H/C - Erwachen aus einem Alptraum
Sep. 1st, 2018 09:18 pmTeam: Mond
Challenge: Hurt/Comfort - Erwachen aus einem Alptraum (für mich)
Fandom: The Hollow
Wörter: ~700
Anmerkung: post-canon & established
Von den Wänden hallte das manische Lachen und der Boden bebte von den schweren Schritten des Monsters, das Kai verfolgte. Er war sich sicher gewesen, dass es der Minotaur gewesen war, aber als er einen Blick über seine Schulter warf, waren es diese merkwürdigen Dämonenmönche, die die Bestienhunde ritten. Als er wieder nach vorne schaute begann sich der Weg aufzuzweigen. Aus einer Öffnung sah er Zombies kommen, aus der nächsten hingen bedrohlich Eiszapfen von der Decke. Die letzte Öffnung konnte gar nicht schlimmer sein, also steuerte er sie zielstrebig an. Mit einem Mal verlor er den Boden unter den Füßen. Panisch sah er nach unten, wie er sich von der Erde abhob. Er hörte ein hinterhältiges leises Lachen und bevor er um Hilfe schreien konnte, spürte er zwei kalte kleine Hände um seinen Nacken und ein neckisches: "Hab' dich!"
Mit einem erstickten Geräusch wachte Kai auf und rang im ersten Moment nach Luft. Sobald er sicher war, dass er atmen konnte, sah er sich erschrocken um. Es war zwar sein Zimmer, aber die Perspektive war ungewöhnlich. Kai brauchte einen Moment, ehe er verstand, dass er auf dem Boden in einem Nest aus Decken lag. Etwas unbeholfen setzte er sich auf.
Das Zimmer lag im Dunkeln, wobei es beim Fenster eher nach Zwielicht aussah. Es war die übliche Unordnung und noch etwas mehr. Mehr Klamotten, mehr Taschen, mehr Chipstüten. Wenn Kai es nicht besser wüsste, würde er glauben bei einem ihrer Spielemarathonen eingepennt zu sein. Aber die Konsolen und sein Fernsehr waren ausgeschaltet, sogar aus der Steckdose gezogen. Kai konnte nicht erkennen, wer oder was auf seinem Bett war, aber es war definitiv nicht leer. Am Fußende, auf das Fensterbrett gestützt, saß eine schmale Gestalt, die ihn aufmerksam beobachtete und milde anlächelte. Noch schlaftrunken blinzelte er zu Mira hoch und stand schließlich auf, um sich neben sie zu setzen. Sogleich legte sie ihren Arm um seine Schultern und er lehnte sich erleichtert gegen sie, schmiegte seinen schweren, noch wirren Kopf gegen den ihren.
"Das klang eben unangenehm. Was war es bei dir?", fragte Mira leise und streichelte langsam mit der Hand über seine Schulter und Schulterblatt.
"Ach, von allem ein bisschen. Aber am Ende hat Vanessa mich erwürgt", erzählte Kai wie beiläufig, weil es seit einiger Zeit ihr Alltag war. Alpträume, Angstzustände, Wahrnehmungsprobleme, etc.
"Bist du schon lange wach?"
Ganz sacht und minimal schüttelte sie den Kopf, was er nur spürte statt zu sehen.
"Was war's?"
"Der Absturz, nur dass ich diesmal nicht wundersam unter Wasser atmen konnte, sondern besonders lange ertrank und einfach nicht bewusstlos wurde, bis ich aufwachte."
"Urgh", kommentierte er es. Kai konnte sich noch lebhaft an seine Verzweiflung und seinen Streit mit Adam erinnern.
"Genau."
Nach einem Moment gemeinsamen Schweigens löste Mira langsam ihren Kopf von Kais und drehte sich zu ihm. "Heiße Milch und dann versuchen wir es nochmal? Es ist erst kurz nach 4 Uhr morgens."
Kai sah erst sie an, warf dann einen Blick auf den Deckenkokon auf seinem Bett hinter sich, in den Adam sich vermutlich wieder gewickelt hatte. Mit einem schiefen Lächeln antwortete er: "Hilft ja eh nicht. Lieber gleich hinlegen."
Mira folgte seinem Blick und sah wieder zurück zu ihm. Als sich ihre Blicke trafen, lächelte er sie warm an, legte einen Arm um ihre Taille und knuffte sie sacht. Bevor sie etwas sagen konnte, küsste er ihren Mundwinkel und nickte anschließend in die Richtung des Kopfendes. "Los."
Ohne Widerrede löste sie sich von ihm und krabbelte vorsichtig aufs Bett. Kai stand auf, sammelte die Decken vom Boden auf und warf sie aufs Bett. Unter all dem war ein unwilliges Grunzen zu hören. Mira nutzte die Chance, um den Deckenkokon um Adam etwas zu lockern, an dem er sich oftmals verkrampft im Schlaf festhielt. Kai folgte aufs Bett und versuchte mit unter den Berg zu krabbeln. Es war warm und etwas stickig, roch zu sehr nach Schlaf und Teenagern. Sobald er Adam deutlich ausmachen konnte, schmiegte sich Kai sogleich an seinen Rücken und wurde schon von Miras Arm von der anderen Seite begrüßt. Er streichelte über ihren Handrücken und Unterarm, wie ein geheimes Zeichen, ehe sie sich beide bequemer um Adam legten, als wäre er ihre Rettungsboje im Meer der Alpträume.
