Das 6. Türchen
Dec. 6th, 2007 08:20 amFandom: Original Papierflugzeuge
Verwendete Challenges: Zusammen allein, Wintersterne, Spielzeug
Wörter: 1221
Genre: Alltag, äh...Sinnloses?
Personen: Samuel, Rufus
Kommentar: Eigentlich wollte ich euch mit Original verschonen und eigentlich auch mit allzu großem Blödsinn. Beides ist wider Erwarten leider doch eingetroffen.
Nun, was muss man zu den beiden Kerlen wissen? Eigentlich nur, dass Samuel das ist, was man hierzulande liebevoll einen Proll nennt und Rufus sein flugzeugvernarrter Freund, der manchmal ein paar Probleme mit dem Denken hat.
Ich hoffe, ihr hattet einen fleißigen Nikolaus =)
Die Straße ist eben, beinahe spiegelglatt, was den Golf zum Schleichen zwingt, was eigentlich, wie Samuel findet, unter der Würde eines solch tollen Autos ist. Ein-zwei Nebelbände tauchen auf, er taucht in sie hinein und kommt am anderen Ende wieder raus und alles ist fast winzig und unbedeutend. Es ist ein bisschen wie bei Scrubs wo J.D. mit einem Motorroller auf der einen Seite der Straße in eine Pfütze eintaucht , auf der anderen Seite wieder auftaucht und sich verwirrt fragt; „Wo war ich?!“
Samuel muss grinsen als er sich daran zurückerinnert. Er macht Anstalten, Rufus in die Seite zu pieksen und ihm von dieser genialen Szene zu erzählen. Aber er lässt es lieber.
Rufus sitzt etwas wabbelig und unbeweglich auf dem Beifahrersitz, fast wie ein gigantischer Teddy, den sich manche Witzbolde ins Auto setzen, weil sie entweder wegen Impotenz oder Karrieregeilheit kinderlos geblieben sind. Er hebt verzagt die rechte Hand vor die Lüftung neben der Scheibe, wo wohlig warme Luft, bei der man glatt einpennen kann, herausbläst.
„Es sieht doch gar nicht so schlecht aus.“, versucht Samuel, seinen Freund zu ermuntern.
„Ist ein vernünftiger Schnitt, hat sicher nicht viel gekostet und wenn du dir Gel zulegst, kannst du die Enden hier ein bisschen hochmachen.“
Er fährt mit dem rechten Zeige- und Mittelfinger halbblind über Rufus vor ein paar Stunden entstandene Ponyfransen.
Ha, schöne Scheiße, denkt er bei sich.
Sein Freund wurde geplant verunstaltet und etwas Besseres fällt ihm zur Aufmunterung nicht ein?
Marie-Luise ist eine unzumutbare Person.
„Er kann doch nicht wie ein Handfeger durch die Weltgeschichte laufen!“, sagte sie, als Samuel sie vorhin ziemlich unsanft links liegen ließ um den gleichzeitig knurrenden und greinenden Rufus aus seinem Zimmer zu zerren.
Wie zu einem kleinen Kind hatte sie zu ihrem Sohn gesagt, der Nikolaus brächte nur Jungen etwas, die einen anständigen Haarschnitt hätten.
Zugegeben, die Matte seines Freundes fand auch Samuel etwas suspekt- so eine Frisur, bei der alle Haare durcheinanderfliegen, der Hauch eines Seitenscheitels, durch den ihm dauernd Haare im Gesicht hängen und an den Lippen kleben bleiben. Eine Independent-Frisur.
Und doch waren diese Haare angenehm, wenn er Rufus ab und zu anfixierte, sie zur Seite streichen und ihn unverschämterweise küssen konnte. Einmal hatte es diesen Apfelmusnachmittag im Oktober gegeben, bei dem Rufus so ganz Rufus war und ihn damit abermals rührte- so sehr rührte, dass Samuel sich leise nach Luft seufzend an diesen Haaren festgehalten hatte, atemlos, geschmolzen und mit stehengebliebenem Hirn.
Das alles ist jetzt vorbei.
„Blöde Tussi!“, rief Samuel Marie-Luise vorhin zu, stieg im Eifer des Gefechts gleichzeitig in die Hauslatschen, die seit einigen Monaten extra für ihn bereitstanden und dann geschah das nächste Unglück.
Holz knackste, splitterig, Samuel verharrte erschrocken und fuhr ganz, ganz langsam zu Rufus herum, der bei dem schaurigen Geräusch fassungslos am Rahmen seiner Tür erschienen war.
