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[identity profile] nyx-chan.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Mond
Challenge: Romantik/Intimität – Joker (inspiriert von dieser FF von [livejournal.com profile] der_jemand) (für mich)
Fandom: Heroes of Olympus
Wörter: ~1140
Anmerkung: Frank, Leo und die Sache mit der Bromance (aka, eigentlich machen sie nur rum). Für Aku, wenn sie mag.



Die Sache mit Frank Zhang war, dass Leo im Endeffekt nie sagen konnte, wer von den beiden mehr schob oder zog. Frank Zhang musste nicht mal irgendwas tun oder sagen, um zu provozieren. Es reicht schon, wenn das Licht an war und er nicht in etwas zur Unkenntlichkeit vergraben war – verdammte Muskeln! Sowas barbarisches und oberflächliches war sowas von überbewertet!

Leo starrte Franks Unterarm an, wie sich die einzelnen Muskelstränge unter der Haut bewegten, während er sich auf der Platte seiner Werkbank abstützte. Als Inginieur konnte er gar nicht anders, als gute Konstruktionen bewundern. Der menschliche Körper war halt ein nicht zu leugnendes Wunder, das er anderen in der Regel überließ. Es war ihm nicht immer geheuer. Aber es war trotzdem faszinierend.

„... und eigentlich wollte ich dich gar nicht bei deiner Arbeit stören, entschuldige.“ Es dauerte einen Moment, ehe bei Leo der Wortfluss ankam und er Frank für einen Moment leer anstarrte.
Er verdrängte so gerne, dass der Koloss auch noch so viele innere Werte hatte. Wie seine völlig überbewertete Höflichkeit.

„Nein, kein Ding, Großer, du störst nicht“, erklärte Leo rasch. Erst als Frank ihn daraufhin anlächelte merkte Leo, wie nervös der andere bis eben gewirkt hatte, und konnte sich ebenfalls kein breites Lächeln verkneifen.

Piper begann ihm wieder in den Ohren zu klingeln mit ihrer scheinbaren Allwissenheit auf diesem ganzen zwischenmenschlichen Gebiet. Verdammt...

„Jedenfalls...“, begann Leo und stand von seinem Hocker auf. Leider reichte er Frank immer noch nur bis zur Schulter, selbst wenn der nicht stocksteif und gerade dastand. Die ganze Zeit nochstarren war nicht seins, also fiel Leos Blick wieder auf die Tischplatte, auf Franks Hand, seinem Unterarmt, wie der in den wohldefinierten Oberarm überging. „Hast du mit deinem Training nachgelassen?“, fragte Leo aus dem Nichts heraus. Mit einem verächtlichen Schnaufton wollte er eigentlich gegen Franks Bizeps schlagen, aber seine Hand blieb kleben. Seine Augen blieben widerum an seiner Hand kleben und oh Gott, nicht mal mit zwei Händen könnte er diesen Oberarm umgreifen, was zur Hölle.
Aus seinem entsetzten Erstaunen oder erstaunten Entsetzten und definitiv zu viel Faszination rettete ihn nur Franks Geräusch, das wohl der Ansatz einer Antwort sein sollte. Leo starrte hoch in sein Gesicht und sah wie Frank anfing immer röter anzulaufen.

„Nein“, presste Frank schließlich heraus und starrte über Leos Kopf hinweg.

„Nein?“, wiederholte Leo, der selbst schon seine Frage vergessen hat. Er hatte ganz andere, viele andere Fragen. „Oh!“ Es fiel ihm doch wieder ein. Aber da waren trotzdem noch immer die anderen Fragen, wie... „Das heißt, du kannst mich immer noch einfach so heben, als würde ich nichts wiegen?“

„Du wiegst nicht nichts“, antworte Frank kleinlaut.

„Das beantwortet nicht meine Frage!“, begann Leo trietzend. „Außer, klar, du kannst es nicht, weil pff, da hat jemand nachge- UFF!“ Ehe er sich versah, war er gefühlt ein Stockwerk höher. Automatisch griff er nach Franks Schultern.
OK, zunächst Situation klären. 1. Frank hatte ihn angehoben. Leo starrte auf das Gesicht runter. Der andere stand. Unter seinen eigenen Füßen war kein Boden. Check. 2. Es sah verdammt noch mal mühelos aus. „Verdammt, Zhang!“, rutschte es ihm raus und Frank grinste ihn verdammt noch mal frech an. Dafür hatte er einen Klaps auf die Schulter verdient, den er vermutlich nicht mal spüren würde! Argh, Zhang! 3. A propos spüren: viel zu spät begann Leo darüber nachzudenken, wie er hochkam und oben gehalten wurde. Sicherheitshalber kreuzte er seine Knöchel und verhackte seine Füße ineinander. Und verdammt, war er erleichtert, dass seine Beine nicht zu kurz dafür waren. „Lass mich nicht fallen“, murmelte er Frank zu und versuchte sich weniger verkrampft an seinen Schultern festzuhalten, sondern sie mehr um seinen Nacken zu legen. Für die Balance! Und die Hände sollte Frank da besser auch behalten, wo sie jetzt waren. Für die Balance!
Je mehr Dinge Leo bewusst wahrnahm, desto schwummeriger und wärmer wurde ihm.

