Crack/Humor - theoretisch vs. praktisch
Jul. 22nd, 2018 10:02 pmTeam: Mond
Challenge: Crack/Humor – theoretisch vs. praktisch (für mich)
Fandom: Ghostbusters (2016)
Wörter: 823
Anmerkung: Erin und Holtzy. 'nuff said.
Trotz besseren Wissens stellte sich Erin an die Werkbank von Holtzmann. Kevin und Patty waren schon weg und Abby war runter ins Restaurant gegangen, um eine Bestellung aufzugeben. Hungrig und ohne eine bessere Aufgabe hatte Erin rastlos am Tisch gesessen. Das Zischen und Knacken und Holtzmanns halblauten Selbstgespräche zogen immer wieder ihre Aufmerksamkeit dort hin.
Für Erin war diese Werkbank wie eine Katastrophe, die nur darauf wartete, das sie geschehen durfte. Aber seit sie die Geräte von Abby und Holtzmann im Einsatz erlebt hatte, besonders die von Holtzmann, war sie fasziniert davon, wie all das, worüber sie sich seid Jahren, bah!, Jahrzehnten Gedanken machte und berechnete seine Umsetzung fand. Das war, als wenn sie ein Bild im Kopf hatte und Holtzmann malte es, in einer eigenen Interpretation, die Erin so vielleicht nicht erwartet hat, aber positiv überraschte.
Bemüht nonchalant zu wirken, stützte Erin sich mit einer Hand auf und wollte den Kopf halb auf die gestützte Schulter legen. Plötzlich durchfuhr ein Schmerz ihren Handballen und erschrocken riss sie die Hand hoch. Erst inspizierte sie ihre Hand, die zum Glück unverletzt war, dann suchte sie nach der möglichen Ursache, die sich schnell in Form einer kleinen Schraube fand.
„Alles ok?“
Holtzsmanns Frage riss Erin aus ihren Gedanken und ihren Bedürfnissen, diese Werkbank aufzuräumen. Sie blinzelte ihre Kollegin verdutzt and, nickte schließlich mit einem breiten, verschmitzten Lächeln.
„Ja, alles ok. Ich hab nur- Da lag eine Schraube und-“
„Oh, super, die habe ich schon gesucht!“ Ohne den Schweißer auszuschalten, erhob sich Holtzmann ruckartig von ihrem Hocker und griff über die Werkbank hinweg nach der kleinen Schraube.
Jetzt, jetzt würde es passieren! Erins Leben begann vor ihren Augen vorbeizuziehen und es war nicht schön.
„Danke!“ Erin wurde von einem strahlenden Lächeln geblendet, das sie kurz ihre Todesangst vergessen ließ. Genug Zeit um festzustellen, dass sie noch nicht in die Luft geflogen sind. Diesmal.
„Gern geschehen“, antwortete sie und spürte, wie trocken ihre Kehle war.
Wagemutig lehnte sie sich ein kleines Stück über die Tischplatte, mit größter Vorsicht nichts zu berühren. „Alsoo...“, begann Erin eloquent, während Holtzmann sich wieder ans Werk zu machen schien. „Du schraubst jetzt am Protonenstrahler herum, hm?“
„Jupp.“
Erin wartete einen Moment. Da würde bestimmt noch etwas folgen. Lange Erklärungen mit lauter Begriffen, die sie zwar kannte, aber in der Geschwindigkeit nur ihr Gehirn quirlten, bis sie an ihrer Kompetenz zweifelte. Was schlecht war. Aber beeindruckend von Holtzmanns Seite.
„Und? Geht's voran?“, fragte sie schließlich doch nach.
„Jupp.“
Wo blieb eigentlich Abby?
Ungeduldig sah Erin zum Eingangsbereich, dann doch wieder zurück. Jemanden bei einer so sensiblen Arbeit abzulenken war eigentlich echt keine gute Idee. Erin tadelte sich für ihre kindische Ader und war im Begriff sich wegzudrehen.
„Oooooh~“, machte schließlich Holtzmann und sah von ihrer Arbeit auf.
