Kon Takt! (SGA) (zu spät, ich weiß ;_;)
Dec. 23rd, 2007 09:33 pmTitel: Kon Takt!
Fandom: Stargate Atlantis
Challenge: #1 Geschenk
Wörter: 1.304
Warnung: keine
Charaktere: Radek Zelenka, Rodney McKay, OMC,Peter Gabriel
Disclaimer: SGA gehört nicht mir. Ich spiele nur.
Kommentar: Ich muß mich bei
jimaine42 bedanken, die mir den Floh mit Peter Gabriel ins Ohr gesetzt hat. :) Der Titel stammt auch von dem guten Mann selber. Und frohe Weihnachten, ihr Lieben!
Kon Takt!
Markus war der Zimmergenosse seines Bruders, kam aus der DDR – irgendwo aus dem Krušné hory, um genau zu sein. Er sprach leidlich gut Tschechisch, studierte zusammen mit Pepa Maschinenbau in Karlsbad, hatte einen Vollbart, Schlaghosen und eine Lederjacke, die ihm sein Cousin aus dem Westen geschickt hatte.
Radek war fasziniert.
In den Sommerferien verbrachte er soviel Zeit bei Pepa, dass der ihm damit drohte, ihn vor die Tür zu setzen, egal wie sehr Mama ihn dann verfluchen würde. Radek hörte sich Pepas Schimpfen an, zuckte mit den Schultern, blätterte in Pepas Lehrbüchern und beobachtete über seinen Brillenrand hinweg Markus, der vor Pepas altem Schallplattenspieler hockte und so aussah, als wäre er in einer anderen Welt.
So fühlte sich Radek auch, als er die Musik hörte, die dumpf aus den Lautsprechern kam.
Markus drehte sich um und lächelte. "Magst du Musik, Radeček?", fragte er.
Radek überlegte einen Moment, und zuckte dann mit den Schultern. "Es geht", sagte er. "Ich mag das lieber", und zeigte auf Berechnung von Maschinenelementen. Grundlagen - Formelsammlung – Berechnungsbeispiele.
Markus lachte. "Pepa, wenn du nicht aufpasst, wird Radečeks Kopf explodieren. Das ist kein Buch für einen Vierzehnjährigen." "Soll mir recht sein"; murrte Pepa, nahm seine Jeansjacke und verschwand aus dem Zimmer. Radek sah ihm blinzelnd hinterher und lies die Beine von Pepas Hochbett baumeln.
"Na, der hat aber gute Laune", sagte Markus.
"Hat er immer", sagte Radek.
"Warum bist du dann hier?", fragte Markus.
"Ich, äh", sagte Radek und spürte, wie er rot wurde. Markus Grinsen wurde zu einem Lächeln, und nach einem Moment des Schweigens nickte er zum Schallplattenspieler.
"Gib's zu, du magst Musik."
"Vielleicht", sagte Radek, sprang vom Bett und setzte sich zögernd neben Markus. Markus gab ihm die Plattenhülle.
"Der heißt Peter Gabriel, Radeček", sagte Markus. Radek nickte stumm. "Er ist aus England, und macht die beste Musik in der Welt."
"England", sagte Radek. Das war Lichtjahre entfernt. Ganze Galaxien.
"Eines Tages gehe ich auf ein Konzert von ihm", sagte Markus.
"Wow", sagte Radek.
"Soll ich dich mitnehmen?" Radek nickte heftig.
Am nächsten Tag überspielte Markus ihm das Album auf Kassette, am übernächsten Tag bettelte Radek seine Oma, ihm ein Englischwörterbuch zu kaufen, und am Abend wusste er schon, was Grenzen, Schnappschuss und Eindringling auf Englisch hieß und war dabei, einen Aufsatz über Steve Biko zu schreiben.
Drei Jahre später ging Markus zurück nach Deutschland, und ein Jahr später noch weiter weg, noch weiter westlich. Radek verlor ihn aus den Augen.
Peter Gabriel blieb.
*
"Wer hört sich hier so furchtbare weltverbesserische Frauentagsmusik an? Miko?"
Radek kroch unter der Maschine der Antiker hervor, von der sie noch keine Ahnung hatten, was sie eigentlich tat. Bei seinem Glück war sie vermutlich das antike Äquivalent eines Müllzerkleineres. Rodney starrte ihn mit großen Augen an.
"Du, Radek?"
"Hast du ein Problem damit?", fragte Radek und wischte sich Maschinenöl von der Wange. It's your day, plärrte es aus den kleinen, tragbaren Lautsprechern seines MP3-Players. Ha, dachte Radek. Schön wär's.
