Challenge: Farbe: Orange- Sonnenaufgang.
Team: Mond
Fandom: Fesseln des Verrats
Charaktere: Touko, Tsukumo, Hotsuma, Shuusei
Wörter: 830
Anmerkung: Enthält Spoiler fürs Ende des Mangas.bzw dreht sich um die Nachwehen des Mangas!
Farbe: Orange: Sonnenaufgang
Die Welt lag im Dunkeln. Es war die Stunde vor Sonnenaufgang und der weitläufige Garten des Tasogarekan machte dem Namen des Hauses alle Ehre im herrschenden Zwielicht. Touko saß auf ihrer Fensterbank und sah hinaus, tief in Gedanken. Sie konnte einfach nicht mehr schlafen. Die vergangenen Ereignisse hatten sie zu sehr aufgewühlt. Suzaku… Takashiro!! Der Mann, der sie über eintausend Jahre lang angeleitet hatte, für dessen Überzeugungen sie gekämpft hatten und gestorben waren, hatte sie nun verraten. Und er hatte zwei Grimoires mitgenommen, die benötigt wurden, um den Teufel zu beschwören, Mit Suzaku hatte er einen weiteren Nekromanten an seiner Seite um dieses Ziel zu erreichen und sein Wunsch, die Welt zu zerstören war stärker denn je.
Das Chaos am Hauptsitz in Kamakura, der Angriff auf das Anwesen in Kyoto… Der Tod Hakuyuu-samas, Rou-sans… Und dann war da Reiga, der plötzlich auf ihrer Seite war, in Besitz des 3. Grimoires. Nun war er das einzige, das die Welt vorm Untergang bewahrte. Das alles war schwer verdaulich.
„Du schläfst gar nicht?“ Touko sah auf. Sie hatte gar nicht bemerkt, wie ihr Bruder hereingekommen war. Aber ein Lächeln schlich sich auf ihr Gesicht, als sie sich an ihn lehnte und seine Arme um sich spürte.
„Du ja auch nicht.“, erwiderte sie. Immerhin hatten sie überlebt. Sie wollte sich nicht vorstellen, wie es wäre, wenn einer von ihnen beidem Angriff gestorben wäre.
Die arme Ria… Diese Unsicherheit über den Verbleib ihres Partners!
„Es ist zu viel passiert. Wie sollen wir da ruhig schlafen?“
Touko nickte. Doch dann fragte sie: „Was hältst du davon, dass Reiga jetzt hier ist?“ Sie drehte den Kopf und sah zu ihrem Bruder auf.
„Ich weiß es nicht. Aber uns bleibt keine Wahl als ihm zu vertrauen. Wenn er weiter sein Ziel verfolgt den Teufel zu beschwören um Yomi-samas Seele zurückzubekommen und sich doch mit Takashiro zusammen tut, dann sind wir verloren… Und die Welt mit uns.“
„Hoffen wir, dass seine Liebe zu Yuki-chan stark genug ist, das zu verhindern… das ist das einzige, was ihn hier hält. Wir sind ihm doch egal..“
Tsukumo nickte. „Er ist schon etwas Besonderes in diesem Leben, nicht?“
Toukos Blick glitt wieder nach draußen. Sie hatte eine Bewegung wahrgenommen.
„Scheinbar sind wir nicht die einzigen schlaflosen Seelen hier…“, bemerkte sie.
Im heller werdenden Licht erkannten sie, dass es Hotsuma war, der in den Garten gekommen war. Und er wirkte so unglaublich niedergeschlagen. Natürlich. Er hatte seinem Meister sehr nahe gestanden, auch wenn ihre Beziehung zueinander etwas… unkonventionell war. Und jetzt…
Sie beobachteten, wie Hotsuma sich an den Brunnen setzte und das Gesicht in den Händen vergrub. Ein leichtes Beben ging durch seinen Körper, immer und immer wieder.
„Weint er?“, fragte Tsukumo leise.
„Kannst du es ihm übel nehmen? Er ist so viel sensibler, als er es uns glauben lassen will. Natürlich nimmt ihn Rou-sans Tod mit. Und alles andere.“
Tsukumo nickte. Wie oft hatte er schon die leise Stimme seines Herzens gehört, die einfach nur verzweifelt nach Liebe und Anerkennung geschrien hatte, während sein Verstand ihm befahl, sich von allen fernzuhalten. Selbst seinem eigenen Partner. Immerhin da gab es keine Differenzen mehr.
„Ich würd so gern zu ihm gehen und ihn trösten…“
„Er wird dich nicht an sich ranlassen. Du bist nicht Yuki-chan und nicht Shuusei…“, erinnerte Touko ihn.
