H/C - Joker
Sep. 30th, 2018 06:41 pmTeam: Mond
Challenge: Hurt/Comfort – Joker (Gradwanderung vom 15.6.18 - für mich)
Fandom: Akte X
Charaktere: Fox Mulder, Dana Scully, Walter Skinner
Wörter: ~530
Anmerkung: für
alea, weil es ihr (guter!) Vorschlag war, dass die drei auch mal etwas Comfort zu all dem Hurt brauchen (was ich nur mittelmäßig hinbekam)
„Ich glaube, ich habe Ihr Polster vollgeblutet“, meldete sich Mulder von der Rückbank als für mehr als eine Minute ein etwas unangenehmes Schweigen im Wagen eintrat. Skinner und Scully sahen simultan in den Rückspiegel, was mehr an strenge Eltern als an alles andere erinnerte. Aber selbst schon leicht im Delirium – oder gerade dann – bekam Mulder nur eines seiner jungenhaften schelmischen Lächeln hin und zuckte mit einer Schulter, was ihm offenkundig wehtat, wie einen Augenblick später das Zischen und verzerrte Gesicht bewiesen. „Sorry?“
Auch wenn Scully sich um seinen Zustand Sorgen machte, konnte sie sich das leichte Augenrollen nicht verkneifen, als sie wieder vom Spiegel wegschaute und ihren Blick in die fast formlose Finsternis um sie herum schweifen ließ.
„Ist es noch weit?“, fragte sie halblaut und betont ruhig. In ihrem Schoß kntete sie ihre Finger, um die Kälte und das Zittern aus ihnen herauszureiben.
Skinner behielt seinen Agenten einen Moment länger im Blick, ehe er sich wieder auf die Straße konzentriete - so weit er es konnte.
„Nein, wir dürften es bald erreicht haben.“
„Ohne hier negativ sein zu wollen, weil das der Part von Scully ist, aber sind Sie sich sicher, dass wir dort sicher sind?“
Scully bereute es ihm die starken Schmerzmittel gegeben zu haben. Ohnemächtig vor Schmerzen würde er nicht auf ihren ohnehin angespannten Nerven spielen.
„Wir haben gerade keine andere Option, Mulder, oder?“
„Wir könnten weiter fahren, in die Wildnis, wo uns keiner findet.“
„Als wenn das bisher so gut geklappt hätte. Außerdem verbluten Sie bis dahin auf dem Rücksitz.“
„Und die Reinigung wird jetzt schon eine Plage sein“, mischte sich Skinner mit ernster Miene ein, konnte aber den gewünschten Effekt erzielen: Mulder schnaufte amüsiert und Scully warf ihm einen tadelnden, wenn auch lächelnden Blick zu. Er ließ zu zu lächeln und versuchte sich an die für einen Moment etwas entschärfte Stimmung zu klammern, ähnlich wie sich seine Finger um das Steuer verkrampften.
Lange konnte er die beiden nicht verstecken und nun war er auch ins Visier geraten – mal wieder. Aber wenn sein Kontakt recht hatte, mussten sie nur zwei Tage durchhalten. Ungewollt begann er schon die Stunden zu zählen, was seiner Anspannung nicht half.
„Hat unser Unterschlupf Kabel-TV?“, fragte Mulder fünf Minuten später und konnte Scullys Augenrollen förmlich fühlen. „Heute spielen die Dolphins gegen die Jets – einer aus der Buchhaltung meinte, es könnte spannend werden.“
„Noch irgendwelche Wünsche?“, antwortete Skinner trocken mit einer Gegenfrage.
Mulder schien nicht lange überlegen zu müssen. „Bier?“
„Und Sie?“, versuchte Skinner Scully einzubinden.
Die Agentin zögerte einen Moment und ließ schließlich ihren Kopf gegen die Kopflehne fallen. „Ein heißes Schaumbad mit einem Glas Rotwein und etwas zu lesen.“
Mulder gab ein anerkennendes Pfeifen von sich und spielte den Ball zu Skinner weiter. „Und Sie?“
Skinner starrte auf die Straße, die umgeben war von Feldern, und musste tatsächlich einen Moment überlegen, was er in dem Moment ganz ehrlich sich wünschen würde. Mit einem Seufzen gestand er: „Eine Rückenmassage und zehn Stunden ungestörten Schlaf.“
Aus den Augenwinkeln sah er, wie Scully ihm ein verständnisvolles Lächeln zuwarf, und spürte Mulders Hand kurz seine Schulter tätscheln.
