h/c - Erwachen aus einem Alptraum
Jul. 24th, 2018 09:49 pmTeam: Mond
Challenge: h/c - Erwachen aus einem Alptraum (Naja… irgendwie)
Fandom: Sailor Moon (AU)
Charaktere: Michiru, Haruka
Anmerkung: Ich hab versucht, es gegenzulesen aber ich bin von der Hitze einfach zu durch x_X Sorry…
Die Visionen kamen neuerdings ohne jede Vorwarnung. Michiru wusste nicht, warum. Bisher hatte das Rauschen des Meeres sie immer gewarnt. Der Geschmack von Salz auf ihrem Lippen, der nie dagewesen war. Dann konnte sie reagieren. Sich hinsetzen. Einen ruhigen Ort suchen. Aber seit wenigen Wochen war es anders. Alles war anders. Die eher flüchtigen Bilder, die durch ihren Geist geflossen waren, wurden zu einem Sturm. Ein Sturm, der durch sie hindurchfegte und nicht als Leere hinterließ. Leere mit einem Echo von Angst.
Eigentlich müsste es bald wieder passieren. Sie hatte jetzt schon vier Tage Ruhe, normalerweise dauerte die Schonfrist nicht so lange.
Vielleicht war die Qual jetzt auch vorbei… aber sie wagte nicht darauf zu hoffen. Wenn man in die Zukunft sehen konnte, lernte man schnell, dass Hoffnung ein Luxus war, der anderen vorbehalten war. Denjenigen, die nicht wussten, was ihnen blühte.
Sie wusste es besser, als über das zu sprechen, was sie sah. Als sie noch jünger gewesen war, hatte sie den Fehler gemacht und war von ihren Eltern danach von einem Arzt zum nächsten geschleift worden. Vermutlich konnte sie vom Glück sprechen, dass man sie nicht einfach eingewiesen hatte. In der Schule war sie trotzdem der Sonderling gewesen. Sie hatte alles getan, um ihren Fluch zu verbergen. Damit sie nicht auch noch die Verrückte wurde.
Hielt sich distanziert. Immer höflich, aber niemanden an sich heranlassend. Mit dem Ruf, hochmütig zu sein, konnte sie leben. Sie hatte nie viele Freunde gehabt. Eigentlich nur eine. Elza Gray. Am Anfang war sie einfach nur das Mädchen von nebenan gewesen, das am Fenster gestanden hatte, wenn Michiru mit der Geige geübt hatte. Es war eine langsam wachsende Freundschaft gewesen, aber dafür umso tiefer, wie sie hoffte.
Natürlich wusste Elza nichts von den Visionen. Und sie durfte es auch nie erfahren.
Das wurde jetzt schwieriger. Es war reines Glück, dass sie es bisher hatte verbergen können. Aber das würde nicht mehr lange anhalten. Sie wusste es einfach. Jemand würde es bemerken. Und was dann? Sie hatte furchtbare Angst davor… es war ihr letztes Schuljahr, die Aufnahmeprüfungen für die Uni waren nur eine reine Formsache für sie. Aber etwas würde passieren.
Leider war ihr… Instinkt nicht sehr zuverlässig wenn es darum ging, ihr mitzuteilen, wann etwas geschah. Es konnte ebenso gut morgen oder auch erst in einem Jahr sein. Geschehen würde es aber, da es nichts gab, was sie tun konnte, um ihre Visionen zu verhindern.
Vielleicht dachte sie einfach zu viel darüber nach und sie führte es am Ende selbst herbei. Noch etwas, was sie wohl nie genau wissen würde.
Genau wie jetzt… in einem Moment grübelte sie noch, dann brach es wie ein Tsunami über sie herein. Gerade in dem Moment, als sie den Musikraum betreten wollte, in dem sie in Ruhe üben konnte. Ein Tsunami, der Feuer brachte. Wie so oft in letzter Zeit. Seit die Visionen außer Kontrolle geraten waren.
