Titel: Des Prinzen Braut
Team: Sonne
Challenge: Schreibaufgaben: Ein Märchen - Für mich
Fandom: Original
Rating: P16
Genre: Fantasy, Queer
Warnungen: Keine
Zusammenfassung: Das Märchen vom Prinzen und seiner Braut
Wörter: ~1000
Anmerkungen: Eigentlich wollte ich nur etwas kleines zu dem Fantasy-Prompt aus der Genre-Tabelle schreiben, aber irgendwie ist das Ding übelst mutiert und hat noch diverse andere Prompts gespawnt. Dieser Text her ist einer davon. Er ist bei Schreiben genauso übel mutiert und ich muss mich jetzt erst mal hinsetzen und die ganze Textgeschichte aufschreiben (der innere Historiker ist mal wieder am Werk). Dahinter steht wie ich mit Entsetzen feststellen musste eine ganze Fantasy-Welt, die langsam aber aber sicher Formen annimmt. Deshalb sei nur kurz gesagt, es ist ein In-World-Text der sich natürlich auf eine bestimmte Kultur mit bestimmten Wertvorstellungen bezieht. Und das Ende ist doof... aber eben Märchen...
Es war einmal vor langer, langer Zeit, als die Welt noch jung war und die Magie mächtig und wild, da lebte in den fernen Reichen der Hochelben ein mächtiger König. Und dieser König ward weithin gepriesen für seine Klugheit und seine Gerechtigkeit und er regierte sein weise und fair. Sein Reich prosperierte unter seiner Herrschaft und alle seine Untertanen waren glücklich und zufrieden und priesen ihn in den höchsten Tönen. Der König aber hatte große Sorgen, denn er hatte zwar viele wunderschöne und kluge Kinder, aber nur einen einzigen Sohn, der sein Nachfolger werden konnte.
Das Gesetz aber schrieb es vor, dass der Prinz verheiratet sein musste, bevor der den Thron bestieg, denn ein unverheirateter König war ein schlechtes Omen für die den Fortbestand des Reiches. Die Gesetze waren heilig in allen Elbenreichen und so richtete der König unzählige Bälle und Empfänge aus und sandte den jungen Prinzen auf weite Reisen auch zu den entferntesten Elbenkönigen, auf dass er alle Prinzessinnen kennen lernen möge und schon bald eine passende Braut fände. Der Prinz aber hatte gar kein Interesse an den Prinzessinnen. Wenn er ihnen begegnete, so war er höflich und behandelte sie alle mit dem größten Respekt und wenn der König Bälle ausrichtete, so tanzte der Prinz mit ein jeder Prinzessin, die sein Vater ihm empfahl und unterhielt sie vorzüglich mit seinen Erzählungen, sodass bald alle Prinzessinnen weit und breit ganz hingerissen waren von ihm, doch der Prinz erwählte sich keine zu seiner Braut.
Die Sorgen des Königs wuchsen, denn die vorgeschriebene Zeit, da der Prinz vermählt sein musste, rückte immer näher und noch immer war keine Braut in Sicht. So entschied er denn eines Tages, dem Prinzen eine Frist zu setzen: Ein Jahr und einen Tag sollte er Zeit haben, sich eine Braut zu wählen, oder der König würde ihm eine Braut bestimmen, die er dann zur Frau nehmen musste. Als er aber seinen Sohn in dessen Gemächern aufsuchte, um ihm diese Entscheidung mitzuteilen, da fand er ihn, in seinem Bette liegend wie er sich mit einem Jüngling vergnügte.
Der König war entsetzt, denn es war eine schändliche Handlung und gegen die heiligen Gesetze und ein jeder Mann, der dabei ertappt wurde, dass er bei einem Mann lag, wie er nur bei einer Frau liegen sollte, der war des Todes und seine Familie sollte ewiger Verdammnis anheimfallen. In seinem Zorn erschlug der König den Jüngling vor den Augen seines Sohnes und wollte auch den Prinzen richten, doch die König hielt seine Hand und erinnerte ihn daran, dass seine Herrschaft verwirkt war, wenn jemand davon erführe. Die Königin aber wusste von einem mächtigen Magus, der bekannt dafür war, dass er den Geist aller Wesen formen konnte und der König entschied, dass er diesen Magus um Hilfe ersuchen wollte, auf dass er seinen Sohn von dieser gefährlichen Verwirrung heilen möge. So war es entschieden.
