Romantik - Hitze - fürs Team
Aug. 29th, 2018 07:22 pmTeam: Mond
Challenge: Romantik – Hitze – fürs Team
Fandom: Guardian (ich bräuchte ein Tag :D)
Titel: Mitternachtssnack
Inhalt: Zhao hat eine miese Woche und Shen Wei muntert ihn auf.
Anmerkung: LEUTE GUCKT BITTE GUARDIAN, ES IST SO WUNDERVOLL, ICH LIEBE ALLES OH GOTTTTTTtadjfgjfhggfg...
Mitternachtssnack
Zhao gibt nicht gerne Fehler zu, weil er nämlich gar keine macht (oder das zumindest sehr häufig behauptet), aber mit dem Rauchen aufzuhören, war definitiv der größte Fehler seines Lebens.
Es ist nachts um zwei, und er hat seine Küche komplett auf den Kopf gestellt, sämtliche Schubladen durchwühlt und alles quer auf dem Fußboden und den Arbeitsplatten verteilt, aber es bleibt dabei: er hat keine Lollis mehr, keine Salzstangen oder Trockenfleischstreifen, er hat absolut gar nichts, was er sich in den Mund stecken könnte, um nicht zum Supermarkt zu rennen, und dort wahrscheinlich klein beizugeben und eine Schachtel Kippen zu kaufen.
Was ihn jetzt noch davon abhält, ist die abartige feuchte Wärme, die durch die Scheiben dringt und die Tatsache, dass er nur eine Boxershorts trägt. Wenn er auch nur an eine Hose denkt, fängt er an zu schwitzen.
Der Sommer will der Stadt dieses Jahr etwas richtig Gutes tun und wenn Zhao Urlaub hätte und einen Pool, würde er die 38 Grad im Schatten mit Sicherheit zu schätzen wissen. Stattdessen rennt er seit einer Woche in schweren Schuhen quer durch alle Straßen, um mordlustige Mutanten aufzuspüren (äußerst erfolglos) und seinen übernatürlichen Mitarbeitern zu sagen, dass es unhöflich ist, Leute auszulachen, nur weil sie Sonnenbrand bekommen.
Kann ja nicht jeder ein Geist sein. Oder eine Schlangenfrau. Oder was auch immer Chus Geheimnis ist, dass der nicht dank seiner acht Lagen mysteriös geschnittener, schwarzer Wolle aus den Latschen kippt.
Zhao stöhnt, reißt den Kühlschrank auf, aus dem ihm die jämmerlichen Dünste einer schimmligen Mango entgegen steigen, und steckt seinen Kopf so tief es geht unter das Eisfach.
Er hat sein Leben offensichtlich im Griff.
Eigentlich will er gar keine Zigarette, denkt er, während er die Mango aus dem Fach fischt und in die ungefähre Richtung des Mülleimers wirft. Er kann durch die Wärme nur nicht schlafen und die anstrengende, zermürbende Woche hat sich in seinen Knochen festgesetzt wie ein Bienenschwarm auf Wanderschaft.
Sie konnten die alte Frau nicht mehr rechtzeitig erreichen und der junge, arrogante Kerl aus der Bank musste auch dran glauben, und eigentlich weiß Zhao, dass er solche Fälle nicht zu nah an sich ranlassen darf.
Genauso wie er weiß, dass er nicht rauchen sollte.
Fünf Minuten später hechtet Zhao stöhnend (und bekleidet) die Treppe hinunter. Scheiß drauf, er will Kippen, er will ein kaltes Bier, er will irgendwas zu essen, was nicht nach schimmelnder Mango riecht. Das sind völlig gerechtfertigte Grundbedürfnisse eines Menschen und hat absolut nichts mit seinen Schuldgefühlen zu tun, wie er sich selbst sagt, als er ohne langsamer zu werden die Haustür aufreißt und in Erwartung der sommerlichen Temperaturohrfeige schon einmal die Luft anhält.
Was er nicht erwartet, ist, dass Shen Wei plötzlich wie aus dem Boden gewachsen vor ihm steht und Zhao gegen ihn rennt wie ein schwanzwedelnder Hund in sein Spiegelbild.
Einkaufstüten fallen zu Boden, der Professor gibt ein erschrecktes Geräusch von sich und greift instinktiv nach Zhaos Ärmel, als er das Gleichgewicht verliert – und Zhao schließt die Arme um ihn, bis sie beide eng aneinander gepresst stehen.
Zhao keucht, weil Shen Wei viel schwerer ist, als man es von einem solch dünnen Mann erwarten würde. Ihm wird schwindlig, und das liegt nicht nur an der Hitze.
