[identity profile] thots-tochter.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Titel: Verkuppelungsversuche
Team: Sonne
Challenge: Crack/Humor: Blind Date - Für mich
Fandom: Tatort Münster
Rating: P12
Genre: Slash, Humor
Warnungen: Völlig Nonsens
Zusammenfassung: Thiel und Boerne gehen essen...
Wörter: ~500
Anmerkungen: Ich habe keine Erklärung, außer [livejournal.com profile] cricri_72 ist schuld - wie immer, wenn ich Tatort Münster jenseits von Preslash schreibe.


Thiel seufzte zufrieden, lehnte sich in seinem Stuhl zurück und genoss einen großen Schluck seines Biers. Er beobachtete, wie Boerne sich den letzten Bissen Fleisch in den Mund schob und genüsslich kaute. Dann legte er das Besteck beiseite, tupfte sich den Mund mit seiner Serviette ab, griff nach seinem Weinglas und lächelte Thiel über den Rand hinweg an.

„Das war vorzüglich. Wir sollten der Frau Staatsanwältin unseren Dank aussprechen.“
„Denkst du nicht, wir sollten es ihnen endlich sagen?“
„Warum? Hat es dir nicht geschmeckt?“
„Doch schon. Aber so langsam wird es unfair, meinst du nicht?“
„Warum? Wir haben doch nicht darum gebeten. Das hat die Frau Staatsanwältin aus eigenem Antrieb getan. Und wahrscheinlich mit der Hilfe deiner und meiner Assistentin.“
„Ja, schon…“
„Ach, Papperlapapp, Frank. Du bist einfach viel zu ehrlich in solchen Dingen.“
„Kann sein. Aber irgendwie…“


Thiel wusste nicht so richtig, was er sagen sollte. Einerseits war es ja wirklich amüsant, Nadeshda, Frau Haller und Frau Klemm dabei zuzuschauen, wie sie sich bemühten, ihn und Boerne zu verkuppeln – unnötigerweise wohl gemerkt, denn das hatten Boerne und er schon Wochen vorher ganz allein hinbekommen – aber so langsam meldete sich doch das schlechte Gewissen. Es war eine Sache, ihnen eine falsche Zeit für eine Besprechung zu nennen, damit sie über eine Stunde allein in einem Konferenzsaal waren – Frau Klemm wäre mit Sicherheit knallrot angelaufen, wenn sie gewusst hätte, was Boerne und er auf dem Tisch getan hatten, an dem sie seelenruhig ihren Kaffee schlürfte – oder ihn anzurufen, damit er in die Rechtsmedizin kam, weil Boerne ihn angeblich sprechen wollte – Boerne hatte davon zwar keine Ahnung gehabt, die Gelegenheit aber dennoch für eine exquisite Demonstration seiner Zungenfertigkeit zu nutzen gewusst – aber ein Candle-Light-Dinner im besten Restaurant der Stadt war dann schon ein anderes Kaliber. Auch wenn Thiel keine Zweifel hatte, dass die Frau Staatsanwältin sich das leisten konnte. Und Thiel konnte ja auch nicht leugnen, dass er so eine Ahnung gehabt hatte, als die Klemm ihn ausgerechnet hierher eingeladen hatte – unter einem Vorwand, der sogar ihm mehr als dürftig erschienen war. Die Tatsache, dass er ein Telefongespräch von Nadeshda mit ihr überhört hatte, in dem mindestens drei Mal das Wort ‚Blinddate‘ gefallen war, war dann erst recht ein eindeutiger Hinweis gewesen.

„Amüsiert es dich nicht, zu sehen, was ihnen wohl als nächstes einfallen wird?“
„Doch, schon, aber womöglich kommen sie auf die Idee, uns in deinem Büro einzusperren, bis wir ‚es endlich verstanden haben‘.“
„Was hast du gegen mein Büro?“
„Nichts. Außer das es Glaswände hat.“
„Es hat Rollos! Und die Idee ist doch eigentlich ganz reizvoll. Es würde mich schon interessieren, ob mein Schreibtisch uns beide aushalten würde.“
„Wenn wir diese Frage beantwortet haben, sagen wir es ihnen dann?“
„Hm, da könnte ich mich drauf einlassen.“
„Hast du deinen Institutsschlüssel dabei?“
„Natürlich. Aber wov… Du willst doch nicht etwas jetzt…?“
„Warum nicht? Bisher haben wir noch jeden ihrer Verkuppelungsversuche zu Sex an ungewöhnlichen Orten genutzt.“

Date: 2018-07-25 06:34 am (UTC)
From: [identity profile] cricri-72.livejournal.com
Es war eine Sache, ihnen eine falsche Zeit für eine Besprechung zu nennen, damit sie über eine Stunde allein in einem Konferenzsaal waren – Frau Klemm wäre mit Sicherheit knallrot angelaufen, wenn sie gewusst hätte, was Boerne und er auf dem Tisch getan hatten, an dem sie seelenruhig ihren Kaffee schlürfte –
*snort*

Sehr schöne Idee! Ich kann mich nicht erinnern, daß wir die schon mal hatten - also Verkupplungsversuche, während die zwei schon zusammen sind. Gefällt mir sehr. Ich würde das ja doch noch eine Weile weiter so treiben ...

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