(no subject)
Jan. 3rd, 2008 09:44 pmIrgendwie fand ich die Challenge heute toll. Sowas könnten wir häufiger machen XD
Und ich war auch mal pünktlich, aber da hatte ich noch nicht formatiert und Korrektur gelesen o__o'' Und... ich werde das alles irgendwann nochmal ziemlich überarbeiten müssen *hust* (Ich glaub's nicht, dass ich das jetzt wirklich poste...)
Fandom: Original (Gay River)
Spoiler: -
Challenge: Voltaire: "Candide" - Franzosen
Charaktere: Alexa, Nuta
Wörter: 1144
Rating/Warnungen: PG - silly, Klischees und Vorurteile
Anmerkung: Es hat sich irgendwie so angeboten. Vor allem, wenn man Alexas Vorlieben bedenkt. Tut mir Leid XD (Und ich glaube, man versteht es nicht, wenn man Alexa nicht kennt o_o'')
„Setz dich. Ich muss dir etwas Wichtiges sagen.“
Nuta runzelte die Stirn, war er es doch nicht gewohnt, dass Alexa in so einem ernsten Ton mit ihm sprach. Normalerweise war, wenn jemand ernst sein musste, er ernst und nicht Alexa. Alexa war nur ernst, wenn es um wirklich, wirklich ernste Dinge ging. Nuta bekam ein wenig Angst und setzte sich ihr gegenüber an den Küchentisch.
Alexa verfolgte seine Bewegungen mit ihren blauen Augen, aus denen Nuta nicht herauslesen konnte, worum es ging, was ihn weiter beunruhigte, denn auch das war nur sehr selten der Fall. Er schluckte schwer.
„Was ist?“, sagte er schließlich und seine Stimme klang ungewollt ein wenig rau.
Alexa seufzte als Antwort schwer auf. Dann griff sie über den Küchentisch nach Nutas Händen, die gleich darauf ein wenig feucht wurden. Nutas Angst wurde größer. So ein Benehmen war er generell nicht gewohnt von anderen Leuten. Seine Mutter hatte sich einmal so benommen, als sie ihm gesagt hatte, dass seine Großmutter gestorben war, weswegen er langsam aber sicher Panik bekam. Obwohl es schwachsinnig war, denn wenn irgendjemandem von seiner Familie etwas passiert wäre, hätte ihm das jemand von seiner Familie gesagt – und angesichts der Tatsache, dass der drei Schwestern hatte, die sich gerade an verschiedenen Orten aufhielten, glaubte er nicht, dass ihnen allen auf einmal etwas passiert war. Wenn jemandem von Alexas Familie etwas passiert wäre, wäre Alexa sicherlich auch nicht so ruhig und gefasst. Also musste er sich wohl oder übel eine andere Möglichkeit suchen, warum Alexa sich so benahm. Was ihm gar nicht so ungelegen kam, denn es war gut, dass niemandem etwas passiert war.
Dann fiel ihm ein, dass sich seine eine Freundin mal so benommen hatte. Zwei Minuten, bevor sie mit ihm Schluss gemacht hatte. Allerdings waren Alexa und er ja kein Paar, sondern nur beste Freunde und Nuta bezweifelte angesichts bestimmter Tatsachen doch sehr stark, dass sie drauf und dran war ihm die Freundschaft zu kündigen.
Nuta schüttelte kaum merklich den Kopf und rief sich zur Vernunft. Er musste aufhören sich Gedanken zu machen. Alexa sollte ihm einfach sagen, was es war. Auch wenn es zusätzlich ein wenig beängstigend war, dass Alexa nichts sagte, wo sie doch sonst fast unerlässlich redete.
„Sag es einfach“, drängte er sie deshalb, halb verängstigt, halb genervt, weil sie ihn so lange auf die Folter spannte. Alexa schien das zu verstehen und antwortete ihm nach einem weiteren Seufzen.
„Ich gehe weg.“
Nuta blinzelte verwirrt. „Du... gehst weg?“
Alexa nickte. Nuta runzelte misstrauisch die Stirn. Langsam kam ihm der Verdacht auf, dass das nur ein dämlicher Scherz war. Wahrscheinlich würde sie ihm gleich sagen, dass sie zum Laden an der Ecke gehen würde und noch bevor er ein wütendes Wort darüber verlieren können würde, würde sie schon lachend aus der Wohnung rennen.
