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[personal profile] luinaldawen posting in [community profile] 120_minuten
Challenge: Fehler in der Matrix
Fandom: Original - Hinter dem Spiegel
Anmerkungen: Zufrieden bin ich nicht... aber ich bin müde und wollte wenigstens noch eine Challenge zum Spam-WE beisteuern. I'm sorry ._.

Auf dem Rückweg stellte Felix keine Fragen mehr. Er wollte nur noch nach Hause und ins Warme. Ein prüfender Blick auf seine Uhr hatte ergeben, dass sie kaum fünf Minuten in der Kälte gesessen hatten, aber das glaubte er keine Sekunde. Dieses… Schauspiel hatte mindestens eine halbe Stunde gedauert und er war vollkommen durchgefroren. Raiven musste es furchtbar gehen.
Als sie den Hausflur betraten, war er nicht der einzige, der erleichtert aufatmete. Zwar war es hier auch nicht besonders warm, aber eindeutig wärmer als draußen. Ausnahmsweise ohne darauf zu achten, leise an Frau Schmitz’ Wohnungstür vorbeizugehen, eilte er die Treppe nach oben. Raiven war sowieso kaum zu hören. Er wollte nur nach Hause und etwas heißes trinken. Und sich mit Raiven unter eine Decke verkriechen. Oder so. Sie hatten bestimmt auch noch irgendwo eine Wärmflasche oder so. Toth würde sich ja wohl kaum zur Verfügung stellen.
Die Küche war von Lars belegt, wie Felix feststellte, als sie die Wohnung betraten. Also scheuchte er Raiven direkt in sein Zimmer und schälte sich selbst an der Garderobe geräuschvoll aus Mantel und Schuhen, dabei über die Kälte fluchend. Aus der Küche kam ein Lachen. “Selbst Schuld, was gehst du auch raus.” Dabei ließ Lars sich nicht blicken, was auch beabsichtigt gewesen war. Murrend ging Felix zu ihm und stellte den Wasserkocher an. Tee war jetzt wirklich notwendig. “Ich hab den ganzen Tag an der dämlichen Hausarbeit gesessen, ich wär sonst durchgedreht. Wer rechnet auch damit, dass der Wetterbericht Recht hat?”
“Keine Ahnung?” Immer noch grinsend zuckte Lars mit den Schultern und reichte Felix die Keksdose mit den zig Sorten an Teebeuteln, die sich im Laufe der Zeit angesammelt hatten. Die merkwürdigen Sorten waren inzwischen wohl nicht mehr trinkbar, aber keiner von ihnen hatte Lust, sie auszusortieren.
“Muss ein Fehler in der Matrix sein, dass wir ausnahmsweise mal wieder Winter haben”, meinte Felix und hielt seine Hände an die Heizung.
“Wird bestimmt bald korrigiert”, war Lars’ Meinung dazu. “Falls Toth rumheult, er hat vor fünf Minuten Futter bekommen, das unter seiner Würde war. Und ich bin jetzt zu einer Runde Call of Duty verabredet. You’ve been warned.” Das Grinsen wurde breiter. Ja, die Warnung war ernstzunehmen. Lars’ Zimmer wurde jetzt besser nicht betreten. “Dann behalte ich Toth wohl besser bei mir.” Der Kater konnte Raiven nicht leiden, aber er hasste es noch mehr, wenn Lars irgendwelche Ballerspiele zockte.
Das Wasser begann zu brodeln und wenig später schaltete der Kocher sich aus.
“Mach nicht mehr zu lange”, gab Lars ihm noch einen unnötigen Rat, bevor er sich empfahl. Felix würdigte das keiner Antwort mehr, er goss einfach den Tee auf, nahm eine frische Tasse für Raiven mit und ging in sein Zimmer. Es wunderte ihn nicht, dass der Alb sich in sein Bett verkrochen hatte. Die Kälte draußen hatte ihm wirklich zugesetzt, seine Haut wirkte eher bläulich. Vielleicht sollte er doch noch eine Wärmflasche fertigmachen. Allerdings gab es noch andere Möglichkeiten, jemanden zu wärmen. Also gesellte er sich einfach zu Raiven unter die Decke und zog ihn in seine Arme. “Was soll das…?”, murrte der Alb, suchte aber direkt seine Nähe. Was Felix im ersten Moment ziemlich bereute. “Du bist eiskalt! Warum hast du mich bei dem Wetter da rausgeschleift?”
“Weil ich dir die Nymphen zeigen wollte.” Raivens Stimme zitterte inzwischen deutlich, was Felix für eine Verbesserung hielt. Vorher war er einfach nur eiskalt gewesen, jetzt reagierte der Körper endlich und versuchte, die Temperatur wieder selbst zu regulieren.
“Diese… Glitzerdinger?”
“Genau. Sie gehören eigentlich in eine Zwischenwelt. Kein Teil meiner und auch keiner von deiner Welt. Nur an wenigen Tagen sind sie für uns sichtbar.”
“Zum Beispiel heute”, vermutete Felix. Wobei das nicht besonders weit hergeholt war. Raiven grinste breit. “Gut beobachtet. Es hängt mit dem See zusammen. Wenn der Vollmond sich auf dem Eis spiegelt, dann können wir sie sehen. Aber auch nur dann. Du kannst dir also denken, wie oft das vorkommt. Selbst die kleinste Schneedecke verhindert es.”
Ja, damit war es wohl wirklich ein seltener Anblick. “Danke, dass du es mir gezeigt hast. Es war… wirklich wunderschön.” Felix sah Raiven an. Im Moment wirkte er wieder so normal… wären da nicht die spitzen Ohren und die ziemlich ungewöhnliche Haarfarbe.
“Gut.” Raiven schaffte es dabei, gleichermaßen erleichtert wie zufrieden zu schauen. Felix grinste und küsste den Alb. Raivens Lippen waren noch immer kalt und im ersten Moment war Felix sich sicher, zurückgewiesen zu werden. Der Kuss war eine totale Kurzschlussentscheidung und gerade als Felix wieder zurückweichen wollte, spürte er Raivens schlanken Finger in seinem Nacken, seinen Haaren und es war der Alb, der die Kontrolle übernahm. Dagegen hatte Felix auch keine Einwände.

Date: 2018-02-04 06:52 pm (UTC)
From: [identity profile] leiyahime.livejournal.com
awwwww sie sind so süß!!!!!!!!!! Ich lieb sie!!!!!!
Armer kalter Alb! Aber er wird ja jetzt schön warmgekuschelt. Und Lars ist ja eh mit Zocken beschäftigt, der stört sicher nicht.
Nymphen waren das also. Schön! Besser als Glühwürmchen! xD

Date: 2018-02-12 10:26 am (UTC)
servena: (Default)
From: [personal profile] servena
Ach wie niedlich! Aber da wird mir beim Lesen gleich kalt, brrr....immerhin wärmen die sich jetzt gegenseitig schön auf. :)

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