Hurt/Comfort - Scherben
Aug. 25th, 2018 11:00 pmTeam: Mond
Challenge: Hurt/Comfort – Scherben (fürs Team)
Fandom: Sailor Moon
Charaktere: Setsuna, Makoto
Wörter: ~860
Anmerkung: more like hurt/hurt...
„Komm rein! Was willst du trinken? Hast du Hunger?“ Wie ein Wirbelwind riss Makoto die Wohnungstür vor Setstuna auf, verschloss sie, umtänzelte sie, löcherte sie mit Fragen und verschwand in Richtung Küche. In der Zeit schaffte Setsuna zwei Schritte in die Wohnung. Der blumige Duft von Makotos Parfume hing leicht in der ganzen Wohnung. Manchmal bildete sich Setsuna ein, das sei der Eigengeruch der jungen Frau, passend zu ihren Ohringen.
„Tee, bitte“, antwortete Setsuna als sie aus ihren Pumps schlüpfte und zum Esstisch herantrat.
Eigentlich hatte sie nicht lange Zeit. Eigentlich hatte sie geplant es Makoto schon längst gesagt haben. Wie gestern Abend, nachdem Setsuna die Nachricht bekommen hatte und sich gefühlt der Boden unter ihr geöffnet hatte. Nachdem sie sich gefasst hatte. Eine kurze Nachricht erschien aber falsch. Setsuna hatte drei Mal begonnen und jedes Mal schienen die Worte falsch, also ließ es sein. Sie hatte überlegt sie anzurufen, aber kein Moment schien ruhig genug. Außerdem würde es nicht auch Fragen aufwerfen? Setsuna wusste noch immer nicht, wie sie diese Freundschaft, die sich über die letzten Wochen und Monate zwischen ihnen entwickelt hat, richtig einschätzen sollte. Es war anders als zur Kleinen Lady und Usagi oder zu Haruka und Michiru. Dieses Andere machte es so schwer die Situation einzuschätzen.
„Bitte mach dir keinen Aufwand“, fügte Setsuna hinzu und setzte ihre Tasche auf einem der Stühle ab. Ihre Hände legte sie auf dessen Lehne als sie sich dahinter stellte. „Ich kann ohnehin nicht lange bleiben.“
„Ich hätte noch Snacks, wenn du magst!“, bot Makoto mit einem Ruf aus der Küche an.
Setsuna versuchte nicht zu seufzen, nicht die Mundwinkel zu verziehen, nicht die Finger zu verkrampfen. Alles, was sie sich zugestand, was für einen Moment die Augen zu schließen.
„Nein, danke.“
Aus der Küche drangen Geräusche herüber. Das Wasser begann zu sprudeln und der Wasserdampf leise schon zu pfeifen. Eine Blechdose wurde geöffnet, ein Rascheln, ein Klingeln in einer Tasse. Dazwischen leise Sohlen, ein Summen. Sie konnte es förmlich vor sich sehen. Den Schwung in der Bewegung, die Teeblätter, den Dampf, das Lächeln. Schließlich wurde das Wasser abgestellt und es begann sich zu beruhigen.
Seit dem vorherigen Abend gingen Phrasen in Setsunas Kopf um, wie sie es den verschiedenen Leuten mitteilen würde. Haruka, Michiru und Hotaru hatte sie es noch am gleichen Abend gesagt. Den anderen wollte sie auch noch Bescheid geben, nachdem sie mit Makoto gesprochen hatte. Der Gedanke, dass sie es nicht direkt von Setsuna erfuhr, gefiel ihr nicht. Ebenso wie es Setsuna nicht gefiel, welche besondere Stellung Makoto inzwischen bei ihr hatte.
„Eigentlich“, begann sie zögerlich und lauschte, was in der Küche vorging. Nach einem Moment wurde das Wasser aufgegossen und sie nahm erneut Anlauf. „Eigentlich wollte ich dir auch nur sagen, dass ich zurück muss.“
„Zurück? Was meinst du?“, kam es verwirrt aus der Küche und einen Augenblick später trat Makoto mit einem Tablett mit zwei Tassen heraus. „Zur Uni? Hast du etwas vergessen?“
Setsuna öffnete die Augen und erwiderte Makotos offenen, fragenden Blick stoisch. „Zurück zur Zeitpforte.“
Sie sahen weiterhin einander an als es laut schepperte und klirrte.