„Zum Laden?“, fragte er deshalb, immer noch halb genervt, aber zur anderen Hälfte nun sarkastisch. Diesmal war es an Alexa verwirrt zu blinzeln. Dann verstand sie.
„Du nimmst mich nicht ernst!“, beschwerte sie sich.
„Man kann dich ausgesprochen selten ernst nehmen!“, gab Nuta zu bedenken, verengte dann aber leicht die Augen, als er begriff, dass es kein Scherz war. „Du meinst das wirklich ernst...“
„Ja! Sonst wäre ich ja nicht so ernst!“
Nuta öffnete den Mund zum Widerspruch, besann sich aber eines besseren, weil er wusste, dass er gegen Alexa nicht gewinnen konnte, und fragte stattdessen:
„Wo gehst du hin?“
„Nach Frankreich.“
Einen Moment herrschte Stille. Sie sahen sich an und Nuta wartete insgeheim darauf, dass Alexa anfing zu lachen, aber je mehr stumme Sekunden verstrichen, desto klarer wurde ihm, dass sie es wirklich meinte.
„Was... was machst du in Frankreich?“
„Ein Auslandsjahr nehmen. Ein paar Professoren meinten, das wäre immer gut, und gerade Europa macht sich gut im Lebenslauf.“
„Oh“, gab Nuta lediglich als Antwort von sich. Das war wirklich etwas Wichtiges. Seit er Alexa im Alter von vier Jahren kennen gelernt hatte, waren sie selten länger als zwei Wochen getrennt gewesen. Alexa war praktisch ein Teil von ihm – ein sehr seltsamer, anstrengender Teil, aber trotzdem ein Teil. Es würde seltsam sein, wenn sie nicht mehr da wäre.
„Ein ganzes Jahr?“, fragte er nach. Sie nickte und er zwang sich zu einen gequälten Lächeln. „Weißt du schon wohin?“
„Paris. Sie haben mich bereits angenommen.“
„Oh... ähm... das ist toll, wirklich.“ Sie lächelte ihn wissend an, denn sie konnte genau sehen, dass er es nicht ganz so toll fand.
„Naja, es wird ein wenig komisch sein, wenn du plötzlich weg bist“, gestand er ein.
„Ich weiß. Aber vielleicht tut uns ein bisschen Abstand mal ganz gut.“
Nuta gab einen zustimmenden Laut und sah auf die Tischplatte. So schlimm würde es wohl wirklich nicht sein. Natürlich würde er Alexa vermissen, aber sie konnten ja noch Telefonieren und über Email in Kontakt bleiben. Außerdem wäre es sicherlich auch mal ganz nett, wenn sich ein Jahr lang mal niemand in seine ganzen Liebesaffären einmischen würde. Dann könnte er eine längere Beziehung mit einer Frau führen. Alexa sagte zwar nie etwas gegen seine Freundinnen, aber sie hatte ein unglaubliches Talent dafür diese immer irgendwie zu vertreiben – und gleich darauf einen männlichen Liebhaber für ihn an der Hand zu haben.
Alexa schien sie wissen, was er dachte, denn sie sagte mit zusammengekniffenen Augen:
„Du wirst aber nicht plötzlich hetero!“
Nuta musste grinsen. „Ich werde mich bemühen bi zu bleiben.“
„Will ich auch hoffen. Ich habe schwer daran gearbeitet, dass du es wirst!“
Nuta schüttelte lachend den Kopf. Ein paar Minuten vergingen in Schweigen, das Nuta schließlich brach.
„Frankreich, ja?“
Alexa nickte.
„Warum ausgerechnet Frankreich?“
„Meine zweite Muttersprache ist Französisch“, sagte Alexa in einem Ton, der implizierte dass das eigentlich klar sein sollte. Nuta war das auch bewusst, aber er glaubte nicht, dass das der Hauptgrund war, denn Alexa beherrschte noch ein, zwei andere Sprachen neben Englisch und Französisch gut genug, um darin studieren zu können. Davon abgesehen hätte sie auch nach Großbritannien oder Irland gehen können, wenn sie schon in einer Muttersprache studieren wollte.
Zweifelnd sah er sie an. Sie verengte die Augen, was für ihn Zustimmung genug war.