Die Haustür donnert hinter ihnen ins Schloss und Zhao zuckt zusammen, spürt Shen Weis Beine nach Halt zwischen seinen eigenen suchen, und er sollte sich dringend bewegen, aber –
Als der Knall verhallt ist, stehen sie immer noch wie nicht fertig gemeißelt da, Zhaos Arme um Shen Weis Taille, und dessen Hände in Zhaos Schultern vergraben. Zhao hört ihn krampfhaft ruhig atmen, als der Professor sich langsam von ihm löst und sofort den Blick auf den Boden richtet. Er schiebt seine Brille hoch, obwohl es nicht so aussieht, als sei die auch nur ein Millimeterchen verrutscht und betrachtet die Lebensmittel, die sich kreuz und quer durch den Flur verteilt haben.
„Guten Abend“, sagt Shen Wei. Das einzige Licht kommt vom leuchtenden Hausnummernschild und Zhao kann nicht erkennen, ob der Professor vielleicht errötet ist. Ihm würde es sehr viel besser gehen, wenn es so wäre. „Ist alles in Ordnung?“
Zhao lacht, ohne nachzudenken, ihm schlägt das Herz bis zum Hals. „Klar! Da brauchst schon mehr als dich, damit ich umfalle, haha, du wiegst doch fast nichts…“
Shen Wei lächelt verhalten und Zhao hofft, dass er in den nächsten zehn Sekunden von einem Hitzschlag dahin gerafft wird oder ihm zumindest die Zunge abfällt, damit er nicht mehr so viel Blödsinn erzählt.
„Dann bin ich froh“, unterbricht Shen ihn gnädigerweise. Er streckt die Hand aus, so als wolle er Zhaos Shirtkragen richten, doch dann beugt er sich bloß umständlich vor und beginnt, seine Einkäufe einzusammeln. Hastig geht Zhao auf die Knie, um ihm zu helfen.
„Mitternachtssnack?“
Shen Wei starrt konzentriert auf eine Dose Thunfisch, aber sein Lächeln wird weicher. „In der Tat.“
„Du warst in den letzten Tagen nicht oft zu Hause, oder?“
Shen Wei hält inne, und hebt den Kopf, um Zhao anzusehen. Sein Blick ist sanft wie eh und je, dunkelbraune Augen, die im Flackerlicht fast schwarz wirken.
„Es ist dir aufgefallen.“ Er klingt überrascht.
Zhao zuckt die Schultern und zwinkert ihm zu. „Ich bin Polizist, schon vergessen?“
Er wird bei dieser Ausrede bleiben, und Shen Wei nicht erzählen, dass er kurz davor war, selbst einen übernatürlichen Mord zu inszenieren, nur damit der Professor wie sonst auch plötzlich am Tatort auftauchen und milde alle Verbindungen zu sich selbst weglächeln würde.
Sie kennen sich erst seit ein paar Wochen und Zhao kann nicht von ihm lassen. Es ist gefährlich und dumm, gerade in ihrer Branche, denn auch wenn Zhao gerne denken würde, dass Shen Wei wegen seines fantastischen Aussehens und unwiderstehlichen Charmes Interesse an ihm hat, weiß er, dass noch irgendetwas anderes dahinter stecken muss.
Shen Wei taucht mittlerweile häufiger in ihren Ermittlungen auf, als die Mörder, die sie fangen sollen, und Zhao ist verknallt, aber nicht bescheuert.
Zhu Hong hat ihn überprüft, aber nichts finden können, was auf einen irdischen Stalker hinweisen würde. Rachsüchtige Geister oder Mutanten sind demnach weiterhin im Rennen und Zhao hat sich bereits auf die bitterböse Enttäuschung eingestellt, wenn sie endlich herausfinden, was sich hinter der Fassade von Shen Weis dünner Brille verbirgt, aber solange er den Professor noch nicht dabei erwischt, wie ihm Tentakel wachsen, gönnt Zhao sich ein bisschen Leichtsinn.
Er kann das einschätzen, sagt er sich.
Ein leichtes Räuspern des Professors reißt ihn aus seinen Gedanken und er streckt ihm hastig eine Zucchini entgegen, in der nun die Abdrücke von Zhaos Fingernägeln eingeritzt sind.