„ich weiß.“ Aber es tat fast schon fast körperlich weh, Hotsuma so bitterlich weinen zu sehen.
Zum Glück verging auch gar nicht zu viel Zeit bis noch jemand in den Garten kam. Shuusei, der wohl die Seelenpein seines Partners bemerkt hatte. Touko lächelte. Ja, bei den beiden war wieder alles in Ordnung.
Sie sah wie Shuusei sich zu seinem weinenden Partner setzte und einen Arm um ihn legte. Das Beben in Hotsumas Körper wurde schlimmer und er wandte sich ganz Shuusei zu, um sich wie ein Ertrinkender an ihn zu klammern. Und der unterließ offensichtlich erst einmal jegliche Art des Aufziehens sondern gab sei Bestes seinem Partner den nötigen Trost zu spenden. Auch Touko kuschelte sich dichter an ihren Bruder. Das Bild draußen im Garten war einfach zu herzzerreißend.
Inzwischen hatte der Himmel sich immer orangener verfärbt. Der Sonnenaufgang stand kurz bevor.
„Beim Frühstück wird er kratzbürstig sein wie immer...", bemerkte Touko. Aber es war auch gut, noch einmal so zu sehen, dass auch in Hotsuma ein verletzlicher Mensch steckte.
„Ja, aber jetzt muss er seine Verletzlichkeit zeigen. Jemandem, der ihn wirklich versteht.“ Tsukumo seufzte und streichelte Touko über den Arm. Langsam kroch die Sonne über den Horizont. Hotsuma schien sich langsam wieder zu beruhigen und sah seinen Partner aus verheulten Augen an. Shuusei streichelte seine Wange, seinen Gesichtsausdruck konnten sie nicht erkennen. Aber als die beiden sich im nächsten Moment küssten, entschieden die Geschwister sich, ihren Beobachtungsposten aufzugeben und sich doch noch etwas hinzulegen. Gemeinsam. Jetzt wurde es selbst ihnen zu intim.
Es waren harte Zeiten, da brauchte jeder von ihnen seine eigene Portion der Nähe des am meisten geliebten Menschen. Und zu sehr wollten sie nicht in die Privatsphäre des anderen Zweiltpaares eindringen.
Team: Mond
Fandom: Fesseln des Verrats
Charaktere: Touko, Tsukumo, Hotsuma, Shuusei
Wörter: 830
Anmerkung: Enthält Spoiler fürs Ende des Mangas.bzw dreht sich um die Nachwehen des Mangas!
Farbe: Orange: Sonnenaufgang
Die Welt lag im Dunkeln. Es war die Stunde vor Sonnenaufgang und der weitläufige Garten des Tasogarekan machte dem Namen des Hauses alle Ehre im herrschenden Zwielicht. Touko saß auf ihrer Fensterbank und sah hinaus, tief in Gedanken. Sie konnte einfach nicht mehr schlafen. Die vergangenen Ereignisse hatten sie zu sehr aufgewühlt. Suzaku… Takashiro!! Der Mann, der sie über eintausend Jahre lang angeleitet hatte, für dessen Überzeugungen sie gekämpft hatten und gestorben waren, hatte sie nun verraten. Und er hatte zwei Grimoires mitgenommen, die benötigt wurden, um den Teufel zu beschwören, Mit Suzaku hatte er einen weiteren Nekromanten an seiner Seite um dieses Ziel zu erreichen und sein Wunsch, die Welt zu zerstören war stärker denn je.
Das Chaos am Hauptsitz in Kamakura, der Angriff auf das Anwesen in Kyoto… Der Tod Hakuyuu-samas, Rou-sans… Und dann war da Reiga, der plötzlich auf ihrer Seite war, in Besitz des 3. Grimoires. Nun war er das einzige, das die Welt vorm Untergang bewahrte. Das alles war schwer verdaulich.
„Du schläfst gar nicht?“ Touko sah auf. Sie hatte gar nicht bemerkt, wie ihr Bruder hereingekommen war. Aber ein Lächeln schlich sich auf ihr Gesicht, als sie sich an ihn lehnte und seine Arme um sich spürte.
„Du ja auch nicht.“, erwiderte sie. Immerhin hatten sie überlebt. Sie wollte sich nicht vorstellen, wie es wäre, wenn einer von ihnen beidem Angriff gestorben wäre.
Die arme Ria… Diese Unsicherheit über den Verbleib ihres Partners!
