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[identity profile] nyx-chan.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Mond
Challenge: Schreibaufgabe – nur indirekte Rede (für mich)
Fandom: The Hollow
Wörter: 375
Anmerkung: Hieran anschließend.


Irgendwie schien die Welt wie in Watte gehüllt zu sein. Oder als würde ein Glasscheibe zwischen der Realität und Adams Verstand stehen. Er merkte, wie er immer wieder in Gedanken versank oder wie Dinge langsamer bei ihm ankamen. Zum Glück nicht während des Trainings, selten im Unterricht. Aber es nervte ihn, weil es eigentlich nicht seine Art war...

Nachdenklich griff er nach einer Chili-Pommes aus dem noch bestehenden Resthaufen, der auf dem Tablett ausgeschüttet war. Bewusst ließ er das leicht pikante Aroma auf seiner Zunge zergehen, während er dabei auf der anderen Seite des Tisches seine Freunde beim Albern beobachtete. Oder diskutieren, was manchmal auf das Gleiche hinauslief. Es war davon abhängig, wie ernst sie es nahmen.

Wie nicht mal Zombies an die Gruseligkeit von Vögeln herankämen, versuchte Kai beispielweise zu erklären. Dabei imitierte er kurz einen Untoten nach klassischer Manier. Wie könne man das noch ernstnehmen? Und alles, was getan wurde, um sie gefährlicher zu machen, wie Geschwindigkeit oder List, war reine Verzweiflungstat der Macher, seiner Meinung nach. Wobei bei Vögeln– wer Vögel gesehen, nein, erlebt hätte – und dabei machte er eine aufbauschende Geste, als wäre ein Vogelschwarm mindestens explodiert –, der könne gar nicht mehr daran zweifeln.

Mira gab ihm Recht, dass natürliche Phänemone immer noch die besten Gruselgründe seien, aber sie versuchte die Ehre jeglicher bedrohlicher Pflanzen und nicht mit dem bloßen Auge erkennbaren Organismen zu verteidigen.

Woraufhin Kai fast an seiner Cola verschluckt hätte, weil Killertomaten! Er war für die nächsten 30 Sekunden für dieses Gespräch verloren, weil Killertomaten.

Mira klopfte ihm zunächst auf den Rücken, versuchte ihn dann wieder zurück ins Gespräch zu ziehen. Aber sie konnte dem Lachen nicht widerstehen.

Adam merkte erst verspähtet, wie er selber zurückgenommen mitlachte. Verdammt... Erneut griff er nach einer Pommes und ärgerte sich über die schwache Schärfe. Ehe er sich versah waren die beiden schon bei den Kriterien für das ideale Monster für Horrorfilme. Sie waren so vertieft in ihrer Fachsimpelei, dass es ihnen zum Glück nicht auffiel, wie Adam die meiste Zeit nur damit beschäftigt war, die beiden anzustarren und viel zu viel nachzudenken. Er fühlte sich, als wäre etwas in ihm kaputt gegangen seit Mira ihm die Schnappsidee untergejubelt hatte und er versuche verzweifelt wieder seinen inneren Takt zu finden.

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