Titel: Belgische Schokolade
Team: Sonne
Challenge: Romantik/Intimität: Etwas teilen - Fürs Team
Fandom: Tatort Bremen/Tatort Münster (@
rei17 oder @
nyx_chan, Tatort Bremn bräuchte noch ein Tag)
Rating: P12
Genre: Fluff, Femslash
Warnungen: None
Zusammenfassung: Inga trifft Wilhelmine wieder...
Wörter: ~650
Anmerkungen: Counterstory hierzu, kann aber völlig für sich allein gelesen werden.
Als sie den Festsaal betrat, war Inga sich plötzlich nicht mehr so sicher, ob er wirklich eine gute Idee gewesen war herzukommen. Zwischen der gesammelten Prominenz der Münsteraner Polizei und Staatsanwaltschaft fühlte sie doch ein wenig fehl am Platze. Schon durch ihre eher legere Kleidung fiel sie zwischen den ganzen Cocktailkleidern und Anzügen auf wie ein bunter Hund und die Tatsache, dass sie niemanden kannte machte es nicht unbedingt besser. Für einen Augenblick erwog sie einfach wieder zu gehen, doch dann straffte sie die Schultern und ignorierte die seltsamen Blicke, die ihr von der einen oder anderen Seite zugeworfen wurden. Sie war immerhin ein gestandene Kriminalhauptkommissarin und das war nun wirklich nicht das erste mal, dass ihr Erscheinen in festlichen Gesellschaften skeptisch beäugt wurde, auch wenn das üblicherweise beruflich bedingt war.
Suchend ließ sie den Blick über die Menge schweifen. Sie wusste zwar, wie sehr Wilhelmine solche offiziellen Termin hasste, aber sie hatte doch die Hoffnung, dass die Amtseinführung des neuen Münsteraner Polizeipräsidenten wichtig genug war, dass sie trotzdem da war. Bisher war sie allerdings nicht fündig geworden.
„Auch eine?“
„Danke, aber ich rauche nicht mehr.“
Inga hielt überrascht inne, als die vertraute Stimme hinter ihr erklang, rau und rauchig wie eh und je. Trotzdem glaubte sie ihren Ohren nicht zu trauen. Langsam wandte sie sich zu den Sprechern herum, doch ihre Augen bestätigten nur, was ihre Ohren ihr schon gesagt hatte: Keine zwei Schritte neben ihr stand Wilhelmine und lehnte gerade tatsächlich das Angebot auf eine Zigarette ab. Inga sah gerade noch, wie der junge Mann, der ihr das Angebot gemacht hatte, die Schachtel schulterzucken wieder wegsteckte und sich in Richtung der Terrasse entfernte. Wilhelmine schaute ihm etwas sehnsüchtig hinterher, als überlegte sie, sein Angebot nachträglich noch anzunehmen. Inga trat neben sie und sprach sie an, bevor sie doch noch schwach wurde.
„Wilhelmine Klemm hat das Rauchen aufgegeben? Dass ich das noch erleben darf.“
Die Überraschung stand Wilhelmine deutlich ins Gesicht geschrieben. Sie schluckte leicht und brauchte einen Moment, bis sie die Sprache wiedergefunden hatte. Inga war sich nicht sicher, ob sie Wilhelmines Reaktion positiv oder negativ werten sollte. Es war offensichtlich, dass sie nicht damit gerechnet hatte, Inga wiederzusehen.
„Inga?“
„Wilhelmine.“
„Was machst du hier?“
„Fortbildung in der Polizeiakademie. Und du?“
„Pflichttermin. Als Oberstaatsanwältin kann ich solche Termine leider nicht schwänzen.“
„Und das alles ohne Zigaretten?“
„Wir sind eben alle etwas stärker, als wir glauben.“
Inga lächelte breit und strahlend. Die Begrüßung mochte ein bisschen holperig gewesen sein, aber schon nach ein paar Sätzen war das vertraute Gefühl wieder da. Es war doch die richtige Entscheidung gewesen, herzukommen. Dennoch beschleunigte sich ihr Herzschlag und ihr Hände wurden feucht, als sie sich zu Wilhelmine herüberbeugte und ihr ins Ohr raunte.