„Es ist zu viel passiert. Wie sollen wir da ruhig schlafen?“
Touko nickte. Doch dann fragte sie: „Was hältst du davon, dass Reiga jetzt hier ist?“ Sie drehte den Kopf und sah zu ihrem Bruder auf.
„Ich weiß es nicht. Aber uns bleibt keine Wahl als ihm zu vertrauen. Wenn er weiter sein Ziel verfolgt den Teufel zu beschwören um Yomi-samas Seele zurückzubekommen und sich doch mit Takashiro zusammen tut, dann sind wir verloren… Und die Welt mit uns.“
„Hoffen wir, dass seine Liebe zu Yuki-chan stark genug ist, das zu verhindern… das ist das einzige, was ihn hier hält. Wir sind ihm doch egal..“
Tsukumo nickte. „Er ist schon etwas Besonderes in diesem Leben, nicht?“
Toukos Blick glitt wieder nach draußen. Sie hatte eine Bewegung wahrgenommen.
„Scheinbar sind wir nicht die einzigen schlaflosen Seelen hier…“, bemerkte sie.
Im heller werdenden Licht erkannten sie, dass es Hotsuma war, der in den Garten gekommen war. Und er wirkte so unglaublich niedergeschlagen. Natürlich. Er hatte seinem Meister sehr nahe gestanden, auch wenn ihre Beziehung zueinander etwas… unkonventionell war. Und jetzt…
Sie beobachteten, wie Hotsuma sich an den Brunnen setzte und das Gesicht in den Händen vergrub. Ein leichtes Beben ging durch seinen Körper, immer und immer wieder.
„Weint er?“, fragte Tsukumo leise.
„Kannst du es ihm übel nehmen? Er ist so viel sensibler, als er es uns glauben lassen will. Natürlich nimmt ihn Rou-sans Tod mit. Und alles andere.“
Tsukumo nickte. Wie oft hatte er schon die leise Stimme seines Herzens gehört, die einfach nur verzweifelt nach Liebe und Anerkennung geschrien hatte, während sein Verstand ihm befahl, sich von allen fernzuhalten. Selbst seinem eigenen Partner. Immerhin da gab es keine Differenzen mehr.
„Ich würd so gern zu ihm gehen und ihn trösten…“
„Er wird dich nicht an sich ranlassen. Du bist nicht Yuki-chan und nicht Shuusei…“, erinnerte Touko ihn.
„ich weiß.“ Aber es tat fast schon fast körperlich weh, Hotsuma so bitterlich weinen zu sehen.
Zum Glück verging auch gar nicht zu viel Zeit bis noch jemand in den Garten kam. Shuusei, der wohl die Seelenpein seines Partners bemerkt hatte. Touko lächelte. Ja, bei den beiden war wieder alles in Ordnung.
Sie sah wie Shuusei sich zu seinem weinenden Partner setzte und einen Arm um ihn legte. Das Beben in Hotsumas Körper wurde schlimmer und er wandte sich ganz Shuusei zu, um sich wie ein Ertrinkender an ihn zu klammern. Und der unterließ offensichtlich erst einmal jegliche Art des Aufziehens sondern gab sei Bestes seinem Partner den nötigen Trost zu spenden. Auch Touko kuschelte sich dichter an ihren Bruder. Das Bild draußen im Garten war einfach zu herzzerreißend.
Inzwischen hatte der Himmel sich immer orangener verfärbt. Der Sonnenaufgang stand kurz bevor.
„Beim Frühstück wird er kratzbürstig sein wie immer...", bemerkte Touko. Aber es war auch gut, noch einmal so zu sehen, dass auch in Hotsuma ein verletzlicher Mensch steckte.
„Ja, aber jetzt muss er seine Verletzlichkeit zeigen. Jemandem, der ihn wirklich versteht.“ Tsukumo seufzte und streichelte Touko über den Arm. Langsam kroch die Sonne über den Horizont. Hotsuma schien sich langsam wieder zu beruhigen und sah seinen Partner aus verheulten Augen an. Shuusei streichelte seine Wange, seinen Gesichtsausdruck konnten sie nicht erkennen. Aber als die beiden sich im nächsten Moment küssten, entschieden die Geschwister sich, ihren Beobachtungsposten aufzugeben und sich doch noch etwas hinzulegen. Gemeinsam. Jetzt wurde es selbst ihnen zu intim.
Es waren harte Zeiten, da brauchte jeder von ihnen seine eigene Portion der Nähe des am meisten geliebten Menschen. Und zu sehr wollten sie nicht in die Privatsphäre des anderen Zweiltpaares eindringen.