Natürlich weinte Rufus nicht. Er ist nicht der kleine, hilflose Junge, den seine verkorkste Mutter so gerne in ihm sehen möchte. Er stand einfach nur da und schaute mit einem verlorenen Gesichtsausdruck dabei zu, wie Samuel das winzige Modellflugzeug, welches er gerade zertreten hatte, aus dem Pantoffel sammelte und die Einzelteile mit zusammengepressten Lippen in seinen Händen sortierte.
Es war nur ein Spielzeug, ein kleines, dummes Holzspielzeug aus einem Modellbauladen.
Und trotzdem.
„Ich mag Nikolaus nicht.“, sagt Rufus als der Golf am Waldrand stoppt.
Wohin genau sie fahren, weiß Samuel selbst nicht. Die Straße wird, je weiter sie sich aus der Stadt entfernen, immer glatter, die Nebelbänke immer seltener, der Himmel klarer und schwärzer.
Die beiden Jungen stehen nebeneinander vor den finsteren Kiefern und pinkeln auf den gefrierenden Boden. Hinter ihnen schnauft das Auto und die Stille umringt alles.
„Wegen des Flugzeuges?“
Samuel zieht etwas den Kopf ein.
Nicht nur ein Flugzeug. Es war, nein, es ist eine Shoki, ein Modell, welches von den Japanern im pazifischen Krieg für Bombardements eingesetzt wurde. Später stürzten sich Kamikaze-Flieger damit auf amerikanische Flugzeugträger.
Das Modell eines solchen geschichtsträchtigen Flugzeuges hatte er vorhin zwischen großem Zeh und Hühneraugen eingequetscht.
Und dabei ist es doch nur ein Spielzeug, ein kleines, winziges Ding zum Angucken. Trotzdem wird Samuel, das weiß er, sich an seinem nächsten freien Tag hinsetzen und jedes kleinste Stück daran wieder zusammenkleben.
Solch einen Schlamassel begeht man nur, wenn man wichtige Tage vergisst.
„Oder weil du zum Friseur musstest?“
Rufus starrt in das schwarze Ungewissen vor sich und schweigt sich aus.
Es muss einen Riesenkrach mit seiner Mutter gegeben haben. Wahrscheinlich ist es für einen 23jährigen schwerer gegen seine Mutter zu rebellieren als für einen zwölfjährigen Teenager, denkt sich Samuel.
„Hey.“, lächelt er warm und legt einen Arm um seinen Freund.
„Unkraut vergeht nicht. Ich wette, in ein paar Monaten hast du deine geliebte Chaosfrisur wieder.“
Er fasst in das kurzgeschnittene Haar, er kann fühlen, wie die frisch gestutzten Enden leicht an seinen Fingerkuppen kratzen. Es ist ein bisschen fremd.
„Ich war irgendwie immer alleine an Tagen wie heute.“, nuschelt Rufus in seinen roten Schal hinein.
„Total blöde eigentlich. Nikolaus macht alleine aber keinen Spaß.“
Und deswegen die Shoki in Samuels Hauslatschen.
Ein bisschen geknickt stehen die beiden in der Nacht und schauen, mal miteinander, mal nacheinander nach oben in das sich klar offenbarende Universum. Wintersterne sehen aus der Ferne aus wie kalte, winzige Feuer, flackernd und blau. Und die scheißen auf Nikolaus und anständige Haarschnitte.
Samuel spart sich den schmalzigen Satz über das gemeinsame Alleinsein.
Wegfahren ist seit jeher immer ein seltsamer Impuls für ihn gewesen. Seit er ein Auto hat, fällt ihm das auch sehr viel leichter als zuvor. Beim Krach mit Ariane, zu Selbstfindungszwecken, bei der Sache mit dem Kind seiner Schwester- irgendwie gab es da immer einen gewissen Fluchtpunkt, den er nur erreichen musste. Wie einen Abschlagpunkt beim Staffellauf. Und danach konnte er zurückfahren und die Dinge weitergehen lassen.
Dann kann er nach Hause fahren und sich wie J.D. fragen: Wo war ich?
In letzter Zeit ist Rufus immer dabei. Oder der Anlass der Flucht.
Dies ist ein verdammt romantischer Augenblick, wird Samuel sich in genau diesen Sekunden klar. Sein Gegenüber ist geknickt, die Sterne leuchten, es ist Nikolaus und der Winterwind haucht sanft zwischen den Kiefernadel hindurch.
