ext_184151: (Default)
[identity profile] nyx-chan.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Mond
Challenge: Schreibaufgabe – nicht chronologischer Erzählverlauf (für mich)
Fandom: Original
Wörter: 443
Anmerkung: Diese Idee bzw. das Setting zu dieser Original verfolgt mich schon echt 'ne Weile und endlich scheint sich da was zu formen. x_x




Die Sonne fiel durch die hellen Vorhänge und draußen zwitscherten die Vögel im Innenhof. Irgendwo in der restlichen Wohnung waren Geräusche zu hören, dass jemand weiteres noch da war. In der Wohnung darüber schien ein Bewohner quer durch das Wohnzimmer zu laufen. Vielleicht war derjenige gerade auf dem Weg zum Balkon, bewaffnet mit Zeitung und Kaffee.
Rena drehte den Kopf, um in Richtung des Balkons zu blinzeln, und malte es sich aus, wie schön das sein müsste. Genüsslich streckte sie sich auf der Schlafcouch und beschloss, dass es endlich an der Zeit war, den Tag zu beginnen. Mit einem zufriedenen Lächeln stand sie auf, wühlte nach Kleidung aus ihrer Tasche und lief mit platschenden Geräuschen barfuß über das Laminat ins Bad.

***

„Hi.“

Rena sah auf, als sie sofort die Stimme erkannte, die halb gehaucht daher kam. Eine Leistung, wenn permanent Musik im Hintergrund spielte. Ohne einen Moment darüber nachzudenken lächelte Rena die Frau von Ohr zu Ohr an, die sich an Thresen lehnte. Im schummigeren Licht wirkten ihre Haar dunkel, fast schwarz, und ihre Augen waren wie graue Schatten. Alles an ihr schien positive Signale zu senden, ihre Haltung, ihr Lächeln, die leichte Neigung des Kopfes, und doch war da so viel Unklares darin. Rena war elektrisiert vor Neugierde und Faszination.

***

Die Tür fiel hinter der Hausherrin ins Schloss und Renas Verabschiedung hallte noch kurz im hohen Treppenhaus nach.

Rena legte sich ihr Frühstücksbrot auf einen Teller während der Wasserkocher fertig wurde. Nur noch Kaffee und sie konnte sich auch dekadent auf den Balkon setzten! Die Sonne ins Gesicht scheinen lassen, den Vögeln zuhören und sich in Tagträumen verlieren, wie es wäre, eine solche Wohnung zu besitzen und ein gutes, gesichertes Einkommen zu haben. Vielleicht auch eine Freundin.
Alles – Rena wollte alles haben!

***

„Hallo Anna“, rang Rena schließlich heraus. „Das Übliche?“ Nonchalante war nicht ihre Art und sie hatte es nicht drauf, cool zu wirken. Aber sie wollte so gerne – so gerne den Anschein erwecken, dass sie nur im Ansatz in einer Liga mit Anna spielte.

Diese lächelte vielsagend und zuckte mit einer Schulter. „Überrasch' mich.“

***
Von Kopf bis Fuß war Rena voller glücklicher Energie, die in ihren Ohrenspitzen kribbelte. Mit einem viel zu breiten Grinsen und einem leisen Kichern betrat sie den Balkon als wäre es ein Märchenreich. Sie hatte das Frühstück auf den Tisch gestellt und wollte gerade einen der Stühle zurechtrücken als ein lautes Klirren durch den Innenhof hallte. Erschrocken riss Rena den Kopf hoch und versuchte festzustellen, was geschehen war. Ihr Blick begann über die Balkonreihen und Fenster zu schweifen als sie im gleichen Moment ihre Schwester erkannte, wie die völlig verwirrt laut fragte: „Renata?!“

Profile

120_minuten: (Default)
Die Uhr läuft ... jetzt!

Most Popular Tags

January 2026

M T W T F S S
   1 234
567891011
12131415 161718
19202122232425
262728293031 

Style Credit

Powered by Dreamwidth Studios