„Ich musste wegen einiger Projekte häufig länger bleiben“, sagt Shen Wei. Er sortiert Nudeln in seine Tasche und Zhao schimmlige-Mango Yunlan, weiß, dass er nicht das Maß aller Dinge ist, wenn es um den Wocheneinkauf geht, aber für einen einzelnen Mann ist das trotzdem eine ziemlich große Menge an Vorräten. „Du hättest in der Universität anrufen können.“
„Antworten deine Leute jedem Dahergelaufenem am Telefon?“
„Du bist Polizist, schon vergessen?“
Zhao klappt der Mund auf. Empörung macht sich in ihm breit und er schnappt nach Luft, fällt rückwärts gegen die Hauswand und rudert mit den Armen. Seine Show ist völlig übertrieben, aber Shen Wei lächelt hinter einem Salatkopf und Zhao verbucht es als Erfolg.
„Das ist doch…was hast du…du bist…“ Er schüttelt den Kopf und verschränkt die Arme vor der Brust. „So kenne ich dich überhaupt nicht! Bist du überhaupt noch mein Nachbar, da hat sich über die letzte Woche eine gewaltige Kluft zwischen uns auf getan!“
Shen Wei blinzelt ihn ein paar Mal an und einen Moment lang glaubt Zhao, dass er es eventuell übertrieben hat, immerhin sitzt er in Shorts und einem dreckigen Tshirt vor seinem Nachbarn im Hausflur und beschwert sich darüber, dass der ihn seit einer Woche nicht beachtet hat.
An ihm ist eine großartige Diva verloren gegangen.
Shen Wei steht auf und rückt die Brille zurecht. „Es scheint, als müsste ich einiges wieder gut machen“, sagt er. Er streckt die Hand aus, und Zhao stößt sich fast den Kopf an der rauen Wand, als er hastig danach greift und sich aufhelfen lässt. „Möchtest du mir Gesellschaft leisten, bei meinem… Mitternachtssnack?“
„Na, wenn du so fragst!“
Das Grinsen reißt Zhao fast den Bart vom Kinn.
(„Weswegen warst du eigentlich noch unterwegs?“
„Hm?“
„Du sahst aus, als hättest du es eilig, bevor du mich umgerannt hast.“
„Ah, ich wollte… nicht so wichtig.“)
Challenge: Romantik – Hitze – fürs Team
Fandom: Guardian (ich bräuchte ein Tag :D)
Titel: Mitternachtssnack
Inhalt: Zhao hat eine miese Woche und Shen Wei muntert ihn auf.
Anmerkung: LEUTE GUCKT BITTE GUARDIAN, ES IST SO WUNDERVOLL, ICH LIEBE ALLES OH GOTTTTTTtadjfgjfhggfg...
Mitternachtssnack
Zhao gibt nicht gerne Fehler zu, weil er nämlich gar keine macht (oder das zumindest sehr häufig behauptet), aber mit dem Rauchen aufzuhören, war definitiv der größte Fehler seines Lebens.
Es ist nachts um zwei, und er hat seine Küche komplett auf den Kopf gestellt, sämtliche Schubladen durchwühlt und alles quer auf dem Fußboden und den Arbeitsplatten verteilt, aber es bleibt dabei: er hat keine Lollis mehr, keine Salzstangen oder Trockenfleischstreifen, er hat absolut gar nichts, was er sich in den Mund stecken könnte, um nicht zum Supermarkt zu rennen, und dort wahrscheinlich klein beizugeben und eine Schachtel Kippen zu kaufen.
Was ihn jetzt noch davon abhält, ist die abartige feuchte Wärme, die durch die Scheiben dringt und die Tatsache, dass er nur eine Boxershorts trägt. Wenn er auch nur an eine Hose denkt, fängt er an zu schwitzen.
Der Sommer will der Stadt dieses Jahr etwas richtig Gutes tun und wenn Zhao Urlaub hätte und einen Pool, würde er die 38 Grad im Schatten mit Sicherheit zu schätzen wissen. Stattdessen rennt er seit einer Woche in schweren Schuhen quer durch alle Straßen, um mordlustige Mutanten aufzuspüren (äußerst erfolglos) und seinen übernatürlichen Mitarbeitern zu sagen, dass es unhöflich ist, Leute auszulachen, nur weil sie Sonnenbrand bekommen.
Kann ja nicht jeder ein Geist sein. Oder eine Schlangenfrau. Oder was auch immer Chus Geheimnis ist, dass der nicht dank seiner acht Lagen mysteriös geschnittener, schwarzer Wolle aus den Latschen kippt.
Zhao stöhnt, reißt den Kühlschrank auf, aus dem ihm die jämmerlichen Dünste einer schimmligen Mango entgegen steigen, und steckt seinen Kopf so tief es geht unter das Eisfach.
Er hat sein Leben offensichtlich im Griff.
Eigentlich will er gar keine Zigarette, denkt er, während er die Mango aus dem Fach fischt und in die ungefähre Richtung des Mülleimers wirft. Er kann durch die Wärme nur nicht schlafen und die anstrengende, zermürbende Woche hat sich in seinen Knochen festgesetzt wie ein Bienenschwarm auf Wanderschaft.