"Mir doch egal, was du hörst, solange du nicht das Ding da" – Rodney nickte zu Radeks würfelförmiger, unidentifizierbaren Maschine "im Takt zerhackstückelst. Aber ernsthaft, Radek. Shaking the tree?"
"Peter Gabriel ist der Grund, warum ich Englisch gelernt habe", sagte Radek und verschränkte die Arme. Rodney zog eine Augenbraue hoch. "Das erklärt einiges", sagte er.
"Zum Beispiel mein vielfältiges, breit gefächertes und ausgefallenes Vokabular?"
"Pff, als ob", sagte Rodney und drehte sich zur Maschine um, an der Radek gearbeitet hatte.
"Sag mir, hilft dir dein vielfältiges Vokabular dabei, daraus was Nützliches zu machen?" Radek seufzte. Rodney nickte selbstgefällig. "Wusste ich es doch. Mir ist es egal, was meine Mitarbeiter für ein Vokabular haben, Hauptsache, sie können denken."
"Ich werde es mir für meinen nächsten Bericht merken", sagte Radek. "Viel Spaß beim Tschechisch lernen."
"Zelenka", knurrte Rodney, und Radek musste sich das Lachen verkneifen. Trotzig drückte Rodney auf den Pauseknopf von Radeks MP3-Player.
"Schon gut, Rodney", seufzte Radek, kniete sich auf den Boden und schaltete den Player wieder ein.
"Hmpf", machte Rodney, setzte sich neben ihn und klappte seinen Laptop auf. "Nimm wenigstens Kopfhörer."
Radek verdrehte die Augen. "Weißt du, ich könnte auf einem Konzert von ihm sein. Ausgerechnet jetzt hat er sich dafür entschieden, wieder auf Tour zu gehen, und ich hocke eine Galaxie entfernt mit einem unleidlichen Chef an der antiken Version von einem Komposthaufenbehälter."
Rodney zog die Augenbrauen hoch. "Komposthaufenbehälter?"
"Sei ruhig", sagte Radek.
"Und hey, hey, heißt es nicht unleidlicher und brillanter Chef?"
"Oh Gott, warum", murmelte Radek.
*
Es war eine große Überraschung für ihn, Heimaturlaub über Weihnachten bekommen zu haben. Umso größer, da er nicht einmal darum gebeten hatte. Aber Elizabeth hatte darauf bestanden. Es würde ihm gut tun, meinte sie, und Radek zweifelte nicht daran. Er zweifelte allerdings ein bisschen an Rodney geistiger Gesundheit, als ein wahres Schauspiel an Emotionen über sein Gesicht geisterte, als Radek ihm erklärte, dass ja, er würde wohl eine Weile ohne jemanden auskommen müssen, der zumindest die Hälfte von Rodneys Intelligenz besaß.
Rodney schien fast – zufrieden und nervös?
Nun, egal. Radek freute sich auf seine Familie, und vielleicht würde sich zumindest noch die Hälfte seiner Freunde an ihn erinnern, und sein Neffe mittlerweile erwachsen genug sein, um nicht auf seinem Laptop uninteressante Computerspiele zu installieren. Hoffentlich war er mittlerweile zu den interessanten übergegangen. Vielleicht würde er ja "Eve" mögen?
Radeks Tür öffnete sich, und vor ihm stand Rodney. Er hielt die Arme hinter dem Rücken verschränkt, und Radek zog fragend die Augenbrauen hoch.
"Hi", sagte Rodney. "Fertig gepackt?"
"Sieht so aus", sagte Radek und nickte zu seinen Koffern.
"Okay. Ha. Ja, ich, öh- ", sagte Rodney und balancierte auf den Zehenballen auf und ab. Radek legte leicht verwirrt den Kopf schief. "Wolltest du noch was?"
"Was. Ich? Ich, ja, ich – ich wollte mich verabschieden. Genau, das war's, verabschieden."
"Okay", sagte Radek, und streckte die Hand aus.
Rodney tat es ihm gleich, und da sah Radek, dass er einen Briefumschlag in der Hand hielt.
"Was ist das? Hausaufgaben?" fragte Radek.
"Was? Oh nein. Das ist, öh, dass ist mein Weihnachtsgeschenk."
"Weihnachtsgeschenk?"
"Oh komm schon, ich bin mir sicher, das selbst ihr diese Tradition kennt."
"Bitte, Rodney." Radek holte tief Luft.
"Und für wen ist das?"
"Für dich, du Idiot."