„Oh mein Gott, Alexa! Du bist doch sonst immer so vehement gegen jede Art von Vorurteilen und Klischees!“
„Aber das ist ein gutes Vorurteil und Klischee!“, protestierte sie und ihr typisches Grinsen kam zurück auf ihre Lippen. Nuta schlug sich eine Hand vors Gesicht.
„Alexa“, begann Nuta in seinem besten rationalsten Ton, auch wenn er nicht glaubte, dass er sie zur Einsicht bringen konnte. „Du glaubst doch nicht allen Ernstes, dass alle Franzosen wirklich schwul sind!?“
„Doch!“, kam es wie aus der Pistole geschossen und Alexas Grinsen wurde noch ein bisschen breiter und strahlender. „Das wird SO toll werden!!“
Nuta vergrub halb lachend, halb weinend das Gesicht in den Händen. Alexas männliche, französische Kommilitonen taten ihm jetzt schon Leid. Und er war sich sicher, dass wirklich alle Franzosen schwul sein würden, sobald Alexa mit ihnen fertig war.
Fandom: Bleach
Spoiler: Ende Soul Society Arc
Challenge: Stephen King: "The Dark Half" - Lächeln
Charaktere: Hinamori Momo, Aizen Sousuke
Wörter: 424
Rating/Warnungen: PG - kitschig? leichte Suizidgedanken; verdammt viele Wiederholungen und bestimmt ein paar Zeitfehler
Anmerkung: Es sprang mich so an. Das hier muss ich auf jeden Fall irgendwann nochmal extrem überarbeiten, aber für den Moment muss es reichen. Und ein paar Dinge habe ich, glaube ich, nicht mehr richtig in Erinnerung gehabt.
Als er sie getötet hatte, hatte er gelächelt.
Es war das vertraute Lächeln gewesen. Sein Lächeln. Dieses Lächeln, das sie von Anfang an in seinen Bann gezogen hatte.
Dieses Lächeln hatte auf seinen Lippen gelegen, als sie ihn zum ersten Mal in der Akademie gesehen hatte. Als sie nach vorne gestoßen worden war und er sie aufgefangen hatte. Sie hatte beschämt hochgeblickt und hatte sein Lächeln gesehen. Von da an war sie gefangen gewesen.
Er hatte gelächelt, als er sie und ihre Freunde vor dem Menosangriff in der realen Welt gerettet hatte. Sie hatte gedacht, sie würden alle sterben, aber dann war er gekommen und hatte sie angelächelt und sie hatte gewusst, alles würde gut werden.
Er hatte gelächelt, als er sie in seine Kompanie aufgenommen hatte. Sie hatte seit ihrer ersten Begegnung gewusst, dass sie in seine Kompanie wollte, aber nicht wie sie es schaffen konnte. Doch noch während sie überlegte, war er gekommen und hatte sie lächelnd in seiner Kompanie Willkommen geheißen.
Er hatte gelächelt, als er sie gebeten hatte sein Fukutaichou zu werden. Damals hatte sie gedacht, dass er sie in eine andere Kompanie abgeben wollte, aber stattdessen hatte er seinen damaligen Fukutaichou entlassen und ihr diesen Posten gegeben.
Seitdem hatte er immer gelächelt. Es musste Tage gegeben haben, an denen sie ihn nicht gesehen hatte; es musste Situationen gegeben haben, in denen er nicht gelächelt hatte; aber sie erinnerte sich nicht daran. In ihren Erinnerungen lächelte er. Immer. Das sanfte, vertraute Lächeln, das sie so liebte.
Als er gestorben war, hatte er nicht gelächelt. Er hatte ein starres, totes Gesicht gehabt, in dem der Mund schlaff offen hing und obwohl sie genau wusste, dass er es gewesen war, hatte sie nicht glauben können, denn er lächelte nicht.
Als er zurückgekommen war, hatte er wieder gelächelt. Deshalb hatte sie bereitwillig geglaubt, was er sagte, was er ihr erzählte. Sie wusste dass er wirklich war, kein Gespenst, kein Doppelgänger, denn das Lächeln war echt gewesen.
Als er sie getötet hatte, hatte er gelächelt.
So wie immer.
Sie verstand nicht, warum er sie tötete, aber es war ihr egal, denn er tötete sie mit einem Lächeln und dieses Lächeln war das letzte, was sie sah. Es war nicht schlimm, dass er sie tötete. Mit diesem Anblick konnte es einfach nicht schlimm sein zu sterben.