Sie konnten die alte Frau nicht mehr rechtzeitig erreichen und der junge, arrogante Kerl aus der Bank musste auch dran glauben, und eigentlich weiß Zhao, dass er solche Fälle nicht zu nah an sich ranlassen darf.
Genauso wie er weiß, dass er nicht rauchen sollte.
Fünf Minuten später hechtet Zhao stöhnend (und bekleidet) die Treppe hinunter. Scheiß drauf, er will Kippen, er will ein kaltes Bier, er will irgendwas zu essen, was nicht nach schimmelnder Mango riecht. Das sind völlig gerechtfertigte Grundbedürfnisse eines Menschen und hat absolut nichts mit seinen Schuldgefühlen zu tun, wie er sich selbst sagt, als er ohne langsamer zu werden die Haustür aufreißt und in Erwartung der sommerlichen Temperaturohrfeige schon einmal die Luft anhält.
Was er nicht erwartet, ist, dass Shen Wei plötzlich wie aus dem Boden gewachsen vor ihm steht und Zhao gegen ihn rennt wie ein schwanzwedelnder Hund in sein Spiegelbild.
Einkaufstüten fallen zu Boden, der Professor gibt ein erschrecktes Geräusch von sich und greift instinktiv nach Zhaos Ärmel, als er das Gleichgewicht verliert – und Zhao schließt die Arme um ihn, bis sie beide eng aneinander gepresst stehen.
Zhao keucht, weil Shen Wei viel schwerer ist, als man es von einem solch dünnen Mann erwarten würde. Ihm wird schwindlig, und das liegt nicht nur an der Hitze.
Die Haustür donnert hinter ihnen ins Schloss und Zhao zuckt zusammen, spürt Shen Weis Beine nach Halt zwischen seinen eigenen suchen, und er sollte sich dringend bewegen, aber –
Als der Knall verhallt ist, stehen sie immer noch wie nicht fertig gemeißelt da, Zhaos Arme um Shen Weis Taille, und dessen Hände in Zhaos Schultern vergraben. Zhao hört ihn krampfhaft ruhig atmen, als der Professor sich langsam von ihm löst und sofort den Blick auf den Boden richtet. Er schiebt seine Brille hoch, obwohl es nicht so aussieht, als sei die auch nur ein Millimeterchen verrutscht und betrachtet die Lebensmittel, die sich kreuz und quer durch den Flur verteilt haben.
„Guten Abend“, sagt Shen Wei. Das einzige Licht kommt vom leuchtenden Hausnummernschild und Zhao kann nicht erkennen, ob der Professor vielleicht errötet ist. Ihm würde es sehr viel besser gehen, wenn es so wäre. „Ist alles in Ordnung?“
Zhao lacht, ohne nachzudenken, ihm schlägt das Herz bis zum Hals. „Klar! Da brauchst schon mehr als dich, damit ich umfalle, haha, du wiegst doch fast nichts…“
Shen Wei lächelt verhalten und Zhao hofft, dass er in den nächsten zehn Sekunden von einem Hitzschlag dahin gerafft wird oder ihm zumindest die Zunge abfällt, damit er nicht mehr so viel Blödsinn erzählt.
„Dann bin ich froh“, unterbricht Shen ihn gnädigerweise. Er streckt die Hand aus, so als wolle er Zhaos Shirtkragen richten, doch dann beugt er sich bloß umständlich vor und beginnt, seine Einkäufe einzusammeln. Hastig geht Zhao auf die Knie, um ihm zu helfen.
„Mitternachtssnack?“
Shen Wei starrt konzentriert auf eine Dose Thunfisch, aber sein Lächeln wird weicher. „In der Tat.“
„Du warst in den letzten Tagen nicht oft zu Hause, oder?“
Shen Wei hält inne, und hebt den Kopf, um Zhao anzusehen. Sein Blick ist sanft wie eh und je, dunkelbraune Augen, die im Flackerlicht fast schwarz wirken.
„Es ist dir aufgefallen.“ Er klingt überrascht.
Zhao zuckt die Schultern und zwinkert ihm zu. „Ich bin Polizist, schon vergessen?“
Er wird bei dieser Ausrede bleiben, und Shen Wei nicht erzählen, dass er kurz davor war, selbst einen übernatürlichen Mord zu inszenieren, nur damit der Professor wie sonst auch plötzlich am Tatort auftauchen und milde alle Verbindungen zu sich selbst weglächeln würde.
