond
Challenge: Angst - „Wieso glaubst du mir nicht?“ (fürs Team)
Fandom: The Hollow
Wörter: ~600
Anmerkung: Direkt post-canon mit Spoilers.
Je länger Kai darüber nachdachte, desto sicherer war er, dass a) er wahnsinnig wurde und b) er wirklich gesehen hat, was er gesehen hat. Dieses kurze Funkeln, Glitchen in Vanessas Auge – es war so absurd wie real!
Mit Gliedmaßen, die er nicht still halten konnte, saß er völlig übernächtig und überdreht auf dem Bett von Adam, der nur geringfügig besser aussah. Er hatte ledeglich den Heimvorteil eines gutaussehenden Athleten, oder Kai viel mehr den Nachteil, dass er die meiste Zeit des Jahres eh wie ein Kellerkind aussah.
Mira stand am Fenster und konnte es nicht lassen, alles zu beobachten, im Blick behalten zu wollen.
Das Spiel hatte sie alle so gründlich gefickt und halb verdaut ausgekotzt.
„Ich weiß, was ich gesehen habe“, presste Kai trotzig zwischen den Zähnen hervor und verkrampfte seine Finger ineinander.
„Du warst müde – wir wir alle! Mehr als die letzte halbe Stunde hatten wir nur Stress mit den Glitches im Spiel. Es muss eineTäuschung gewesen sein. Das Licht fiel komisch auf ihre Augen und du warst noch völlig auf 180 vom Boss-Kampf“, erklärte Adam mit ähnlichem Trotz, weil er das Argument schon mindestens drei Mal gebracht hat. „Wie soll es bitte möglich sein, dass ihre Augen glitchten – HM? Erklär mir das mal!“
„Was weiß ich!“, fauchte Kai und warf die Arme in die Luft. „Bin ich Biotechniker oder sonstwas? Vielleicht ist sie nicht mal ein Mensch, sondern ein Cyborg! Vielleicht war das im Spiel eigentlich gar kein einfacher Fehler, sondern ein Virus, das uns Spieler infizieren sollte! Und jetzt tragen wir es herum! Vielleicht fangen wir auch an zu glitchen. Ist euch was aufgefallen?“
„Hör auf!“, maulte Adam und vergrub seinen Kopf tiefer in seinen Handflächen. „Das ist doch völliger Wahnsinn, was du da erzählst! Nur eine der vielen Verschwörungstheorien!“
„Wieso glaubst du mir nicht?!“, rief Kai wütend und etwas verzweifelt. „Ich weiß, dass das völlig bescheuert klingt, aber- es war da! Es war so- das kannst du nicht verwechseln! Nicht, wenn du in deinem Todeskampf vorher das schon überall um dich herum gesehen hast. Ich war so froh, da raus zu sein und wieder aufzutauchen. Denkst du, ich hatte irgendwelche Todessehnsucht?“
„Verdammt, Kai!“ Adam hob seinen Kopf und warf seinem Freund einen aufgebrachten Blick zu. „Aber du sagst es doch selbst, wie bescheuert das klingt! Wieso fällt es dir so leicht, das zu glauben?“
Kai verfiel in offenkundige Erklärungsnot und rang mit den Worten.
Bevor einer der beiden noch ein weiteres Wort sagen konnte, intervenierte Mira und trat in deren Blickachse.
„Ok, halt an dieser Stelle. Wir kommen hier nicht weiter.“
„Aber was ist deine M-“, begann Adam und wurde harsch von ihr unterbrochen.
„Ich hab gesagt Halt.“ Sie warf ihren beiden Jungs kurz strenge Blicke zu, ehe sie sich auf die Mitte der Bettkante setzte. Demonstrativ öffnete sie ihre Arme und winkte beide mit ihren Fingern zu sich. „Gruppenkuscheln. Wir sind alle tot und ich schlage euch beiden gleich die Köpfe ein.“ Mira wartete einen Moment, bis beide sich neben sie gesetzt haben. Zunächst war es noch etwas gezwungen, aber sobald die Jungs ihre Arme um sie legten und Mira sie alle quasi verband, spürte sie unter ihren Händen, wie sowohl Adam wie auch Kai etwas nachgaben, sich entspannten und es zuließen. „Und wenn wir alle wieder etwas runtergekommen sind, reden wir weiter – über beides. Was wäre, wenn es Blödsinn ist und was, wenn es wahr ist. OK?“
„Ok“, murmelten beide artig, wofür sie ein wenig Tätscheln verdient hatten.