Im Dunkel der nächsten Nacht führte der König den Prinzen heimlich aus Palast und machte sich mit ihm auf die lange Reise durch finstere Wälder und wasserlose Täler, über hohe Berge und wilde Meere und er scheute keine Mühen und Gefahren, bis er endlich die ferne Insel des Magus erreicht hatte. Der Magus lauschte dem Ansinnen des Königs stumm. Er erwog es lange in seinem Herzen und erforschte den Geist des jungen Prinzen und schließlich stimmte er zu. Aber er warnte den König, denn es würde sehr lange dauern, bis er den Prinzen geheilt hätte und so lange, durfte der Prinz die Insel nicht verlassen. Der König aber war überglücklich, dass der Magus sich seines Sohnes annehmen würde und gestand ihm alles zu, was er verlangte. Er ließ den unglücklichen Prinzen in der Hand des Magus und reiste wieder von dannen.
Im Königreich aber wusste niemand um das Geheimnis des Königs und alle glaubten, dass der Prinz auf einer langen Reise wäre, um endlich eine passende Braut zu finden und heimzuführen. Und der König schrieb dem Magus jedes Jahr einen Brief und verlangte zu erfahren, wann sein Sohn endlich zurückkehren würde und jedes Jahr vertröstete der Magus ihn. So gingen die Jahre ins Land und im Königreich erzählte man sich schon bald phantastische Geschichten von dem Königssohn, der ausgezogen war eine Braut zu finden und niemals zurückkehrte. Unter den Fürsten und hohen Herren wuchs die Unruhe und die Berater des Königs drängten darauf, dass endlich eine Lösung gefunden werden müsse. Schließlich sprach der König ein Machtwort und beorderte seinen Sohn zurück in den Palast. Und dieses Mal antwortete der Prinz selbst. Er verkündete, dass er mit seiner Braut in das Königreich zurückkehren werde und verlangte eine große Feier für den nämlichen Tag, auf dass die Vermählung vollzogen würde, sobald er die Stadt betreten habe.
Als der Prinz heimkehrte, da war die ganze Stadt geschmückt und alle Untertanen waren auf den Beinen und jubelten und freuten sich. Der Prinz aber ritt mit seiner verschleierten Braut im Triumphzug hinauf zum großen Tempel und Priester empfingen ihn mit Freuden. Sie vollzogen die Trauung und sogar die Götter selbst segneten diesen Bund, denn als die Priester die Hände der frisch vermählten verbanden, da glühten heiligen Reifen wie es nur aus den Sagen der Altvorderen bekannt war. Es war ein rauschendes Fest bis tief in die Nacht und als der Prinz sich mit seiner Angetrauten zurückzog, da war niemand im ganzen Reich glücklicher als der alte König.
Am nächsten Morgen aber, als er mit seinen Beratern die Gemächer des Prinzen aufsuchte, um zu überprüfen, ob die Hochzeitsnacht vollzogen worden war, da musste er erkennen, dass er auf das Böseste betrogen worden war, denn die Braut des Prinzen war niemand anderes als der Magus, dem er seinen Sohn vor so vielen Jahren anvertraut hatte, auf dass er ihn kurieren möge. Der König wurde wütend und er verlangte von seinen Beratern, dass sie die Verbindung annullieren sollten. Die weigerten sich, denn nur eine Ehe, die unfruchtbar war, war gegen die heiligen Gesetze. Der Magus aber war Sylvani und die Sylvani sind Mann und Frau zugleich und können Kinder gebären und so gab es keinen Grund die Verbindung zu trennen.
Darauf war der König so erzürnt, dass er selbst die Hand gegen den Magus erheben wollte, wie er es vor so vielen Jahren gegen den Jüngling getan hatte. Aber die Götter selbst hatten die Liebe des Prinzen gesegnet und so traf ihn der Schlag als er mit seinem Schwert ausholte und er war fortan gelähmt und stumm. Der Prinz und der Magus aber führten das Reich in eine glorreiche Zukunft. Sie hatten viele Kinder und lebten glücklich bis an ihr Ende.