Als sie aus ihrem Koma aufwachte, lächelte er nicht mehr, denn er war nicht mehr da.
Und sie bedauerte, dass man sie nicht hatte sterben lassen, damals, als sie mit seinem Lächeln vor Augen hätte sterben können.
Wir brauchen einen Heroes Tag!
Fandom: Heroes
Spoiler: 1. Staffel, Folge 10
Challenge: Die Bibel: Buch Exodus - Erstgeborener
Charaktere: Nathan Petrelli, mit Erwähnung von Peter und ihrem Vater
Wörter: 100
Raiting/Warnungen: G - keine
Anmerkung: Ich bin auf dem Stand von der deutschen Ausstrahlung und ich will auch keine Spoiler haben, also weiß ich nicht, ob das alles überhaupt Sinn ergibt, aber Nathan war der erste, der mir bei dem Wort einfiel, und wollte dann nicht mehr gehen. Ehrlich gesagt bin ich mir gerade nicht mal mehr bei den Berufen sicher, aber... egal *hust* (Und ich kann beim besten Willen keine Drabbles mehr schreiben)
Nathan hatte sich nie aus dem Schatten seines Vaters lösen können. Peter war das ganz leicht gefallen, aber bei Nathan war es anders. Nathan war der Erstgeborene, der bevorzugte Sohn. Er war in die Fußstapfen seines Vaters getreten, war ebenso Anwalt geworden und hatte darauf verzichtet seinen eigenen Weg zu gehen.
Es hatte eine Zeit gegeben, in der Nathan etwas anderes hatte werden wollen als Anwalt, aber er konnte nicht, denn im Gegensatz zu Peter brauchte er die Anerkennung und Liebe seines Vaters.
Deshalb empfand Nathan es fast als glückliche Fügung, dass sein Vater starb, bevor er ihn verraten musste.
Und ich war auch mal pünktlich, aber da hatte ich noch nicht formatiert und Korrektur gelesen o__o'' Und... ich werde das alles irgendwann nochmal ziemlich überarbeiten müssen *hust* (Ich glaub's nicht, dass ich das jetzt wirklich poste...)
Fandom: Original (Gay River)
Spoiler: -
Challenge: Voltaire: "Candide" - Franzosen
Charaktere: Alexa, Nuta
Wörter: 1144
Rating/Warnungen: PG - silly, Klischees und Vorurteile
Anmerkung: Es hat sich irgendwie so angeboten. Vor allem, wenn man Alexas Vorlieben bedenkt. Tut mir Leid XD (Und ich glaube, man versteht es nicht, wenn man Alexa nicht kennt o_o'')
„Setz dich. Ich muss dir etwas Wichtiges sagen.“
Nuta runzelte die Stirn, war er es doch nicht gewohnt, dass Alexa in so einem ernsten Ton mit ihm sprach. Normalerweise war, wenn jemand ernst sein musste, er ernst und nicht Alexa. Alexa war nur ernst, wenn es um wirklich, wirklich ernste Dinge ging. Nuta bekam ein wenig Angst und setzte sich ihr gegenüber an den Küchentisch.
Alexa verfolgte seine Bewegungen mit ihren blauen Augen, aus denen Nuta nicht herauslesen konnte, worum es ging, was ihn weiter beunruhigte, denn auch das war nur sehr selten der Fall. Er schluckte schwer.
„Was ist?“, sagte er schließlich und seine Stimme klang ungewollt ein wenig rau.
Alexa seufzte als Antwort schwer auf. Dann griff sie über den Küchentisch nach Nutas Händen, die gleich darauf ein wenig feucht wurden. Nutas Angst wurde größer. So ein Benehmen war er generell nicht gewohnt von anderen Leuten. Seine Mutter hatte sich einmal so benommen, als sie ihm gesagt hatte, dass seine Großmutter gestorben war, weswegen er langsam aber sicher Panik bekam. Obwohl es schwachsinnig war, denn wenn irgendjemandem von seiner Familie etwas passiert wäre, hätte ihm das jemand von seiner Familie gesagt – und angesichts der Tatsache, dass der drei Schwestern hatte, die sich gerade an verschiedenen Orten aufhielten, glaubte er nicht, dass ihnen allen auf einmal etwas passiert war. Wenn jemandem von Alexas Familie etwas passiert wäre, wäre Alexa sicherlich auch nicht so ruhig und gefasst. Also musste er sich wohl oder übel eine andere Möglichkeit suchen, warum Alexa sich so benahm. Was ihm gar nicht so ungelegen kam, denn es war gut, dass niemandem etwas passiert war.