„Alles ok?“, fragte schließlich Frank, dessen Lächel etwas zu verblassen begann.

„Alles ok. Die Luft hier oben ist nur etwas dünn“, antwortete Leo mit einem schlemischen Lächeln und tätschelte Frank kurz die Wange. Weil er es konnte. „Mach dir mal um mich keine Gedanken. Aber an dem Move musst du noch etwas üben, wenn du Hazel damit beeindrucken willst“, führte Leo weiter fort und genoss es irgendwie, Frank wieder anschieben zu können.

Franks Gesichtsausdrücke gingen einige Veränderungen durch. Leo beobachtete es wie ein drehendes Glücksrad, wo er mit Spannung abwartete, auf welchem Feld die Antwort landen würde.

„Nein, ehrlich, so von Bro zu Bro“, begann Leo weiter auszuführen, weil Frank offenkundigs nicht aus sich herausgebracht bekam. „Einfach hochhieven und dann was? Stehst du drauf, dass sie die Initiative ergreift?“

Frank begann wieder rot anzulaufen. Leo fühlte, wie sich einzelne Partien in Frank anspannten, wie ein Schauer ihn durchlief, als er mit einem Finger versuchsweise entlang Franks Kiefers strich, um schließlich sein Kinn noch ein Stück höher zu recken.

„Awww, der große Frank Zhang mag es klein und selbstbewusst, ich merk schon.“

Ehe Frank darauf etwas antworten konnte, und Leo sah es ihm an, dass er darauf zumindest gerne was sagen wollte – ob er es konnte, steht auf einem anderen Blatt -, verhinderte es Leo effizient. Und dafür, dass er ihn praktisch vorgewarnt hatte, war Frank immer noch viel zu überrascht davon, dass Leo praktisch ihm nach 3 Sekunden die Zunge in den Hals steckte. Sie waren Bros, da muss man nicht um den heißen Brei reden, besonders wenn sie das Spiel schon ein paar Mal durch hatten. Und verdammter Frank Zhang, dass er anfing darin so gut zu werden. Leo legte enger seine Arme um Franks Nacken. Er musste eine Schippe drauflegen, um nicht völlig übertrumpft zu werden. Langsam fuhr eine Hand in Franks Haar und packte plötzlich zu. Als Frank überrascht nach Luft schnappte und dem Zug etwas nachgab, nutze Leo den Moment, um wieder Distanz zu schaffen und sein Herzrasen zu beruhigen. Es war vermutlich der falsche Moment tierisch auf sich stolz zu sein, dass er so viel Selbstbeherrschung an den Tag legte. Es war die anderen Mal wesentlich schneller eskaliert.

Leo betrachtete Franks Gesicht für einen Moment, wie er ihn zum einen fragend, aber auch herausvordernd anstarrte, wie er im Rauschen seiner eigenen Ohren Franks schlagenden Puls an seiner Kehle zu erkennen glaubte.

„Daran musst du auch üben, sonst schnapp ich dir Hazel weg. Aber weil ich so ein guter Bro bin...“, begann Leo auszuführen und wusste, er musste nichts mehr sagen. Franks Blick sagte alles. Also wartete er mit verschlagenen Lächeln.

Frank schien auch zu warten, aber als nichts geschah, nickte er – und merkte, wie der Griff in seinem Haar genug dafür gelockert hatte.

Fordernd hob Leo nur eine Augenbraue.

Schließlich murmelte Frank: „Bitte.“, und Leos Magen veranschaltete akrobatische Kunststücke. Er beugte sich vor und säuselte gegen seine Lippen: „Wenn du so fragst...“

Date: 2018-07-30 07:31 pm (UTC)
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From: [personal profile] der_jemand
Natürlich mag ich!!
Oh Gott, was sind die beiden putzig! *__*

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