Team: Mond
Challenge: Romantik/Intimität - Verstehen ohne Worte
Fandom: Voltron
Charaktere: Keith, Lance
Eigentlich sollte alles super sein. Der Krieg war vorbei, die Galra kümmerten sich um ihren eigenen Kram, die Erde war frei. Yay.
Uneigentlich herrschte auf der Erde Chaos. Nach dem ersten Siegestaumel hatten die Menschen sich daran gemacht, sich den Schaden anzusehen. Dann hatten sie festgestellt, wie viel kaputt war. Die Galra hatten erfolgreich jede Infrastruktur zerstört. Kommunikation. Hygiene und medizinische Versorgung. Die Landwirtschaft war da noch das geringste Problem, weil sich keiner für die brachliegenden Felder interessiert hatte. Vielleicht hatten die Galra nicht einmal gewusst, was es mit den riesigen Flächen auf sich hatte. Das bedeutete, dass sie vermutlich nicht verhungern würden und am Ende doch nur die Prepper grinsend aus ihren Löchern gekrochen kamen. Regierungen gab es sowieso nicht mehr, auch wenn einige wichtige Köpfe aus der UNO daran arbeiteten, wenigstens etwas vergleichbares wiederherzustellen.
Achja, die Anzahl der Toten war dermaßen hoch, dass es wirklich niemand so genau wissen wollte. Keith fragte sich nicht zum ersten Mal, was für ein unglaubliches Glück seine Freunde gehabt hatten, weil ihre Familien noch am Leben waren. Bis auf einen… Shiro gab sich Mühe, sich nicht anmerken zu lassen, wie sehr Adams Tod ihn traf. Anfangs hatte er sich erfolgreich davon ablenken können, aber die Zeit für Soldaten war jetzt vorbei. Oder eher: Für die Paladine von Voltron. Die normalen Soldaten taten ihr bestes, um die Ordnung so gut es ging wiederherzustellen. Aber keiner wusste so recht, was die Zukunft bereithielt. Keith wusste es erst Recht nicht.
Es gab hier im Grunde nicht viel für ihn und Allura wurde unruhiger. Sie wollte wieder aufbrechen, sehen wie es im Rest des ehemaligen Galra-Gebiets aussah. Dort wieder Ordnung herstellen. Keith konnte den Wunsch verstehen, aber Lance, Pidge und Hunk waren nicht so begeistert von der Aussicht, ihre Familien wieder zu verlassen. Wobei Pidge noch die Vernünftigste von allen war. Es hinderte sie ja nichts daran, jederzeit zur Erde zurückzukommen (und Matt würde wohl sowieso mitkommen). Am Ende würden sie aber ohnehin gemeinsam fliegen. Sie waren ein Team und nichts würde etwas daran ändern.
Worüber er aber lieber nicht so genau nachdenken wollte war, was Shiro tun würde. Als Captain der Atlas war er nun endgültig losgelöst von Voltron und hatte andere Verpflichtungen. Und im Gegensatz zu den Paladinen wieder Teil des irdischen Militärs. Klar, die Generäle versuchen auch Keith und den anderen reinzureden, aber echte Befehlsgewalt hatten sie nicht über sie. Voltron würde sich nicht für irdische Egotrips einspannen lassen, das hatte Keith bei der letzten Sitzung klargemacht, unterstützt von Allura, die das mit ihrem diplomatischen Geschick wohl besser hinbekommen hatte. Und ihn so auch davor bewahrt hatte, etwas preiszugeben, was er am Ende ganz sicher bereut hätte. Zum Beispiel die kleine Tatsache, dass es mit der Loyalität gegenüber seiner eigenen Art so eine Sache war, da er zur Hälfte Galra war.
Und jetzt stand er hier, beobachtet zwei Adler, die über die zerklüftete Landschaft kreisten und wusste nicht so recht weiter. Auch als Lance sich zu ihm gesellte, wandte er den Blick nicht ab.