Erin taxierte sie mit einem fragenden Blick und krallte sich an der Werkbank fest.
„Du versuchst ein Gespräch mit mir zu führen! Tut mir leid, ich war beschäftigt. Und so.“ Holtzmann schaltete den Schweißer ab, stellte ihn weg und stützte ihr Gesicht mit einem breiten Grinsen auf ihrem Arm auf. „Worüber wollen Sie reden, Dr. Gilbert? Soll ich dir die Geheimnisse des Nuklearinginieurwesens näher bringen?“
Natürlich wackelte sie mit den Augenbrauen. Natürlich musste sie das gleich überziehen. Verdammt!
„Tja, nun“, begann Erin, in der Hoffnung schnell darauf antworten zu können. Leider fehlten ihr die Worte, die darauf folgen konnten. Natürlich könnte sie sich einfach alles erklären lassen oder aber sie könnte bisschen was von ihrer Kennerschaft durchblitzen lassen und eine clevere Fragen stellen. Eine gute, sehr clevere Frage, die ihr bestimmt gleich einfallen würde.
„Wenn du lieber Interesse an was anderem hättest, kann ich dir auch andere Dinge näher bringen. Meine Finger sind voller Talente“, erklärte Holtzmann und ihre Stimme wurde einen kleinen Deut tiefer. Und sie zwinkerte Erin zu, während sie ihre freie Hand hob und die Beweglichkeit demonstrierte.
Erins Hintern ging sofort auf Grundeis. Ihr Griff an der Werkbank wurde nur krampfhafter und ihre Kehle war inzwischen eine Wüste. Das war alles eine rationale Reaktion auf- auf-... Holtzmann!
„Äääääh...“, begann Erin erneut voller Wortgewandtheit und versuchte die Situation in eine andere Richtung zu lenken. In welche Richtung ging es eigentlich? War es nicht offenkundig? Oder interpretierte sie nur zu viel da rein? Vielleicht war das alles gar nicht so gemeint, wie sie glaubte, es sei gemeint!
Trotzdem schrie ihr Gehirn nur nach Flucht. Also tat sie das erste, was ihr einfiel.
„Was ist das?“, fragte Erin aus dem Nichts heraus und deutete auf irgendeinen Gegenstand auf dem Tisch. Sobald sie selber begriff, worauf sie zeigte, wollte sie schon im Boden versinken.
Holtzmann folgte der Geste und blinzelte ein Mal langsam, ehe sie ihr Gesicht in eine übermäßig beeindruckte Miene verzog. „Puh, du bist wirklich sehr... im Theoretisch verankert. Das ist ein Schraubenzieher. Wenn du dich für sowas interessierst: ich hab noch eine ganze Menge faszinierender Geräte. Kennst du schon 'Hammer'?“
Challenge: Crack/Humor – theoretisch vs. praktisch (für mich)
Fandom: Ghostbusters (2016)
Wörter: 823
Anmerkung: Erin und Holtzy. 'nuff said.
Trotz besseren Wissens stellte sich Erin an die Werkbank von Holtzmann. Kevin und Patty waren schon weg und Abby war runter ins Restaurant gegangen, um eine Bestellung aufzugeben. Hungrig und ohne eine bessere Aufgabe hatte Erin rastlos am Tisch gesessen. Das Zischen und Knacken und Holtzmanns halblauten Selbstgespräche zogen immer wieder ihre Aufmerksamkeit dort hin.
Für Erin war diese Werkbank wie eine Katastrophe, die nur darauf wartete, das sie geschehen durfte. Aber seit sie die Geräte von Abby und Holtzmann im Einsatz erlebt hatte, besonders die von Holtzmann, war sie fasziniert davon, wie all das, worüber sie sich seid Jahren, bah!, Jahrzehnten Gedanken machte und berechnete seine Umsetzung fand. Das war, als wenn sie ein Bild im Kopf hatte und Holtzmann malte es, in einer eigenen Interpretation, die Erin so vielleicht nicht erwartet hat, aber positiv überraschte.
