Titel: Volle Breitseite
Team: Sonne
Challenge: Farben: ORANGE (Sonnenaufgang) - Für mich
Fandom: Alphateam
Rating: P12
Genre: Fluff, Friendship, Slash
Warnungen: None
Zusammenfassung: Robert hat eine kleine Überraschung für Eberhard...
Wörter: ~750
Anmerkung1: Ich musste mal wieder feststellen, dass SceneFics zum Alphateam irgendwie unendlich viel schwieriger sind, als zum Tatort. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass mir die Charas noch nicht so vertraut sind. Na egal, schaut selbst, was ihr davon halten wollt. Die Szene gibt es hier ab Minute 38:17 (Um alle Zusammenhänge zu verstehen, sollte man eventuell noch die Szenen ab 18:00 und 32:53 schauen). Die Dialoge sind wie immer direkt aus der Folge, der Rest ist von mir.
Anmerkung2: Eine kunterbunter Weltherrschaft. YAY!
Mit einem erleichterten Seufzen schloss Robert die Tür zum Aufenthaltsraum hinter sich. Endlich ein paar Minuten Ruhe. Der Raum war fast leer, nur Eberhard saß hinten in der Ecke an einem Tisch. Robert nickte ihm kurz zu und ging zur Küchenzeile hinüber. Irgendjemand hatte einen riesigen Obstkorb mit einem Schild ‚Bitte Bedienen‘ dort angestellt und ihm stand der Sinn nach einem Apfel. Er wählte einen besonders schönen roten aus, rieb ihn kurz an seinem Kittel ab, dann nahm er sich ein Schälmesser aus der Schublade und lehnte sich an rücklings an die Arbeitsplatte. Während er sich die ersten Apfelspalten schnitt und in den Mund schob, beobachtete er den Kollegen ein bisschen genauer.
Eberhard saß an seinem Computer, tippte OP-Berichte ab und summte dabei leise vor sich hin. Wenn Robert ihn jetzt so sah, dann fragte er sich schon, warum außer Dorothea und ihm selbst – und Vonderwerth, woher auch immer der es hatte – niemandem etwas aufgefallen war. Eberhard war doch eigentlich eher der hanseatisch unterkühlte und man muss ihn schon extrem reizen, um eine richtig emotionale Reaktion von ihm zu erhalten, aber zurzeit strahlte er richtiggehend von innen heraus und versprühte eine positive Energie, die schon fast unheimlich war. Robert stieß sich von der Arbeitsfläche ab und schlenderte zu Eberhard hinüber.
„Dir geht’s gut, oder?“
Ein bisschen überraschte schaute Eberhard auf und machte eine vage Geste mit dem Kopf, die so ungefähr alles und nichts heißen konnte. Das breite Grinsen, das sich auf seinem Gesicht ausbreitete, als er wieder auf seinen Bildschirm schaute, sprach allerdings seine ganz eigene Sprache. Robert verdrehte innerlich die Augen. Warum konnte Eberhard in solchen Dingen nicht einfach mal eine klare Antwort geben? Nach seinem Auftritt vorhin mit Vonderwerth wusste es sowieso schon das ganze Team, wahrscheinlich sogar das ganze Krankenhaus.
„Hat sich schon rumgesprochen, das mit dem neuen Notarzt und dir.“
Eberhard schaute wieder auf. Er nahm die Brille ab und machte wieder so eine etwas vage Kopfbewegung. Es schien einen Moment, als wäre er sich nicht ganz sicher, was er sagen wollte, doch dann holte er einmal tief Luft und antwortete direkter als Robert je erwartet hätte.
„Ja, mich hat’s erwischt. Volle Breitseite. Und das mir altem Knacker. Aber Erich gibt mir das wunderbare Gefühl, geliebt zu werden, ohne sich dafür verbiegen zu müssen.“
Robert war nie ein wirklich romantisch veranlagter Mensch gewesen und in Beziehungsdingen auch immer ein bisschen ungeschickt, aber so wie Eberhard das sagt, spürte sogar er, dass der Andere jedes Wort genau so meinte. Auch wenn er mit Männern nun wirklich gar nicht anfangen konnte, beneidete er Doktor Buresch in diesem Augenblick doch ein wenig.
„Freut mich für dich.“
Eberhards Strahlen wurde gleich noch ein bisschen breiter. Robert konnte gar nicht anders, als es zu erwidern. Jetzt war vermutlich ein guter Zeitpunkt, um sein kleines Geschenk abzuliefern.
