Unknown Song
Jan. 10th, 2008 11:04 pmFandom: Original Papierflugzeuge
Challenge: #2 Hier und jetzt
Personen: Samuel, Rufus, die Spannerin von gegenüber (XD)
Wörter: 410
Referenz:
Foo Fighters "Stranger things have happened"
(Das Lied, welches die beiden hören)
Die Tante von gegenüber guckte schon.
Samuel konnte sie beobachten- was nicht schwer war bei einer Luftlinie von vielleicht dreißig Metern zwischen seinem und ihrem Wohnblock. Manchmal hasste er diese Bude hier, doch er hatte sich bisher nicht aufraffen und nach einer besseren Wohnung suchen können.
Sie tat so, als würde sie Wäsche aufhängen.
In Wahrheit blinzelte sie immer wieder herüber.
Es war einer dieser Sommer, die früh angefingen und wahrscheinlich niemals enden wollen. Ein Sommer wie aus dem Bilderbuch, aus dem der Stoff der Teenyfilme und Roadmovies sind.
Es war der Sommer, in dem sich Rufus zum ersten und heftigsten Mal mit seiner Mutter verkracht hatte.
Der harmoniesüchtige Nachbar mit den Degus aus dem Stockwerk untendrunter hatte die Foo Fighters eingelegt und eine sanfte Melodie wie sie aus dem Herzen Amerikas zu stammen schien, hüllte die überwarme, flirrende Luft ein.
Samuel hatte Rufus geküsst.
Ganz sanft und leicht. Er hatte ihn in den Armen gehalten wie ein Baby, in dessen Knochen noch der Schrecken der Geburt steckt.
Er hatte ihn unter die Dusche gestellt, weil der Junge so voller Schweiß und Rotz gewesen war und seine Handrücken von den verstohlen weggewischten Tränen geglänzt hatten.
Eis war das Allheilmittel.
Am stärksten schien Pfirsichwassereis zu wirken.
Davon wurden die Lippen süß und fruchtig, wie reinster Zucker.
Rufus lag auf der flauschigen Decke in der Sonne, direkt vor dem offenen Balkonfenster auf dem Bauch, und war nackt. Es hätte wie ein französischer Kunstfilm wirken können, doch dazu war die Szenerie zu bunt. Überall tanzten wilde Lichtpunkte, die sich irgendwo vom strahlenden Sonnenlicht losgemacht hatten. Das Eis glänzte in der Sonne. Rufus´ Augen waren noch ein bisschen rot und seine Haare rochen noch feucht.
Samuel stand ein Weilchen neben ihm und schaute zu ihm hinunter.
Sein Freund hatte die Waden in der Luft und wippte mit den Füßen zum Takt der weichen Musik und die Backen seines empörend hübschen Hinterteils wirkten wie reinster Samt.
Erst da begann Samuel zu erahnen, dass dies scheinbar genau das war, was man als sinnlich bezeichnete. Die feine, süße Linie zwischen Romantik und Geilheit im Hier und Jetzt.
Er hätte Rufus herumdrehen und auf der Stelle vernaschen können.
Doch er wollte nicht.
Dies hier zog an seinem Herzen.
Es rührte ihn.
Er legte sich neben Rufus biss von seinem Eis ab.
„Ich liebe dieses Lied.“, sagte er, obwohl er es zum ersten Mal hörte.
Und die Tante von gegenüber guckte noch immer. Er beschloss, ihr nett zuzuwinken.
Challenge: #2 Hier und jetzt
Personen: Samuel, Rufus, die Spannerin von gegenüber (XD)
Wörter: 410
Referenz:
Foo Fighters "Stranger things have happened"
(Das Lied, welches die beiden hören)
Die Tante von gegenüber guckte schon.
Samuel konnte sie beobachten- was nicht schwer war bei einer Luftlinie von vielleicht dreißig Metern zwischen seinem und ihrem Wohnblock. Manchmal hasste er diese Bude hier, doch er hatte sich bisher nicht aufraffen und nach einer besseren Wohnung suchen können.
Sie tat so, als würde sie Wäsche aufhängen.
In Wahrheit blinzelte sie immer wieder herüber.
Es war einer dieser Sommer, die früh angefingen und wahrscheinlich niemals enden wollen. Ein Sommer wie aus dem Bilderbuch, aus dem der Stoff der Teenyfilme und Roadmovies sind.
Es war der Sommer, in dem sich Rufus zum ersten und heftigsten Mal mit seiner Mutter verkracht hatte.
Der harmoniesüchtige Nachbar mit den Degus aus dem Stockwerk untendrunter hatte die Foo Fighters eingelegt und eine sanfte Melodie wie sie aus dem Herzen Amerikas zu stammen schien, hüllte die überwarme, flirrende Luft ein.
Samuel hatte Rufus geküsst.
Ganz sanft und leicht. Er hatte ihn in den Armen gehalten wie ein Baby, in dessen Knochen noch der Schrecken der Geburt steckt.
Er hatte ihn unter die Dusche gestellt, weil der Junge so voller Schweiß und Rotz gewesen war und seine Handrücken von den verstohlen weggewischten Tränen geglänzt hatten.
Eis war das Allheilmittel.
Am stärksten schien Pfirsichwassereis zu wirken.
Davon wurden die Lippen süß und fruchtig, wie reinster Zucker.
Rufus lag auf der flauschigen Decke in der Sonne, direkt vor dem offenen Balkonfenster auf dem Bauch, und war nackt. Es hätte wie ein französischer Kunstfilm wirken können, doch dazu war die Szenerie zu bunt. Überall tanzten wilde Lichtpunkte, die sich irgendwo vom strahlenden Sonnenlicht losgemacht hatten. Das Eis glänzte in der Sonne. Rufus´ Augen waren noch ein bisschen rot und seine Haare rochen noch feucht.
Samuel stand ein Weilchen neben ihm und schaute zu ihm hinunter.
Sein Freund hatte die Waden in der Luft und wippte mit den Füßen zum Takt der weichen Musik und die Backen seines empörend hübschen Hinterteils wirkten wie reinster Samt.
Erst da begann Samuel zu erahnen, dass dies scheinbar genau das war, was man als sinnlich bezeichnete. Die feine, süße Linie zwischen Romantik und Geilheit im Hier und Jetzt.
Er hätte Rufus herumdrehen und auf der Stelle vernaschen können.
Doch er wollte nicht.
Dies hier zog an seinem Herzen.
Es rührte ihn.
Er legte sich neben Rufus biss von seinem Eis ab.
„Ich liebe dieses Lied.“, sagte er, obwohl er es zum ersten Mal hörte.
Und die Tante von gegenüber guckte noch immer. Er beschloss, ihr nett zuzuwinken.