Hurt/Comfort - Hilferuf
Sep. 30th, 2018 10:51 amTeam: Mond
Challenge: Hurt/Comfort – Hilferuf (für mich)
Fandom: Puella Magi Madoka Magica
Charaktere: Kyoko, Sayaka
Wörter: ~640
Anmerkung: Kann als Fortsetzung hierzu gesehen werden.
Die Begleitmusik des Kampfes verzerrte sich plötzlich durch zusätzliche Töne. Im ersten Moment dachte Kyoko, dass ihr das Spiel gleich abschmierte und sie ihren neuen Rekord vergessen konnte. Erst als sie in der neuen Masse aus Tönen eine Melodie erkannte kam ihr der Gedanke, es könne sich um ihr Handy handeln. Verfluchtes Ding – daran hatte sie sich noch immer nicht so ganz gewöhnt! Aber es musste wichtig sein, wenn es schon ein Mal klingelte. Schließlich hatten nicht ein Mal eine Hand voll Menschen ihre Nummer und keiner von ihnen rief aus größter Herzensgüte an. OK, vielleicht Madoka. Aber Kyoko glaubte immer noch, dass Madoka etwas Angst vor ihr hatte.
Verzweifelt, ihren Rekord vielleicht doch noch retten zu können, versuchte sie mit dem Joystick ihre Figur in Sicherheit zu manövrieren, obwohl der Gegner auf dem Vormarsch war. Gleichzeitig griff sie in ihre Hosentasche, öffnete das Gerät mit etwas Mühe einhändig und setzte es ans Ohr an. Statt einer Stimme dudelte es nur weiter. Fluchend ließ Kyoko vom Spiel ab, sah auf das Handy und fand den richtigen Knopf zum Abnehmen.
„Wehe, es ist nicht wichtig!“, blaffte sie ungeduldig ins Handy und sah ihrer Figur beim Sterben zu.
„Sorry“, kam es nur leise und tonlos aus der Leitung und es wurde aufgelegt.
Verarschst du mich?! Am liebsten hätte Kyoko das Handy quer durch die Spielhalle gepfeffert. Stattdessen nahm sie es wieder vom Ohr weg und sah aufs Display, wo Sayakas Name stand. Das hatte aber ganz anders geklungen.
Die verschiedenen Informationsbrocken fügten sich in Kyokos Kopf zu einem vagen Bild, das ihr nicht gefiel. Sie hoffte, dass sie übertrieb, dass vielleicht Sayaka sich wirklich verwählt hatte. Shit!
Ihr Finger schwebte schon über dem Rückrufknopf, bis Kyoko einfiel, dass ein ruhigerer Ort vielleicht besser wäre. Dass ihre Füße sie schnurstracks vor die Tür führten, musste ja nicht bedeuten, dass sie sogleich losrennen wollte, um nach Sayaka zu sehen.
Sie klingelte durch und auch wenn es sich nur um Sekunden handelte fühlte es sich wie eine Ewigkeit an, während ihr Herz ihr bis in den Hals klopfte. Schließlich wurde auf der anderen Seite abgenommen und zögerlich kam ein Gruß: „Hallo Kyoko. Ich hatte mich verwählt.“
„Hmhm, klar. Sag mir das mit etwas mehr Überzeugung. Alles ok?“ Für Spielchen hatten sie wannanders Zeit, weil Kyoko ein mieses Bauchgefühl hatte, dem sich ein leichtes Kribbeln beifügte, als Sayaka ihre alte Ausrede gegen sie verwendete.
„Ja, alles ok. Ich wollte dich nicht stören.“
Kyoko gefiel Sayakas leerer Tonfall absolut nicht, weil das Mädchen sonst immer mit Emotionen zu überschäumen schien.
„Wir hatten doch geklärt: du rufst mich an, wenn es einen Notfall gibt. Also störst du mich nicht.“
„Es ist kein Notfall. Keine Hexen, nichts Verdächtiges. Bist du in der Spielhalle?“
„Ich hätte fast meinen Rekord in Kung-Fu Metall Master 3 gebrochen. Wo bist du?“
Sayaka schien zu zögern und antwortete mit einer etwas zittrigen Stimme: „Vor der Schule.“
Wannanders würde Kyoko sich selber bissige Kommentare an den Kopf werfen, dass sie ohne langes Überlegen wusste, wie lange sie von der Spielhalle zur Schule von den anderen Mädchen brauchte, und begann sofort in die Richtung loszulaufen.
„Sayaka, kannst du mir einen gefallen tun?“
Statt einer verbalen Antwort bekam Kyoko nur zustimmende Geräusche zu hören. In ihrem Kopf überschlugen sich die Szenarien, warum Sayaka kein Wort rausbrachte oder viel mehr, was sie dadurch zu kaschieren versuchte.
„Ich habe Mordshunger und habe mein ganzes Kleingeld in der Spielhalle verzockt! Du musst mit mir was Essen gehen und Geld leihen.“ Kyoko hörte Sayakas überraschtes, erleichtertes Lachen und war sich sicher, dass die andere sie durchschaute, aber hoffte, dass sie trotzdem mitspielte. „Du kriegst es morgen zurück – Ehrenwort! Warte noch 10 Minuten auf mich und dann komme ich dich abholen, ok?“
„Ok.“
„Erzähl mir was in der Zeit. Wie lief der Mathetest?“
Challenge: Hurt/Comfort – Hilferuf (für mich)
Fandom: Puella Magi Madoka Magica
Charaktere: Kyoko, Sayaka
Wörter: ~640
Anmerkung: Kann als Fortsetzung hierzu gesehen werden.
