Angst - Joker
Aug. 7th, 2018 07:22 pmTeam: Mond
Challenge: Angst - Joker (Dunkelheit aus der Sommerchallenge 2017)
Fandom: Voltron
Charaktere: Keith
Wörter: 821
Teil 1, Teil 2
Teil 3
Keith konnte nicht sagen, wie lange es dauerte, bis er wieder halbwegs klar im Kopf war. Bis ihn keine alptraumhaften Bilder mehr verfolgten. Es war auch egal. Hauptsache, sie kamen nicht wieder. Den Nachteil bemerkte er, nachdem er eine Weile einfach in der Dunkelheit seiner Zelle gesessen hatte. Er began zu grübeln. Darüber, was passiert war. Ob er etwas hätte besser machen können (natürlich), was er jetzt tun sollte (er hatte keine Ahnung) und was die Galra überhaupt mit ihm vorhatten (darüber wollte er eigentlich wirklich nicht nachdenken). Außerdem… wie es den anderen ging. Hatten sie schon einen Rettungsversuch gestartet? Versuchten sie es überhaupt? Konnten sie ihn finden? Als seine… Alpträume am schlimmsten gewesen war, hatte er zwei Katzen gesehen. Stinknormale Hauskatzen von der Erde. Eine war groß und schwarz… die andere zierlich und rot. Sie hatten sich schnurrend an seine Beine geschmiegt und waren dann wieder verschwunden.
Die Löwen? Aber vielleicht hatte er sich das auch nur eingebildet, um nicht einfach den Verstand zu verlieren. Sehr wahrscheinlich sogar. Möglich, dass die anderen ihn gar nicht retten konnten. Würden sie es überhaupt versuchen? Er war ja nicht gerade das loyalste Teammitglied gewesen. Und Shiro konnte den Schwarzen wieder übernehmen, Voltron wäre also trotzdem vollständig. Ohne ihn. Vermutlich wären sie sogar besser dran. Shiro ging nicht immer solche dummen Risiken ein.
Aber er würde ihn auch nicht im Stich lassen, oder? Das hatte er nie getan. Auch, wenn das Wohl des ganzen Teams auf dem Spiel stand? Wenn ein Leben gegen fünf andere stand? Oder vier. Das eigene Leben für einen anderen zu riskieren, war einfach. Aber wenn noch andere mit hineingezogen wurden… darum war Keith ja auch alleine zu dem Mond geflogen, obwohl Lance hatte mitkommen wollen.
Müde lehnte er den Kopf gegen die Wand und schloss die Augen. Einen Unterschied machte es nicht, es war stockfinster in seiner Zelle und er war sich nicht sicher ob es daran lag, dass sie ihm einfach kein Licht gönnten oder ob etwas mit seinen Augen nicht stimmte. So oder so… er saß tierisch in der Scheiße und es gab nichts, was er daran ändern konnte. Das war vielleicht das schlimmste. Die Hilflosgkeit.
Wie lange war er schon so sich selbst überlassen? Es war schwer, ein Zeitgefühl aufrechtzuerhalten. Vielleicht war es genau das, was die Galra erreichen wollten. Ihn so zu brechen. Schließlich war so etwas zumindest auf der Erde eine Art der Folter. Wusste man hier auch davon?
Zwischendurch bekam er was zu trinken, aber Nahrung war Fehlanzeige. Klar, je schwächer er war, desto unwahrscheinlicher war es, dass er wieder Probleme machen würde. Er fragte, sich, wie lange er hier noch durchhalten sollte. Es wurde immer schwerer, sich zu konzentrieren. Irgendwie klare Gedanken zu fassen. Wenn er sich bewegte, holten seine gebrochenen Rippen ihn wieder etwas in die Realität zurück, aber es wurde schwieriger, die Entschlossenheit zu bewahren, hier rauszukommen.
Es wäre so einfach, hier und jetzt aufzugeben. Die Galra waren keine Gefahr mehr, auch wenn manche das offenbar noch nicht kapiert hatten. Und selbst wenn man Voltron noch brauchen sollte, er war ersetzbar. Wofür kämpfte er überhaupt noch?