Die Hitze leckte über ihre Haut, drang in sie ein, zerfraß sie. Und doch sah sie alles ganz klar. Die Flammen. Ein großes Gebäude, das sie kaum mehr klar erkennen konnte, zu groß war der Schaden, der bereits angerichtet worden war. Schreie drangen an ihr Ohr, qualvoll, gellend, bis sie verstummten und eine dröhnende Stille hinterließen, die noch unerträglicher war. Unerträglich laut und das lag nicht daran, dass ein in Flammen stehendes Gebäude alles andere als leise war. Es war das Wissen, dass niemand hier überleben würde. Diejenigen, die gnädigerweise durch den Rauch das Bewusstsein verloren hatten, sterben würden. Nur würden sie es hoffentlich nicht mehr spüren, wenn sie verbrannten. Oder vorher ersticken.
Als das Feuer endlich verschwand, fand Michiru sich am Boden wieder. Der Geigenkasten lag neben ihr und ihr erster Gedanke galt dem wertvollen Instrument, das darin untergebracht war. Als sie danach greifen wollte, schloss sich eine Hand um ihr Gelenk und hielt es fest. “Ganz ruhig.”
“Meine Geige…”
“Sie ist nicht runtergefallen. Jedenfalls habe ich nichts gehört.”
Die Stimme kam ihr bekannt vor, aber wie immer nach einer dieser Visionen war Michiru noch nicht ganz anwesend. In ihrem Kopf war immer noch das Feuer. Als sie auf ihre Hand sah, war sie überrascht, dass sie dort keine Verbrennungen sah. Alles hatte sich so real angefühlt. Ihr Herz raste aber sonst fühlte sie sich wie gelähmt. Es schien mit jeder Vision schlimmer zu werden. Der Kontrollverlust. Das durfte einfach nicht zur Normalität werden, nicht immer schlimmer. Was würde das auf Dauer aus ihr machen?
Es schien eine Ewigkeit zu dauern, bis sie wieder genug beisammen war, um sich umzusehen und den Verdacht zu bestätigen. “Tennou-san”, war alles, was sie im ersten Moment zu sagen wusste. Das Mädchen, das sie heimlich seit dem ersten Jahr der High School bewunderte. Womit sie sich in guter Gesellschaft befand. Tennou Haruka war der Schwarm vieler Mädchen. Es störte keinen, dass sie selbst eines war, schließlich erweckte sie ganz und gar nicht den Eindruck in ihrer Jungenuniform. Aber Michiru konnten ihren sehr weiblichen Körper jetzt deutlich spüren.
Warum eigentlich?
Verwirrt setzte sie sich auf und stellte erst dann fest, dass Haruka sie festgehalten hatte. Zum Glück hatte sie sich inzwischen wieder genug in der Gewalt, um sich die Panik nicht anmerken zu lassen, die sie ergreifen wollte. “Was ist passiert?”, fragte sie und war erleichtert, dass ihre Stimme nur ein wenig müde und verwirrt klang, aber sonst nichts preisgab.
“Das wollte ich dich fragen. Du bist zusammengebrochen.” Sorge lag in den Augen, die Michiru an den Himmel erinnerte, wenn er von einem dünnen Wolkenschleier bedeckt war. Ob sie diese Farbe treffen könnte, wenn sie versuchte, sie zu mischen? Sie war sich nicht sicher. Aber mit einem Mal juckte es sie in den Fingern, sie zu einmal zu malen.
Kein noch so großer Künstler könnte diesem Mädchen, dieser jungen Frau gerecht werden. Michiru wollte es trotzdem versuchen.
Als sie bemerkte, dass sie Haruka schon zu lange einfach nur anstarrte, sah sie schnell weg und setzte sich auf. Sehr widerwillig, aber das hier war… gefährlich.
“Es war nur ein Schwächeanfall. Kein Grund zur Sorge.” Sie lächelte höflich. Das Lächeln, das ihr den Ruf eingebracht hatte, auf die anderen herabzusehen. Haruka gehörte nicht zu den Leuten, die sich davon beeindrucken ließen, wie sie feststellte.
“Das wirkte ziemlich ernst. Einen Moment lang dachte ich, du atmest nicht mehr.”
Das klang in der Tat nicht so gut. Aber sie konnte doch nicht die Wahrheit sagen. “Es ist wirklich alles in Ordnung. Diese Anfälle vergehen schnell wieder.” Aber was, wenn sie aus der nächsten Vision nicht mehr aufwachte? Wenn ihr Herz einfach versagte?
