[identity profile] tsutsumi.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Rapunzel
Challenge: Crack/Humor: „Eine Eule. Weil ich dir schon immer mal einen Vogel zeigen wollte.“ (für's Team)
Fandom: Youtuber
Personen/Pairing: Julien Bam/iBlali (Viktor)
Wörter: ~1050
Anmerkung: I don't even know... *kriecht Richtung Ziellinie*
Wir sehen uns auf der anderen Seite, Leute.

„Argh! Wieso?“

Julien kann es von der Couch aus nicht genau sehen, aber am Esstisch drüben beugt sich Viktor so tief über seine Kamera, dass ihm die Haare ins Gesicht fallen und es aussieht, als würde er seine Kamera auf der Tischplatte aufessen wollen.

„Was ist denn los?“, ruft er herüber. Er würde ja gerne sofort aufstehen und helfen, aber Viktor hat ihm eben, als er hier ankam, eine Tasse heiße Schokolade in die Hand gedrückt und die muss er ganz dringend trinken. Verzeihung, die soll er dringend trinken.
Es ist seltsam, aber wahrscheinlich hat Viktor mal wieder „wie bin ich romantisch mit einem Kerl?“ gegoogelt, weil er noch immer verwirrt ist, dass Julien keine Frau ist.
Bitch please.

„Die Speicherkarte geht nicht mehr in den Schlitz“, erklärt Toni, der sich ebenfalls über die Kamera beugt.
Nia liegt währenddessen auf der anderen Seite der Couch und schläft. Oder döst. Jedenfalls hat er bis jetzt außer einem gemurmelten „hi“ noch nicht viel gesagt oder getan.

„Ach fuck!“, donnert Viktor und jap, er hat bereits jetzt die Lautstärke erreicht, die anzeigt, wie frustriert er gerade mit der Welt ist.
„So können wir doch nicht drehen!“
„Wir kriegen das schon hin“, beschwichtigt Toni ihn.
„Komm, bleib ruhig, atme ein und atme aus, wir lassen uns was einfallen.“
Viktor sieht ihn an, als würde er ihn auf der Stelle erwürgen wollen.
„Ich atme ein“, fängt er pumpend an.
„Und atme aus....und raste aus! Fuck!“

Es ist so laut, dass Nia aus dem Schlaf hochschreckt.
„Was'n los?“, murmelt er in die Kuscheldecke, die (vermutlich) Toni über ihn gelegt hat.

„Eure Kamera ist hin“, erklärt Julien ihm und reckt den Kopf über die Couchlehne;
„Nicht dass du sie reparieren musst.“

„Ich hab keine Zeit für Reparaturen, mann!“, grollt Viktor. Mit spitzen Fingern hantiert er mit der Speicherkarte herum, dreht sie, versucht sie vergeblich in den dafür vorgesehenen Schlitz zu drücken.
„Für den Kram müssen die sie garantiert einschicken. Aber wir müssen heute drehen, wir haben extra alles so getimt, dass du jetzt mitmachen kannst.“

Das stimmt.
Viktor will unbedingt ein iAsk mit ihm, Julien, was unglaublich nostalgisch und irgendwie...nett ist. Nur dass Julien bis weit nach Weihnachten schon verplant war. Und Vince schieben musste. Und Vince daraufhin den Urlaub bei seiner Familie geschoben hat. Und dann hat Marius seinen Umzug geschoben. Generell haben alle irgendwie was oder wen geschoben, was Viktor sich so schuldig hat fühlen lassen, dass er der gesamten Crew Pizza geschickt hat.

„Das wär doch nicht nötig gewesen“, hat Julien ihm daraufhin am Telefon gesagt.
„Ich konnte nicht anders“, hat Vikor erwidert;
„Sonst denken alle, du machst den Aufriss nur, weil's um den Typen geht, mit dem du ins Bett gehst.“
„So falsch liegen sie damit nicht“, hat Julien erwidert,
„Aber ist das denn so schlimm?“

Jetzt nippt er am Kakao und betrachtet seinen Freund und Toni dabei, wie sie wie zwei Chirurgen an der Kamera herumoperieren.
„Hast du irgendwo Papier?“, will Toni wissen.
„Vielleicht können wir die Karte daran an diesem Stückchen, das im Weg ist, vorbeigleiten lassen.“
„Ja, irgendwo am Schreibtisch“, murmelt Viktor frustriert.