„Na, mal schauen, was sich alles davon einrichten lässt.“
Challenge: Hurt/Comfort – Joker (Gradwanderung vom 15.6.18 - für mich)
Fandom: Akte X
Charaktere: Fox Mulder, Dana Scully, Walter Skinner
Wörter: ~530
Anmerkung: für
„Ich glaube, ich habe Ihr Polster vollgeblutet“, meldete sich Mulder von der Rückbank als für mehr als eine Minute ein etwas unangenehmes Schweigen im Wagen eintrat. Skinner und Scully sahen simultan in den Rückspiegel, was mehr an strenge Eltern als an alles andere erinnerte. Aber selbst schon leicht im Delirium – oder gerade dann – bekam Mulder nur eines seiner jungenhaften schelmischen Lächeln hin und zuckte mit einer Schulter, was ihm offenkundig wehtat, wie einen Augenblick später das Zischen und verzerrte Gesicht bewiesen. „Sorry?“
Auch wenn Scully sich um seinen Zustand Sorgen machte, konnte sie sich das leichte Augenrollen nicht verkneifen, als sie wieder vom Spiegel wegschaute und ihren Blick in die fast formlose Finsternis um sie herum schweifen ließ.
„Ist es noch weit?“, fragte sie halblaut und betont ruhig. In ihrem Schoß kntete sie ihre Finger, um die Kälte und das Zittern aus ihnen herauszureiben.
Skinner behielt seinen Agenten einen Moment länger im Blick, ehe er sich wieder auf die Straße konzentriete - so weit er es konnte.
„Nein, wir dürften es bald erreicht haben.“
„Ohne hier negativ sein zu wollen, weil das der Part von Scully ist, aber sind Sie sich sicher, dass wir dort sicher sind?“
Scully bereute es ihm die starken Schmerzmittel gegeben zu haben. Ohnemächtig vor Schmerzen würde er nicht auf ihren ohnehin angespannten Nerven spielen.
„Wir haben gerade keine andere Option, Mulder, oder?“
„Wir könnten weiter fahren, in die Wildnis, wo uns keiner findet.“
„Als wenn das bisher so gut geklappt hätte. Außerdem verbluten Sie bis dahin auf dem Rücksitz.“
„Und die Reinigung wird jetzt schon eine Plage sein“, mischte sich Skinner mit ernster Miene ein, konnte aber den gewünschten Effekt erzielen: Mulder schnaufte amüsiert und Scully warf ihm einen tadelnden, wenn auch lächelnden Blick zu. Er ließ zu zu lächeln und versuchte sich an die für einen Moment etwas entschärfte Stimmung zu klammern, ähnlich wie sich seine Finger um das Steuer verkrampften.
Lange konnte er die beiden nicht verstecken und nun war er auch ins Visier geraten – mal wieder. Aber wenn sein Kontakt recht hatte, mussten sie nur zwei Tage durchhalten. Ungewollt begann er schon die Stunden zu zählen, was seiner Anspannung nicht half.
„Hat unser Unterschlupf Kabel-TV?“, fragte Mulder fünf Minuten später und konnte Scullys Augenrollen förmlich fühlen. „Heute spielen die Dolphins gegen die Jets – einer aus der Buchhaltung meinte, es könnte spannend werden.“
„Noch irgendwelche Wünsche?“, antwortete Skinner trocken mit einer Gegenfrage.
Mulder schien nicht lange überlegen zu müssen. „Bier?“
„Und Sie?“, versuchte Skinner Scully einzubinden.
Die Agentin zögerte einen Moment und ließ schließlich ihren Kopf gegen die Kopflehne fallen. „Ein heißes Schaumbad mit einem Glas Rotwein und etwas zu lesen.“
Mulder gab ein anerkennendes Pfeifen von sich und spielte den Ball zu Skinner weiter. „Und Sie?“
Skinner starrte auf die Straße, die umgeben war von Feldern, und musste tatsächlich einen Moment überlegen, was er in dem Moment ganz ehrlich sich wünschen würde. Mit einem Seufzen gestand er: „Eine Rückenmassage und zehn Stunden ungestörten Schlaf.“
Aus den Augenwinkeln sah er, wie Scully ihm ein verständnisvolles Lächeln zuwarf, und spürte Mulders Hand kurz seine Schulter tätscheln.
„Na, mal schauen, was sich alles davon einrichten lässt.“
no subject
Date: 2018-09-30 05:30 pm (UTC)Danke, danke, danke! Das war ein kurzer, aber großartiger Roadtrip.
Nur eins: Skinner und Rückenschmerzen? Mit dem gestählten Körper?! Was immer sie vorher gemacht haben, es muss heftig gewesen sein. xDDD