Titel: Sleeping Beauty
Team: Sonne
Challenge: Ohne Worte: First Sleep - Für mich
Fandom: Tatort Stuttgart
Rating: P12
Genre: Slash
Warnungen: Etwas sehr zuckerig geraten
Zusammenfassung: Sebastian liebt es, Thorsten beim Schlafen zu beobachten...
Wörter: ~400
Anmerkungen: Ich habe mal wieder keine Ahnung, woher diese Idee kam. Ich habe dieses Stück gehört und irgendwie komische Bilder von schlafenden Menschen im Kopf gehabt (und sehr surreal fallenden Federn...) und weil mein Kopf im Moment voll ist mit Thorsten und Sebastian, ist es dann das hier geworden. Das Ende ist wahrscheinlich unendlich kitschig, aber was soll's...
Sebastian war nicht ganz sicher, was ihn geweckt hatte. Vielleicht ein Traum, den er schon im Moment des Aufwachens vergessen hatte, vielleicht ein Geräusch, das schon verklungen war, bevor er wach genug war um es zu identifizieren, vielleicht ein Sonnenstrahl, der sich schon wieder hinter einer Wolke versteckte, vielleicht auch einfach seine innere Uhr. Er wusste es nicht, aber es war eigentlich auch egal. Er war wach – und Thorsten nicht. Der schlief noch selig hinter ihm, wie die ruhigen, gleichmäßigen Atemzüge verrieten. Vorsichtig, um ihn nicht zu wecken, drehte Sebastian sich herum, rollte sich auf die Seite, stützte den Kopf in der Hand ab und schaute Thorsten beim Schlafen zu.
Thorsten lag auf dem Rücken, den einen Arm irgendwo über seinem Kopf in den Kissen vergraben, den anderen locker auf seinem Bauch ruhend. Er hatte die Augen geschlossen und die Lippen ganz leicht geöffnet. Mit den schlafzerzausten Haaren und vor allem ohne die feinen Fältchen zwischen den Augenbrauen und diesen leicht verkniffenen Zug im Augenwinkel sah er ganz anders aus. Um Jahre jünger, weicher, offener, verletzlicher und einfach wunderschön.
Es faszinierte Sebastian, Thorsten so zu sehen, ohne seine Fassade, ohne diese Maske. Sein Partner wirkte immer so ruhig, so gelassen, so entspannt, aber Sebastian hatte diese dezente, kaum merkliche Anspannung, die da immer auf seinen Zügen lag, schnell erkannt. Er wusste nicht, ob Thorsten das überhaupt bewusst war, oder ob es ihm einfach so in Fleisch und Blut übergegangen war, dass er gar nicht mehr anders konnte. Jahre lang war diese Maske, die Tatsache, dass er sich jederzeit im Griff hatte, jede Regung kontrollierte, seine Lebensversicherung gewesen. Ein Zucken, ein Blinzeln im falschen Moment, von den falschen Leuten bemerkt, hatte im Zweifel den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten können. Das prägte, das ließ man nicht von heute auf morgen hinter sich und auch wenn Thorsten nie darüber sprach, sah Sebastian doch, dass es tiefe Spuren hinterlassen hatte.
Vorsichte streckte Sebastian die Hand aus, strich Thorsten sanft mit den Fingerspitzen über die Stirn, um die Augen herum, die Wange hinab bis zu den Lippen. Thorstens Mundwinkel zuckten leicht, verzogen sich zu einem Lächeln. Früher hatte Sebastian sich in Momenten wie diesen oft gewünscht, dass er Thorsten früher kennengelernt hätte, bevor sein Leben so aus den Fugen geraten war. Heute war er einfach dankbar, der einzige Mensch zu sein, dem Thorsten so sehr vertraute, dass er ihm einen Blick hinter seine Maske gewährte. Er beugte sich zu Thorsten hinunter, küsste ihn zart auf die Lippen.