Michiru versuchte aufzustehen, aber Haruka ließ es nicht zu. “Nicht so schnell. Du bist kreidebleich.”
“Ist es dir lieber, wenn ich auf dem Flurboden sitzen bleibe?”, fragte sie höflich und hatte damit anscheinend einen Nerv getroffen, denn Haruka schien eine Sekunde aus dem Konzept gebracht. Dann fuhr sie sich verlegen durch die Haare und nickte. “Ja. Klar. Entschuldige. Ich helfe dir.” Damit war Haruka schon auf den Beinen und reichte Michiru eine Hand. Da diese ihren Beinen momentan wirklich nicht so recht traute, nahm sie die Hilfe an. “Danke. Ich muss mich nur einen Moment hinsetzen. Dann geht es wirklich wieder.”
Harukas Hand war warm… stark. Irgendwie beruhigend. Vielleicht, weil sie der Person, die sie schon so lange aus der Ferne bewunderte, nun so nahe war. Es gab einige in dieser Schule, die für so eine Gelegenheit töten würden. Im übertragenen Sinne natürlich.
Der Musikraum in dem sie immer übte war zum Glück nur ein paar Schritte entfernt und Haruka schloss die Tür hinter ihnen. Dann ging sie erst sicher, dass Michiru nicht von dem Stuhl fiel, auf den sie ihn schob, legte erst dann den Geigenkasten auf einen der Tische und setzte sich selbst daneben
“Du bist… öfter hier, oder?”
“Jeden Tag.” Was auch kein Geheimnis war. Warum auch? Man wurde nicht so gut, wenn man sich auf die faule Haut legte, auch wenn sie die letzte war, die ihr Talent leugnete.
“Ich höre dich manchmal.” Legte sich bei diesen Worten eine leichte Röte auf Harukas Wangen? Michiru war sich nicht ganz sicher. Aber es fühlte sich gut an. Zum ersten Mal, seit ihre Visionen begonnen hatten, außer Kontrolle zu geraten, fühlte sie sich… wohl.
Challenge: h/c - Erwachen aus einem Alptraum (Naja… irgendwie)
Fandom: Sailor Moon (AU)
Charaktere: Michiru, Haruka
Anmerkung: Ich hab versucht, es gegenzulesen aber ich bin von der Hitze einfach zu durch x_X Sorry…
Die Visionen kamen neuerdings ohne jede Vorwarnung. Michiru wusste nicht, warum. Bisher hatte das Rauschen des Meeres sie immer gewarnt. Der Geschmack von Salz auf ihrem Lippen, der nie dagewesen war. Dann konnte sie reagieren. Sich hinsetzen. Einen ruhigen Ort suchen. Aber seit wenigen Wochen war es anders. Alles war anders. Die eher flüchtigen Bilder, die durch ihren Geist geflossen waren, wurden zu einem Sturm. Ein Sturm, der durch sie hindurchfegte und nicht als Leere hinterließ. Leere mit einem Echo von Angst.
Eigentlich müsste es bald wieder passieren. Sie hatte jetzt schon vier Tage Ruhe, normalerweise dauerte die Schonfrist nicht so lange.
Vielleicht war die Qual jetzt auch vorbei… aber sie wagte nicht darauf zu hoffen. Wenn man in die Zukunft sehen konnte, lernte man schnell, dass Hoffnung ein Luxus war, der anderen vorbehalten war. Denjenigen, die nicht wussten, was ihnen blühte.
Sie wusste es besser, als über das zu sprechen, was sie sah. Als sie noch jünger gewesen war, hatte sie den Fehler gemacht und war von ihren Eltern danach von einem Arzt zum nächsten geschleift worden. Vermutlich konnte sie vom Glück sprechen, dass man sie nicht einfach eingewiesen hatte. In der Schule war sie trotzdem der Sonderling gewesen. Sie hatte alles getan, um ihren Fluch zu verbergen. Damit sie nicht auch noch die Verrückte wurde.