Beinahe hätte er gar nicht bemerkt, dass die Tür geöffnet wurde und dann wusste er erstmal kaum, wie er darauf reagieren sollte. Abgesehen von geblendet die Augen schließen, weil das plötzliche Licht verdammt wehtat. Wer auch immer reinkam, er gab ihm keine Zeit, sich zu sammeln. “Das ist der schwarze Paladin?” Es war klar, dass die Frage nicht an Keith gerichtet war und irgendwie war ihm ebenso klar, dass der Galra damit einen bestimmten Zweck verfolgte. Trotzdem hob er blinzelnd den Kopf und sah den dunklen Umriss vor dem viel zu hellen Licht an. “Was dagegen?”
Es konnte kein Zufall sein, dass der harte Tritt in gefährliche Nähe zu seinen gebrochenen Rippen kam, aber Keith war zu sehr damit beschäftigt, nicht vor Schmerzen zu schreien, um sich weiter darum zu scheren.
“Ich hätte nicht gedacht, dass sie ein Halbblut zu ihrem Anführer machen. Und dann noch eines, das sie schon einmal im Stich gelassen hat.”
Würde Keith nicht immer noch darum kämpfen, entweder nicht zu kotzen oder einfach das Bewusstsein zu verlieren. Vor allem letzteres erschien ihm gerade sehr reizvoll. Aber er hielt die Klappe. Er verstand nicht viel von Medizin, aber dass eine gebrochene Rippe zu schnell in die Lunge geraten konnte, das war wohl Allgemeinwissen. Und er wollte wirklich gerne noch am Leben sein, wenn die anderen ihn hier rausholten. Falls sie ihn hier rausholten.
Die Tür knallte wieder zu, bevor Keith sich erholen konnte und so konnte er erstmal nicht mehr tun, als abzuwarten, bis er wieder atmen konnte, ohne dass ihm ein Messer in den Brustkorb gestoßen wurde. Oder so ähnlich. Jedenfalls tat jeder Atemzug höllisch weh, was sich nur langsam legte. Dann aber sanken die Worte des Galra langsam ein. Sie würden ihn nicht retten. Warum sollten sie? Shiro war ein besserer Anführer als er es je sein würde.
Challenge: Angst - Joker (Dunkelheit aus der Sommerchallenge 2017)
Fandom: Voltron
Charaktere: Keith
Wörter: 821
Teil 1, Teil 2
Teil 3
Keith konnte nicht sagen, wie lange es dauerte, bis er wieder halbwegs klar im Kopf war. Bis ihn keine alptraumhaften Bilder mehr verfolgten. Es war auch egal. Hauptsache, sie kamen nicht wieder. Den Nachteil bemerkte er, nachdem er eine Weile einfach in der Dunkelheit seiner Zelle gesessen hatte. Er began zu grübeln. Darüber, was passiert war. Ob er etwas hätte besser machen können (natürlich), was er jetzt tun sollte (er hatte keine Ahnung) und was die Galra überhaupt mit ihm vorhatten (darüber wollte er eigentlich wirklich nicht nachdenken). Außerdem… wie es den anderen ging. Hatten sie schon einen Rettungsversuch gestartet? Versuchten sie es überhaupt? Konnten sie ihn finden? Als seine… Alpträume am schlimmsten gewesen war, hatte er zwei Katzen gesehen. Stinknormale Hauskatzen von der Erde. Eine war groß und schwarz… die andere zierlich und rot. Sie hatten sich schnurrend an seine Beine geschmiegt und waren dann wieder verschwunden.
Die Löwen? Aber vielleicht hatte er sich das auch nur eingebildet, um nicht einfach den Verstand zu verlieren. Sehr wahrscheinlich sogar. Möglich, dass die anderen ihn gar nicht retten konnten. Würden sie es überhaupt versuchen? Er war ja nicht gerade das loyalste Teammitglied gewesen. Und Shiro konnte den Schwarzen wieder übernehmen, Voltron wäre also trotzdem vollständig. Ohne ihn. Vermutlich wären sie sogar besser dran. Shiro ging nicht immer solche dummen Risiken ein.
Aber er würde ihn auch nicht im Stich lassen, oder? Das hatte er nie getan. Auch, wenn das Wohl des ganzen Teams auf dem Spiel stand? Wenn ein Leben gegen fünf andere stand? Oder vier. Das eigene Leben für einen anderen zu riskieren, war einfach. Aber wenn noch andere mit hineingezogen wurden… darum war Keith ja auch alleine zu dem Mond geflogen, obwohl Lance hatte mitkommen wollen.
