Fandom: The Flash
Challenge: Hurt/Comfort: "Bitte, tu mir nicht das nicht an..." (für's Team)
Personen/Pairing: Barry Allen/Wally West
Wörter: ~600
Anmerkung: Mein erstes Mal Bally! Allerdings eher nur für den Punkt geschrieben, nicht, weil ich sie sonderlich gefühlt habe. Aber ich habe ganz viel Liebe für sie.
Er sah aus, als würde er einen Graben in den Boden laufen.
Wie in den albernen Comics, die Wally früher immer gelesen, dann aber weggeworfen hatte, sobald er in die Pubertät gekommen war und die er jetzt vermisste.
Hilflos lag er einbandagiert auf dem Krankenbett und ließ sich von Caitlin weiter einwickeln. Und schaute zu, wie Barry (ganz langsam nur für seine Verhältnisse) weiter den Boden eintrat.
„Ich versteh nicht, was das Problem ist“, murmelte Wally leise.
„Es sind doch nur ein paar Verletzungen und in ein paar Stunden sind sie wieder weg.“
„Du weißt genau, dass es nicht darum geht“, erwiderte Barry. Seine Haare waren fürchterlich zerzaust, und ja, er machte den Eindruck, als würde er vor Erregung jeden Moment anfangen zu vibrieren. Und zwar nicht auf die Art von Erregung, die Wally gerne gehabt hätte.
„Du weißt, du hättest...“ Barry zog scharf die Luft ein und fuhr sich abermals über das Gesicht.
„Ich trage die Verantwortung für dich!“
„Das ist doch Bullshit.“
Wally seufzte und wünschte gleich, es nicht getan zu haben. Zu heftig atmen tat seinen gebrochenen Rippen weh.
„Ich bin mein eigener Speedster. Du musst nicht immer noch dauernd auf großen Bruder machen.“
Womöglich hatte es etwas damit zu tun, dass er Barry nicht als großen Bruder haben wollte. Und, wenn man schon einmal dabei war, auch nicht als Schwager. Aber das würde niemals jemand erfahren. Es war ein Geheimnis, vor dem Wally jeden Tag versuchte, davonzulaufen und das einzige, was schneller war als er. Als Barry. Als alles.
„Tu ich nicht. Aber ich... Wally, beim nächsten Mal gehe ich alleine.“
Wenn Wally es nicht besser gewusst hätte, er wäre sicher gewesen, dass ihm genau in diesem Moment noch mehr Knochen brachen. Genau dort, wo sein schmerzhaft flatterndes Herz saß.
„Nein“, wisperte er wütend.
„Bitte, tu mir das nicht an...“
„Es tut mir leid“, erwiderte Barry.
„Aber was soll ich denn machen? Ich kann nicht... Wie sollte ich das Iris erklären, wenn du mal wirklich etwas passiert?“
Jetzt blieb er stehen. Jetzt tat er drei Schritte auf Wally zu, kam so nah, dass man das weiche Leder seines Kostüms riechen konnte, dass sich das Licht in seinen hübschen Augen brach.
Mit einem Mal war er ganz still und ruhig.
„Wie soll ich mir das selbst verzeihen?“
Für diesen Moment – hoffentlich nur für diesen Augenblick – wusste Wally nicht, woher die Schmerzen in seiner demolierten Brust wirklich herrührten. Von den kaputten Rippen oder... Er wollte besser nicht darüber nachdenken, weil das einfach nur pathetisch und eklig war. Gab es da nicht auf ein Gebot? Begehre nicht deiner Schwester Verlobten oder so etwas?
„Aber wir sind doch ein Team“, versuchte er es lahm und fasste nach Barrys Arm.
„Bitte, lass mich nicht zurück. So wie ich sterben könnte, könntest du es auch...“
Barry lächelte ihn traurig an. Für Sekunden stumm fuhr er über Wallys Schläfe.
„Ich weiß. Ich weiß das.“
Dann sagte er gar nichts mehr.
Es war wie eine Frage, die sich in der Luft zerstäubt, von der man hofft, dass sie verdunstet.
Wally wollte noch mehr sagen, doch er kam nicht dazu. Das Streicheln an seiner Schläfe beruhigte ihn, betäubte ihn. Sein Körper schubste ihn aus dem Moment, hinein in unbarmherzigen Schlummer, in dem er davon träumte, nicht immer derjenige zu sein, der verletzt wurde.
Sondern ein Held in schimmernder Rüstung, den Barry nur ein einziges Mal bewundern konnte.