"Aha", sagte Radek, blinzelte erstaunt und nahm den Briefumschlag aus Rodneys Hand.
Er öffnete ihn langsam, und als er das Stück Papier herauszog und Rodney aus den Augenwinkeln heraus ansah, war er sich sicher, dass Rodney gleich anfangen würde, an den Wänden wie ein Gummiball herumzuspringen vor Nervosität. Gute Güte.
Das spöttische Lächeln verschwand von seinem Gesicht, als er sah, was Rodney ihm da, vermutlich unter Einsatz von Leib und Leben, schenkte.
"Wow, Rodney", sagte Radek atemlos.
"Gefällt es dir?”, fragte Rodney, und verschränkte die Hände, nur um sich gleich wieder in seine Hosentasche zu stecken. "Oh Gott, sag mir bitte, dass du nicht nur Peter Gabriel hörst, um mich zu ärgern."
"Nein, ich – oh, Rodney." Radek starrte stumm auf die zwei Konzertkarten.
"Also, mein Kontaktmann in Deutschland konnte leider keine mehr für Prag bekommen, und um die Zeit bist du ja noch da, nicht? Und ich habe nachgeguckt, Dresden ist nah genug an Karlsbad, und ich dachte mir, na ja, ich dachte –"
"Wow, Rodney", sagte Radek und sah Rodney mit offenem Mund an.
"Ich bitte dich, dass ist nichts, ich dachte nur, ich wollte nur dass du dich erinnerst, dass ich hier derjenige bin, der die brillantesten Ideen und besten Beziehungen hat, und dass du besser wieder zurückkommst, wenn du mehr geistige Anregung und, äh, äh – "
Rodneys Stottern verlor sich im nichts als Radek ihn fest in die Arme schloss und sein Gesicht in Rodney Schulter vergrub.
"Ah, ihr Europäer mit eurer Gefühlsdusselei, ihr –" sagte Rodney nervös, aber er legte seine Hand in Radeks Nacken.
"Halt den Mund", sagte Radek und lächelte. Rodney lachte leise und drückte ihn lange an sich. "Frohe Weihnachten", murmelte er in Radeks Haare.
*
Fandom: Stargate Atlantis
Challenge: #1 Geschenk
Wörter: 1.304
Warnung: keine
Charaktere: Radek Zelenka, Rodney McKay, OMC,
Disclaimer: SGA gehört nicht mir. Ich spiele nur.
Kommentar: Ich muß mich bei
Kon Takt!
Markus war der Zimmergenosse seines Bruders, kam aus der DDR – irgendwo aus dem Krušné hory, um genau zu sein. Er sprach leidlich gut Tschechisch, studierte zusammen mit Pepa Maschinenbau in Karlsbad, hatte einen Vollbart, Schlaghosen und eine Lederjacke, die ihm sein Cousin aus dem Westen geschickt hatte.
Radek war fasziniert.
In den Sommerferien verbrachte er soviel Zeit bei Pepa, dass der ihm damit drohte, ihn vor die Tür zu setzen, egal wie sehr Mama ihn dann verfluchen würde. Radek hörte sich Pepas Schimpfen an, zuckte mit den Schultern, blätterte in Pepas Lehrbüchern und beobachtete über seinen Brillenrand hinweg Markus, der vor Pepas altem Schallplattenspieler hockte und so aussah, als wäre er in einer anderen Welt.
So fühlte sich Radek auch, als er die Musik hörte, die dumpf aus den Lautsprechern kam.
Markus drehte sich um und lächelte. "Magst du Musik, Radeček?", fragte er.
Radek überlegte einen Moment, und zuckte dann mit den Schultern. "Es geht", sagte er. "Ich mag das lieber", und zeigte auf Berechnung von Maschinenelementen. Grundlagen - Formelsammlung – Berechnungsbeispiele.
Markus lachte. "Pepa, wenn du nicht aufpasst, wird Radečeks Kopf explodieren. Das ist kein Buch für einen Vierzehnjährigen." "Soll mir recht sein"; murrte Pepa, nahm seine Jeansjacke und verschwand aus dem Zimmer. Radek sah ihm blinzelnd hinterher und lies die Beine von Pepas Hochbett baumeln.
"Na, der hat aber gute Laune", sagte Markus.
"Hat er immer", sagte Radek.
"Warum bist du dann hier?", fragte Markus.
"Ich, äh", sagte Radek und spürte, wie er rot wurde. Markus Grinsen wurde zu einem Lächeln, und nach einem Moment des Schweigens nickte er zum Schallplattenspieler.