Müde lehnte er den Kopf gegen die Wand und schloss die Augen. Einen Unterschied machte es nicht, es war stockfinster in seiner Zelle und er war sich nicht sicher ob es daran lag, dass sie ihm einfach kein Licht gönnten oder ob etwas mit seinen Augen nicht stimmte. So oder so… er saß tierisch in der Scheiße und es gab nichts, was er daran ändern konnte. Das war vielleicht das schlimmste. Die Hilflosgkeit.
Wie lange war er schon so sich selbst überlassen? Es war schwer, ein Zeitgefühl aufrechtzuerhalten. Vielleicht war es genau das, was die Galra erreichen wollten. Ihn so zu brechen. Schließlich war so etwas zumindest auf der Erde eine Art der Folter. Wusste man hier auch davon?
Zwischendurch bekam er was zu trinken, aber Nahrung war Fehlanzeige. Klar, je schwächer er war, desto unwahrscheinlicher war es, dass er wieder Probleme machen würde. Er fragte, sich, wie lange er hier noch durchhalten sollte. Es wurde immer schwerer, sich zu konzentrieren. Irgendwie klare Gedanken zu fassen. Wenn er sich bewegte, holten seine gebrochenen Rippen ihn wieder etwas in die Realität zurück, aber es wurde schwieriger, die Entschlossenheit zu bewahren, hier rauszukommen.
Es wäre so einfach, hier und jetzt aufzugeben. Die Galra waren keine Gefahr mehr, auch wenn manche das offenbar noch nicht kapiert hatten. Und selbst wenn man Voltron noch brauchen sollte, er war ersetzbar. Wofür kämpfte er überhaupt noch?
Beinahe hätte er gar nicht bemerkt, dass die Tür geöffnet wurde und dann wusste er erstmal kaum, wie er darauf reagieren sollte. Abgesehen von geblendet die Augen schließen, weil das plötzliche Licht verdammt wehtat. Wer auch immer reinkam, er gab ihm keine Zeit, sich zu sammeln. “Das ist der schwarze Paladin?” Es war klar, dass die Frage nicht an Keith gerichtet war und irgendwie war ihm ebenso klar, dass der Galra damit einen bestimmten Zweck verfolgte. Trotzdem hob er blinzelnd den Kopf und sah den dunklen Umriss vor dem viel zu hellen Licht an. “Was dagegen?”
Es konnte kein Zufall sein, dass der harte Tritt in gefährliche Nähe zu seinen gebrochenen Rippen kam, aber Keith war zu sehr damit beschäftigt, nicht vor Schmerzen zu schreien, um sich weiter darum zu scheren.
“Ich hätte nicht gedacht, dass sie ein Halbblut zu ihrem Anführer machen. Und dann noch eines, das sie schon einmal im Stich gelassen hat.”
Würde Keith nicht immer noch darum kämpfen, entweder nicht zu kotzen oder einfach das Bewusstsein zu verlieren. Vor allem letzteres erschien ihm gerade sehr reizvoll. Aber er hielt die Klappe. Er verstand nicht viel von Medizin, aber dass eine gebrochene Rippe zu schnell in die Lunge geraten konnte, das war wohl Allgemeinwissen. Und er wollte wirklich gerne noch am Leben sein, wenn die anderen ihn hier rausholten. Falls sie ihn hier rausholten.
Die Tür knallte wieder zu, bevor Keith sich erholen konnte und so konnte er erstmal nicht mehr tun, als abzuwarten, bis er wieder atmen konnte, ohne dass ihm ein Messer in den Brustkorb gestoßen wurde. Oder so ähnlich. Jedenfalls tat jeder Atemzug höllisch weh, was sich nur langsam legte. Dann aber sanken die Worte des Galra langsam ein. Sie würden ihn nicht retten. Warum sollten sie? Shiro war ein besserer Anführer als er es je sein würde.
no subject
Date: 2018-08-07 05:31 pm (UTC)Mir gefällt es gar nicht, wie sehr du Keith leiden lässt, nicht nur körperlich, sondern auch noch seelisch?
Du bist echt gemein!!!
(Und mit "gefällt mir gar nicht", meine ich natürlich "gefällt mir sehr" xD)