Hielt sich distanziert. Immer höflich, aber niemanden an sich heranlassend. Mit dem Ruf, hochmütig zu sein, konnte sie leben. Sie hatte nie viele Freunde gehabt. Eigentlich nur eine. Elza Gray. Am Anfang war sie einfach nur das Mädchen von nebenan gewesen, das am Fenster gestanden hatte, wenn Michiru mit der Geige geübt hatte. Es war eine langsam wachsende Freundschaft gewesen, aber dafür umso tiefer, wie sie hoffte.
Natürlich wusste Elza nichts von den Visionen. Und sie durfte es auch nie erfahren.
Das wurde jetzt schwieriger. Es war reines Glück, dass sie es bisher hatte verbergen können. Aber das würde nicht mehr lange anhalten. Sie wusste es einfach. Jemand würde es bemerken. Und was dann? Sie hatte furchtbare Angst davor… es war ihr letztes Schuljahr, die Aufnahmeprüfungen für die Uni waren nur eine reine Formsache für sie. Aber etwas würde passieren.
Leider war ihr… Instinkt nicht sehr zuverlässig wenn es darum ging, ihr mitzuteilen, wann etwas geschah. Es konnte ebenso gut morgen oder auch erst in einem Jahr sein. Geschehen würde es aber, da es nichts gab, was sie tun konnte, um ihre Visionen zu verhindern.
Vielleicht dachte sie einfach zu viel darüber nach und sie führte es am Ende selbst herbei. Noch etwas, was sie wohl nie genau wissen würde.
Genau wie jetzt… in einem Moment grübelte sie noch, dann brach es wie ein Tsunami über sie herein. Gerade in dem Moment, als sie den Musikraum betreten wollte, in dem sie in Ruhe üben konnte. Ein Tsunami, der Feuer brachte. Wie so oft in letzter Zeit. Seit die Visionen außer Kontrolle geraten waren.
Die Hitze leckte über ihre Haut, drang in sie ein, zerfraß sie. Und doch sah sie alles ganz klar. Die Flammen. Ein großes Gebäude, das sie kaum mehr klar erkennen konnte, zu groß war der Schaden, der bereits angerichtet worden war. Schreie drangen an ihr Ohr, qualvoll, gellend, bis sie verstummten und eine dröhnende Stille hinterließen, die noch unerträglicher war. Unerträglich laut und das lag nicht daran, dass ein in Flammen stehendes Gebäude alles andere als leise war. Es war das Wissen, dass niemand hier überleben würde. Diejenigen, die gnädigerweise durch den Rauch das Bewusstsein verloren hatten, sterben würden. Nur würden sie es hoffentlich nicht mehr spüren, wenn sie verbrannten. Oder vorher ersticken.
Als das Feuer endlich verschwand, fand Michiru sich am Boden wieder. Der Geigenkasten lag neben ihr und ihr erster Gedanke galt dem wertvollen Instrument, das darin untergebracht war. Als sie danach greifen wollte, schloss sich eine Hand um ihr Gelenk und hielt es fest. “Ganz ruhig.”
“Meine Geige…”
“Sie ist nicht runtergefallen. Jedenfalls habe ich nichts gehört.”
Die Stimme kam ihr bekannt vor, aber wie immer nach einer dieser Visionen war Michiru noch nicht ganz anwesend. In ihrem Kopf war immer noch das Feuer. Als sie auf ihre Hand sah, war sie überrascht, dass sie dort keine Verbrennungen sah. Alles hatte sich so real angefühlt. Ihr Herz raste aber sonst fühlte sie sich wie gelähmt. Es schien mit jeder Vision schlimmer zu werden. Der Kontrollverlust. Das durfte einfach nicht zur Normalität werden, nicht immer schlimmer. Was würde das auf Dauer aus ihr machen?
Es schien eine Ewigkeit zu dauern, bis sie wieder genug beisammen war, um sich umzusehen und den Verdacht zu bestätigen. “Tennou-san”, war alles, was sie im ersten Moment zu sagen wusste. Das Mädchen, das sie heimlich seit dem ersten Jahr der High School bewunderte. Womit sie sich in guter Gesellschaft befand. Tennou Haruka war der Schwarm vieler Mädchen. Es störte keinen, dass sie selbst eines war, schließlich erweckte sie ganz und gar nicht den Eindruck in ihrer Jungenuniform. Aber Michiru konnten ihren sehr weiblichen Körper jetzt deutlich spüren.
