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[identity profile] nyx-chan.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Mond
Challenge: Hurt/Comfort - „Sag mir doch, was los ist“
Fandom: The Hollow
Wörter: ~2230
Anmerkung: Well. Das war für eine andere Challenge gedacht und ich bin nicht ganz da angekommen, wo ich wollte, aber hier passt es auch und ich wäre hier eh irgendwann an der tabelle vorbeimarschiert. :'D Und es ist eskaliert. Again. WELL. Folgt dem hier.



"Du, mein lieber Freund, bist ein Buch mit sieben Siegeln - genau das bist du! Ich raff es nicht!", zischte Kai Adam zu, der inzwischen dazu übergegangen war ihn zu ignorieren. Irgendwann würde er schon aufgeben und er könnte wieder zur Tagesordnung wechseln.

Inzwischen war Kai aus der Mission geflogen. Wie ein n00b hat er sich vom Gegner umnieten lassen, in einem Hinterhalt, den er eigentlich im Schlaf kannte. Aber selbst fürs Zocken war er zu sehr neben der Kappe. Seit er gestern fluchtartig Miras Haus verlassen hatte, ging ihm all das nicht mehr aus dem Kopf. 'Adam und Mira'. 'Mira und Kai'. Beides war nicht unbedingt klar für ihn und mit allem, was ihn umtrieb, war inzwischen auch 'Kai und Adam' nicht mehr so klar, wie er bisher gedacht hatte. Alles war ein großes Durcheinander und Kai hasste es, wie sehr ihn das aufwühlte. Und während Adam mit steinernen, hochkonzentrierten Gesicht da saß und ganz auf das Spiel fokussiert schien wollte Kai nur schreien.
"Wieso redest du nicht mit mir?!", wiederholte Kai zum xten Mal gepresst. Die Zimmertür stand offen und das ganze Haua war gruselig leise. Adams jüngeren Geschwister hatten sie erfolgreich ins Bett buxiert - einer der vielen Babysittingabende im Hause Alvarez.

Als Adam endlich die Missiom beendet hatte sah Kai seine Chance für einige Antworten gekommen. Statteessen legte sein Freund die Konsole weg und fragte ihn, ohne ihn anzuschauen: "Hast du Hunger? Ich kann die restliche Pizza warm machen."
Bevor Adam aufstehen konnte packte Kai seinen Oberarm. Es hatte zumindest den Effekt, dass Adam ihn endlich ansah.
"Hau nicht ab!", knurrte Kai förmlich und ehe er sich versah gerieten sie in ein leichtes Gerangel. Adam versuchte sich zu befreien, ohne Kai dabei wohmöglich zu verletzen, und Kai zerrte und drängte mit zu viel Kraft, bis er schließlich Adam aus der sitzenden Position auf den Boden schubste. Kai nutzte die Lücke und schob sich halb auf ihn, um seinen Freund festgepinnt zu halten. Adams getriebener, perplexer und etwas erschrockener Blick entging Kai dabei nicht, aber es feuerte ihn nur noch mehr an, als wäre es endlich der Moment seines Triumphes. Mit breitem Grinsen und mit seinen Unteramen auf Adams Brustkorb gestützt sah Kai ihn von oben herab an, wie sein Atem beschleunigt war, wie er fehl am Platz wirkte als derjenige, der überwältigt und überrumpelt wurde.
"Jetzt kannst du mir nicht mehr wegrennen", murmelte Kai und kostete den Moment aus.

Adam schien sich endlich zu fassen. Aber statt sich zu wehren, sah er Kai nur wütend an. "Du bist doch völlig bescheuet! Steig von mir runter!", zischte Adam sauer.

"Oder was, Adam? Oder du wirfst mich runter und machst schrecklich viel lärm, sodass Sophia weinend aufwacht? Ich denke nicht."

"Arschloch."

"Das hab ich wohl diesmal verdient, aber du hast mich dazu gezwungen."

"Deine knochigen Arme tun weh. Steig runter! ... Bitte."

Kai schien einen Moment zu überlegen. Mit einem Schnaufen hob er zwar die Arme, aber stämmte sogleich sein Hände gegen Adams Schultern und setzte sich auf seinen Bauch. Adam wollte anfangen sich zu wehren, aber das fürte nicht weit, wenn sie still sein sollten.
"So einfach kommst du mir nicht davon. Rede einfach mit mir und du hast es bald hinter dir. Also: Wieso hast du mir nicht gesagt, um was es mit Mira ging?"

