Genre+Challenge - Thriller+Urlaub
Aug. 13th, 2018 10:46 pmTeam: Mond
Challenge: Genre+Challenge – Thriller+Urlaub (fürs Team)
Fandom: Original (Harecalypse Now)
Wörter: ~850
Anmerkung: Anderes Team, gleiches Problem.
Die Sonne brannte gnadenlos herab. Die Luft stand und war kaum zu atmen. Die erntereifen Felder rauschten um sie herum, begleitet vom Zirpen und Knistern von Insekten. Manchmal sang ein Vogel. Regelmäßig war das Klopfen von nah und fern zu hören.
Nervös sah sich Sophia regelmäßig um. Sie hatte seit heute morgen den Punkt überwunden, wo ihr Nacken wegen Überdehnung ständig nur weh tat. So wie sie die Mückenstiche die meiste Zeit ignorieren konnte oder das ihre Schuhe nicht ganz so bequem waren, wie sie immer geglaubt hatte. Bei dem Klopfen konnte sie sich eigentlich auch nicht mehr sicher sein, ob es nur in ihrem Kopf war oder doch real.
Als Sophia hinter sich ein finales „So!“ hörte, drehte sie sich zu ihrer Cousine um.
Alicja lauschte für einen Moment in die Umgebung und sprach dann mit Sophia, ohne sie anzublicken: „Sie kommen näher.“
Sofort schnellte Sophias Puls in die Höhe und sie drängte sich dicht an Alicja. „Wir sollten zurück zum Boot!“, begann sie eilig, ängstlich. „Wir nehmen hier mit, was geht, und dann setzen wir uns wieder ab!“
Mit einem verächtlichen Schnauben sah Alicja kurz in Sophias Richtung und schüttelte dann nur mit dem Kopf. „Wir können uns nicht ewig auf dem See verstecken. Schon gar nicht bei dieser Hitze ohne Schutz.“
„Dann denken wir uns was aus!“
„Was denkst du, was das hier ist?!“, maulte Alicja und versuchte nicht laut zu werden, was ihr sichtlich schwer fiel. „Diese Monster werden uns jedes Fahrzeug früher oder später lahm legen, mal abgesehen davon, dass ich keine Ahnung habe, ob wir das mit dem Spritt schaffen. Du hast doch die Motoren die letzten zwei Tage auch non stop gehört!“
In Sophia wehrte sich alles. Alicja hatte ihr zwar auf dem Weg hierher lang und breit erklärt, was sie vor hatte, warum sie es plante, was sie sich dabei dachte. Es klang alles schlüssig. Vielleicht nicht die sicherste Option, aber eine, die Chancen versprach. Vielleicht könnten sie lang genug auf der Flucht sein. Vielleicht konnten sie einen Ort finden, wo Hasen und Kaninchen nicht wahnsinnig geworden waren. Aber trotzdem... Alles, was Sophia wollte, war wieder auf dem Boot zu sitzen, während in der Dämmerung entlang des Ufers die Biester aufgebracht klopften.
„Das ist unsere Chance!“, drängte sie Alicja und griff nach ihrem Oberarm. „Dreh mir jetzt nicht durch!“
Sophia wollte etwas antworten als hinter ihnen plötzlich wie ein Trommelwirbel losging. Gleichzeitig rissen die zwei Frauen ihre Blicke in die gleiche Richtung. Noch war nichts zu sehen, aber sie wurden gefunden. Sie würden kommen. Sie kamen.
Alicja zog Sophia schroff zum Pferd. „Steig auf! LOS!“ Nichts hielt sie mehr davon ab, laut zu werden. Die Pferde drehten bereits fragend mit den Ohren. Sie konnten nur darauf hoffen, dass ihnen die Pferde nicht durchgingen, ehe sie sie angetrieben hatten.
„Ich- ich- Hilf mir!“, japste Sophia panisch, die alleine nicht auf den Sattel kam. Bevor Alicja sie auf den Zaun verweisen konnte, half sie ihrer Cousine mit dem Hieven schneller herrauf. Mit einem großen Satz war Alicja sogleich bei ihrem gepackten Pferd, das schnaubte. Nach einem Moment saß sie oben, hielt die Zügel und wollte instinktiv einfach nur so schnell wie möglich wegkommen. Besorgt sah sie hinter sich, ins rauschende Feld, das sich nun viel stärker bewegte. Zu Sophia, die endlich die Zügel vernünftig im Griff hatte und ihr Pferd in Bewegung setzte. „Los!“, drängte Alicja und begann vorzureiten und das Tempo vorzugeben. „Halt dich fest!“
„Oh Gott!“, schrie Sophia verängstigt und widerstrebte dem Bedürfnis, sich am Sattel mit den Händen zu verkrallen.