Team: Sonne
Challenge: Schreibaufgaben: Ein Märchen - Für mich
Fandom: Original
Rating: P16
Genre: Fantasy, Queer
Warnungen: Keine
Zusammenfassung: Das Märchen vom Prinzen und seiner Braut
Wörter: ~1000
Anmerkungen: Eigentlich wollte ich nur etwas kleines zu dem Fantasy-Prompt aus der Genre-Tabelle schreiben, aber irgendwie ist das Ding übelst mutiert und hat noch diverse andere Prompts gespawnt. Dieser Text her ist einer davon. Er ist bei Schreiben genauso übel mutiert und ich muss mich jetzt erst mal hinsetzen und die ganze Textgeschichte aufschreiben (der innere Historiker ist mal wieder am Werk). Dahinter steht wie ich mit Entsetzen feststellen musste eine ganze Fantasy-Welt, die langsam aber aber sicher Formen annimmt. Deshalb sei nur kurz gesagt, es ist ein In-World-Text der sich natürlich auf eine bestimmte Kultur mit bestimmten Wertvorstellungen bezieht. Und das Ende ist doof... aber eben Märchen...
Es war einmal vor langer, langer Zeit, als die Welt noch jung war und die Magie mächtig und wild, da lebte in den fernen Reichen der Hochelben ein mächtiger König. Und dieser König ward weithin gepriesen für seine Klugheit und seine Gerechtigkeit und er regierte sein weise und fair. Sein Reich prosperierte unter seiner Herrschaft und alle seine Untertanen waren glücklich und zufrieden und priesen ihn in den höchsten Tönen. Der König aber hatte große Sorgen, denn er hatte zwar viele wunderschöne und kluge Kinder, aber nur einen einzigen Sohn, der sein Nachfolger werden konnte.
Das Gesetz aber schrieb es vor, dass der Prinz verheiratet sein musste, bevor der den Thron bestieg, denn ein unverheirateter König war ein schlechtes Omen für die den Fortbestand des Reiches. Die Gesetze waren heilig in allen Elbenreichen und so richtete der König unzählige Bälle und Empfänge aus und sandte den jungen Prinzen auf weite Reisen auch zu den entferntesten Elbenkönigen, auf dass er alle Prinzessinnen kennen lernen möge und schon bald eine passende Braut fände. Der Prinz aber hatte gar kein Interesse an den Prinzessinnen. Wenn er ihnen begegnete, so war er höflich und behandelte sie alle mit dem größten Respekt und wenn der König Bälle ausrichtete, so tanzte der Prinz mit ein jeder Prinzessin, die sein Vater ihm empfahl und unterhielt sie vorzüglich mit seinen Erzählungen, sodass bald alle Prinzessinnen weit und breit ganz hingerissen waren von ihm, doch der Prinz erwählte sich keine zu seiner Braut.
Die Sorgen des Königs wuchsen, denn die vorgeschriebene Zeit, da der Prinz vermählt sein musste, rückte immer näher und noch immer war keine Braut in Sicht. So entschied er denn eines Tages, dem Prinzen eine Frist zu setzen: Ein Jahr und einen Tag sollte er Zeit haben, sich eine Braut zu wählen, oder der König würde ihm eine Braut bestimmen, die er dann zur Frau nehmen musste. Als er aber seinen Sohn in dessen Gemächern aufsuchte, um ihm diese Entscheidung mitzuteilen, da fand er ihn, in seinem Bette liegend wie er sich mit einem Jüngling vergnügte.
Der König war entsetzt, denn es war eine schändliche Handlung und gegen die heiligen Gesetze und ein jeder Mann, der dabei ertappt wurde, dass er bei einem Mann lag, wie er nur bei einer Frau liegen sollte, der war des Todes und seine Familie sollte ewiger Verdammnis anheimfallen. In seinem Zorn erschlug der König den Jüngling vor den Augen seines Sohnes und wollte auch den Prinzen richten, doch die König hielt seine Hand und erinnerte ihn daran, dass seine Herrschaft verwirkt war, wenn jemand davon erführe. Die Königin aber wusste von einem mächtigen Magus, der bekannt dafür war, dass er den Geist aller Wesen formen konnte und der König entschied, dass er diesen Magus um Hilfe ersuchen wollte, auf dass er seinen Sohn von dieser gefährlichen Verwirrung heilen möge. So war es entschieden.
