[identity profile] leiyahime.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Challenge: Ohne Worte - Ruine
Team: Mond
Fandom: Final Fantasy XV
CHaraktere: Prompto, Noctis, Ignis, Gladio
Wörter: 790


Ruine

„Da soll ich rein?!“ Völlig entgeistert sah Prompto auf die alten Gemäuer. Die Dunkelheit war bereits eingebrochen, man konnte nicht einmal mehr erkennen, wie weit sich die Ruinen vor ihnen erstreckten. Das nächste Refugium war ein ganzes Stück entfernt, die Gefahr auf Siecher zu treffen, die sie zerlegten wie Brennholz entsprechend groß.
„Es sieht so aus, als könnte hier eine Königswaffe verborgen sein. Möchtest du jetzt noch zwei Stunden bis zum letzten Refugium fahren, das wir gesehen haben und morgen früh wieder hier her?“ Ignis sah Prompto streng an. Die Entscheidung war gefallen.
„Ich für meinen Teil verkloppe lieber die Siecher da drin als sie, die d draußen auf uns warten bis wir ein anderes Refugium gefunden haben .“ Auch Noctis sah seinen Kumpel an und so wirklich widersprechen konnte er dem nicht. Die Siecher da draußen wurden wirklich immer mehr und immer unangenehmer je länger die Nächte wurden. Da waren auch ihm die paar Impe lieber, die sie da drin erwarteten. Wenn es in diesen Dungeons nicht immer so unheimlich wäre… Immerhin war es keine Eishöhle! Die waren besonders furchtbar. Dafür sah diese Ruine so au, als würde es hier spuken. Und er hasste Geister!
„Na komm! Oder willst du lieber am Eingang Wache halten?“ Fast hätte Prompto diesem Vorschlag von Gladio zugestimmt, wenn der nicht noch nachgeschoben hätte: „Und uns warnen, wenn ein Riesensiecher uns folgt? Und ihn aufhalten?“
„Äh… Nein, nein, ich…Ich komm schon mit!“ Lieber stellte er sich einem nächtlichen Dungeon mit seinen Freunden, als allein vor dem Eingang zu stehen. Das Leuchten der Siecher war noch unheimlicher als en paar Geister.

Also war es endgültig entschieden. Sie betraten alle vier die finstere Ruine. Im Licht ihrer Taschenlampen erkannte er raue, gemauerte Wände und fehlende Dächer. Vereinzelt blitzte ein Stern zwischen den Wolken hervor, ansonsten war es aber finster.
Vorsichtig tasteten sie sich vorwärts, verfolgt von Fledermäusen, Impen und Geistern. Mehr als einmal erschrak Prompto so sehr, dass er sich wahlweise an Igis oder Noctis festklammerte und sich nur ehr mühsam wieder abschütteln ließ.

„Ich will hier raus!“, jammerte er nicht das erste Mal, als ein Geist einfach durch ihn hindurchgeflogen war.
„Das Angebot Wache zu halten steht noch!“; sagte Gladio und ganz schnell war er wieder still. Nein, allein bleiben wollte er jetzt garantiert nicht! Aber das änderte nichts daran, dass ihm unglaublich unheimlich war.

Sie kämpften sich voran. Immer weiter, immer tiefer ins Herz dieser unheimlichen Ruine.
Wie viel Zeit verging, konnte er nicht mehr sagen, nur dass sie mehrfach im Kreis gelaufen waren.
Aber langsam wurden die Siecher stärker. Ein Indiz dafür, dass sie sich ihrem Ziel näherten.
Der Siecher der den Eingang zum Königsgrab bewachte, war alles andere als nach Promptos Geschmack! Ein Geist, natürlich. Mit furchtbar entstellter Fratze und kaum mit normalen Waffen zu besiegen. Aber das Grauen hielt ihn nicht von ab, Fotos zu machen. Natürlich nicht! Seine Kamera gehörte zu ihm wie die Luft zum Atmen! Und irgendwann würden sie lachend hieran zurückdenken. Naja, die anderen würden lachen... Über ihn und seine Angst. Er kante die drei doch gut genug!
Aber wahrscheinlich würde auch er grinsen. Sie würden ihn nicht aufziehen. wenn sie nicht wüssten, dass er es ihnen nicht übel nahm.
Mit vereinter Kraft schafften sie es, den Geeist zu besiegen und Noct bekam eine neue Königwaffe. Jetzt mussten sie es nur noch schaffen, hier wieder raus zu kommen.
„Vielleicht hätten wir es wie Hänsel und Gretel tun sollen und eine Spur legen müsse…“ Ja Prompto wollte wirklich hier raus!
„Aber die haben wir doch!“, erwiderte Noctis.
„Häh?“
„Die Siecher! Wenn sie wieder schwerer zu bekämpfen sind, gehen wir in die falsche Richtung.“ Am liebsten hätte Prompto dem Prinzen das grinsen aus dem Gesicht geschlagen, aber er sollte seine Aggressionen lieber woanders ablassen.
Na toll Immerhin hatten sie genug Heilmittel aller Art dabei. Und langsam wurde es heller. Und je heller es wurde, umso mehr verzogen sich die Geister und umso besser erkannten sie, wo sie waren und wo sie hingingen. Und nachdem die Sonne aufgegangen war, war auch Promptos Unbehagen verschwunden. Diese Ruine war wunderschön. Nun legte er seine Kamera erst Recht nicht mehr aus der Hand. Hier gab es so viele tolle Motive! Steinbögen, Deckenfresken, sonstige Ornamente!!! Prompto war absolut begeistert! Als sie den Eingang erreichten, fand er es schon schade, dass siewieder gehen mussten…
„Sag jetzt nicht du willst hierbleiben?!“ fragte Gladio lachend und nahm ihn in den Schwitzkasten. Er wehrte sich, aber natürlich kam er gegen einen personifizierten Berg Muskeln nicht im Geringsten an.
„Nein!! Aber lasst uns noch ein Foto hier zusammen machen!!!“, bat er.

Dagegen hatte niemand Einwände, als sie sich vor dem Eingang positionierten und Prompto sein Stativ aufbaute. Noch nicht einmal Gentiana, die auf dem Foto Prompto über die Schulter sah.

Date: 2018-07-30 12:10 pm (UTC)
From: [identity profile] nebel-kraehe.livejournal.com
Ach, Prompto <3 Mir gefällt's sehr wie du Promptos andauernde Abneigung gegen die Höhlen beschrieben hast (was ich immer total verstehen kann, ich will da auch nie rein :D) und auch wie die andern Jungs ihn aufziehen, ohne je boshaft zu sein. Und natürlich Promptos Fotosucht am Ende, sehr schön :)

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