„Du schaffst das! Dein Pferd wird schon meinem folgen, bleib einfach oben!“, versuchte Alicja sie zu beruhigen. Hinter ihr hörte sie das Schnauben von Pferd und Reiter und nahm es als Zeichen, das sie das Tempo hochschrauben konnte. Anhand des Geräusches konnte Alicja beurteilen, dass das zweite Pferd folgte, wofür auch Sophias panische Ausrufe standen.
Alicja warf einen Blick hinter sich, als sie das Hofgelände verlassen hatten und auf einen breiten Feldweg einbogen, wo sie zu galoppieren begannen. Eine Staubwolke erhob sich hinter ihnen, aber sie konnte herumflitzende, kleine Gestalten darin erkennen. Trotzdem schienen sie zunächst hinter der Geschwindigkeit der Pferde zurückzufallen.
Hinter ihr hatten sich Sophias Schreie beruhigt, sie quiekte nur noch gelegentlich.
Gerade als Alicja sich in Sicherheit wiegen wollte, schoss eine kleine Gruppe Feldhasen vor ihnen auf den Weg. Hinter ihr schrie Sophia auf. Doch statt das Pferd zum Aufbäumen zu verschrecken, preschte es nur panisch vor. Überrascht sah Alicja ihre Cousine an ihr vorbeiziehen und das Pferd mit einem großen Satz über die Hasen fliegen. Es donnerte als sie wieder aufkamen. Die Hasen zuckten.
Im ersten Moment wollte Alicja mit dem Satz folgen, doch sie hatte zu lange nachgedacht. Stattdessen preschte ihr Pferd mit lauten Hufschlägen durch die Kleintiere. Sie zerstoben wie aufgescheuchte Tauben in alle Richtungen. Ein lauter Jubelschrei riss sich aus Alicjas Kehle als ihr Pferd schließlich das von Sophia einholte.
„Sophia! Krassester Urlaub – EVER!“, kommentierte Alicja, ganz trunken von der Euphorie und dem Adrenalien.
Ihre Cousine warf ihr einen entsetzten Blick zu. „Wohl eher letzter Urlaub ever! Oh mein Gott!“
Challenge: Genre+Challenge – Thriller+Urlaub (fürs Team)
Fandom: Original (Harecalypse Now)
Wörter: ~850
Anmerkung: Anderes Team, gleiches Problem.
Die Sonne brannte gnadenlos herab. Die Luft stand und war kaum zu atmen. Die erntereifen Felder rauschten um sie herum, begleitet vom Zirpen und Knistern von Insekten. Manchmal sang ein Vogel. Regelmäßig war das Klopfen von nah und fern zu hören.
Nervös sah sich Sophia regelmäßig um. Sie hatte seit heute morgen den Punkt überwunden, wo ihr Nacken wegen Überdehnung ständig nur weh tat. So wie sie die Mückenstiche die meiste Zeit ignorieren konnte oder das ihre Schuhe nicht ganz so bequem waren, wie sie immer geglaubt hatte. Bei dem Klopfen konnte sie sich eigentlich auch nicht mehr sicher sein, ob es nur in ihrem Kopf war oder doch real.
Als Sophia hinter sich ein finales „So!“ hörte, drehte sie sich zu ihrer Cousine um.
Alicja lauschte für einen Moment in die Umgebung und sprach dann mit Sophia, ohne sie anzublicken: „Sie kommen näher.“
Sofort schnellte Sophias Puls in die Höhe und sie drängte sich dicht an Alicja. „Wir sollten zurück zum Boot!“, begann sie eilig, ängstlich. „Wir nehmen hier mit, was geht, und dann setzen wir uns wieder ab!“
Mit einem verächtlichen Schnauben sah Alicja kurz in Sophias Richtung und schüttelte dann nur mit dem Kopf. „Wir können uns nicht ewig auf dem See verstecken. Schon gar nicht bei dieser Hitze ohne Schutz.“
„Dann denken wir uns was aus!“
„Was denkst du, was das hier ist?!“, maulte Alicja und versuchte nicht laut zu werden, was ihr sichtlich schwer fiel. „Diese Monster werden uns jedes Fahrzeug früher oder später lahm legen, mal abgesehen davon, dass ich keine Ahnung habe, ob wir das mit dem Spritt schaffen. Du hast doch die Motoren die letzten zwei Tage auch non stop gehört!“
In Sophia wehrte sich alles. Alicja hatte ihr zwar auf dem Weg hierher lang und breit erklärt, was sie vor hatte, warum sie es plante, was sie sich dabei dachte. Es klang alles schlüssig. Vielleicht nicht die sicherste Option, aber eine, die Chancen versprach. Vielleicht könnten sie lang genug auf der Flucht sein. Vielleicht konnten sie einen Ort finden, wo Hasen und Kaninchen nicht wahnsinnig geworden waren. Aber trotzdem... Alles, was Sophia wollte, war wieder auf dem Boot zu sitzen, während in der Dämmerung entlang des Ufers die Biester aufgebracht klopften.