Bemüht nonchalant zu wirken, stützte Erin sich mit einer Hand auf und wollte den Kopf halb auf die gestützte Schulter legen. Plötzlich durchfuhr ein Schmerz ihren Handballen und erschrocken riss sie die Hand hoch. Erst inspizierte sie ihre Hand, die zum Glück unverletzt war, dann suchte sie nach der möglichen Ursache, die sich schnell in Form einer kleinen Schraube fand.
„Alles ok?“
Holtzsmanns Frage riss Erin aus ihren Gedanken und ihren Bedürfnissen, diese Werkbank aufzuräumen. Sie blinzelte ihre Kollegin verdutzt and, nickte schließlich mit einem breiten, verschmitzten Lächeln.
„Ja, alles ok. Ich hab nur- Da lag eine Schraube und-“
„Oh, super, die habe ich schon gesucht!“ Ohne den Schweißer auszuschalten, erhob sich Holtzmann ruckartig von ihrem Hocker und griff über die Werkbank hinweg nach der kleinen Schraube.
Jetzt, jetzt würde es passieren! Erins Leben begann vor ihren Augen vorbeizuziehen und es war nicht schön.
„Danke!“ Erin wurde von einem strahlenden Lächeln geblendet, das sie kurz ihre Todesangst vergessen ließ. Genug Zeit um festzustellen, dass sie noch nicht in die Luft geflogen sind. Diesmal.
„Gern geschehen“, antwortete sie und spürte, wie trocken ihre Kehle war.
Wagemutig lehnte sie sich ein kleines Stück über die Tischplatte, mit größter Vorsicht nichts zu berühren. „Alsoo...“, begann Erin eloquent, während Holtzmann sich wieder ans Werk zu machen schien. „Du schraubst jetzt am Protonenstrahler herum, hm?“
„Jupp.“
Erin wartete einen Moment. Da würde bestimmt noch etwas folgen. Lange Erklärungen mit lauter Begriffen, die sie zwar kannte, aber in der Geschwindigkeit nur ihr Gehirn quirlten, bis sie an ihrer Kompetenz zweifelte. Was schlecht war. Aber beeindruckend von Holtzmanns Seite.
„Und? Geht's voran?“, fragte sie schließlich doch nach.
„Jupp.“
Wo blieb eigentlich Abby?
Ungeduldig sah Erin zum Eingangsbereich, dann doch wieder zurück. Jemanden bei einer so sensiblen Arbeit abzulenken war eigentlich echt keine gute Idee. Erin tadelte sich für ihre kindische Ader und war im Begriff sich wegzudrehen.
„Oooooh~“, machte schließlich Holtzmann und sah von ihrer Arbeit auf.
Erin taxierte sie mit einem fragenden Blick und krallte sich an der Werkbank fest.
„Du versuchst ein Gespräch mit mir zu führen! Tut mir leid, ich war beschäftigt. Und so.“ Holtzmann schaltete den Schweißer ab, stellte ihn weg und stützte ihr Gesicht mit einem breiten Grinsen auf ihrem Arm auf. „Worüber wollen Sie reden, Dr. Gilbert? Soll ich dir die Geheimnisse des Nuklearinginieurwesens näher bringen?“
Natürlich wackelte sie mit den Augenbrauen. Natürlich musste sie das gleich überziehen. Verdammt!
„Tja, nun“, begann Erin, in der Hoffnung schnell darauf antworten zu können. Leider fehlten ihr die Worte, die darauf folgen konnten. Natürlich könnte sie sich einfach alles erklären lassen oder aber sie könnte bisschen was von ihrer Kennerschaft durchblitzen lassen und eine clevere Fragen stellen. Eine gute, sehr clevere Frage, die ihr bestimmt gleich einfallen würde.
„Wenn du lieber Interesse an was anderem hättest, kann ich dir auch andere Dinge näher bringen. Meine Finger sind voller Talente“, erklärte Holtzmann und ihre Stimme wurde einen kleinen Deut tiefer. Und sie zwinkerte Erin zu, während sie ihre freie Hand hob und die Beweglichkeit demonstrierte.