Sie kennen sich erst seit ein paar Wochen und Zhao kann nicht von ihm lassen. Es ist gefährlich und dumm, gerade in ihrer Branche, denn auch wenn Zhao gerne denken würde, dass Shen Wei wegen seines fantastischen Aussehens und unwiderstehlichen Charmes Interesse an ihm hat, weiß er, dass noch irgendetwas anderes dahinter stecken muss.
Shen Wei taucht mittlerweile häufiger in ihren Ermittlungen auf, als die Mörder, die sie fangen sollen, und Zhao ist verknallt, aber nicht bescheuert.
Zhu Hong hat ihn überprüft, aber nichts finden können, was auf einen irdischen Stalker hinweisen würde. Rachsüchtige Geister oder Mutanten sind demnach weiterhin im Rennen und Zhao hat sich bereits auf die bitterböse Enttäuschung eingestellt, wenn sie endlich herausfinden, was sich hinter der Fassade von Shen Weis dünner Brille verbirgt, aber solange er den Professor noch nicht dabei erwischt, wie ihm Tentakel wachsen, gönnt Zhao sich ein bisschen Leichtsinn.
Er kann das einschätzen, sagt er sich.
Ein leichtes Räuspern des Professors reißt ihn aus seinen Gedanken und er streckt ihm hastig eine Zucchini entgegen, in der nun die Abdrücke von Zhaos Fingernägeln eingeritzt sind.
„Ich musste wegen einiger Projekte häufig länger bleiben“, sagt Shen Wei. Er sortiert Nudeln in seine Tasche und Zhao schimmlige-Mango Yunlan, weiß, dass er nicht das Maß aller Dinge ist, wenn es um den Wocheneinkauf geht, aber für einen einzelnen Mann ist das trotzdem eine ziemlich große Menge an Vorräten. „Du hättest in der Universität anrufen können.“
„Antworten deine Leute jedem Dahergelaufenem am Telefon?“
„Du bist Polizist, schon vergessen?“
Zhao klappt der Mund auf. Empörung macht sich in ihm breit und er schnappt nach Luft, fällt rückwärts gegen die Hauswand und rudert mit den Armen. Seine Show ist völlig übertrieben, aber Shen Wei lächelt hinter einem Salatkopf und Zhao verbucht es als Erfolg.
„Das ist doch…was hast du…du bist…“ Er schüttelt den Kopf und verschränkt die Arme vor der Brust. „So kenne ich dich überhaupt nicht! Bist du überhaupt noch mein Nachbar, da hat sich über die letzte Woche eine gewaltige Kluft zwischen uns auf getan!“
Shen Wei blinzelt ihn ein paar Mal an und einen Moment lang glaubt Zhao, dass er es eventuell übertrieben hat, immerhin sitzt er in Shorts und einem dreckigen Tshirt vor seinem Nachbarn im Hausflur und beschwert sich darüber, dass der ihn seit einer Woche nicht beachtet hat.
An ihm ist eine großartige Diva verloren gegangen.
Shen Wei steht auf und rückt die Brille zurecht. „Es scheint, als müsste ich einiges wieder gut machen“, sagt er. Er streckt die Hand aus, und Zhao stößt sich fast den Kopf an der rauen Wand, als er hastig danach greift und sich aufhelfen lässt. „Möchtest du mir Gesellschaft leisten, bei meinem… Mitternachtssnack?“
„Na, wenn du so fragst!“
Das Grinsen reißt Zhao fast den Bart vom Kinn.
(„Weswegen warst du eigentlich noch unterwegs?“
„Hm?“
„Du sahst aus, als hättest du es eilig, bevor du mich umgerannt hast.“
„Ah, ich wollte… nicht so wichtig.“)
no subject
Date: 2018-08-30 05:39 pm (UTC)no subject
Date: 2018-09-09 09:18 am (UTC)(Ich hole gerade alles aus der Sommerchallenge auf und DEINE MARCO POLO STORIES MACHEN MICH SO GLÜCKLICH AHHH ich hab die Sendung so gefeiert, als sie lief und ich bin SO SAUER, dass es keine dritte Staffel geben wird, ARGHHHH).
no subject
Date: 2018-09-09 10:15 am (UTC)no subject
Date: 2018-09-01 08:02 am (UTC)AUßERDEM LIEBE ICH ALLES
no subject
Date: 2018-09-09 09:21 am (UTC)Ich weiß nicht, bei welcher Folge du bist, aber auch auf die Gefahr hin, dich zu spoilern: NIEMANDEM WERDEN TENTAKEL WACHSEN.
EGAL WIE SEHR ZHAO ES SICH EVENTUELL WÜNSCHT. :))))