Im Dunkel der nächsten Nacht führte der König den Prinzen heimlich aus Palast und machte sich mit ihm auf die lange Reise durch finstere Wälder und wasserlose Täler, über hohe Berge und wilde Meere und er scheute keine Mühen und Gefahren, bis er endlich die ferne Insel des Magus erreicht hatte. Der Magus lauschte dem Ansinnen des Königs stumm. Er erwog es lange in seinem Herzen und erforschte den Geist des jungen Prinzen und schließlich stimmte er zu. Aber er warnte den König, denn es würde sehr lange dauern, bis er den Prinzen geheilt hätte und so lange, durfte der Prinz die Insel nicht verlassen. Der König aber war überglücklich, dass der Magus sich seines Sohnes annehmen würde und gestand ihm alles zu, was er verlangte. Er ließ den unglücklichen Prinzen in der Hand des Magus und reiste wieder von dannen.
Im Königreich aber wusste niemand um das Geheimnis des Königs und alle glaubten, dass der Prinz auf einer langen Reise wäre, um endlich eine passende Braut zu finden und heimzuführen. Und der König schrieb dem Magus jedes Jahr einen Brief und verlangte zu erfahren, wann sein Sohn endlich zurückkehren würde und jedes Jahr vertröstete der Magus ihn. So gingen die Jahre ins Land und im Königreich erzählte man sich schon bald phantastische Geschichten von dem Königssohn, der ausgezogen war eine Braut zu finden und niemals zurückkehrte. Unter den Fürsten und hohen Herren wuchs die Unruhe und die Berater des Königs drängten darauf, dass endlich eine Lösung gefunden werden müsse. Schließlich sprach der König ein Machtwort und beorderte seinen Sohn zurück in den Palast. Und dieses Mal antwortete der Prinz selbst. Er verkündete, dass er mit seiner Braut in das Königreich zurückkehren werde und verlangte eine große Feier für den nämlichen Tag, auf dass die Vermählung vollzogen würde, sobald er die Stadt betreten habe.
Als der Prinz heimkehrte, da war die ganze Stadt geschmückt und alle Untertanen waren auf den Beinen und jubelten und freuten sich. Der Prinz aber ritt mit seiner verschleierten Braut im Triumphzug hinauf zum großen Tempel und Priester empfingen ihn mit Freuden. Sie vollzogen die Trauung und sogar die Götter selbst segneten diesen Bund, denn als die Priester die Hände der frisch vermählten verbanden, da glühten heiligen Reifen wie es nur aus den Sagen der Altvorderen bekannt war. Es war ein rauschendes Fest bis tief in die Nacht und als der Prinz sich mit seiner Angetrauten zurückzog, da war niemand im ganzen Reich glücklicher als der alte König.
Am nächsten Morgen aber, als er mit seinen Beratern die Gemächer des Prinzen aufsuchte, um zu überprüfen, ob die Hochzeitsnacht vollzogen worden war, da musste er erkennen, dass er auf das Böseste betrogen worden war, denn die Braut des Prinzen war niemand anderes als der Magus, dem er seinen Sohn vor so vielen Jahren anvertraut hatte, auf dass er ihn kurieren möge. Der König wurde wütend und er verlangte von seinen Beratern, dass sie die Verbindung annullieren sollten. Die weigerten sich, denn nur eine Ehe, die unfruchtbar war, war gegen die heiligen Gesetze. Der Magus aber war Sylvani und die Sylvani sind Mann und Frau zugleich und können Kinder gebären und so gab es keinen Grund die Verbindung zu trennen.
Darauf war der König so erzürnt, dass er selbst die Hand gegen den Magus erheben wollte, wie er es vor so vielen Jahren gegen den Jüngling getan hatte. Aber die Götter selbst hatten die Liebe des Prinzen gesegnet und so traf ihn der Schlag als er mit seinem Schwert ausholte und er war fortan gelähmt und stumm. Der Prinz und der Magus aber führten das Reich in eine glorreiche Zukunft. Sie hatten viele Kinder und lebten glücklich bis an ihr Ende.