Erins Hintern ging sofort auf Grundeis. Ihr Griff an der Werkbank wurde nur krampfhafter und ihre Kehle war inzwischen eine Wüste. Das war alles eine rationale Reaktion auf- auf-... Holtzmann!
„Äääääh...“, begann Erin erneut voller Wortgewandtheit und versuchte die Situation in eine andere Richtung zu lenken. In welche Richtung ging es eigentlich? War es nicht offenkundig? Oder interpretierte sie nur zu viel da rein? Vielleicht war das alles gar nicht so gemeint, wie sie glaubte, es sei gemeint!
Trotzdem schrie ihr Gehirn nur nach Flucht. Also tat sie das erste, was ihr einfiel.
„Was ist das?“, fragte Erin aus dem Nichts heraus und deutete auf irgendeinen Gegenstand auf dem Tisch. Sobald sie selber begriff, worauf sie zeigte, wollte sie schon im Boden versinken.
Holtzmann folgte der Geste und blinzelte ein Mal langsam, ehe sie ihr Gesicht in eine übermäßig beeindruckte Miene verzog. „Puh, du bist wirklich sehr... im Theoretisch verankert. Das ist ein Schraubenzieher. Wenn du dich für sowas interessierst: ich hab noch eine ganze Menge faszinierender Geräte. Kennst du schon 'Hammer'?“
no subject
Date: 2018-07-22 08:44 pm (UTC)Komischerweise habe ich bei dem Film ja eher Abby und Erin gesehen, aber wenn man sich AO3 so ansieht, macht hier wohl eindeutig Erin und Holtzmann das Rennen. Und als Gegensatzpaar passen die beiden ja auch echt gut.
Ist schon eine ganze Weile her, seit ich den Film gesehen habe, aber ich hab' die beiden beim Lesen direkt vor mir gesehen.
Bemüht nonchalant zu wirken, stützte Erin sich mit einer Hand auf und wollte den Kopf halb auf die gestützte Schulter legen.
- um eine meiner liebsten Erin-Stellen zu zitieren
„Oooooh~ [...] Du versuchst ein Gespräch mit mir zu führen! Tut mir leid, ich war beschäftigt. Und so.“
- und das eine meiner liebsten Holtzmann-Stellen.
„Wenn du lieber Interesse an was anderem hättest, kann ich dir auch andere Dinge näher bringen. Meine Finger sind voller Talente“, erklärte Holtzmann und ihre Stimme wurde einen kleinen Deut tiefer. Und sie zwinkerte Erin zu, während sie ihre freie Hand hob und die Beweglichkeit demonstrierte.
Neben der natürlich ;)
no subject
Date: 2018-07-23 07:22 pm (UTC)Ich gestehe, ich war nach dem Kinobesuch total überzeugt von Erin/Holtzmann (bin ich immer noch ^^'), auch wenn ich verstehen kann, was du mit Abby und Erin meinst. Ich glaub, ich bin bei den beiden zu glücklich über ihr erneutes Zusammenfinden und tiefschürfende Nerd-Freundschaft, die einem durch die ätzende Jugend hilft - hach! *-*
Aber jetzt beim Schreiben war es tatsächlich mehr aus der Haltung heraus, dass Holtzmann nicht unbedingt wirklich mit Erin anbändeln will. Aber so gerne sie mit manchen zwischenmenschlichen Dingen auf dem Schlauch steht sie viel zu viel Spaß daran hat Erin anzuflirten und ihr dabei zuzusehen, wie sie anfängt zu routieren und alles zu überdenken und dadurch Blödsinn zu treiben. X'D
no subject
Date: 2018-07-24 07:13 am (UTC)Und ich liebe Holtzmanns nonchalant Umgang mit dem Schweißgerät. Sehr, sehr sie. (Und sehr Erin sich gleich darauf zu fokussieren.)
no subject
Date: 2018-07-30 12:20 pm (UTC)Hab den Film auch länger nicht gesehen, aber vor allem am Ende Holtzys "Ich würde dich in ner Bar anbaggern" (oder so) ist hängengeblieben und auch diese Art an ihr hast du wunderbar umgesetzt :D
no subject
Date: 2018-07-31 06:52 pm (UTC)