„Kann ich mich nach hinten fallen lassen und wir schlafen so ein? Bitte?“
Challenge: Angst - „Wieso glaubst du mir nicht?“ (fürs Team)
Fandom: The Hollow
Wörter: ~600
Anmerkung: Direkt post-canon mit Spoilers.
Je länger Kai darüber nachdachte, desto sicherer war er, dass a) er wahnsinnig wurde und b) er wirklich gesehen hat, was er gesehen hat. Dieses kurze Funkeln, Glitchen in Vanessas Auge – es war so absurd wie real!
Mit Gliedmaßen, die er nicht still halten konnte, saß er völlig übernächtig und überdreht auf dem Bett von Adam, der nur geringfügig besser aussah. Er hatte ledeglich den Heimvorteil eines gutaussehenden Athleten, oder Kai viel mehr den Nachteil, dass er die meiste Zeit des Jahres eh wie ein Kellerkind aussah.
Mira stand am Fenster und konnte es nicht lassen, alles zu beobachten, im Blick behalten zu wollen.
Das Spiel hatte sie alle so gründlich gefickt und halb verdaut ausgekotzt.
„Ich weiß, was ich gesehen habe“, presste Kai trotzig zwischen den Zähnen hervor und verkrampfte seine Finger ineinander.
„Du warst müde – wir wir alle! Mehr als die letzte halbe Stunde hatten wir nur Stress mit den Glitches im Spiel. Es muss eineTäuschung gewesen sein. Das Licht fiel komisch auf ihre Augen und du warst noch völlig auf 180 vom Boss-Kampf“, erklärte Adam mit ähnlichem Trotz, weil er das Argument schon mindestens drei Mal gebracht hat. „Wie soll es bitte möglich sein, dass ihre Augen glitchten – HM? Erklär mir das mal!“
„Was weiß ich!“, fauchte Kai und warf die Arme in die Luft. „Bin ich Biotechniker oder sonstwas? Vielleicht ist sie nicht mal ein Mensch, sondern ein Cyborg! Vielleicht war das im Spiel eigentlich gar kein einfacher Fehler, sondern ein Virus, das uns Spieler infizieren sollte! Und jetzt tragen wir es herum! Vielleicht fangen wir auch an zu glitchen. Ist euch was aufgefallen?“
„Hör auf!“, maulte Adam und vergrub seinen Kopf tiefer in seinen Handflächen. „Das ist doch völliger Wahnsinn, was du da erzählst! Nur eine der vielen Verschwörungstheorien!“
„Wieso glaubst du mir nicht?!“, rief Kai wütend und etwas verzweifelt. „Ich weiß, dass das völlig bescheuert klingt, aber- es war da! Es war so- das kannst du nicht verwechseln! Nicht, wenn du in deinem Todeskampf vorher das schon überall um dich herum gesehen hast. Ich war so froh, da raus zu sein und wieder aufzutauchen. Denkst du, ich hatte irgendwelche Todessehnsucht?“
„Verdammt, Kai!“ Adam hob seinen Kopf und warf seinem Freund einen aufgebrachten Blick zu. „Aber du sagst es doch selbst, wie bescheuert das klingt! Wieso fällt es dir so leicht, das zu glauben?“
Kai verfiel in offenkundige Erklärungsnot und rang mit den Worten.
Bevor einer der beiden noch ein weiteres Wort sagen konnte, intervenierte Mira und trat in deren Blickachse.
„Ok, halt an dieser Stelle. Wir kommen hier nicht weiter.“
„Aber was ist deine M-“, begann Adam und wurde harsch von ihr unterbrochen.
„Ich hab gesagt Halt.“ Sie warf ihren beiden Jungs kurz strenge Blicke zu, ehe sie sich auf die Mitte der Bettkante setzte. Demonstrativ öffnete sie ihre Arme und winkte beide mit ihren Fingern zu sich. „Gruppenkuscheln. Wir sind alle tot und ich schlage euch beiden gleich die Köpfe ein.“ Mira wartete einen Moment, bis beide sich neben sie gesetzt haben. Zunächst war es noch etwas gezwungen, aber sobald die Jungs ihre Arme um sie legten und Mira sie alle quasi verband, spürte sie unter ihren Händen, wie sowohl Adam wie auch Kai etwas nachgaben, sich entspannten und es zuließen. „Und wenn wir alle wieder etwas runtergekommen sind, reden wir weiter – über beides. Was wäre, wenn es Blödsinn ist und was, wenn es wahr ist. OK?“
„Ok“, murmelten beide artig, wofür sie ein wenig Tätscheln verdient hatten.
„Kann ich mich nach hinten fallen lassen und wir schlafen so ein? Bitte?“
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Date: 2018-10-05 11:56 am (UTC)