„Das ist unsere Chance!“, drängte sie Alicja und griff nach ihrem Oberarm. „Dreh mir jetzt nicht durch!“
Sophia wollte etwas antworten als hinter ihnen plötzlich wie ein Trommelwirbel losging. Gleichzeitig rissen die zwei Frauen ihre Blicke in die gleiche Richtung. Noch war nichts zu sehen, aber sie wurden gefunden. Sie würden kommen. Sie kamen.
Alicja zog Sophia schroff zum Pferd. „Steig auf! LOS!“ Nichts hielt sie mehr davon ab, laut zu werden. Die Pferde drehten bereits fragend mit den Ohren. Sie konnten nur darauf hoffen, dass ihnen die Pferde nicht durchgingen, ehe sie sie angetrieben hatten.
„Ich- ich- Hilf mir!“, japste Sophia panisch, die alleine nicht auf den Sattel kam. Bevor Alicja sie auf den Zaun verweisen konnte, half sie ihrer Cousine mit dem Hieven schneller herrauf. Mit einem großen Satz war Alicja sogleich bei ihrem gepackten Pferd, das schnaubte. Nach einem Moment saß sie oben, hielt die Zügel und wollte instinktiv einfach nur so schnell wie möglich wegkommen. Besorgt sah sie hinter sich, ins rauschende Feld, das sich nun viel stärker bewegte. Zu Sophia, die endlich die Zügel vernünftig im Griff hatte und ihr Pferd in Bewegung setzte. „Los!“, drängte Alicja und begann vorzureiten und das Tempo vorzugeben. „Halt dich fest!“
„Oh Gott!“, schrie Sophia verängstigt und widerstrebte dem Bedürfnis, sich am Sattel mit den Händen zu verkrallen.
„Du schaffst das! Dein Pferd wird schon meinem folgen, bleib einfach oben!“, versuchte Alicja sie zu beruhigen. Hinter ihr hörte sie das Schnauben von Pferd und Reiter und nahm es als Zeichen, das sie das Tempo hochschrauben konnte. Anhand des Geräusches konnte Alicja beurteilen, dass das zweite Pferd folgte, wofür auch Sophias panische Ausrufe standen.
Alicja warf einen Blick hinter sich, als sie das Hofgelände verlassen hatten und auf einen breiten Feldweg einbogen, wo sie zu galoppieren begannen. Eine Staubwolke erhob sich hinter ihnen, aber sie konnte herumflitzende, kleine Gestalten darin erkennen. Trotzdem schienen sie zunächst hinter der Geschwindigkeit der Pferde zurückzufallen.
Hinter ihr hatten sich Sophias Schreie beruhigt, sie quiekte nur noch gelegentlich.
Gerade als Alicja sich in Sicherheit wiegen wollte, schoss eine kleine Gruppe Feldhasen vor ihnen auf den Weg. Hinter ihr schrie Sophia auf. Doch statt das Pferd zum Aufbäumen zu verschrecken, preschte es nur panisch vor. Überrascht sah Alicja ihre Cousine an ihr vorbeiziehen und das Pferd mit einem großen Satz über die Hasen fliegen. Es donnerte als sie wieder aufkamen. Die Hasen zuckten.
Im ersten Moment wollte Alicja mit dem Satz folgen, doch sie hatte zu lange nachgedacht. Stattdessen preschte ihr Pferd mit lauten Hufschlägen durch die Kleintiere. Sie zerstoben wie aufgescheuchte Tauben in alle Richtungen. Ein lauter Jubelschrei riss sich aus Alicjas Kehle als ihr Pferd schließlich das von Sophia einholte.
„Sophia! Krassester Urlaub – EVER!“, kommentierte Alicja, ganz trunken von der Euphorie und dem Adrenalien.
Ihre Cousine warf ihr einen entsetzten Blick zu. „Wohl eher letzter Urlaub ever! Oh mein Gott!“
no subject
Date: 2018-08-18 02:39 pm (UTC)Du hast diesen leisen Creep wirklich gut hinbekommen. Mit den Feldern, dem fiesen Kopfkino und dann kommen die Monsterkaninchen... Gut dass die Mädels zu Pferd unterwegs sind.
Und trotzdem hatte ich Mitleid mit den armen Häschen, die einfach über den Haufen geritten worden sind *seufz* Mir ist nicht zu helfen.
Jedenfalls: Mir hats Spaß gemacht, es zu lesen! *-*
no subject
Date: 2018-08-25 07:48 pm (UTC)Danke! <3
no subject
Date: 2018-08-21 07:41 am (UTC)no subject
Date: 2018-08-25 07:49 pm (UTC)