Warum eigentlich?
Verwirrt setzte sie sich auf und stellte erst dann fest, dass Haruka sie festgehalten hatte. Zum Glück hatte sie sich inzwischen wieder genug in der Gewalt, um sich die Panik nicht anmerken zu lassen, die sie ergreifen wollte. “Was ist passiert?”, fragte sie und war erleichtert, dass ihre Stimme nur ein wenig müde und verwirrt klang, aber sonst nichts preisgab.
“Das wollte ich dich fragen. Du bist zusammengebrochen.” Sorge lag in den Augen, die Michiru an den Himmel erinnerte, wenn er von einem dünnen Wolkenschleier bedeckt war. Ob sie diese Farbe treffen könnte, wenn sie versuchte, sie zu mischen? Sie war sich nicht sicher. Aber mit einem Mal juckte es sie in den Fingern, sie zu einmal zu malen.
Kein noch so großer Künstler könnte diesem Mädchen, dieser jungen Frau gerecht werden. Michiru wollte es trotzdem versuchen.
Als sie bemerkte, dass sie Haruka schon zu lange einfach nur anstarrte, sah sie schnell weg und setzte sich auf. Sehr widerwillig, aber das hier war… gefährlich.
“Es war nur ein Schwächeanfall. Kein Grund zur Sorge.” Sie lächelte höflich. Das Lächeln, das ihr den Ruf eingebracht hatte, auf die anderen herabzusehen. Haruka gehörte nicht zu den Leuten, die sich davon beeindrucken ließen, wie sie feststellte.
“Das wirkte ziemlich ernst. Einen Moment lang dachte ich, du atmest nicht mehr.”
Das klang in der Tat nicht so gut. Aber sie konnte doch nicht die Wahrheit sagen. “Es ist wirklich alles in Ordnung. Diese Anfälle vergehen schnell wieder.” Aber was, wenn sie aus der nächsten Vision nicht mehr aufwachte? Wenn ihr Herz einfach versagte?
Michiru versuchte aufzustehen, aber Haruka ließ es nicht zu. “Nicht so schnell. Du bist kreidebleich.”
“Ist es dir lieber, wenn ich auf dem Flurboden sitzen bleibe?”, fragte sie höflich und hatte damit anscheinend einen Nerv getroffen, denn Haruka schien eine Sekunde aus dem Konzept gebracht. Dann fuhr sie sich verlegen durch die Haare und nickte. “Ja. Klar. Entschuldige. Ich helfe dir.” Damit war Haruka schon auf den Beinen und reichte Michiru eine Hand. Da diese ihren Beinen momentan wirklich nicht so recht traute, nahm sie die Hilfe an. “Danke. Ich muss mich nur einen Moment hinsetzen. Dann geht es wirklich wieder.”
Harukas Hand war warm… stark. Irgendwie beruhigend. Vielleicht, weil sie der Person, die sie schon so lange aus der Ferne bewunderte, nun so nahe war. Es gab einige in dieser Schule, die für so eine Gelegenheit töten würden. Im übertragenen Sinne natürlich.
Der Musikraum in dem sie immer übte war zum Glück nur ein paar Schritte entfernt und Haruka schloss die Tür hinter ihnen. Dann ging sie erst sicher, dass Michiru nicht von dem Stuhl fiel, auf den sie ihn schob, legte erst dann den Geigenkasten auf einen der Tische und setzte sich selbst daneben
“Du bist… öfter hier, oder?”
“Jeden Tag.” Was auch kein Geheimnis war. Warum auch? Man wurde nicht so gut, wenn man sich auf die faule Haut legte, auch wenn sie die letzte war, die ihr Talent leugnete.
“Ich höre dich manchmal.” Legte sich bei diesen Worten eine leichte Röte auf Harukas Wangen? Michiru war sich nicht ganz sicher. Aber es fühlte sich gut an. Zum ersten Mal, seit ihre Visionen begonnen hatten, außer Kontrolle zu geraten, fühlte sie sich… wohl.