Adam knirschte mit den Zähnen und gab nur widerwillig dem Gespräch nach. "Weil es dich nichts angeht."

"Was? Natürlich geht es mich was an! Bei anderen Leuten sollte ich vielleicht nicht die Nase da reinstecken, weil Privatssphäre, aber wenn etwas zwischen meinen besten Freunden abgeht?! Ja, nee, is klar. Besonders wenn ich auf eine der beiden Personen total stehe. Und überhaupt: ich komme immer noch nicht drauf klar, dass ihr nicht schon längst zusammen seid!"

"Vielleicht hast du da deine Antwort! Ich will keine Freundschaft wegen ein paar Hormonen zerstören. Außerdem kann ich schlecht etwas dafür, wenn du auf solche Schnappsideen kommst", wehrte sich Adam. „Außerdem: bist du mal auf den Gedanken gekommen, dass ich vielleicht nicht auf Mira stehe?“

Bevor Adam fertiggesprochen hatte, hatte Kai bereits den Mund geöffnet, um ihm in die Parade zu fahren. Aber sein letzter Kommentar machte ihn etwas sprachlos, weil …. „Nein, bin ich nicht“, gab er überrumpelt zu. Nachdenklich starrte er in Adams wütendes Gesicht. Mit einem Seufzen setzte sich Kai auf und ließ Adams Schultern los. Als Adam sogleich versuchte sich aufsetzen und daran scheiterte, dass Kai immer noch auf seinem Bauch saß, rutschte dieser mit einem schiefen Grinsen weiter runter und blieb auf seinen Oberschenkel sitzen. Mit einem missbilligenden Grunzen stämmte sich Adam hoch und Kai wusste nicht, warum es ihn überraschte, dass sie dadurch so dicht sitzen würden. Schließlich saß er auf ihm. Aber auf dem Boden war das alles noch so viel... kontrollierter gewesen. Jetzt, wo Adams Hände auch noch frei waren, konnte der ihn gleich erwürgen. Kai schluckte besorgt. „Sorry“, sagte er kleinlaut und wusste nicht genau, wofür er sich entschudligte, aber auf Nummer sicher tat er es lieber.

Adam starrte ihn einen Moment an und ließ schließlich mit einem Seufzen den Kopf in den Nacken fallen. „Du bist so ein Idiot manchmal.“

„Hey!“, begann Kai zu protestieren und musste mitten im Ruf seine Stimme runtermodulieren. „Das ist wahr, aber nicht notwendig zu erwähnen!“, zischte er.

Adam schien keine Anstalten zu machen sich ihm wieder zuzuwenden und starrte die Decke an. Neugierig beobachtete ihn Kai dabei und stellte fest, dass er noch nie bewusst seinen Freund von dieser Perspektive betrachtet hat. Sein Adamsapfel stach prominent raus und seine Halssehen traten deutlich hervor, führten zur harten Kieferlinie. Weiter kam Kai nicht, weil Adam seine Gedankengänge unterbrach: „Wir waren in der Spielhalle, ungezwungen, alles wie immer. Ich hab sie nach Hause gebracht und beim Abschied hat sie mich geküsst. Sie hatte mich damit völlig überrumpelt und ehrlich gesagt hatte ich gehofft, dass das nie passieren würde. Ich hab's bis dahin ignoriert und ging davon aus, dass das schon weggeht, wenn wir besser befreundet sind. Ich dachte, dass sie vielleicht merkt, was sie an dir haben könnte, weil du dich bei ihrem Anblick halb überschlägst und ehrlich, deine Noten sind sogar besser geworden, weil du versuchst sie zu beeindrucken! Es wär ok gewesen. Glaub ich. Aber ja...“ Adam zuckte schwach mit den Schultern zum Ende seiner Ausführung und hob nur langsam wieder den Kopf.