"Gib's zu, du magst Musik."
"Vielleicht", sagte Radek, sprang vom Bett und setzte sich zögernd neben Markus. Markus gab ihm die Plattenhülle.
"Der heißt Peter Gabriel, Radeček", sagte Markus. Radek nickte stumm. "Er ist aus England, und macht die beste Musik in der Welt."
"England", sagte Radek. Das war Lichtjahre entfernt. Ganze Galaxien.
"Eines Tages gehe ich auf ein Konzert von ihm", sagte Markus.
"Wow", sagte Radek.
"Soll ich dich mitnehmen?" Radek nickte heftig.
Am nächsten Tag überspielte Markus ihm das Album auf Kassette, am übernächsten Tag bettelte Radek seine Oma, ihm ein Englischwörterbuch zu kaufen, und am Abend wusste er schon, was Grenzen, Schnappschuss und Eindringling auf Englisch hieß und war dabei, einen Aufsatz über Steve Biko zu schreiben.
Drei Jahre später ging Markus zurück nach Deutschland, und ein Jahr später noch weiter weg, noch weiter westlich. Radek verlor ihn aus den Augen.
Peter Gabriel blieb.
*
"Wer hört sich hier so furchtbare weltverbesserische Frauentagsmusik an? Miko?"
Radek kroch unter der Maschine der Antiker hervor, von der sie noch keine Ahnung hatten, was sie eigentlich tat. Bei seinem Glück war sie vermutlich das antike Äquivalent eines Müllzerkleineres. Rodney starrte ihn mit großen Augen an.
"Du, Radek?"
"Hast du ein Problem damit?", fragte Radek und wischte sich Maschinenöl von der Wange. It's your day, plärrte es aus den kleinen, tragbaren Lautsprechern seines MP3-Players. Ha, dachte Radek. Schön wär's.
"Mir doch egal, was du hörst, solange du nicht das Ding da" – Rodney nickte zu Radeks würfelförmiger, unidentifizierbaren Maschine "im Takt zerhackstückelst. Aber ernsthaft, Radek. Shaking the tree?"
"Peter Gabriel ist der Grund, warum ich Englisch gelernt habe", sagte Radek und verschränkte die Arme. Rodney zog eine Augenbraue hoch. "Das erklärt einiges", sagte er.
"Zum Beispiel mein vielfältiges, breit gefächertes und ausgefallenes Vokabular?"
"Pff, als ob", sagte Rodney und drehte sich zur Maschine um, an der Radek gearbeitet hatte.
"Sag mir, hilft dir dein vielfältiges Vokabular dabei, daraus was Nützliches zu machen?" Radek seufzte. Rodney nickte selbstgefällig. "Wusste ich es doch. Mir ist es egal, was meine Mitarbeiter für ein Vokabular haben, Hauptsache, sie können denken."
"Ich werde es mir für meinen nächsten Bericht merken", sagte Radek. "Viel Spaß beim Tschechisch lernen."
"Zelenka", knurrte Rodney, und Radek musste sich das Lachen verkneifen. Trotzig drückte Rodney auf den Pauseknopf von Radeks MP3-Player.
"Schon gut, Rodney", seufzte Radek, kniete sich auf den Boden und schaltete den Player wieder ein.
"Hmpf", machte Rodney, setzte sich neben ihn und klappte seinen Laptop auf. "Nimm wenigstens Kopfhörer."
Radek verdrehte die Augen. "Weißt du, ich könnte auf einem Konzert von ihm sein. Ausgerechnet jetzt hat er sich dafür entschieden, wieder auf Tour zu gehen, und ich hocke eine Galaxie entfernt mit einem unleidlichen Chef an der antiken Version von einem Komposthaufenbehälter."
Rodney zog die Augenbrauen hoch. "Komposthaufenbehälter?"
"Sei ruhig", sagte Radek.
"Und hey, hey, heißt es nicht unleidlicher und brillanter Chef?"
"Oh Gott, warum", murmelte Radek.
*
Es war eine große Überraschung für ihn, Heimaturlaub über Weihnachten bekommen zu haben. Umso größer, da er nicht einmal darum gebeten hatte. Aber Elizabeth hatte darauf bestanden. Es würde ihm gut tun, meinte sie, und Radek zweifelte nicht daran. Er zweifelte allerdings ein bisschen an Rodney geistiger Gesundheit, als ein wahres Schauspiel an Emotionen über sein Gesicht geisterte, als Radek ihm erklärte, dass ja, er würde wohl eine Weile ohne jemanden auskommen müssen, der zumindest die Hälfte von Rodneys Intelligenz besaß.
