[identity profile] thots-tochter.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Titel: Wer den Schaden hat...
Team: Sonne
Challenge: Crack/Humor: Kettenbriefe - Für mich
Fandom: Tatort Münster
Rating: P6
Genre: Gen, Humor
Warnungen: Utter Crack!
Zusammenfassung: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen...
Wörter: ~550
Anmerkungen: Ich habe keine Erklärung. Wirklich nicht!


„Oh, nein, nein, nein! Jetzt reicht es aber wirklich. Das ist nicht mehr witzig.“

Irritiert schaute Thiel zu dem neben ihm gehen den Professor, als der sein Handy, das soeben den Eingang einer Textnachricht verkündet hatte, aus der Tasche zog, einen kurzen Blick darauf warf und sogleich unter einer Schimpftirade wieder in der Tasche verschwinden ließ.

„Was’n los? Schlechte Nachrichten?“
„Nein! Irgendein minderbemittelter Witzbold fand es unglaublich witzig, einen Kettenbrief, oder eher eine Kettentextnachricht, auf die Mitarbeiter der medizinischen Fakultät loszulassen. ‚Wenn Sie diese Nachricht nicht augenblicklich an sieben Kollegen weiterleiten, werden Sie die Folgen sieben Wochen spüren.‘ Oder so ein Unfug.“
„Ja und? Was ist ihr Problem? Sie glauben das jawohl nicht?“


Eigentlich war Thiel sich relativ sicher, dass Boerne viel zu rational für derartigen Unsinn war, aber bei jemandem, der allen ernstes eine Wahrsagerin aufsuchte, um sich Aktienkurse voraussagen zu lassen, sollte man im Zweifel mit allem rechnen. Jetzt allerdings schien Boerne doch ernsthaft empört.

„Thiel, ich bitte Sie. So ein ausgemachter Unsinn. Als ob eine Textnachricht die ich weitergeleitet hätte oder eben nicht, ernsthaft Einfluss auf mein Leben haben könnte. Das ist schon logisch gar nicht möglich, weil es keinerlei Korrelation zwischen dem Weiterleiten dieser Nachrichten und jedweden zukünftigen Ereignissen geben kann. Und selbst wenn etwas passieren würde, was es aber nicht tut, wäre das höchstens eine Koinzidenz und das sagt…“
„Was ist dann Ihr Problem?“
„Was?“
„Ihr Problem mit diesen Kettenbrief. Ignorieren Sie ihn doch einfach, wenn Sie nicht dran glauben.“
„Das versuche ich ja seit zwei Tagen, aber leider scheine ich der einzige Mensch in der gesamten Medizinischen Fakultät zu sein, der entschlossen ist dies zu tun. Selbst Alberich hat mir schon so eine Nachricht geschickt.“


Boerne warf empört die Arme in die Luft, als sei das von seiner Assistentin eine besonders perfide Gemeinheit gewesen, ihm eine derartige Nachricht zu schreiben. Thiel wollte ihm gerade empfehlen, sein Handy doch einfach stumm zu schalten, doch ein weitere Nachrichtenton zog Boernes Aufmerksamkeit auf sich. Boerne riss das Handy schwungvoll aus der Tasche, starrte böse auf das Display – und übersah die kleine Wasserpfütze direkt vor seinen Füßen. Ein schwungvoller Schritt und bevor Thiel auch nur den Hauch einer Chance hatte, einzugreifen, rutschte Boerne aus, landete wenig elegant auf dem Hosenboden und schlidderte noch die drei Treppenstufen zum Obduktionssaal hinab. Stöhnend blieb er unten sitzen. Thiel eilte die Treppe hinab.

„Boerne, alles in Ordnung?“
„Was für eine dumme Frage Thiel. Natürlich ist nicht ‚alles in Ordnung‘. Ich bin die Treppen heruntergestürzt und habe Schmerzen.“
„Warten Sie, ich helfe Ihnen auf.“


Thiel packte Boerne am Oberarm und half dem stöhnenden und schimpfenden Professor wieder auf die Beine zu kommen. Kaum dass er stand, betastete er vorsichtig seinen Rücken. An einer Stelle stöhnte er besonders laut auf und verzog das Gesicht.

„Ich glaube, ich habe mir den Os coccygis geprellt.“
„Den was?“
„Das Steißbein, Thiel.“
„Na, das spüren Sie mit Sicherheit die nächsten sieben Wochen. Vielleicht hätten Sie doch…“
„Thiel! Koinzidenz, nicht Korrelation!“
„Vielleicht heilt es schneller, wenn Sie…“
„Nein, nein und nochmals nein, Thiel. Auf dieses Niveau lasse ich mich nicht herab. Nicht einmal mit einem geprellten Steißbein.“
„Könnte auch schwierig werden. Und schmerzhaft. Die nächsten sieben Wochen.“
„Thiel!“
„Ich mein’ ja nur. Sie sollten wirklich nochmal darüber nachdenken, ob sie nicht…“
„Thiel. Kein Wort mehr!“

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