Gott sei Dank versteht Rufus nichts von Romantik.
„Jetzt kennst du ja mich.“, sagt Samuel, grinst und knufft seinen Freund liebevoll.
„Weihnachten machen wir zusammen. Mit Fressorgie, Eierpunsch und Geschenken.“
Er grinst hinaus in die Nacht wie ein Wahnsinniger. An der Straße fährt ein Auto vorbei, splitterglatt und langsam. Der Lichtkegel brennt in den Augen und macht übermütig.
Er denkt an fiese Andeutungen Richtung Gleitgel oder Sprühsahne, doch dann vergeht ihm das wieder.
Schweinische Witze nachdem er Rufus Nikolausgeschenk zerstörte, hält Samuel dann doch für unangemessen.
„Du.“, nuschelt er leise und lässt den Kopf auf die Schulter seines Freundes sinken. Solche Dinge passieren ganz manchmal nur, wenn es natürlich niemand sieht außer vielleicht einem spannernden Wildschwein oder dem Nikolaus.
„Das nächste Mal helfe ich dir Nein-sagen.“
Sie stehen im frostenden Morast, Zweige knacken unter ihren Füßen.
Samuel hat das Gefühl, dass irgendwer guckt.
Er vermisst diese langen Rufus-Haare.
Er vermisst das kaputtgegangene Spielzeug.
Und als Rufus sich an ihn kuschelt und sie am Straßenrand in der Mitte des Nirgendwo verharren, spürt er es.
Die Wintersterne gucken.
Irgendwo im Auto ist noch eine CD. Die Metallica-Version von Carol of the bells.
Die muss gleich in den Player.
Verwendete Challenges: Zusammen allein, Wintersterne, Spielzeug
Wörter: 1221
Genre: Alltag, äh...Sinnloses?
Personen: Samuel, Rufus
Kommentar: Eigentlich wollte ich euch mit Original verschonen und eigentlich auch mit allzu großem Blödsinn. Beides ist wider Erwarten leider doch eingetroffen.
Nun, was muss man zu den beiden Kerlen wissen? Eigentlich nur, dass Samuel das ist, was man hierzulande liebevoll einen Proll nennt und Rufus sein flugzeugvernarrter Freund, der manchmal ein paar Probleme mit dem Denken hat.
Ich hoffe, ihr hattet einen fleißigen Nikolaus =)
Die Straße ist eben, beinahe spiegelglatt, was den Golf zum Schleichen zwingt, was eigentlich, wie Samuel findet, unter der Würde eines solch tollen Autos ist. Ein-zwei Nebelbände tauchen auf, er taucht in sie hinein und kommt am anderen Ende wieder raus und alles ist fast winzig und unbedeutend. Es ist ein bisschen wie bei Scrubs wo J.D. mit einem Motorroller auf der einen Seite der Straße in eine Pfütze eintaucht , auf der anderen Seite wieder auftaucht und sich verwirrt fragt; „Wo war ich?!“
Samuel muss grinsen als er sich daran zurückerinnert. Er macht Anstalten, Rufus in die Seite zu pieksen und ihm von dieser genialen Szene zu erzählen. Aber er lässt es lieber.
Rufus sitzt etwas wabbelig und unbeweglich auf dem Beifahrersitz, fast wie ein gigantischer Teddy, den sich manche Witzbolde ins Auto setzen, weil sie entweder wegen Impotenz oder Karrieregeilheit kinderlos geblieben sind. Er hebt verzagt die rechte Hand vor die Lüftung neben der Scheibe, wo wohlig warme Luft, bei der man glatt einpennen kann, herausbläst.
„Es sieht doch gar nicht so schlecht aus.“, versucht Samuel, seinen Freund zu ermuntern.
„Ist ein vernünftiger Schnitt, hat sicher nicht viel gekostet und wenn du dir Gel zulegst, kannst du die Enden hier ein bisschen hochmachen.“
Er fährt mit dem rechten Zeige- und Mittelfinger halbblind über Rufus vor ein paar Stunden entstandene Ponyfransen.
Ha, schöne Scheiße, denkt er bei sich.
Sein Freund wurde geplant verunstaltet und etwas Besseres fällt ihm zur Aufmunterung nicht ein?
Marie-Luise ist eine unzumutbare Person.
