[identity profile] thots-tochter.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Titel: Am Arsch
Team: Sonne
Challenge: Crack/Humor: Eine Hand wäscht die andere - Für mich
Fandom: SK Kölsch
Rating: P12
Genre: Humor, (Preslash)
Warnungen: None
Zusammenfassung: Klaus hat Jupp in der Hand...
Wörter: ~750
Anmerkungen: Ähem ja, das kommt dabei raus, wenn man eine Woche lang den Ausspruch "Manus manum lavat" in Thiels Stimme im Kopf herumschiebt. Warum das dann irgendwann noch das Fandom gewechselt hat... keine Ahnung...


„Warum hast du Haupt nicht gesagt, dass es meine bekloppte Idee gewesen ist? Der glaubt dir doch eh nicht, dass du da mit drinsteckst.“

Jupp musterte Klaus zweifelnd von der Seite als sie zurück zu ihrem Büro gingen. Er versuchte zu verstehen, warum sein Partner einmal mehr seine haarsträubenden Ideen gedeckt hatte. Und diese Idee war mehr als nur haarsträubend gewesen, dass musste ja selbst er im Rückblick zugeben. Natürlich war es obendrein auch noch komplett schief gegangen und am Ende hatte er froh sein können, dass er mit dem Leben davongekommen war. Jetzt saß ihnen der Polizeipräsident im Nacken und verlangte eine Erklärung. Und Klaus hatte gerade ohne mit der Wimper zu Zucken vier Wochen Strafdienst im Polizeiarchiv auf sich genommen für eine Aktion von der er nicht nur schon vorher gesagt hatte, dass sie völlig bekloppt war, sondern an der er auch noch nicht einmal beteiligt gewesen war – abgesehen davon, dass er Jupp das Leben gerettet hatte.

„Natürlich glaubt Haupt mir das nicht. Das war auch gar nicht der Punkt. Haupt weiß doch ganz genau, wer für diesen Scheiß verantwortlich war.“
„Warum dann?“
„Ganz einfach: Weil der Polizeipräsident jetzt keine Handhabe gegen dich hat. Dich allein, kann er vielleicht noch loswerden, aber uns beide, das wird er sich zweimal überlegen.“


Einen Moment war Jupp sprachlos. Klaus hatte das alles auf sich genommen, um ihm den Job zu retten – und damit seine Karriere riskiert. Das gab mindestens einen Eintrag in der Personalakte. Er selbst hatte davon wahrscheinlich schon genug für zwei Leben, aber Klaus… der konnte sich noch Hoffnung auf Beförderung machen. Er wusste nicht, was er sagen sollte.

„Mh… oh… okay. Danke.“
„Glaub‘ ja nicht, dass du mir so leicht davon kommst, mein Lieber.“


Jupp blieb abrupt stehen. Klaus‘ Ton verhieß nichts Gutes.

„Wie meinst du das?“

Er konnte nicht verhindern, dass seine Stimme dabei etwas zittrig klang. Er Klaus bisher nur selten wirklich sauer oder wütend gesehen – es dauerte ziemlich lang, bis ihm der Geduldsfaden riss, aber wenn es soweit war, konnte er extrem unangenehm werden.

„Manus manum lavat!“

Klaus war ebenfalls stehengeblieben und musterte Jupp mit einem sehr unverhohlen raubtierhaften Blick. Ein selbstzufriedenes Grinsen zuckte in seinem Mundwinkel.

„W-was heißt das?“

Das Grinsen breitet sich langsam auf Klaus‘ ganzem Gesicht aus, als der einen Schritt auf ihn zutrat. Jupp schluckte trocken. Klaus stand jetzt so nah, dass Jupp dessen Atem auf seiner Haut spürten konnte, als Klaus weitersprach.

„Das heißt, dass ich dich jetzt am Arsch habe, Josef Schatz.“

Plötzlich spürte Jupp eine Hand an seinem Hintern, die einmal fest zupackte. Jupp erstarrte für den Bruchteil einer Sekunde, doch als Klaus ein anerkennendes Brummen hören ließ kam wieder Leben in ihn. Panisch sprang er einen Schritt zurück.

„Nimm‘ deine schwulen Wichsgriffel da weg. Mein Arsch bleibt Jungfrau!“

Er versuchte Klaus wütend anzustarren, um sich seine Verunsicherung nicht anmerken zu lassen. Das konnte der doch unmöglich ernst meinen. Der wollte doch nicht ernsthaft… der konnte doch nicht… das wäre ja…

„Mein Gott, bist du schreckhaft. Als ob ich das nötig hätte…“

Klaus schüttelte lachend den Kopf und setzte seinen Weg Richtung Büro fort. Jupp schaute ihm einen Moment einfach nur hinterher. Sein Mund war mal wieder schneller als sein Kopf und die nächste Frage stellte sich quasi von allein.

„Hast du nicht?“
„Nein, habe ich nicht. Ich möchte sogar mutmaßen, dass du es weit nötiger hättest als ich. Aber ein Gentleman genießt und schweigt.“
„Dann bin ich ja beruhigt.“


Jupp setzte sich ebenfalls wieder in Bewegung und beeilte sich, Klaus einzuholen. Der hatte manchmal aber auch einen unmöglichen Humor. Als ob er das jetzt wirklich geglaubt hätte. Also ehrlich…

„Du schuldest mir trotzdem was, mein Lieber.“
„Und was?“
„*Du* wirst das Archiv aufräumen. Du ganz allein. Ich werde nur da sitzen, zuschauen und kluge Ratschläge geben.“
„Was? Das ist jawohl nicht dein Ernst! Weißt du, was das für eine Scheißarbeit ist?“
„Ja, das weiß ich.“
„Vergiss es! Das mache ich nicht! Du bist doch selber schuld, dass du da mit drinhängst!“
„Wir können auch gerne zur ursprünglichen Gegenleistung zurückkehren. Ich bin mir sicher, im Archiv gibt es ein paar stabile Tische über die du dich bücken kannst.“


Wieder spürte Jupp Klaus‘ Hand an seine Hintern, wie sie fest zugriff und seine Pobacke für einen Moment verlangend knetet.

„Rund und knackig. Genau wie ich es mag.“
„Schon gut. Du hast gewonnen!“


Jupp schlug Klaus‘ Hand weg und flüchtete hinter seinen Schreibtisch. Er ließ sich in seinen Stuhl fallen und ignorierte Klaus‘ triumphierendes Grinsen genauso wie das komische warme Gefühl in seinem Unterleib.

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