Julien nutzt die Gelegenheit und steht auf, wandert um Nia, der wieder halb eingepennt ist, und die Couch herum und hält Viktor seine Kakaotasse hin;
„Trink.“
„Ju...“ Aber Viktor nimmt sie.
„Du brauchst Dopamin und Serotonin. Beides ist in Kakao drin.“
„Sehr witzig.“
„Nicht witzig, nur ein weiterer, alltäglicher Fakt.“ Julien grinst ihn absichtlich bekloppt an.
„Oh, und weißt du, wo noch Dopamin drin ist?“, fährt er fort, fasst Viktor bevor dieser antworten kann, am Kragen seines Hoodies und drückt ihm einen Kuss auf.
„Da, bitteschön.“

„Ich äh..“
Es ist witzig, wie das immer noch irgendetwas in Viktors Gehirn durcheinanderwirft und er aussieht, als müsste er irgendwelche aufgeflogenen Schubladen in seinem Kopf wieder zudrücken.
„Mann, Ju, das hilft mir auch nicht. Mit der schrottigen Kamera kann ich das Video vergessen.“

„Bullshit“, gibt Julien zurück und inspiziert den SD-Kartenschlitz. Er sieht da irgendwie gar nichts, allerdings blockt er sich gerade selbst vom Licht.
„Toni macht das schon. Du machst das schon. Jemand mit einem so hübschen Gesicht wie du macht das schon.“
Er grinst Viktor an und erfreut sich an der Tatsache, dass dieser niemals rot werden kann und stattdessen aussieht, als würde er sich gerade auf einen Kaktus setzen.

„Ich geh nicht weg, bevor das Ding im Kasten ist“, fügt Julien hinzu. Diesmal leiser und ernsthafter und mann, zwischen ihnen kann es ja nicht nur Gespräche geben, die sich anhören, als wären sie auf Speed, okay!

Und tatsächlich bemerkt er augenblicklich, wie sich etwas in Viktor entspannt, wie etwas ruhiger wird. Sehr schön. So mag er ihn am liebsten.

Toni kommt zurück und schiebt einen schmalen Papiertstreifen in den Schlitz. Daran leitet er die SD-Karte ebenfalls hinein. Er hält kurz die Luft an, schiebt, schiebt – dann macht es klick.

„Wer ist das beste Bücherclub-Mitglied!?“, jubelt er und fällt Viktor halb in die Arme.

„Nia, wach auf, es geht los! Nia! Pennst du schon wieder?“

„Hättest du wirklich gewartet?“, will Viktor wissen, während seine beiden Freunde sich auf der Couch halb prügeln – weil einer weiter draufliegen bleiben möchte und der andere ihn sehr ausdrücklich zum Aufstehen versucht zu animieren.

„Klar“, gibt Julien zurück.

„Aber du bist zugeballert mit Arbeit und Terminen.“

„Naja, aber...“ Julien zieht umständlich Luft durch die Nase.
„Aber sowas macht man für jemanden, den man liebt. Oder?“

Und vielleicht ist es das erste Mal, dass er das grässliche L-Wort wirklich laut gesagt hat. Nicht, dass es ein Geheimnis war. Nur ist er nicht der Typ für viele, umständliche Worte und spätestens nach der Aktion im Zoo sollten seine Gefühle offenbar sein.
Trotzdem... irgendetwas tun diese Worte mit Viktor.
Weil dieser ihn gerade anstarrt, als würden Engel aus den Wolken brechen und Hymnen anstimmen.
Oder aber er hat gerade einen Schlaganfall.
Man sollte nichts ausschließen.

„Los, komm!“, nuschelt Julien verlegen und stupst ihn an.
„Bevor noch was kaputtgeht an deiner schrottigen Kamera. Und das nächste Mal will ich einen dreckigen Witz hören, wenn irgendwas nicht irgendwo reingeht.“

Date: 2017-10-02 09:19 pm (UTC)
From: [identity profile] cricri-72.livejournal.com
Gefällt mir :) Vor allem das hier:
Es ist seltsam, aber wahrscheinlich hat Viktor mal wieder „wie bin ich romantisch mit einem Kerl?“ gegoogelt, weil er noch immer verwirrt ist, dass Julien keine Frau ist.

Und das Ende war sehr süß, aber auch sehr lustig.
Und das nächste Mal will ich einen dreckigen Witz hören, wenn irgendwas nicht irgendwo reingeht.
*snicker*

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