„Oh Gott...“, begann Kai leise und war völlig in seiner Parallelwelt gefangen, wo er sich diese Version ausmalte. Wie Mira ihn ansehen würde, wie sie die letzten Monate Adam angesehen hat, wie er sie auch so ganz wirklich echt küssen könnte und- wow, sein Gehirn implodierte bei all den Möglichkeiten, die sich ihm böten. „Und du wärst OK damit?!“, fragte er völlig ungläubig, weil es zu viel des Guten und irgendwie surreal war. „Das ist so komisch!“

„Was ist daran komisch? Ich würde es euch gönnen.“

„Nein, ich meine- die Vorstellung! Ja, kar, ich kann mir echt vieles vorstellen, aber- ich weiß nicht. Es ist total komisch, wenn ich es mir vorstelle, ich wäre mit ihr zusammen, weil- eigentlich- eigentlich- Wir würden trotzdem die ganze Zeit zu dritt abhängen, oder?“, fragte Kai verdattert und wurde sich erst jetzt bewusst, wie er sich wirklich nur schwer dauerhaft Quality Time mit Mira ohne Adam vorstellen konnte.

Adam lächelte verschmitzt und senkte etwas den Blick. „Wäre schon cool, wenn ihr mich nicht ganz vergessen würdet. Aber ich kann euch auch Zeit füreinander gönnen, keine Sorge.“

„Nein, das meine ich nicht“, sagte Kai eilig und griff nach Adams Schultern. Dieser schaute verwirrt auf und ihre Blicke begegneten sich. Kai blieben die Worte im Hals stecken. Er wurde dieses Dreirad nicht los und aussprechen konnte er es auch nicht. Jeder würde ihn für bescheuert halten. „Wir drei, wir sind ein Team“, sagte er schließlich leise und bedeutungsvoll. Und er ahnte, dass es eigentlich nach dem klang, wonach es sonst klang, und nicht nach dem, wie es in seinem Kopf gemeint war. Verdammt! Oder besser so.

Für einen Moment sah ihn Adam fast schon zu konzentriert an und nickte schließlich langsam. „Ok. Ja. Cool.“

Mission abbrechen! ABBRECHEN!
„Außerdem hätte hätte Fahrradkette! Ich steh auf sie, sie steht auf dich, du bist zu cool für uns alle. Wir brauchen uns da nichts auszumalen! Sie wird darüber hinwegkommen und ich- ich werde auch dran arbeiten! Und dann ist alles gut! Und wenn du mit deiner tollen Freundin zusammenkommst und ihr Prom King und Prom Queen seid, werden Mira und ich bittersüßen Trostsex haben, weil du uns verlassen hast, und anschließend können wir alle miteinander nicht mehr reden. Also: keiner von uns kann eine Beziehung haben, weil das nur zu merkwürdigen Situationen führen wird!“ Fast auf einen einzigen Atem ratterte Kai das alles herunter und das eine ergab sich schneller zum anderen, als er dem selber bewusst folgen konnte.

Amüsiert fragte Adam: „Und wenn Mira Prom Queen wird mit einem anderen tollen Kerl?“

„Dann müssen wir beiden bittersüßen Trostsex haben, weil Mira zu cool für uns beide ist. Sorry Kumpel, egal wie perfekt du bist, aber du hast deine Chance vertan bei ihr“, kommentierte Kai mit einem überdramatischen Schulterzucken. „Und ich bin nicht schwul.“, schob er unnötig nach, woraufhin Adam nur mit den Augen rollte. „Roll nicht mit den Augen, das ist unhöflich! Das ist eine wichtige Info, Kumpel! Nur weil ich Trostsex mit dir hätte, heißt es nicht, dass ich schwul bin!“

Mitten in einem verächtlichen Schnaufen schien das Atmen plötzlich schief zu laufen und Adam musste heftig husten. Sofort hing Kai halb über ihm, um ihm auf den Rücken zu klopfen. „Alles ok?“, fragte er besorgt seinen Freund, der in seiner gebeugten Haltung verhaarte, selbst als das Husten schon vorbei war. Irgendwas daran verunsicherte Kai und ohne groß darüber nachzudenken, beließ er seine Hand auf Adams Rücken. „Hey... alles ok?“, fragte er erneut, diesmal sachter. Es war für Kai unmöglich sich so zu verdrehen, dass er Adam ins Gesicht sehen konnte, und es machte ihm Angst. Adam machte ihm grad Angst. „Was ist?“

Unter seiner Hand konnte Kai fühlen, wie sich Adams Brustkorb hob und senkte von seinen Atemzügen und sie zunehmends tiefer wurden. Schließlich hörte er Adam murmeln, konnte ihn aber nicht verstehen.

„Was?“, fragte er leise und verwirrt und beugte sich etwas weiter zu ihm.