Die Begleitmusik des Kampfes verzerrte sich plötzlich durch zusätzliche Töne. Im ersten Moment dachte Kyoko, dass ihr das Spiel gleich abschmierte und sie ihren neuen Rekord vergessen konnte. Erst als sie in der neuen Masse aus Tönen eine Melodie erkannte kam ihr der Gedanke, es könne sich um ihr Handy handeln. Verfluchtes Ding – daran hatte sie sich noch immer nicht so ganz gewöhnt! Aber es musste wichtig sein, wenn es schon ein Mal klingelte. Schließlich hatten nicht ein Mal eine Hand voll Menschen ihre Nummer und keiner von ihnen rief aus größter Herzensgüte an. OK, vielleicht Madoka. Aber Kyoko glaubte immer noch, dass Madoka etwas Angst vor ihr hatte.
Verzweifelt, ihren Rekord vielleicht doch noch retten zu können, versuchte sie mit dem Joystick ihre Figur in Sicherheit zu manövrieren, obwohl der Gegner auf dem Vormarsch war. Gleichzeitig griff sie in ihre Hosentasche, öffnete das Gerät mit etwas Mühe einhändig und setzte es ans Ohr an. Statt einer Stimme dudelte es nur weiter. Fluchend ließ Kyoko vom Spiel ab, sah auf das Handy und fand den richtigen Knopf zum Abnehmen.
„Wehe, es ist nicht wichtig!“, blaffte sie ungeduldig ins Handy und sah ihrer Figur beim Sterben zu.
„Sorry“, kam es nur leise und tonlos aus der Leitung und es wurde aufgelegt.
Verarschst du mich?! Am liebsten hätte Kyoko das Handy quer durch die Spielhalle gepfeffert. Stattdessen nahm sie es wieder vom Ohr weg und sah aufs Display, wo Sayakas Name stand. Das hatte aber ganz anders geklungen.
Die verschiedenen Informationsbrocken fügten sich in Kyokos Kopf zu einem vagen Bild, das ihr nicht gefiel. Sie hoffte, dass sie übertrieb, dass vielleicht Sayaka sich wirklich verwählt hatte. Shit!
Ihr Finger schwebte schon über dem Rückrufknopf, bis Kyoko einfiel, dass ein ruhigerer Ort vielleicht besser wäre. Dass ihre Füße sie schnurstracks vor die Tür führten, musste ja nicht bedeuten, dass sie sogleich losrennen wollte, um nach Sayaka zu sehen.
Sie klingelte durch und auch wenn es sich nur um Sekunden handelte fühlte es sich wie eine Ewigkeit an, während ihr Herz ihr bis in den Hals klopfte. Schließlich wurde auf der anderen Seite abgenommen und zögerlich kam ein Gruß: „Hallo Kyoko. Ich hatte mich verwählt.“
„Hmhm, klar. Sag mir das mit etwas mehr Überzeugung. Alles ok?“ Für Spielchen hatten sie wannanders Zeit, weil Kyoko ein mieses Bauchgefühl hatte, dem sich ein leichtes Kribbeln beifügte, als Sayaka ihre alte Ausrede gegen sie verwendete.
„Ja, alles ok. Ich wollte dich nicht stören.“
Kyoko gefiel Sayakas leerer Tonfall absolut nicht, weil das Mädchen sonst immer mit Emotionen zu überschäumen schien.
„Wir hatten doch geklärt: du rufst mich an, wenn es einen Notfall gibt. Also störst du mich nicht.“
„Es ist kein Notfall. Keine Hexen, nichts Verdächtiges. Bist du in der Spielhalle?“
„Ich hätte fast meinen Rekord in Kung-Fu Metall Master 3 gebrochen. Wo bist du?“
Sayaka schien zu zögern und antwortete mit einer etwas zittrigen Stimme: „Vor der Schule.“
Wannanders würde Kyoko sich selber bissige Kommentare an den Kopf werfen, dass sie ohne langes Überlegen wusste, wie lange sie von der Spielhalle zur Schule von den anderen Mädchen brauchte, und begann sofort in die Richtung loszulaufen.
„Sayaka, kannst du mir einen gefallen tun?“
Statt einer verbalen Antwort bekam Kyoko nur zustimmende Geräusche zu hören. In ihrem Kopf überschlugen sich die Szenarien, warum Sayaka kein Wort rausbrachte oder viel mehr, was sie dadurch zu kaschieren versuchte.
„Ich habe Mordshunger und habe mein ganzes Kleingeld in der Spielhalle verzockt! Du musst mit mir was Essen gehen und Geld leihen.“ Kyoko hörte Sayakas überraschtes, erleichtertes Lachen und war sich sicher, dass die andere sie durchschaute, aber hoffte, dass sie trotzdem mitspielte. „Du kriegst es morgen zurück – Ehrenwort! Warte noch 10 Minuten auf mich und dann komme ich dich abholen, ok?“
„Ok.“
„Erzähl mir was in der Zeit. Wie lief der Mathetest?“
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Date: 2018-09-30 02:15 pm (UTC)