Dann fiel ihm ein, dass sich seine eine Freundin mal so benommen hatte. Zwei Minuten, bevor sie mit ihm Schluss gemacht hatte. Allerdings waren Alexa und er ja kein Paar, sondern nur beste Freunde und Nuta bezweifelte angesichts bestimmter Tatsachen doch sehr stark, dass sie drauf und dran war ihm die Freundschaft zu kündigen.
Nuta schüttelte kaum merklich den Kopf und rief sich zur Vernunft. Er musste aufhören sich Gedanken zu machen. Alexa sollte ihm einfach sagen, was es war. Auch wenn es zusätzlich ein wenig beängstigend war, dass Alexa nichts sagte, wo sie doch sonst fast unerlässlich redete.
„Sag es einfach“, drängte er sie deshalb, halb verängstigt, halb genervt, weil sie ihn so lange auf die Folter spannte. Alexa schien das zu verstehen und antwortete ihm nach einem weiteren Seufzen.
„Ich gehe weg.“
Nuta blinzelte verwirrt. „Du... gehst weg?“
Alexa nickte. Nuta runzelte misstrauisch die Stirn. Langsam kam ihm der Verdacht auf, dass das nur ein dämlicher Scherz war. Wahrscheinlich würde sie ihm gleich sagen, dass sie zum Laden an der Ecke gehen würde und noch bevor er ein wütendes Wort darüber verlieren können würde, würde sie schon lachend aus der Wohnung rennen.
„Zum Laden?“, fragte er deshalb, immer noch halb genervt, aber zur anderen Hälfte nun sarkastisch. Diesmal war es an Alexa verwirrt zu blinzeln. Dann verstand sie.
„Du nimmst mich nicht ernst!“, beschwerte sie sich.
„Man kann dich ausgesprochen selten ernst nehmen!“, gab Nuta zu bedenken, verengte dann aber leicht die Augen, als er begriff, dass es kein Scherz war. „Du meinst das wirklich ernst...“
„Ja! Sonst wäre ich ja nicht so ernst!“
Nuta öffnete den Mund zum Widerspruch, besann sich aber eines besseren, weil er wusste, dass er gegen Alexa nicht gewinnen konnte, und fragte stattdessen:
„Wo gehst du hin?“
„Nach Frankreich.“
Einen Moment herrschte Stille. Sie sahen sich an und Nuta wartete insgeheim darauf, dass Alexa anfing zu lachen, aber je mehr stumme Sekunden verstrichen, desto klarer wurde ihm, dass sie es wirklich meinte.
„Was... was machst du in Frankreich?“
„Ein Auslandsjahr nehmen. Ein paar Professoren meinten, das wäre immer gut, und gerade Europa macht sich gut im Lebenslauf.“
„Oh“, gab Nuta lediglich als Antwort von sich. Das war wirklich etwas Wichtiges. Seit er Alexa im Alter von vier Jahren kennen gelernt hatte, waren sie selten länger als zwei Wochen getrennt gewesen. Alexa war praktisch ein Teil von ihm – ein sehr seltsamer, anstrengender Teil, aber trotzdem ein Teil. Es würde seltsam sein, wenn sie nicht mehr da wäre.
„Ein ganzes Jahr?“, fragte er nach. Sie nickte und er zwang sich zu einen gequälten Lächeln. „Weißt du schon wohin?“
„Paris. Sie haben mich bereits angenommen.“
„Oh... ähm... das ist toll, wirklich.“ Sie lächelte ihn wissend an, denn sie konnte genau sehen, dass er es nicht ganz so toll fand.
„Naja, es wird ein wenig komisch sein, wenn du plötzlich weg bist“, gestand er ein.
„Ich weiß. Aber vielleicht tut uns ein bisschen Abstand mal ganz gut.“
Nuta gab einen zustimmenden Laut und sah auf die Tischplatte. So schlimm würde es wohl wirklich nicht sein. Natürlich würde er Alexa vermissen, aber sie konnten ja noch Telefonieren und über Email in Kontakt bleiben. Außerdem wäre es sicherlich auch mal ganz nett, wenn sich ein Jahr lang mal niemand in seine ganzen Liebesaffären einmischen würde. Dann könnte er eine längere Beziehung mit einer Frau führen. Alexa sagte zwar nie etwas gegen seine Freundinnen, aber sie hatte ein unglaubliches Talent dafür diese immer irgendwie zu vertreiben – und gleich darauf einen männlichen Liebhaber für ihn an der Hand zu haben.