„Heißt das, du bist stark genug, einer großen Schachtel Belgischer Schokolade auf meinem Zimmer zu widerstehen?“
Wilhelmine zögerte einen Moment. Sie schluckte wieder, schaute Inga an und da lag ein Ausdruck in ihren Augen, der Inga zeigte, das Wilhelmine diese paar Wochen im Sommer vor vielen, vielen Jahren, als sie beide noch jung und verrückte gewesen waren, genauso wenig vergessen hatte, wie sie selbst. Wilhelmines Blick veränderte sich ein wenig, musterte Inga jetzt prüfend.
„Sag mal, bist du nur wegen mir hier?“
„Vielleicht. – Also?“
„Dir will ich gar nicht wiederstehen.“
Da war mit einem Mal wieder diese flatterige Gefühl in der Magengegend und jetzt musste auch Inga ein wenig schlucken. Sie schob Wilhelmine den kleinen Zettel mit ihrem Hotel und der Zimmernummer zu, raunte ihr noch ein „Ich warte auf dich“ ins Ohr, drehte sich dann um und ging. Bis sie längst auf der Straße war, meinte sie Wilhelmines Blick auf sich zu spüren. Sie mochten vielleicht dreißig Jahre älter geworden sein, aber verrückt waren sie immer noch.
Team: Sonne
Challenge: Romantik/Intimität: Etwas teilen - Fürs Team
Fandom: Tatort Bremen/Tatort Münster (@
Rating: P12
Genre: Fluff, Femslash
Warnungen: None
Zusammenfassung: Inga trifft Wilhelmine wieder...
Wörter: ~650
Anmerkungen: Counterstory hierzu, kann aber völlig für sich allein gelesen werden.
Als sie den Festsaal betrat, war Inga sich plötzlich nicht mehr so sicher, ob er wirklich eine gute Idee gewesen war herzukommen. Zwischen der gesammelten Prominenz der Münsteraner Polizei und Staatsanwaltschaft fühlte sie doch ein wenig fehl am Platze. Schon durch ihre eher legere Kleidung fiel sie zwischen den ganzen Cocktailkleidern und Anzügen auf wie ein bunter Hund und die Tatsache, dass sie niemanden kannte machte es nicht unbedingt besser. Für einen Augenblick erwog sie einfach wieder zu gehen, doch dann straffte sie die Schultern und ignorierte die seltsamen Blicke, die ihr von der einen oder anderen Seite zugeworfen wurden. Sie war immerhin ein gestandene Kriminalhauptkommissarin und das war nun wirklich nicht das erste mal, dass ihr Erscheinen in festlichen Gesellschaften skeptisch beäugt wurde, auch wenn das üblicherweise beruflich bedingt war.
Suchend ließ sie den Blick über die Menge schweifen. Sie wusste zwar, wie sehr Wilhelmine solche offiziellen Termin hasste, aber sie hatte doch die Hoffnung, dass die Amtseinführung des neuen Münsteraner Polizeipräsidenten wichtig genug war, dass sie trotzdem da war. Bisher war sie allerdings nicht fündig geworden.
„Auch eine?“
„Danke, aber ich rauche nicht mehr.“
Inga hielt überrascht inne, als die vertraute Stimme hinter ihr erklang, rau und rauchig wie eh und je. Trotzdem glaubte sie ihren Ohren nicht zu trauen. Langsam wandte sie sich zu den Sprechern herum, doch ihre Augen bestätigten nur, was ihre Ohren ihr schon gesagt hatte: Keine zwei Schritte neben ihr stand Wilhelmine und lehnte gerade tatsächlich das Angebot auf eine Zigarette ab. Inga sah gerade noch, wie der junge Mann, der ihr das Angebot gemacht hatte, die Schachtel schulterzucken wieder wegsteckte und sich in Richtung der Terrasse entfernte. Wilhelmine schaute ihm etwas sehnsüchtig hinterher, als überlegte sie, sein Angebot nachträglich noch anzunehmen. Inga trat neben sie und sprach sie an, bevor sie doch noch schwach wurde.
„Wilhelmine Klemm hat das Rauchen aufgegeben? Dass ich das noch erleben darf.“
Die Überraschung stand Wilhelmine deutlich ins Gesicht geschrieben. Sie schluckte leicht und brauchte einen Moment, bis sie die Sprache wiedergefunden hatte. Inga war sich nicht sicher, ob sie Wilhelmines Reaktion positiv oder negativ werten sollte. Es war offensichtlich, dass sie nicht damit gerechnet hatte, Inga wiederzusehen.