“Ich hatte fast vergessen, wie schön die Erde ist”, murmelte Lance nach einer Weile und Keith nickte. “Ich auch… und ich hoffe…” Dass er irgendwann endgültig hierher zurückkehren konnte? Er wusste es nicht. Also zuckte er mit den Schultern. Sollte Lance doch denken was er wollte. Zu Keiths Überraschung fragte er auch nicht nach, sondern meinte nur: “Wir sollten… wieder los. Die Erde ist nicht der einzige Planet, den die Galra so zugerichtet haben. Und… hey, wir müssen noch im Rest des Universums gefeiert werden.”
Der Spruch war dermaßen lahm, dass selbst Lance nicht überzeugt davon wirkte und das wollte etwas heißen.
“Und deine Familie?” Lance war so froh gewesen, sie alle wieder um sich zu haben. Es überraschte Keith ein wenig, dass es ausgerechnet er war, der damit auf ihn zukam. Als er jetzt zu Lance sah, sprach dessen Gesicht auch eine ganz eigene Sprache. Das Lächeln war alles andere als überzeugend. “Sie sind jetzt in Sicherheit. Und wir haben eine Verpflichtung, oder nicht? Coran sagt zwar, dass die Galra überall auf dem Rückzug sind, aber es schadet bestimmt nicht, wenn wir noch etwas nachhelfen.” Leiser fügte er hinzu: “Der Krieg dauert schon lange genug. Wir müssen ihn endgültig beenden.”
Lance wollte nicht gehen, das war klar. Aber dass er es nicht aussprach, sagte viel über seine Entwicklung aus. Keith beschloss, das einfach so hinzunehmen. Außerdem stimmte es. Jedes einzige Wort.
“Hast du schon mit den anderen darüber geredet?”
“Nein. Aber ich weiß, dass Hunk und Pidge es auch so sehen. Allura würde ja ohnehin lieber gestern als heute fliegen.”
Keith nickte. “Okay. Gehen wir zurück.” Es wurde Zeit, dass sie wieder ihren Job machten. Den Rest würde die Erde ohne Voltron schaffen.
Challenge: Romantik/Intimität - Verstehen ohne Worte
Fandom: Voltron
Charaktere: Keith, Lance
Eigentlich sollte alles super sein. Der Krieg war vorbei, die Galra kümmerten sich um ihren eigenen Kram, die Erde war frei. Yay.
Uneigentlich herrschte auf der Erde Chaos. Nach dem ersten Siegestaumel hatten die Menschen sich daran gemacht, sich den Schaden anzusehen. Dann hatten sie festgestellt, wie viel kaputt war. Die Galra hatten erfolgreich jede Infrastruktur zerstört. Kommunikation. Hygiene und medizinische Versorgung. Die Landwirtschaft war da noch das geringste Problem, weil sich keiner für die brachliegenden Felder interessiert hatte. Vielleicht hatten die Galra nicht einmal gewusst, was es mit den riesigen Flächen auf sich hatte. Das bedeutete, dass sie vermutlich nicht verhungern würden und am Ende doch nur die Prepper grinsend aus ihren Löchern gekrochen kamen. Regierungen gab es sowieso nicht mehr, auch wenn einige wichtige Köpfe aus der UNO daran arbeiteten, wenigstens etwas vergleichbares wiederherzustellen.
Achja, die Anzahl der Toten war dermaßen hoch, dass es wirklich niemand so genau wissen wollte. Keith fragte sich nicht zum ersten Mal, was für ein unglaubliches Glück seine Freunde gehabt hatten, weil ihre Familien noch am Leben waren. Bis auf einen… Shiro gab sich Mühe, sich nicht anmerken zu lassen, wie sehr Adams Tod ihn traf. Anfangs hatte er sich erfolgreich davon ablenken können, aber die Zeit für Soldaten war jetzt vorbei. Oder eher: Für die Paladine von Voltron. Die normalen Soldaten taten ihr bestes, um die Ordnung so gut es ging wiederherzustellen. Aber keiner wusste so recht, was die Zukunft bereithielt. Keith wusste es erst Recht nicht.
Es gab hier im Grunde nicht viel für ihn und Allura wurde unruhiger. Sie wollte wieder aufbrechen, sehen wie es im Rest des ehemaligen Galra-Gebiets aussah. Dort wieder Ordnung herstellen. Keith konnte den Wunsch verstehen, aber Lance, Pidge und Hunk waren nicht so begeistert von der Aussicht, ihre Familien wieder zu verlassen. Wobei Pidge noch die Vernünftigste von allen war. Es hinderte sie ja nichts daran, jederzeit zur Erde zurückzukommen (und Matt würde wohl sowieso mitkommen). Am Ende würden sie aber ohnehin gemeinsam fliegen. Sie waren ein Team und nichts würde etwas daran ändern.