Adam hob behutsam den Kopf. Immer noch zu schnell für Kai, dessen Nase getroffen wurde, und sich schlagartig aufsetzte. Erschrocken setzte sich Adam ebenfalls wieder gerade hin und griff instinktiv nach Kais Gesicht. „Alles ok?!“ beunruhigt begann er sein Gesicht etwas in den Händen zu wenden, aber es schien wenigstens kein Blut zu laufen.

„Au“, sagte Kai weinerlich und etwas mürrisch. „Au, aber ok.“

Erleichtert seufzte Adam, ließ aber Kais Gesicht nicht los. „Entschudlige“, flüsterte er und zog sofort Kais aufmerksamen Blick auf sich.

„Alles ok“, versicherte er ihn. Mit einer neuen Ruhe beobachtete Kai die Situation, beobachtete Adam. „Bei dir auch?“

Die Augen seines Freundes wirkten so anders, so unsicher. Kai ließ vertrauenvoll seinen Kopf etwas schwer werden und fühlte, wie Adam ihn trotzdem hielt, auch wenn die Unsicherheit nur anstieg. Zwar hatte er dank des kleinen Unfalls seine Hand von Adam gerissen suchte er trotzdem wieder den Kontakt. Ohne Adams Armen in die Quere kommen zu wollen schob Kai seine Hände praktisch über seine Knie hinweg zu Adams Taille und hielt ihn einfach fest, wollte ihn erden, wie er ihn erdete. „Alles ok“, wiederholte Kai erneut, halblaut, ruhig, und war sich sicher, dass Adam den Unterschied verstand. „Was ist los?“

Kai beobachtete, wie Adam nervös schluckte und sich offenkundig Mühe gab seinen Blick zu halten. „Was.... was wenn ich nicht zu cool für euch bin?“, presste er schließlich halblaut heraus.

Kai glaubte Panik in seinen Augen zu sehen und konnte sich nicht ausmalen, wieso. „Cool“, antwortete er einfach und lächelte ihn an.

Aber Adam seufzte nur frustriert und schloss die Augen. „Ich meine es nicht so.“

„Wie ist so?“, fragte Kai simpel.

„Kai.“ So. Viel. Frust.

Kais Lächeln wurde nur breiter und er zuckte mit den Schultern. „Das ist so merkwürdig, aber immer noch cool“, sagte er ominös und amüsiert, was Adam wieder angstvoll ausehen ließ.

Kai hob schließlich seinen Kopf aus Adams Händen und musste leise lachen, weil er selber kaum glauben konnte, was er sugerierte und sich einbildete, dass gerade passierte. Adams inzwischen schwer gewordenen Arme fielen in den Schoß und er schien völlig risigniert.
„Oh man... Ich glaub's nicht“, murmelte Kai ungläubig, aber zufrieden mit der Welt. Er ließ Adams Taille los und legte seine Arme locker über Adams Schultern, sodass er seine Finger in dessen Nacken verschränken konnte. Adam beobachtete ihn beunruhigt. „Auf das Risiko hin, dass ich an Größenwahn und an zu vielen Hormonen leide. Was legitim wäre, weil ich ein Teenager bin! Nur mal angenommen... Hilf mir, Kumpel. Stehst du doch auf wen und es ist nicht Mira? Sondern dieser total coole Typ, charismatisch, intelligent, attraktiv, so ein richtiger Held? Wenn ja, dann ist das höhere Macht – höhere Macht, sage ich dir. Da kannst du gar nichts dafür. Das musste ja so kommen! Ich meine, hast du DEN gesehen? Pff, da kommst du nicht an, Mr. Perfect, sorry.“

Adam senkte seinen Blick und schnaubte amüsiert.

Erleichterung breitete sich in Kais Brustkorb aus als würde Blei wegschmelzen und er wieder einfacher atmen können. Es war noch immer alles surreal und inzwischen glaubte Kai, dass er betrunken war oder Wahnvorstellungen hatte. Oder es war einer seiner viel zu lebhaften Träume. Aber wenn es so war, dann konnte er auch einfach langsam gegen Adam sacken und seine Arme weiter in eine Umarmung um ihn schieben. Dass es ein guter Traum war erkannte Kai daran, dass Adams Arme sich ebenfalls um ihn legten und er mit einem endlos erleichterten Seufzen seinen Kopf auf Kais Schulter fallen ließ.

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