Challenge: Hurt/Comfort: "Bitte, tu mir nicht das nicht an..." (für's Team)
Personen/Pairing: Barry Allen/Wally West
Wörter: ~600
Anmerkung: Mein erstes Mal Bally! Allerdings eher nur für den Punkt geschrieben, nicht, weil ich sie sonderlich gefühlt habe. Aber ich habe ganz viel Liebe für sie.
Er sah aus, als würde er einen Graben in den Boden laufen.
Wie in den albernen Comics, die Wally früher immer gelesen, dann aber weggeworfen hatte, sobald er in die Pubertät gekommen war und die er jetzt vermisste.
Hilflos lag er einbandagiert auf dem Krankenbett und ließ sich von Caitlin weiter einwickeln. Und schaute zu, wie Barry (ganz langsam nur für seine Verhältnisse) weiter den Boden eintrat.
„Ich versteh nicht, was das Problem ist“, murmelte Wally leise.
„Es sind doch nur ein paar Verletzungen und in ein paar Stunden sind sie wieder weg.“
„Du weißt genau, dass es nicht darum geht“, erwiderte Barry. Seine Haare waren fürchterlich zerzaust, und ja, er machte den Eindruck, als würde er vor Erregung jeden Moment anfangen zu vibrieren. Und zwar nicht auf die Art von Erregung, die Wally gerne gehabt hätte.
„Du weißt, du hättest...“ Barry zog scharf die Luft ein und fuhr sich abermals über das Gesicht.
„Ich trage die Verantwortung für dich!“
„Das ist doch Bullshit.“
Wally seufzte und wünschte gleich, es nicht getan zu haben. Zu heftig atmen tat seinen gebrochenen Rippen weh.
„Ich bin mein eigener Speedster. Du musst nicht immer noch dauernd auf großen Bruder machen.“
Womöglich hatte es etwas damit zu tun, dass er Barry nicht als großen Bruder haben wollte. Und, wenn man schon einmal dabei war, auch nicht als Schwager. Aber das würde niemals jemand erfahren. Es war ein Geheimnis, vor dem Wally jeden Tag versuchte, davonzulaufen und das einzige, was schneller war als er. Als Barry. Als alles.
„Tu ich nicht. Aber ich... Wally, beim nächsten Mal gehe ich alleine.“
Wenn Wally es nicht besser gewusst hätte, er wäre sicher gewesen, dass ihm genau in diesem Moment noch mehr Knochen brachen. Genau dort, wo sein schmerzhaft flatterndes Herz saß.
„Nein“, wisperte er wütend.
„Bitte, tu mir das nicht an...“
„Es tut mir leid“, erwiderte Barry.
„Aber was soll ich denn machen? Ich kann nicht... Wie sollte ich das Iris erklären, wenn du mal wirklich etwas passiert?“
Jetzt blieb er stehen. Jetzt tat er drei Schritte auf Wally zu, kam so nah, dass man das weiche Leder seines Kostüms riechen konnte, dass sich das Licht in seinen hübschen Augen brach.
Mit einem Mal war er ganz still und ruhig.
„Wie soll ich mir das selbst verzeihen?“
Für diesen Moment – hoffentlich nur für diesen Augenblick – wusste Wally nicht, woher die Schmerzen in seiner demolierten Brust wirklich herrührten. Von den kaputten Rippen oder... Er wollte besser nicht darüber nachdenken, weil das einfach nur pathetisch und eklig war. Gab es da nicht auf ein Gebot? Begehre nicht deiner Schwester Verlobten oder so etwas?
„Aber wir sind doch ein Team“, versuchte er es lahm und fasste nach Barrys Arm.
„Bitte, lass mich nicht zurück. So wie ich sterben könnte, könntest du es auch...“
Barry lächelte ihn traurig an. Für Sekunden stumm fuhr er über Wallys Schläfe.
„Ich weiß. Ich weiß das.“
Dann sagte er gar nichts mehr.
Es war wie eine Frage, die sich in der Luft zerstäubt, von der man hofft, dass sie verdunstet.
Wally wollte noch mehr sagen, doch er kam nicht dazu. Das Streicheln an seiner Schläfe beruhigte ihn, betäubte ihn. Sein Körper schubste ihn aus dem Moment, hinein in unbarmherzigen Schlummer, in dem er davon träumte, nicht immer derjenige zu sein, der verletzt wurde.
Sondern ein Held in schimmernder Rüstung, den Barry nur ein einziges Mal bewundern konnte.