Alexa schien sie wissen, was er dachte, denn sie sagte mit zusammengekniffenen Augen:
„Du wirst aber nicht plötzlich hetero!“
Nuta musste grinsen. „Ich werde mich bemühen bi zu bleiben.“
„Will ich auch hoffen. Ich habe schwer daran gearbeitet, dass du es wirst!“
Nuta schüttelte lachend den Kopf. Ein paar Minuten vergingen in Schweigen, das Nuta schließlich brach.
„Frankreich, ja?“
Alexa nickte.
„Warum ausgerechnet Frankreich?“
„Meine zweite Muttersprache ist Französisch“, sagte Alexa in einem Ton, der implizierte dass das eigentlich klar sein sollte. Nuta war das auch bewusst, aber er glaubte nicht, dass das der Hauptgrund war, denn Alexa beherrschte noch ein, zwei andere Sprachen neben Englisch und Französisch gut genug, um darin studieren zu können. Davon abgesehen hätte sie auch nach Großbritannien oder Irland gehen können, wenn sie schon in einer Muttersprache studieren wollte.
Zweifelnd sah er sie an. Sie verengte die Augen, was für ihn Zustimmung genug war.
„Oh mein Gott, Alexa! Du bist doch sonst immer so vehement gegen jede Art von Vorurteilen und Klischees!“
„Aber das ist ein gutes Vorurteil und Klischee!“, protestierte sie und ihr typisches Grinsen kam zurück auf ihre Lippen. Nuta schlug sich eine Hand vors Gesicht.
„Alexa“, begann Nuta in seinem besten rationalsten Ton, auch wenn er nicht glaubte, dass er sie zur Einsicht bringen konnte. „Du glaubst doch nicht allen Ernstes, dass alle Franzosen wirklich schwul sind!?“
„Doch!“, kam es wie aus der Pistole geschossen und Alexas Grinsen wurde noch ein bisschen breiter und strahlender. „Das wird SO toll werden!!“
Nuta vergrub halb lachend, halb weinend das Gesicht in den Händen. Alexas männliche, französische Kommilitonen taten ihm jetzt schon Leid. Und er war sich sicher, dass wirklich alle Franzosen schwul sein würden, sobald Alexa mit ihnen fertig war.
Fandom: Bleach
Spoiler: Ende Soul Society Arc
Challenge: Stephen King: "The Dark Half" - Lächeln
Charaktere: Hinamori Momo, Aizen Sousuke
Wörter: 424
Rating/Warnungen: PG - kitschig? leichte Suizidgedanken; verdammt viele Wiederholungen und bestimmt ein paar Zeitfehler
Anmerkung: Es sprang mich so an. Das hier muss ich auf jeden Fall irgendwann nochmal extrem überarbeiten, aber für den Moment muss es reichen. Und ein paar Dinge habe ich, glaube ich, nicht mehr richtig in Erinnerung gehabt.
Als er sie getötet hatte, hatte er gelächelt.
Es war das vertraute Lächeln gewesen. Sein Lächeln. Dieses Lächeln, das sie von Anfang an in seinen Bann gezogen hatte.
Dieses Lächeln hatte auf seinen Lippen gelegen, als sie ihn zum ersten Mal in der Akademie gesehen hatte. Als sie nach vorne gestoßen worden war und er sie aufgefangen hatte. Sie hatte beschämt hochgeblickt und hatte sein Lächeln gesehen. Von da an war sie gefangen gewesen.
Er hatte gelächelt, als er sie und ihre Freunde vor dem Menosangriff in der realen Welt gerettet hatte. Sie hatte gedacht, sie würden alle sterben, aber dann war er gekommen und hatte sie angelächelt und sie hatte gewusst, alles würde gut werden.
Er hatte gelächelt, als er sie in seine Kompanie aufgenommen hatte. Sie hatte seit ihrer ersten Begegnung gewusst, dass sie in seine Kompanie wollte, aber nicht wie sie es schaffen konnte. Doch noch während sie überlegte, war er gekommen und hatte sie lächelnd in seiner Kompanie Willkommen geheißen.
