Angst-Tabelle - Erinnerungen (für mich)
Aug. 8th, 2018 11:35 amFandom: Haikyuu!! // Final Haikyuu Quest
Challenge: Angst (Erinnerungen)
Charaktere: Shouyou Hinata, Kenma Kozume (Erwähnungen von anderen fhq-charas)
Pairing: mehr oder weniger KenHina...
Kommentar: ô.o kp... neuste Mangachapter, Kenma, fhq Ideen...irgendwie kam das dann ^^;
Wortanzahl: 639
„Hey, was, wenn wir uns zusammentun?“
Shouyous Körper zuckte zusammen, während er daran dachte, als er den Heiler das erste Mal getroffen hatte.
Den zierlichen Körper, der von einer weißen Robe eingehüllt war. Die Kapuze war über seinen Kopf gezogen und darunter erkannte man einen Teil der blonden Haare, die oben noch etwas schwarz waren.
Diese katzenhaften Augen, die alles und jeden so genau beobachteten.
„Hm, warum nicht.“
Kenmas Gesicht war weiterhin ruhig und dennoch hatte sich ein leichtes Lächeln auf seine Lippen gelegt.
„Ich bin Hinata Shouyou und du?“
„Kozume Kenma“, erwiderte er nur ruhig zurück.
Shouyou schluckte, während er jetzt daran dachte, was sich verändert hatte, nachdem sie, zusammen mit Aone, Kageyama und Iwaizumi das Schloss des Dämonenkönigs eingenommen hatten.
Kenma hatte sich verändert. Oder er hatte sie die ganze Zeit getäuscht.
Shouyou wusste es nicht, aber er wusste, was er gesehen hatte, als sie sich in Sicherheit geglaubt hatten.
Er hatte mit angesehen, wie Iwaizumis Körper durch einen Fluchzauber schwächer wurde und er vor ihm und den anderen zusammenbrach.
Shouyou hatte sich zu Kenma gedreht und ihn gefragt, gefleht, ob er nichts tun konnte, immerhin war er ihr Heiler gewesen.
Doch er hatte ihn nur ruhig angeblickt.
Diese katzenhaften Augen hatten sich tief in seine Seele gebohrt und bevor Shouyou reagieren konnte, spürte er, wie ein Pfeil an ihm vorbeischoß.
„Kageyama, was tust du da?!“
Seine Stimme hatte sich überschlagen, während er sich zu seinem Teamkameraden umgedreht hatte.
„Siehst du das nicht, Hinata?“
Shouyou wollte es damals nicht gesehen haben.
Er hatte nur zugesehen, wie Kageyama und Aone gegen Kenma kämpften. Und unterlagen, weil Kenma sie lange genug beobachtet hatte, während ihrer Reise.
Er kannte jede ihrer Schwachstellen.
Shouyou wusste nicht, wo sich Kageyama, Aone oder Iwaizumi momentan befanden. Er wusste nicht, ob er Kenma noch trauen konnte, als dieser ihm gesagt hatte, dass sie noch lebten.
„Shouyou“, drang die Stimme seines ehemaligen Teamkameraden zu ihm und er blickte in die katzenhaften Augen Kenmas, der ihn gleichgültig ansah.
„Warum? Kenma, warum?“, fragte Shouyou mit lauter Stimme nach, auch, wenn er das Gefühl hatte, als wenn seine Stimme nicht mehr als ein Ächzen war.
„Ich brauchte jemanden, um Oikawa zu stürzen“, sagte Kenma und seine Lippen verzogen sich zu einem Grinsen, „und ... ich wollte schon immer ein Haustier haben.“
Shouyou zuckte zurück, als er merkte, wie Kenma auf ihn zuging, die Zellentür öffnete und schließlich vor ihm stehenblieb. Er wusste, dass er nicht fliehen konnte. Er hatte keinerlei Chance, Kenma zu überlisten oder zu bekämpfen. „Kenma ...“
„Ich mag dich, Shouyou“, flüsterte Kenma ihm zu und ließ seine Hand zu dem anderen gleiten, berührte Shouyous Kinn, „ich mag dich wirklich.“
„Dann würdest du mich nicht gefangen halten“, erwiderte Shouyou, während er etwas zurückzuckte, als er allerdings nur spürte, wie Kenma sein Gesicht zwischen seine Hände nahm und ihm somit direkt in die Augen sah.
Es war nicht viel Platz zwischen ihnen, was dazu führte, dass Shouyou ihn einfach nur geschockt ansah, während er spürte, wie ihm sämtliche Farbe aus dem Gesicht entwich. Was sollte er nur tun? Wie sollte er von hier entkommen? Wie bekam er seinen liebsten Freund zurück?
„Du wirst für immer ... mein kleines Vögelchen sein, Shouyou“, sprach Kenma leise aus, während er ihn weiterhin ansah, immer noch mit einem Grinsen auf seinem Gesicht, bevor er sich langsam von ihm zurückzog, um seinen Gefangenen alleine zu lassen.
Shouyou zitterte am ganzen Körper und spürte, dass er sich nicht einmal rühren konnte, nachdem Kenma ihn losgelassen und die Zellentür wieder versperrt hatte, als er diese verlassen hatte. Seine Augen waren aufgerissen und er starrte einfach nur der Gestalt seines ehemaligen Teamkameraden nach. Kenma machte ihm Angst, obwohl er nichts sehnlicher wollte, als seinen Freund wiederzuhaben.
War das hier jetzt wirklich ein endgültiges ‚Game over‘, wie es so schön hieß? Hatte er den Kampf verloren?