„Du hast übrigens anders als geplant kommendes Wochenende keinen Dienst.“
„Wie das denn?“
„Vonderwerth wollte tauschen.“
Eberhards Gesichtsausdruck wirkte ungläubig und genau genommen hatte er damit ja nicht mal Unrecht. Vonderwerth hatte mitnichten tauschen wollen, aber nachdem Robert von Vonderwerths Auftritt am Empfang und Eberhards folgendem Outing erfahren hatte, hatte er es für nötig gehalten, den neuen Kollegen mal ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Bevor Eberhard aber womöglich noch Fragen stellte, redete Robert lieber schnell weiter.
„Du wolltest doch schon lange deinen Ausflug nach Dänemark machen. Vielleicht klappt’s ja diesmal. – Sag deinem Notarzt rechtzeitig Bescheid, dass er sich das Wochenende freihält.“
Das Strahlen auf Eberhards Gesicht wurde gleich noch eine Spur breiter. Er stand von seinem Stuhl auf und kam um den Tisch herum zu Robert. Einen Moment schien, es als wollte er etwas sagen, doch dann schnaubte er nur leise und wuschelte Robert durch die Haare. Soviel überschwängliche Zuneigung machte Robert dann doch ein bisschen verlegen.
„Hey, nicht so stürmisch. Ich mag’s nicht, wenn meine Frisur verrutscht.“
Eberhard durchschaute ihn natürlich sofort. Er klaut Robert das Apfelstückchen, das er gerade geschnitten hatte, formte ein stummes ‚Aha‘ und nickte scheinbar ernsthaft und verstehend.
„Danke.“
Eberhard schob sich das Apfelstückchen in den Mund, berührte Robert noch einmal leicht an der Wange und verließ den Aufenthaltsraum, ohne Zweifel auf der Suche nach seinem Freund. Robert schaute ihm hinterher. Wenn er ein bisschen romantischer veranlagt gewesen wäre, hätte er jetzt wahrscheinlich bemerkt, dass Eberhard mit der aufgehenden Sonne um die Wette strahlte. Aber er war nicht romantisch und deswegen stellte er nur zufrieden fest, dass Eberhards ehrliche Freude den Stress mit Vonderwerth am nächsten Wochenende allemal wert war.
Team: Sonne
Challenge: Farben: ORANGE (Sonnenaufgang) - Für mich
Fandom: Alphateam
Rating: P12
Genre: Fluff, Friendship, Slash
Warnungen: None
Zusammenfassung: Robert hat eine kleine Überraschung für Eberhard...
Wörter: ~750
Anmerkung1: Ich musste mal wieder feststellen, dass SceneFics zum Alphateam irgendwie unendlich viel schwieriger sind, als zum Tatort. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass mir die Charas noch nicht so vertraut sind. Na egal, schaut selbst, was ihr davon halten wollt. Die Szene gibt es hier ab Minute 38:17 (Um alle Zusammenhänge zu verstehen, sollte man eventuell noch die Szenen ab 18:00 und 32:53 schauen). Die Dialoge sind wie immer direkt aus der Folge, der Rest ist von mir.
Anmerkung2: Eine kunterbunter Weltherrschaft. YAY!
Mit einem erleichterten Seufzen schloss Robert die Tür zum Aufenthaltsraum hinter sich. Endlich ein paar Minuten Ruhe. Der Raum war fast leer, nur Eberhard saß hinten in der Ecke an einem Tisch. Robert nickte ihm kurz zu und ging zur Küchenzeile hinüber. Irgendjemand hatte einen riesigen Obstkorb mit einem Schild ‚Bitte Bedienen‘ dort angestellt und ihm stand der Sinn nach einem Apfel. Er wählte einen besonders schönen roten aus, rieb ihn kurz an seinem Kittel ab, dann nahm er sich ein Schälmesser aus der Schublade und lehnte sich an rücklings an die Arbeitsplatte. Während er sich die ersten Apfelspalten schnitt und in den Mund schob, beobachtete er den Kollegen ein bisschen genauer.
Eberhard saß an seinem Computer, tippte OP-Berichte ab und summte dabei leise vor sich hin. Wenn Robert ihn jetzt so sah, dann fragte er sich schon, warum außer Dorothea und ihm selbst – und Vonderwerth, woher auch immer der es hatte – niemandem etwas aufgefallen war. Eberhard war doch eigentlich eher der hanseatisch unterkühlte und man muss ihn schon extrem reizen, um eine richtig emotionale Reaktion von ihm zu erhalten, aber zurzeit strahlte er richtiggehend von innen heraus und versprühte eine positive Energie, die schon fast unheimlich war. Robert stieß sich von der Arbeitsfläche ab und schlenderte zu Eberhard hinüber.