„Inga?“
„Wilhelmine.“
„Was machst du hier?“
„Fortbildung in der Polizeiakademie. Und du?“
„Pflichttermin. Als Oberstaatsanwältin kann ich solche Termine leider nicht schwänzen.“
„Und das alles ohne Zigaretten?“
„Wir sind eben alle etwas stärker, als wir glauben.“
Inga lächelte breit und strahlend. Die Begrüßung mochte ein bisschen holperig gewesen sein, aber schon nach ein paar Sätzen war das vertraute Gefühl wieder da. Es war doch die richtige Entscheidung gewesen, herzukommen. Dennoch beschleunigte sich ihr Herzschlag und ihr Hände wurden feucht, als sie sich zu Wilhelmine herüberbeugte und ihr ins Ohr raunte.
„Heißt das, du bist stark genug, einer großen Schachtel Belgischer Schokolade auf meinem Zimmer zu widerstehen?“
Wilhelmine zögerte einen Moment. Sie schluckte wieder, schaute Inga an und da lag ein Ausdruck in ihren Augen, der Inga zeigte, das Wilhelmine diese paar Wochen im Sommer vor vielen, vielen Jahren, als sie beide noch jung und verrückte gewesen waren, genauso wenig vergessen hatte, wie sie selbst. Wilhelmines Blick veränderte sich ein wenig, musterte Inga jetzt prüfend.
„Sag mal, bist du nur wegen mir hier?“
„Vielleicht. – Also?“
„Dir will ich gar nicht wiederstehen.“
Da war mit einem Mal wieder diese flatterige Gefühl in der Magengegend und jetzt musste auch Inga ein wenig schlucken. Sie schob Wilhelmine den kleinen Zettel mit ihrem Hotel und der Zimmernummer zu, raunte ihr noch ein „Ich warte auf dich“ ins Ohr, drehte sich dann um und ging. Bis sie längst auf der Straße war, meinte sie Wilhelmines Blick auf sich zu spüren. Sie mochten vielleicht dreißig Jahre älter geworden sein, aber verrückt waren sie immer noch.
no subject
Date: 2018-08-28 06:05 pm (UTC)Ich bin so gar nicht in diesem Fandom, deswegen hab ich gar keine Ahnung vom canon und so, aber deine Beschreibungen geben finde ich genug Hinweise und durch die Berufe der beiden wird auch einiges mehr klar, von daher Hut ab! Ich kam sehr gut mit trotz Null Vorkenntnissen :D (es ist Femslash und ich bin immer für femslash zu haben, haha)
Ich weiß nicht, wie viel die beiden im Canon gemeinsam haben, aber eine Abneigung gegen solche Funktionen scheint zumindest eine zu sein :'D
no subject
Date: 2018-09-02 06:53 pm (UTC)Offiziell haben die beiden im Canon mal so gar nichts miteinander zu tun, (Wilhelmine ist Staatsanwältin beim TO Münster, Inga Kommissarin beim TO Bremen), aber sie sind sich vom Wesen her doch so ähnlich, dass man sie ganz gut verpaaren kann.
no subject
Date: 2018-08-30 05:43 pm (UTC)Und den Satz fand ich irgendwie besonders schön: „Wir sind eben alle etwas stärker, als wir glauben.“ Außerdem natürlich: „Dir will ich gar nicht wiederstehen.“ Hach! <3
no subject
Date: 2018-09-02 07:00 pm (UTC)Das oder Münster ist protestantisch geworden. Ist jetzt alles drei ungefähr gleich wahrscheinlich. Ich habe auch keine Ahnung, woher die Idee kam, aber sie war plötzlich da. Vielleicht muss ich mir nochmal eine kleine Geschichte dazu überlegen, warum das passiert sein sollte.
Und den Satz fand ich irgendwie besonders schön: „Wir sind eben alle etwas stärker, als wir glauben.“
Da hast du jetzt genau den einen Satz gefunden, der nicht von mir war. *lol* Das war der Prompt, aus dieser Liste (https://thotstochter.tumblr.com/post/177195347546/drabble-list-2), ich habe ihn nur ins Deutsche übersetzt.
Aber freut mich sehr, dass dich dieses Pairing anspricht. Ich mag die beiden auch immer mehr.
no subject
Date: 2018-09-02 07:01 pm (UTC)Ich mag sie auch, gerne mehr davon! <3