Er hatte gelächelt, als er sie gebeten hatte sein Fukutaichou zu werden. Damals hatte sie gedacht, dass er sie in eine andere Kompanie abgeben wollte, aber stattdessen hatte er seinen damaligen Fukutaichou entlassen und ihr diesen Posten gegeben.
Seitdem hatte er immer gelächelt. Es musste Tage gegeben haben, an denen sie ihn nicht gesehen hatte; es musste Situationen gegeben haben, in denen er nicht gelächelt hatte; aber sie erinnerte sich nicht daran. In ihren Erinnerungen lächelte er. Immer. Das sanfte, vertraute Lächeln, das sie so liebte.
Als er gestorben war, hatte er nicht gelächelt. Er hatte ein starres, totes Gesicht gehabt, in dem der Mund schlaff offen hing und obwohl sie genau wusste, dass er es gewesen war, hatte sie nicht glauben können, denn er lächelte nicht.
Als er zurückgekommen war, hatte er wieder gelächelt. Deshalb hatte sie bereitwillig geglaubt, was er sagte, was er ihr erzählte. Sie wusste dass er wirklich war, kein Gespenst, kein Doppelgänger, denn das Lächeln war echt gewesen.
Als er sie getötet hatte, hatte er gelächelt.
So wie immer.
Sie verstand nicht, warum er sie tötete, aber es war ihr egal, denn er tötete sie mit einem Lächeln und dieses Lächeln war das letzte, was sie sah. Es war nicht schlimm, dass er sie tötete. Mit diesem Anblick konnte es einfach nicht schlimm sein zu sterben.
Als sie aus ihrem Koma aufwachte, lächelte er nicht mehr, denn er war nicht mehr da.
Und sie bedauerte, dass man sie nicht hatte sterben lassen, damals, als sie mit seinem Lächeln vor Augen hätte sterben können.
Wir brauchen einen Heroes Tag!
Fandom: Heroes
Spoiler: 1. Staffel, Folge 10
Challenge: Die Bibel: Buch Exodus - Erstgeborener
Charaktere: Nathan Petrelli, mit Erwähnung von Peter und ihrem Vater
Wörter: 100
Raiting/Warnungen: G - keine
Anmerkung: Ich bin auf dem Stand von der deutschen Ausstrahlung und ich will auch keine Spoiler haben, also weiß ich nicht, ob das alles überhaupt Sinn ergibt, aber Nathan war der erste, der mir bei dem Wort einfiel, und wollte dann nicht mehr gehen. Ehrlich gesagt bin ich mir gerade nicht mal mehr bei den Berufen sicher, aber... egal *hust* (Und ich kann beim besten Willen keine Drabbles mehr schreiben)
Nathan hatte sich nie aus dem Schatten seines Vaters lösen können. Peter war das ganz leicht gefallen, aber bei Nathan war es anders. Nathan war der Erstgeborene, der bevorzugte Sohn. Er war in die Fußstapfen seines Vaters getreten, war ebenso Anwalt geworden und hatte darauf verzichtet seinen eigenen Weg zu gehen.
Es hatte eine Zeit gegeben, in der Nathan etwas anderes hatte werden wollen als Anwalt, aber er konnte nicht, denn im Gegensatz zu Peter brauchte er die Anerkennung und Liebe seines Vaters.
Deshalb empfand Nathan es fast als glückliche Fügung, dass sein Vater starb, bevor er ihn verraten musste.
no subject
Date: 2008-01-03 09:59 pm (UTC)Aber das Ficlet ist toll. Alexa ist das wirklich zuzutrauen, so zu denken. Sehr schön geschrieben, schlüssig, einfach schön.
Kleine Korrektur:
"Irland", bitte. Aber sonst wirklich toll. Hab ich schonmal erwähnt, dass ich Alexa mag?
no subject
Date: 2008-01-05 04:36 pm (UTC)Ah, das wieder so ein Satz, den ich als letztes noch schnell reingequetscht habe. Die sind immer voller Fehler %D Danke *geht's ändern*
Ich mag sie auch %D Man kann sich so schön mit ihr austoben XD
no subject
Date: 2008-01-04 03:46 pm (UTC)no subject
Date: 2008-01-05 04:58 pm (UTC)Danke schön X3