Rodney schien fast – zufrieden und nervös?
Nun, egal. Radek freute sich auf seine Familie, und vielleicht würde sich zumindest noch die Hälfte seiner Freunde an ihn erinnern, und sein Neffe mittlerweile erwachsen genug sein, um nicht auf seinem Laptop uninteressante Computerspiele zu installieren. Hoffentlich war er mittlerweile zu den interessanten übergegangen. Vielleicht würde er ja "Eve" mögen?
Radeks Tür öffnete sich, und vor ihm stand Rodney. Er hielt die Arme hinter dem Rücken verschränkt, und Radek zog fragend die Augenbrauen hoch.
"Hi", sagte Rodney. "Fertig gepackt?"
"Sieht so aus", sagte Radek und nickte zu seinen Koffern.
"Okay. Ha. Ja, ich, öh- ", sagte Rodney und balancierte auf den Zehenballen auf und ab. Radek legte leicht verwirrt den Kopf schief. "Wolltest du noch was?"
"Was. Ich? Ich, ja, ich – ich wollte mich verabschieden. Genau, das war's, verabschieden."
"Okay", sagte Radek, und streckte die Hand aus.
Rodney tat es ihm gleich, und da sah Radek, dass er einen Briefumschlag in der Hand hielt.
"Was ist das? Hausaufgaben?" fragte Radek.
"Was? Oh nein. Das ist, öh, dass ist mein Weihnachtsgeschenk."
"Weihnachtsgeschenk?"
"Oh komm schon, ich bin mir sicher, das selbst ihr diese Tradition kennt."
"Bitte, Rodney." Radek holte tief Luft.
"Und für wen ist das?"
"Für dich, du Idiot."
"Aha", sagte Radek, blinzelte erstaunt und nahm den Briefumschlag aus Rodneys Hand.
Er öffnete ihn langsam, und als er das Stück Papier herauszog und Rodney aus den Augenwinkeln heraus ansah, war er sich sicher, dass Rodney gleich anfangen würde, an den Wänden wie ein Gummiball herumzuspringen vor Nervosität. Gute Güte.
Das spöttische Lächeln verschwand von seinem Gesicht, als er sah, was Rodney ihm da, vermutlich unter Einsatz von Leib und Leben, schenkte.
"Wow, Rodney", sagte Radek atemlos.
"Gefällt es dir?”, fragte Rodney, und verschränkte die Hände, nur um sich gleich wieder in seine Hosentasche zu stecken. "Oh Gott, sag mir bitte, dass du nicht nur Peter Gabriel hörst, um mich zu ärgern."
"Nein, ich – oh, Rodney." Radek starrte stumm auf die zwei Konzertkarten.
"Also, mein Kontaktmann in Deutschland konnte leider keine mehr für Prag bekommen, und um die Zeit bist du ja noch da, nicht? Und ich habe nachgeguckt, Dresden ist nah genug an Karlsbad, und ich dachte mir, na ja, ich dachte –"
"Wow, Rodney", sagte Radek und sah Rodney mit offenem Mund an.
"Ich bitte dich, dass ist nichts, ich dachte nur, ich wollte nur dass du dich erinnerst, dass ich hier derjenige bin, der die brillantesten Ideen und besten Beziehungen hat, und dass du besser wieder zurückkommst, wenn du mehr geistige Anregung und, äh, äh – "
Rodneys Stottern verlor sich im nichts als Radek ihn fest in die Arme schloss und sein Gesicht in Rodney Schulter vergrub.
"Ah, ihr Europäer mit eurer Gefühlsdusselei, ihr –" sagte Rodney nervös, aber er legte seine Hand in Radeks Nacken.
"Halt den Mund", sagte Radek und lächelte. Rodney lachte leise und drückte ihn lange an sich. "Frohe Weihnachten", murmelte er in Radeks Haare.
*
no subject
Date: 2007-12-23 08:46 pm (UTC)*lach* Ja, genau. Genau!
Frohe Weihnachten!
no subject
Date: 2007-12-23 09:42 pm (UTC)Hey, bist du noch in Deutschland? Oder schon in Spanien? Ich möchte dir nämlich was schicken. :)
no subject
Date: 2007-12-25 11:34 am (UTC)no subject
Date: 2007-12-23 11:52 pm (UTC)Diese Story ist sehr schön geworden. Danke!
no subject
Date: 2007-12-24 08:23 am (UTC)Ja, an Rodney muß ich mich auch dran gewöhnen. *g*