„Er kann doch nicht wie ein Handfeger durch die Weltgeschichte laufen!“, sagte sie, als Samuel sie vorhin ziemlich unsanft links liegen ließ um den gleichzeitig knurrenden und greinenden Rufus aus seinem Zimmer zu zerren.
Wie zu einem kleinen Kind hatte sie zu ihrem Sohn gesagt, der Nikolaus brächte nur Jungen etwas, die einen anständigen Haarschnitt hätten.
Zugegeben, die Matte seines Freundes fand auch Samuel etwas suspekt- so eine Frisur, bei der alle Haare durcheinanderfliegen, der Hauch eines Seitenscheitels, durch den ihm dauernd Haare im Gesicht hängen und an den Lippen kleben bleiben. Eine Independent-Frisur.
Und doch waren diese Haare angenehm, wenn er Rufus ab und zu anfixierte, sie zur Seite streichen und ihn unverschämterweise küssen konnte. Einmal hatte es diesen Apfelmusnachmittag im Oktober gegeben, bei dem Rufus so ganz Rufus war und ihn damit abermals rührte- so sehr rührte, dass Samuel sich leise nach Luft seufzend an diesen Haaren festgehalten hatte, atemlos, geschmolzen und mit stehengebliebenem Hirn.
Das alles ist jetzt vorbei.
„Blöde Tussi!“, rief Samuel Marie-Luise vorhin zu, stieg im Eifer des Gefechts gleichzeitig in die Hauslatschen, die seit einigen Monaten extra für ihn bereitstanden und dann geschah das nächste Unglück.
Holz knackste, splitterig, Samuel verharrte erschrocken und fuhr ganz, ganz langsam zu Rufus herum, der bei dem schaurigen Geräusch fassungslos am Rahmen seiner Tür erschienen war.
Natürlich weinte Rufus nicht. Er ist nicht der kleine, hilflose Junge, den seine verkorkste Mutter so gerne in ihm sehen möchte. Er stand einfach nur da und schaute mit einem verlorenen Gesichtsausdruck dabei zu, wie Samuel das winzige Modellflugzeug, welches er gerade zertreten hatte, aus dem Pantoffel sammelte und die Einzelteile mit zusammengepressten Lippen in seinen Händen sortierte.
Es war nur ein Spielzeug, ein kleines, dummes Holzspielzeug aus einem Modellbauladen.
Und trotzdem.
„Ich mag Nikolaus nicht.“, sagt Rufus als der Golf am Waldrand stoppt.
Wohin genau sie fahren, weiß Samuel selbst nicht. Die Straße wird, je weiter sie sich aus der Stadt entfernen, immer glatter, die Nebelbänke immer seltener, der Himmel klarer und schwärzer.
Die beiden Jungen stehen nebeneinander vor den finsteren Kiefern und pinkeln auf den gefrierenden Boden. Hinter ihnen schnauft das Auto und die Stille umringt alles.
„Wegen des Flugzeuges?“
Samuel zieht etwas den Kopf ein.
Nicht nur ein Flugzeug. Es war, nein, es ist eine Shoki, ein Modell, welches von den Japanern im pazifischen Krieg für Bombardements eingesetzt wurde. Später stürzten sich Kamikaze-Flieger damit auf amerikanische Flugzeugträger.
Das Modell eines solchen geschichtsträchtigen Flugzeuges hatte er vorhin zwischen großem Zeh und Hühneraugen eingequetscht.
Und dabei ist es doch nur ein Spielzeug, ein kleines, winziges Ding zum Angucken. Trotzdem wird Samuel, das weiß er, sich an seinem nächsten freien Tag hinsetzen und jedes kleinste Stück daran wieder zusammenkleben.
Solch einen Schlamassel begeht man nur, wenn man wichtige Tage vergisst.
„Oder weil du zum Friseur musstest?“
Rufus starrt in das schwarze Ungewissen vor sich und schweigt sich aus.
Es muss einen Riesenkrach mit seiner Mutter gegeben haben. Wahrscheinlich ist es für einen 23jährigen schwerer gegen seine Mutter zu rebellieren als für einen zwölfjährigen Teenager, denkt sich Samuel.
„Hey.“, lächelt er warm und legt einen Arm um seinen Freund.
„Unkraut vergeht nicht. Ich wette, in ein paar Monaten hast du deine geliebte Chaosfrisur wieder.“
Er fasst in das kurzgeschnittene Haar, er kann fühlen, wie die frisch gestutzten Enden leicht an seinen Fingerkuppen kratzen. Es ist ein bisschen fremd.
