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Titel: Nichts besonderes
Team: Aschenputtel
Challenge Crack/Humor - „Ich atme ein und aus und... ich raste aus!“ (Für's Team)
Fandom: Original: Nano 2010
Charaktere: Paige, Blake
Sprache: Deutsch
Kommentar: Leider war [livejournal.com profile] nessaniel schneller! XD

„Boah ey, ich hab doch gesagt, keine Geschenke!“

Nichts besonderes

Als sich Paige am Weihnachtsmorgen schließlich aus dem Bett rollte und wie ein Zombie in der Küche auftauchte (die tatsächlich nur ein anderer Teil des großen Raumes unter dem Dach war), stöhnte sie beim Anblick des kleinen Pakets auf dem Küchentisch. „Boah ey, ich hab doch gesagt, keine Geschenke!“
„Das ist nur was Kleines, stell dich nicht so an“, sagte Blake, der mit dem Rücken zu ihr am Herd stand und ein paar Eier briet, deren Geruch sie überhaupt erst aus dem Bett gelockt hatte.
Paige gab ein unverständliches Grummeln von sich und schmiss sich auf den Küchenstuhl, der unter ihrem Schwung bedenklich kippelte. „Ich hab nix für dich!“
„Okay“, sagte Blake nur.
„Echt jetzt!“
„Okay!“, sagte er laut und verdrehte die Augen. „Mach’s nicht so kompliziert. Ich hab’s gesehen, hab an dich gedacht und es gekauft. Krieg dich wieder ein.“
Sie beäugte misstrauisch das kleine Geschenk vor ihrer Nase. „Deine Geschenke-einpack-Fähigkeiten lassen echt zu wünschen übrig.“
„Danke, dein Benehmen lässt wie immer auch zu wünschen übrig“, sagte er trocken, und fügte hinzu „Nase weg“, als er zwei heiße Spiegeleier auf ihren Teller gleiten ließ.
Während er seinen Teller ebenfalls befüllte, nahm sie das Paket vorsichtig in die Hand und schüttelte es. Nichts klapperte. Sie legte ihr Ohr an das Geschenk, dann roch sie daran. Nichts.
Blake seufzte. „Deine Eier werden kalt.“
Aber Paige wurde erst wieder aufmerksam, als sich langsam eine helle Schnauze auf den Tisch und in Richtung Teller schob. „Socke, ey!“ rief sie und schob die Schnauze weg. Die große Mischlingshündin schnaufte enttäuscht und quetschte sich dann beleidigt unter den kleinen Tisch.
„Krieg ich keinen Kaffee?“, fragte sie, als Blake sich aus der vergilbten Kaffeekanne eingoss und sich setzte, dabei bemüht, Socke nicht auf die Pfoten zu treten.
„Mach endlich dein Paket auf“, sagte er nur.
„Das ist ja Erpressung“, sagte sie, begann aber vorsichtig an dem Tesafilm zu knibbeln. Blake beobachtete sie mit zunehmender Ungeduld, wie sie einen Klebestreifen nach dem anderen sorgfältig abzog und auf der Tischkante deponierte.
„Das Geschenkpapier war nicht teuer, weißt du“, sagte er.
„Jaja.“
Als sie schließlich langsam das Geschenkpapier abwickelte, hatte Blake bereits seine Eier aufgegessen und nippte jetzt an seinem Kaffee. „Zehntausend Jahre später…“, murmelte er.
„Das ist alles deine Schuld! Immerhin bin ich besser im Auspacken als du im Einpacken!“
„Dafür dauert’s bei dir auch doppelt so lange.“
Ihre garantiert schnippische Antwort verschob sie auf später, als unter den Schichten Geschenkpapier ein Becher zutage trat. „Du hast mir einen Becher geschenkt?“, fragte sie ein bisschen verdutzt.
„Hab doch gesagt, dass es nichts Besonderes ist.“ Er deutete auf die Kaffeemaschine auf der Küchenzeile. „Kannst du gleich einweihen.“
Ich atme ein und aus und…ich raste aus!“, las sie den geschwungenen Schriftzug „Da musstest du sofort an mich denken?!“
Er zuckte mit den Schultern. „Ja, ich weiß gar nicht wieso“, sagte er unschuldig.
Sie verzog das Gesicht. „Ich hab dich auch lieb.“ Aber sie lächelte ein bisschen.

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