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[identity profile] nyx-chan.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Mond
Challenge: Ohne Worte – Diner (für mich)
Fandom: The Hollow
Wörter: 833
Anmerkung: Es war anders geplant und... whatever. Auch ok. Fortsetzung [hierzu].



Es war ... merkwürdig.

Adam kam natürlich zu früh am Diner an. Er unterdrückte ein frustriertes Seufzen als er auf der Uhr sah, dass es viel zu früh war.

Als Mira dazustieß und davon ausging, dass sie auf die Jungs warten müsste, war sie durchaus positiv überrascht nicht die Erste zu sein. Negativ war dagegen als sie ihre Nervosität wieder kribbeln spürte. Das erste Treffen am Dienstag mussten sie eigentlich schon beenden kaum das es begonnen hatte, weil Adam sich zum Trainig verspätete. Aber seitdem lief sie mit dieser Neugierde herum und immer, wenn sie die beiden in der Schule sah oder nur glaubte, sie in anderen Personen zu erkennen, kam die Vorfreude und Ungeduld auf Freitagabend. Endlich mehr erfahren als „Du bist so cool und hast krasse Skills, bitte tritt unserem Team bei!!“, auch wenn das eine von Kai poetische und schmeichelhafte Information war.
Mira rollte die letzten Meter auf ihrem Fahrrad Richtung Ständer, die sich zum Glück nicht zu weit weg vom Eingang befanden. Aus den Augenwinkeln bekam sie mit, wie Adam sie schon bemerkt hatte und in ihre Richtung lächelte.
Bleib cool. Small talk, Mira, und fall nicht mit der Tür ins Haus.
„Hi“, eröffnete sie klassisch die Offensive als sie herantrat, auf die Adam schon antworten wollte, als mal wieder ein lauter Ruf über einen Parkplatz erscholl.

„SORRY!!“, rief und japste Kai. „Leute, es tut mir so leid, echt!“
Es war natürlich typisch. Zuhause hatte er nur Hummeln im Arsch und konnte sich auf nichts konzentrieren, was seit Tagen schon so ging. Also lenkte er sich ab, um die drei, vier Stunden zu überbrücken. Und natürlich ging sein eingestellter Alarm nicht an. Vielleicht hat er ihn automatisch gesnoozt, als er noch die Instanz ausräumen wollte. Also hat er viel zu spät die Uhrzeit bemerkt, ist Hals über Kopf rausgestürzt, hatte zum Glück Hosen an, hatte vielleicht seine Konsole nicht ausgeschaltet und damit seine Statistik bereits ruiniert und dann den falschen Bus erwischt. Eigentlich ging er davon aus, es sei der Richtige, aber es stellte sich als der Falsche heraus. Da er sein Handy zuhause vergessen hatte (irgendwo piepte es vermutlich den Alarm, erwacht aus dem Snooz), wusste er nicht, wie spät es war. Aber er war sich sicher, dass er durch den Umstieg, das zurücklaufen, verirren und fast eine Oma umrennen definitiv zu spät dran war.
Das Adrenalin pumpte noch immer und endlich vor ihnen angekommen beugte er sich vor, stützte sich auf seinen Knien auf und versuchte wieder die Welt aus ihrem Taumel zu reißen.

„Hey, Kai.“ Mit den Worten hatte sich gleich die große und warme Hand auf seine Schulter gelegt. Nach einem leichten Drücker schob Adam sie ein kleines Stück weiter auf den Rücken und klopfte schließlich sacht. „Keine Panik. Du bist pünktlich wie nie.“

Perplex riss Kai den Kopf hoch. Falsche Entscheidung, stellte er fest, als ihm kurz schwarz vor Augen wurde. Über ihm lachten Adam und Mira, aber es klang freundlich.
„Verarscht ihr mich?“

Die beiden lachten erneut und Mira holte ihr Smartphone, um ihm die groß auf dem Bildschirm sichtbare Uhrzeit zu zeigen. „Nope. Auf die Minute.“

Kai starrte noch für einen Augenblick länger auf die Uhrzeit, dann auf den Bildschirmhintergrund, der einen riesigen schwarzen Fellknäul zeigte, aus dem mehrere helle Augen entgegenstarrten.
„Sind das deine Katzen?“, fragte er ohne darüber nachzudenken und linste mit einem etwas unsicherem Lächeln zu ihr auf. „Gruselig, aber auch irgendwie niedlich.“

Mira spürte wie ihr Grinsen schlagartig von Ohr zu Ohr ging und sie enthusiastisch nickte. „Meine Rasselbande!“

„Katzen?“, fragte Adam neugierig und während sich Kai aufrichtete, hielt Mira nun dem anderen Jungen das Smartphone hin. Er blinzelte kurz und musste dann auch lächeln. „Mehr ein Fellmonster mit drei Schwänzen und zehn Augen.“

So verhielten sie sich auch manchmal und Mira konnte sie dafür nur lieben. Mit einem nonchalanten Lächeln zuckte sie mit einer Schulter und warf mit der freien Hand eine Haarsträhne zurück über die Schulter. „Was soll ich sagen? Ich muss für mein knalliges Hexen-Image arbeiten.“

„Hexen-Image?“, wiederholten Adam und Kai unisono verwirrt und schienen sie ebenfalls gleichzeitig ein Mal von oben nach unten mit ihren Blicken abzuscannen.

Miras nonchalante Art fiel in sich ein und sie spürte die Scham in sich aufsteigen. „Na ja, das- ist- irgendwie ist es mein Ruf in der Schule.“ Sie versuchte es nochmal mit dem Schulterzucken, aber jetzt wirkte es nur noch schüchtern und unsicher.

Mit einem eloquenten „PFFFFF!“ quitierte Kai den Kommentar und winkte ab. „Die haben eindeutig keine Ahnung von Hexen. Ist die Relation zwischen dir und der Katzenmenge nicht zu hoch? Wenn, dann müsste noch irgendwo dein Kult herumjagen. Kommen Hexen nicht eh meist in der Mehrzahl vor? So ab drei? Drei klingt gut. Und wenn, dann wärst du sowas wie, keine Ahnung, eine Cyber-Hexe oder so. Was übrigens megacool wäre.“

„Wo Kai mal Recht hat, har er wohl Recht“, stimmte Adam zu und deutete mit einem Daumen hinter sich. „Wie wär's mit was zu essen? Ich verhunger!“

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