„Dir geht’s gut, oder?“
Ein bisschen überraschte schaute Eberhard auf und machte eine vage Geste mit dem Kopf, die so ungefähr alles und nichts heißen konnte. Das breite Grinsen, das sich auf seinem Gesicht ausbreitete, als er wieder auf seinen Bildschirm schaute, sprach allerdings seine ganz eigene Sprache. Robert verdrehte innerlich die Augen. Warum konnte Eberhard in solchen Dingen nicht einfach mal eine klare Antwort geben? Nach seinem Auftritt vorhin mit Vonderwerth wusste es sowieso schon das ganze Team, wahrscheinlich sogar das ganze Krankenhaus.
„Hat sich schon rumgesprochen, das mit dem neuen Notarzt und dir.“
Eberhard schaute wieder auf. Er nahm die Brille ab und machte wieder so eine etwas vage Kopfbewegung. Es schien einen Moment, als wäre er sich nicht ganz sicher, was er sagen wollte, doch dann holte er einmal tief Luft und antwortete direkter als Robert je erwartet hätte.
„Ja, mich hat’s erwischt. Volle Breitseite. Und das mir altem Knacker. Aber Erich gibt mir das wunderbare Gefühl, geliebt zu werden, ohne sich dafür verbiegen zu müssen.“
Robert war nie ein wirklich romantisch veranlagter Mensch gewesen und in Beziehungsdingen auch immer ein bisschen ungeschickt, aber so wie Eberhard das sagt, spürte sogar er, dass der Andere jedes Wort genau so meinte. Auch wenn er mit Männern nun wirklich gar nicht anfangen konnte, beneidete er Doktor Buresch in diesem Augenblick doch ein wenig.
„Freut mich für dich.“
Eberhards Strahlen wurde gleich noch ein bisschen breiter. Robert konnte gar nicht anders, als es zu erwidern. Jetzt war vermutlich ein guter Zeitpunkt, um sein kleines Geschenk abzuliefern.
„Du hast übrigens anders als geplant kommendes Wochenende keinen Dienst.“
„Wie das denn?“
„Vonderwerth wollte tauschen.“
Eberhards Gesichtsausdruck wirkte ungläubig und genau genommen hatte er damit ja nicht mal Unrecht. Vonderwerth hatte mitnichten tauschen wollen, aber nachdem Robert von Vonderwerths Auftritt am Empfang und Eberhards folgendem Outing erfahren hatte, hatte er es für nötig gehalten, den neuen Kollegen mal ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Bevor Eberhard aber womöglich noch Fragen stellte, redete Robert lieber schnell weiter.
„Du wolltest doch schon lange deinen Ausflug nach Dänemark machen. Vielleicht klappt’s ja diesmal. – Sag deinem Notarzt rechtzeitig Bescheid, dass er sich das Wochenende freihält.“
Das Strahlen auf Eberhards Gesicht wurde gleich noch eine Spur breiter. Er stand von seinem Stuhl auf und kam um den Tisch herum zu Robert. Einen Moment schien, es als wollte er etwas sagen, doch dann schnaubte er nur leise und wuschelte Robert durch die Haare. Soviel überschwängliche Zuneigung machte Robert dann doch ein bisschen verlegen.
„Hey, nicht so stürmisch. Ich mag’s nicht, wenn meine Frisur verrutscht.“
Eberhard durchschaute ihn natürlich sofort. Er klaut Robert das Apfelstückchen, das er gerade geschnitten hatte, formte ein stummes ‚Aha‘ und nickte scheinbar ernsthaft und verstehend.
„Danke.“
Eberhard schob sich das Apfelstückchen in den Mund, berührte Robert noch einmal leicht an der Wange und verließ den Aufenthaltsraum, ohne Zweifel auf der Suche nach seinem Freund. Robert schaute ihm hinterher. Wenn er ein bisschen romantischer veranlagt gewesen wäre, hätte er jetzt wahrscheinlich bemerkt, dass Eberhard mit der aufgehenden Sonne um die Wette strahlte. Aber er war nicht romantisch und deswegen stellte er nur zufrieden fest, dass Eberhards ehrliche Freude den Stress mit Vonderwerth am nächsten Wochenende allemal wert war.