^.^

Feb. 18th, 2007 04:33 pm
[identity profile] tsutsumi.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Trotz Kopfschmerzen wieder voll dabei.
Es war lustig. Und es war gut. XD

Fandom: Original (noch immer ohne Namen)
Challenge:#1 Karma
Länge: eine dreiviertel Seite

„Weißt du was.“, sagte Denise als sie in die Sonne trat und sich neben Tabea auf die alte, knarrende Liege bequemte.
Das kleine, krachende Transistorradio spielte ACDC.
Take me down to the paradise city, where the grass is green and the girls are pretty.
Man konnte Daniel im Wohnwagen beim Geschirr spülen mitsingen hören. Vielleicht, dachte Tabea, hielt er sich gerade die Waschbürste wie ein Mikrophon dabei vor den Mund. Obwohl, so ein Typ war er dann wieder doch nicht- es erstaunte sie allein schon, dass er mitsang.

„Das hier ist alles Karma.“, fuhr Denise fort und setzte sich ihre Sonnenbrille auf. In der Ferne tuckerte ein Traktor über das Rapsfeld und wirbelte etwas Staub auf. Wie ein gelbgestrichenes Meer wiegten sich die Pflanzen sanft zum Takt der Musik im Wind. Fast.
„Karma?“
Tabea hatte keine Sonnenbrille und blinzelte Denise fragend an.
„Naja, das alles hier.“
Denise war nicht so gut darin, Erklärungen zu machen.
„Dass wir drei jetzt hier rumhängen, kam ja nicht von ungefähr.“
„Es bedeutet etwas.“

Vögel zwitscherten zwischen den Rapsblüten und neben den Mädchen, auf dem alten DDR-Tisch naschten zwei Wespen an den Resten der Tomatensuppe.
„Was soll daran Karma sein?“ , erwiederte Tabea und schloss, sich erneut zurücklehnend, die Augen, räkelte sich auf der Liege und lauschte den Vögeln, ACDC und Daniel mit seinem Geschirrklappern beim Singen.
„Ich bin abgehauen mit dem Wohnmobil meines Onkels, du wurdest von deinem Typen rausgeschmissen und Daniel...na ja...“
Die Entführungsgeschichte musste nicht neu aufgewärmt werden.
„Das ist lediglich ´ne Aneinanderreihung von Ereignissen.“
„Du darfst die Dinge nicht so simpel sehen!“, belehrte Denise sie.
„Alles im Universum hat einen Sinn und schlechtes Karma gehört dazu!“

Tabea hatte keine Lust, darüber zu diskutieren. Sie wollte lieber das Wetter, das Rapsfeld und die Musik genießen. Gerade als sie sich aufrichtete, hörte man Daniel fluchen. Mit Falten auf der Stirn erschien er an der Wohnmobiltür. In seinen Haaren klebte Schaum.

„Die Toilette ist gerade hochgekommen.“, sagte er angesäuert.
„Das ist schlechtes Karma.“

Fandom: NGE
Challenge: #2 Aneinander vorbei
Warnung: Ideenlosigkeit, Metaphernarmut
Länge: Eineinhalb Seiten

Shinji hatte- außer sich selbst- noch nie einen Jungen weinen sehen. Vielleicht hatte er zwischendurch sogar gedacht, dass Jungs gar nicht weinen könnten. Sich selbst hatte er immer als Ausnahme gesehen.
Nun, da er hier im fast leeren Klassenzimmer stand weil er noch mal zurückgegangen war um seine vergessene Federtasche zu holen, erfuhr er plötzlich, dass sogar ein Junge, der immer vorgab, der männlichste, stärkste und abgebrühteste zu sein, einmal weinte.

Touji hatte den Besen an einen Tisch gelehnt und den Kopf in der Schrecksekunde zu Shinji gewandt als dieser nichtsahnend durch die Tür gekommen war.
Was hatte er nur?
Vorhin war er noch ganz der Alte gewesen, über den Putzdienst meckernd, zu dem man ihn nach dem Unterricht verdonnert hatte.

„Was machst du denn hier?!“
Seine Stimme schepperte vor Aggressivität.

„Ich hab meine Federtasche vergessen.“
Im Nachhinein kam Shinji sich blöde vor wegen des Satzes.
Die Situation überforderte ihn. Wenn Menschen plötzlich aus ihrem gewohnten Trott herausfielen, auf einmal so seltsame, unbegreifliche Dinge taten, fühlte er sich hilflos und wie erstarrt. Sie machten es ihm schwer.
Touji wischte sich mit dem Ärmel über das leicht gerötete Gesicht und sah auf den Tisch neben sich, auf dem das verlassene Mäppchen stand.
Lieblos sah er es an, packte es und warf es Shinji zu, so plötzlich und so voller Kraft, dass Ikari beim Fangen die Hände schmerzten.
„Und jetzt hau ab!“

Suzuhara verwirrte ihn. Hochgradig.
Die Sonne ging hinter ihnen beiden unter und tauchte das Zimmer in ein feierliches, orangenes Licht. Es erhellte die Wand des Klassenzimmers und den großen Banner mit dem neulich darauf gekritzelten Banner `Mit Freude ans Lernen!´
Shinji konnte sich nicht regen. Der Blick seines Freundes ärgerte ihn seltsamerweise.
Weil er ihm Angst machte.
Dabei hatte Touji versprochen, ihm nie Angst machen zu wollen. Nun, nicht wörtlich. Aber gehört so was nicht zur Freundschaft dazu?
„Aber ich...“, begann er zaghaft.

„Mann, verpiss dich endlich!“
Aus Toujis wütenden Augen traten Tränen. Das passte alles so gar nicht zusammen. Es schien, als würde Suzuhara zwei verschiedene Botschaften versenden, die Shinji nicht zu deuten vermochte.

„Vielleicht sollte ich gehen.“, erwiderte er leise. Irgendetwas in ihm war wirklich beleidigt. Zum ersten Mal wütend darüber dass sein bester Freund „Verpiss dich“ zu ihm gesagt hatte.

Da kam Touji auch schon auf ihn zu. Seine verkrampfte Haltung, das vor Ambivalenz verzerrte Gesicht erschreckten Shinji. Für eine Sekunde verharrten beide voreinander, verspannt, vor Gefühl beinahe zitternd. Shinji war sich sicher, gleich würde sein Freund ihm eine reinschlagen.

„Hau ab!“,
krächzte Touji heiser und schloss Ikari in die Arme.
„Hau endlich ab!“
Und drückte ihn sanft an sich.
Sein Atem war heiß an Shinjis Nacken, er spürte die feuchte Wange des anderen Jungen sich.
Mit einem Mal war die Wut verflogen.

„Ich bleibe.“, flüsterte er und legte ganz zaghaft und anfängerhaft die Hände auf Toujis Rücken.

Sie standen im pathetischen Abendlicht und dämmerten mit der Zeit mit. Leise.
So anders war er vielleicht doch nicht, dachte Shinji.

„Hau ab.“, flüsterte Touji heiser.
„Hau ab...“

~Tsutumi

karma

Date: 2008-03-21 04:40 pm (UTC)
From: [identity profile] ina-chan0808.livejournal.com
XD~ man sollte eben auf sein karma achten...

*seufz* auch trösten will gelernt sein, nicht?

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