Makoto war zunächst erschrocken, dann entsetzt, schließlich begann sich etwas anderes in ihren Gesichtszügen zu formen, aber bevor Setsuna es deuten konnte, hatte sie den Kopf Richtung Boden gesenkt. „Verdammt! Entschudlige!“ Eilig drehte sich die junge Frau weg und verschwand in der Küche. „Ich mach dir sofort einen neuen Tee!“ Der Herd klackte, das Wasser floss aus dem Wasserhahn, ein Lappen wurde heftig ausgewrungen. „Pass auf die Scherben auf! Bleib stehen, wo du bist, ich mach das schon.“
„Es ist ok“, sagte Setsuna und wusste nicht, ob sie gehört wurde.
Statt einer Antwort kam Makoto mit Lappen und Handfeger wieder eilig ins Zimmer zurück, ging in die Knie und begann aufzuräumen. „Das ist wirklich blöd – sorry! Noch einen Moment, ok?“
Setsuna umrundete den Tisch und kniete sich behutsam neben Makoto hin. „Es ist ok. Es tut mir leid.“
Mehr die Flüssigkeit auf dem Boden verteilend als richtig aufwischend begann Makoto zu lachen. „Sei nicht albern. Dir hat nichts leid zu tun, schließlich hab ich das Tablett fallen lassen!“
Unsicher, was sie tun sollte, begann Setsuna die Scherben aufzusammeln.
„Nein, bitte! Lass mich das machen!“, versuchte sie Makoto abzuhalten und mit einer nassen Hand halb wegzuscheuchen ohne aufzublicken. Mit der anderen griff sie zu übermütig nach den Überbleibseln. Mit einem Zischen zog sie die Hand zurück und drückte ihre Lippen gegen den Schnitt. Für einen Moment in Stillstand versetzt konnte Setsuna bemerken, wie Makoto förmlich bebte. Nicht, als wäre ihr kalt, sondern als würde in ihr ein so mächtiger Sturm toben, dass sie ihn kaum in sich fassen konnte. Ohne nachzudenken – Setsuna spürte in dem Moment, das sie genau das schon die ganze Zeit hätte tun sollen: nicht nachdenken – legte sie ihre Arme um Makoto. Ihre Arme wollten sich um sie schlingen, sie wollte die junge Frau in sich drücken, ihr Gesicht an diesem heißen Nacken wie ein spätsommerlicher Rosengarten verstecken. Das Beben von Makotos Körper wurde heftiger und schien im Gleichklang mit Setsunas stolperndem Herz zu sein.
Was hatten sie nur angerichtet...
Challenge: Hurt/Comfort – Scherben (fürs Team)
Fandom: Sailor Moon
Charaktere: Setsuna, Makoto
Wörter: ~860
Anmerkung: more like hurt/hurt...
„Komm rein! Was willst du trinken? Hast du Hunger?“ Wie ein Wirbelwind riss Makoto die Wohnungstür vor Setstuna auf, verschloss sie, umtänzelte sie, löcherte sie mit Fragen und verschwand in Richtung Küche. In der Zeit schaffte Setsuna zwei Schritte in die Wohnung. Der blumige Duft von Makotos Parfume hing leicht in der ganzen Wohnung. Manchmal bildete sich Setsuna ein, das sei der Eigengeruch der jungen Frau, passend zu ihren Ohringen.
„Tee, bitte“, antwortete Setsuna als sie aus ihren Pumps schlüpfte und zum Esstisch herantrat.
Eigentlich hatte sie nicht lange Zeit. Eigentlich hatte sie geplant es Makoto schon längst gesagt haben. Wie gestern Abend, nachdem Setsuna die Nachricht bekommen hatte und sich gefühlt der Boden unter ihr geöffnet hatte. Nachdem sie sich gefasst hatte. Eine kurze Nachricht erschien aber falsch. Setsuna hatte drei Mal begonnen und jedes Mal schienen die Worte falsch, also ließ es sein. Sie hatte überlegt sie anzurufen, aber kein Moment schien ruhig genug. Außerdem würde es nicht auch Fragen aufwerfen? Setsuna wusste noch immer nicht, wie sie diese Freundschaft, die sich über die letzten Wochen und Monate zwischen ihnen entwickelt hat, richtig einschätzen sollte. Es war anders als zur Kleinen Lady und Usagi oder zu Haruka und Michiru. Dieses Andere machte es so schwer die Situation einzuschätzen.
„Bitte mach dir keinen Aufwand“, fügte Setsuna hinzu und setzte ihre Tasche auf einem der Stühle ab. Ihre Hände legte sie auf dessen Lehne als sie sich dahinter stellte. „Ich kann ohnehin nicht lange bleiben.“
„Ich hätte noch Snacks, wenn du magst!“, bot Makoto mit einem Ruf aus der Küche an.
Setsuna versuchte nicht zu seufzen, nicht die Mundwinkel zu verziehen, nicht die Finger zu verkrampfen. Alles, was sie sich zugestand, was für einen Moment die Augen zu schließen.