Challenge: Hurt/Comfort - Erwachen aus einem Alptraum (für mich)
Fandom: The Hollow
Wörter: ~700
Anmerkung: post-canon & established
Von den Wänden hallte das manische Lachen und der Boden bebte von den schweren Schritten des Monsters, das Kai verfolgte. Er war sich sicher gewesen, dass es der Minotaur gewesen war, aber als er einen Blick über seine Schulter warf, waren es diese merkwürdigen Dämonenmönche, die die Bestienhunde ritten. Als er wieder nach vorne schaute begann sich der Weg aufzuzweigen. Aus einer Öffnung sah er Zombies kommen, aus der nächsten hingen bedrohlich Eiszapfen von der Decke. Die letzte Öffnung konnte gar nicht schlimmer sein, also steuerte er sie zielstrebig an. Mit einem Mal verlor er den Boden unter den Füßen. Panisch sah er nach unten, wie er sich von der Erde abhob. Er hörte ein hinterhältiges leises Lachen und bevor er um Hilfe schreien konnte, spürte er zwei kalte kleine Hände um seinen Nacken und ein neckisches: "Hab' dich!"
Mit einem erstickten Geräusch wachte Kai auf und rang im ersten Moment nach Luft. Sobald er sicher war, dass er atmen konnte, sah er sich erschrocken um. Es war zwar sein Zimmer, aber die Perspektive war ungewöhnlich. Kai brauchte einen Moment, ehe er verstand, dass er auf dem Boden in einem Nest aus Decken lag. Etwas unbeholfen setzte er sich auf.
Das Zimmer lag im Dunkeln, wobei es beim Fenster eher nach Zwielicht aussah. Es war die übliche Unordnung und noch etwas mehr. Mehr Klamotten, mehr Taschen, mehr Chipstüten. Wenn Kai es nicht besser wüsste, würde er glauben bei einem ihrer Spielemarathonen eingepennt zu sein. Aber die Konsolen und sein Fernsehr waren ausgeschaltet, sogar aus der Steckdose gezogen. Kai konnte nicht erkennen, wer oder was auf seinem Bett war, aber es war definitiv nicht leer. Am Fußende, auf das Fensterbrett gestützt, saß eine schmale Gestalt, die ihn aufmerksam beobachtete und milde anlächelte. Noch schlaftrunken blinzelte er zu Mira hoch und stand schließlich auf, um sich neben sie zu setzen. Sogleich legte sie ihren Arm um seine Schultern und er lehnte sich erleichtert gegen sie, schmiegte seinen schweren, noch wirren Kopf gegen den ihren.
"Das klang eben unangenehm. Was war es bei dir?", fragte Mira leise und streichelte langsam mit der Hand über seine Schulter und Schulterblatt.
"Ach, von allem ein bisschen. Aber am Ende hat Vanessa mich erwürgt", erzählte Kai wie beiläufig, weil es seit einiger Zeit ihr Alltag war. Alpträume, Angstzustände, Wahrnehmungsprobleme, etc.
"Bist du schon lange wach?"
Ganz sacht und minimal schüttelte sie den Kopf, was er nur spürte statt zu sehen.
"Was war's?"
"Der Absturz, nur dass ich diesmal nicht wundersam unter Wasser atmen konnte, sondern besonders lange ertrank und einfach nicht bewusstlos wurde, bis ich aufwachte."
"Urgh", kommentierte er es. Kai konnte sich noch lebhaft an seine Verzweiflung und seinen Streit mit Adam erinnern.
"Genau."
Nach einem Moment gemeinsamen Schweigens löste Mira langsam ihren Kopf von Kais und drehte sich zu ihm. "Heiße Milch und dann versuchen wir es nochmal? Es ist erst kurz nach 4 Uhr morgens."
Kai sah erst sie an, warf dann einen Blick auf den Deckenkokon auf seinem Bett hinter sich, in den Adam sich vermutlich wieder gewickelt hatte. Mit einem schiefen Lächeln antwortete er: "Hilft ja eh nicht. Lieber gleich hinlegen."
Mira folgte seinem Blick und sah wieder zurück zu ihm. Als sich ihre Blicke trafen, lächelte er sie warm an, legte einen Arm um ihre Taille und knuffte sie sacht. Bevor sie etwas sagen konnte, küsste er ihren Mundwinkel und nickte anschließend in die Richtung des Kopfendes. "Los."
Ohne Widerrede löste sie sich von ihm und krabbelte vorsichtig aufs Bett. Kai stand auf, sammelte die Decken vom Boden auf und warf sie aufs Bett. Unter all dem war ein unwilliges Grunzen zu hören. Mira nutzte die Chance, um den Deckenkokon um Adam etwas zu lockern, an dem er sich oftmals verkrampft im Schlaf festhielt. Kai folgte aufs Bett und versuchte mit unter den Berg zu krabbeln. Es war warm und etwas stickig, roch zu sehr nach Schlaf und Teenagern. Sobald er Adam deutlich ausmachen konnte, schmiegte sich Kai sogleich an seinen Rücken und wurde schon von Miras Arm von der anderen Seite begrüßt. Er streichelte über ihren Handrücken und Unterarm, wie ein geheimes Zeichen, ehe sie sich beide bequemer um Adam legten, als wäre er ihre Rettungsboje im Meer der Alpträume.
no subject
Date: 2018-09-02 07:59 am (UTC)no subject
Date: 2018-09-02 07:03 pm (UTC)Ich bin zufällig drüber gestolpert, hatte Spaß und hab mich schrecklich in die Drei und ihre Dynamik verliebt und zähle drauf, dass keiner die Serie kennt, die Sachen also nicht liest und ich hemmungslos mich mit guilty pleasure und headcanons austoben kann ^^;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;
Und sie sind absolut drollig und ich bin verwirrt und dankbar für deinen Kommentar
no subject
Date: 2018-09-02 07:11 pm (UTC)