„Guten Morgen, Sleeping Beauty.“
„Guten Morgen, mein Prinz.“
Team: Sonne
Challenge: Ohne Worte: First Sleep - Für mich
Fandom: Tatort Stuttgart
Rating: P12
Genre: Slash
Warnungen: Etwas sehr zuckerig geraten
Zusammenfassung: Sebastian liebt es, Thorsten beim Schlafen zu beobachten...
Wörter: ~400
Anmerkungen: Ich habe mal wieder keine Ahnung, woher diese Idee kam. Ich habe dieses Stück gehört und irgendwie komische Bilder von schlafenden Menschen im Kopf gehabt (und sehr surreal fallenden Federn...) und weil mein Kopf im Moment voll ist mit Thorsten und Sebastian, ist es dann das hier geworden. Das Ende ist wahrscheinlich unendlich kitschig, aber was soll's...
Sebastian war nicht ganz sicher, was ihn geweckt hatte. Vielleicht ein Traum, den er schon im Moment des Aufwachens vergessen hatte, vielleicht ein Geräusch, das schon verklungen war, bevor er wach genug war um es zu identifizieren, vielleicht ein Sonnenstrahl, der sich schon wieder hinter einer Wolke versteckte, vielleicht auch einfach seine innere Uhr. Er wusste es nicht, aber es war eigentlich auch egal. Er war wach – und Thorsten nicht. Der schlief noch selig hinter ihm, wie die ruhigen, gleichmäßigen Atemzüge verrieten. Vorsichtig, um ihn nicht zu wecken, drehte Sebastian sich herum, rollte sich auf die Seite, stützte den Kopf in der Hand ab und schaute Thorsten beim Schlafen zu.
Thorsten lag auf dem Rücken, den einen Arm irgendwo über seinem Kopf in den Kissen vergraben, den anderen locker auf seinem Bauch ruhend. Er hatte die Augen geschlossen und die Lippen ganz leicht geöffnet. Mit den schlafzerzausten Haaren und vor allem ohne die feinen Fältchen zwischen den Augenbrauen und diesen leicht verkniffenen Zug im Augenwinkel sah er ganz anders aus. Um Jahre jünger, weicher, offener, verletzlicher und einfach wunderschön.
Es faszinierte Sebastian, Thorsten so zu sehen, ohne seine Fassade, ohne diese Maske. Sein Partner wirkte immer so ruhig, so gelassen, so entspannt, aber Sebastian hatte diese dezente, kaum merkliche Anspannung, die da immer auf seinen Zügen lag, schnell erkannt. Er wusste nicht, ob Thorsten das überhaupt bewusst war, oder ob es ihm einfach so in Fleisch und Blut übergegangen war, dass er gar nicht mehr anders konnte. Jahre lang war diese Maske, die Tatsache, dass er sich jederzeit im Griff hatte, jede Regung kontrollierte, seine Lebensversicherung gewesen. Ein Zucken, ein Blinzeln im falschen Moment, von den falschen Leuten bemerkt, hatte im Zweifel den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten können. Das prägte, das ließ man nicht von heute auf morgen hinter sich und auch wenn Thorsten nie darüber sprach, sah Sebastian doch, dass es tiefe Spuren hinterlassen hatte.
Vorsichte streckte Sebastian die Hand aus, strich Thorsten sanft mit den Fingerspitzen über die Stirn, um die Augen herum, die Wange hinab bis zu den Lippen. Thorstens Mundwinkel zuckten leicht, verzogen sich zu einem Lächeln. Früher hatte Sebastian sich in Momenten wie diesen oft gewünscht, dass er Thorsten früher kennengelernt hätte, bevor sein Leben so aus den Fugen geraten war. Heute war er einfach dankbar, der einzige Mensch zu sein, dem Thorsten so sehr vertraute, dass er ihm einen Blick hinter seine Maske gewährte. Er beugte sich zu Thorsten hinunter, küsste ihn zart auf die Lippen.
„Guten Morgen, Sleeping Beauty.“
„Guten Morgen, mein Prinz.“