Worüber er aber lieber nicht so genau nachdenken wollte war, was Shiro tun würde. Als Captain der Atlas war er nun endgültig losgelöst von Voltron und hatte andere Verpflichtungen. Und im Gegensatz zu den Paladinen wieder Teil des irdischen Militärs. Klar, die Generäle versuchen auch Keith und den anderen reinzureden, aber echte Befehlsgewalt hatten sie nicht über sie. Voltron würde sich nicht für irdische Egotrips einspannen lassen, das hatte Keith bei der letzten Sitzung klargemacht, unterstützt von Allura, die das mit ihrem diplomatischen Geschick wohl besser hinbekommen hatte. Und ihn so auch davor bewahrt hatte, etwas preiszugeben, was er am Ende ganz sicher bereut hätte. Zum Beispiel die kleine Tatsache, dass es mit der Loyalität gegenüber seiner eigenen Art so eine Sache war, da er zur Hälfte Galra war.
Und jetzt stand er hier, beobachtet zwei Adler, die über die zerklüftete Landschaft kreisten und wusste nicht so recht weiter. Auch als Lance sich zu ihm gesellte, wandte er den Blick nicht ab.
“Ich hatte fast vergessen, wie schön die Erde ist”, murmelte Lance nach einer Weile und Keith nickte. “Ich auch… und ich hoffe…” Dass er irgendwann endgültig hierher zurückkehren konnte? Er wusste es nicht. Also zuckte er mit den Schultern. Sollte Lance doch denken was er wollte. Zu Keiths Überraschung fragte er auch nicht nach, sondern meinte nur: “Wir sollten… wieder los. Die Erde ist nicht der einzige Planet, den die Galra so zugerichtet haben. Und… hey, wir müssen noch im Rest des Universums gefeiert werden.”
Der Spruch war dermaßen lahm, dass selbst Lance nicht überzeugt davon wirkte und das wollte etwas heißen.
“Und deine Familie?” Lance war so froh gewesen, sie alle wieder um sich zu haben. Es überraschte Keith ein wenig, dass es ausgerechnet er war, der damit auf ihn zukam. Als er jetzt zu Lance sah, sprach dessen Gesicht auch eine ganz eigene Sprache. Das Lächeln war alles andere als überzeugend. “Sie sind jetzt in Sicherheit. Und wir haben eine Verpflichtung, oder nicht? Coran sagt zwar, dass die Galra überall auf dem Rückzug sind, aber es schadet bestimmt nicht, wenn wir noch etwas nachhelfen.” Leiser fügte er hinzu: “Der Krieg dauert schon lange genug. Wir müssen ihn endgültig beenden.”
Lance wollte nicht gehen, das war klar. Aber dass er es nicht aussprach, sagte viel über seine Entwicklung aus. Keith beschloss, das einfach so hinzunehmen. Außerdem stimmte es. Jedes einzige Wort.
“Hast du schon mit den anderen darüber geredet?”
“Nein. Aber ich weiß, dass Hunk und Pidge es auch so sehen. Allura würde ja ohnehin lieber gestern als heute fliegen.”
Keith nickte. “Okay. Gehen wir zurück.” Es wurde Zeit, dass sie wieder ihren Job machten. Den Rest würde die Erde ohne Voltron schaffen.
no subject
Date: 2018-09-16 02:25 pm (UTC)Aber es ist sooo schön dass alle wissen, dass ihre Aufgabe noch nicht beendet ist. und dass es Lance ist, der es zuerst anspricht. Und schön, dass Keith ihnen auch die Zeit mit ihrer Familie lassen wollte. Er hatte seine Mama-Zeit ja alle anderen Familien wussten nichts über den Verbleib der Paladine... Aber die haben nun einma jetzt eine etwas höhere Mission und können nicht einfach bleiben...
Haach ich maaaag!!! (wie immer xD)
no subject
Date: 2018-09-17 06:55 am (UTC)