„Ich war irgendwie immer alleine an Tagen wie heute.“, nuschelt Rufus in seinen roten Schal hinein.
„Total blöde eigentlich. Nikolaus macht alleine aber keinen Spaß.“
Und deswegen die Shoki in Samuels Hauslatschen.
Ein bisschen geknickt stehen die beiden in der Nacht und schauen, mal miteinander, mal nacheinander nach oben in das sich klar offenbarende Universum. Wintersterne sehen aus der Ferne aus wie kalte, winzige Feuer, flackernd und blau. Und die scheißen auf Nikolaus und anständige Haarschnitte.
Samuel spart sich den schmalzigen Satz über das gemeinsame Alleinsein.
Wegfahren ist seit jeher immer ein seltsamer Impuls für ihn gewesen. Seit er ein Auto hat, fällt ihm das auch sehr viel leichter als zuvor. Beim Krach mit Ariane, zu Selbstfindungszwecken, bei der Sache mit dem Kind seiner Schwester- irgendwie gab es da immer einen gewissen Fluchtpunkt, den er nur erreichen musste. Wie einen Abschlagpunkt beim Staffellauf. Und danach konnte er zurückfahren und die Dinge weitergehen lassen.
Dann kann er nach Hause fahren und sich wie J.D. fragen: Wo war ich?
In letzter Zeit ist Rufus immer dabei. Oder der Anlass der Flucht.
Dies ist ein verdammt romantischer Augenblick, wird Samuel sich in genau diesen Sekunden klar. Sein Gegenüber ist geknickt, die Sterne leuchten, es ist Nikolaus und der Winterwind haucht sanft zwischen den Kiefernadel hindurch.
Gott sei Dank versteht Rufus nichts von Romantik.
„Jetzt kennst du ja mich.“, sagt Samuel, grinst und knufft seinen Freund liebevoll.
„Weihnachten machen wir zusammen. Mit Fressorgie, Eierpunsch und Geschenken.“
Er grinst hinaus in die Nacht wie ein Wahnsinniger. An der Straße fährt ein Auto vorbei, splitterglatt und langsam. Der Lichtkegel brennt in den Augen und macht übermütig.
Er denkt an fiese Andeutungen Richtung Gleitgel oder Sprühsahne, doch dann vergeht ihm das wieder.
Schweinische Witze nachdem er Rufus Nikolausgeschenk zerstörte, hält Samuel dann doch für unangemessen.
„Du.“, nuschelt er leise und lässt den Kopf auf die Schulter seines Freundes sinken. Solche Dinge passieren ganz manchmal nur, wenn es natürlich niemand sieht außer vielleicht einem spannernden Wildschwein oder dem Nikolaus.
„Das nächste Mal helfe ich dir Nein-sagen.“
Sie stehen im frostenden Morast, Zweige knacken unter ihren Füßen.
Samuel hat das Gefühl, dass irgendwer guckt.
Er vermisst diese langen Rufus-Haare.
Er vermisst das kaputtgegangene Spielzeug.
Und als Rufus sich an ihn kuschelt und sie am Straßenrand in der Mitte des Nirgendwo verharren, spürt er es.
Die Wintersterne gucken.
Irgendwo im Auto ist noch eine CD. Die Metallica-Version von Carol of the bells.
Die muss gleich in den Player.
no subject
Date: 2007-12-06 12:56 pm (UTC)..... ..... Awwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwww~~~~
Warum hast du mir das gestern nciht gesagt? Hm, bla, Original - man, das ist papierflugzeuge, das ist nicht irgendeiene Origtinal! Aber egal.
OH GOTT! Ich liebe die Beiden! ToT Und- Und- Haare schneiden, gegen den Willen, es gibtz selten was grausameres! nd die Shogi- so much oh noes! Und ich sehe ihn das Teil zusammenkleben, ächtzend in der Nacht, nach ner anstrengenden Schicht, kein Bock auf alles, mit Kaffee neben sich und Scribs im Hintergrund laufend, nicht guckend, weil Rufus jetzt einfach wichtiger ist. *-*
Awwwwwwww~~~~~~~~~<3
Ich fidne es wirklich sehr schön und ich habe so Lust bekommen, mich in den Bus, die Bahn, ins Auto zu setzen, vielleicht auf mein fahrrad, wenn es nicht kaputt bzw. platt wäre, und einfach rauszufahren und .. so. Ja.
*_*
Luv them! Luv you! Give me more!
no subject
Date: 2007-12-07 10:03 am (UTC)