„Nein, danke.“
Aus der Küche drangen Geräusche herüber. Das Wasser begann zu sprudeln und der Wasserdampf leise schon zu pfeifen. Eine Blechdose wurde geöffnet, ein Rascheln, ein Klingeln in einer Tasse. Dazwischen leise Sohlen, ein Summen. Sie konnte es förmlich vor sich sehen. Den Schwung in der Bewegung, die Teeblätter, den Dampf, das Lächeln. Schließlich wurde das Wasser abgestellt und es begann sich zu beruhigen.
Seit dem vorherigen Abend gingen Phrasen in Setsunas Kopf um, wie sie es den verschiedenen Leuten mitteilen würde. Haruka, Michiru und Hotaru hatte sie es noch am gleichen Abend gesagt. Den anderen wollte sie auch noch Bescheid geben, nachdem sie mit Makoto gesprochen hatte. Der Gedanke, dass sie es nicht direkt von Setsuna erfuhr, gefiel ihr nicht. Ebenso wie es Setsuna nicht gefiel, welche besondere Stellung Makoto inzwischen bei ihr hatte.
„Eigentlich“, begann sie zögerlich und lauschte, was in der Küche vorging. Nach einem Moment wurde das Wasser aufgegossen und sie nahm erneut Anlauf. „Eigentlich wollte ich dir auch nur sagen, dass ich zurück muss.“
„Zurück? Was meinst du?“, kam es verwirrt aus der Küche und einen Augenblick später trat Makoto mit einem Tablett mit zwei Tassen heraus. „Zur Uni? Hast du etwas vergessen?“
Setsuna öffnete die Augen und erwiderte Makotos offenen, fragenden Blick stoisch. „Zurück zur Zeitpforte.“
Sie sahen weiterhin einander an als es laut schepperte und klirrte.
Makoto war zunächst erschrocken, dann entsetzt, schließlich begann sich etwas anderes in ihren Gesichtszügen zu formen, aber bevor Setsuna es deuten konnte, hatte sie den Kopf Richtung Boden gesenkt. „Verdammt! Entschudlige!“ Eilig drehte sich die junge Frau weg und verschwand in der Küche. „Ich mach dir sofort einen neuen Tee!“ Der Herd klackte, das Wasser floss aus dem Wasserhahn, ein Lappen wurde heftig ausgewrungen. „Pass auf die Scherben auf! Bleib stehen, wo du bist, ich mach das schon.“
„Es ist ok“, sagte Setsuna und wusste nicht, ob sie gehört wurde.
Statt einer Antwort kam Makoto mit Lappen und Handfeger wieder eilig ins Zimmer zurück, ging in die Knie und begann aufzuräumen. „Das ist wirklich blöd – sorry! Noch einen Moment, ok?“
Setsuna umrundete den Tisch und kniete sich behutsam neben Makoto hin. „Es ist ok. Es tut mir leid.“
Mehr die Flüssigkeit auf dem Boden verteilend als richtig aufwischend begann Makoto zu lachen. „Sei nicht albern. Dir hat nichts leid zu tun, schließlich hab ich das Tablett fallen lassen!“
Unsicher, was sie tun sollte, begann Setsuna die Scherben aufzusammeln.
„Nein, bitte! Lass mich das machen!“, versuchte sie Makoto abzuhalten und mit einer nassen Hand halb wegzuscheuchen ohne aufzublicken. Mit der anderen griff sie zu übermütig nach den Überbleibseln. Mit einem Zischen zog sie die Hand zurück und drückte ihre Lippen gegen den Schnitt. Für einen Moment in Stillstand versetzt konnte Setsuna bemerken, wie Makoto förmlich bebte. Nicht, als wäre ihr kalt, sondern als würde in ihr ein so mächtiger Sturm toben, dass sie ihn kaum in sich fassen konnte. Ohne nachzudenken – Setsuna spürte in dem Moment, das sie genau das schon die ganze Zeit hätte tun sollen: nicht nachdenken – legte sie ihre Arme um Makoto. Ihre Arme wollten sich um sie schlingen, sie wollte die junge Frau in sich drücken, ihr Gesicht an diesem heißen Nacken wie ein spätsommerlicher Rosengarten verstecken. Das Beben von Makotos Körper wurde heftiger und schien im Gleichklang mit Setsunas stolperndem Herz zu sein.
Was hatten sie nur angerichtet...
no subject
Date: 2018-08-30 05:47 pm (UTC)no subject
Date: 2018-08-31 02:37 pm (UTC)no subject
Date: 2018-08-30 09:05 pm (UTC)Du hast die Stimmung echt super eingefangen. Ich verlange comfort. Bitte!